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Heute, 01:24 #1Projektleitung
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Deutsche E-Mail-Provider migrieren zu Microsoft 365: Die Folgen für dich & deine Daten
Während alle von digitaler Souveränität reden, geben mehrere große Hoster ihre Infrastruktur auf - und transferieren Kunden zu Microsofts Clouddiensten. Den Kunden wird das neue Plattform verkauft. Doch sie sind mit zahlreichen Problemen konfrontiert: Nur Teile der Inhalte werden erfolgreich umgezogen. Der Support ist wenig hilfreich. Neben fragwürdigem Datenschutz & Sicherheit wirft der Umzug Fragen zur digitalen Souveränität auf. Ein hochrangiger Microsoft-Vertreter musste unter Eid in Frankreich zugeben, dass Nutzerdaten im Zweifel US-Regierungseinrichtungen ausgeliefert sind. Ob die Server dabei in den USA oder in der EU stehen, spielt keine Rolle. Auf diese Problematik haben ich und andere bereits seit geraumer Zeit hingewiesen.
Hinzu kommen massive Preissteigerungen. Am extremsten sind diese bei Domainfactory: Das günstigste Paket hat sich mehr als verdreifacht - während die Leistungen im Kern gleich geblieben sind. Der Nutzer erhält ein Postfach mit 10GB Speicherplatz. Während Kunden von HostEurope "nur" bis zu 151% Aufschlag bezahlen müssen, wurden Inklusivleistungen gestrichen. Bisher war selbst in günstigen Tarifen eine 3-Stellige Zahl an IMAP/POP3-Konten inklusive. Sie fanden Einsatz bei z.B. Familienmitgliedern oder in externen Systemen (etwa Benachrichtigungen von Nextcloud). Nach der Umstellung zu M365 verlangt der Hoster 1€ pro Konto und Monat. Das kann den Paketpreis schnell übersteigen.
Wer tatsächlich die Risiken von Microsoft eingehen möchte, kann sein Abo direkt dort buchen. Wozu braucht es einen Mittelsmann? Hoster, die mangels eigener Infrastruktur nur noch vermitteln, bieten kaum Mehrwert. Sondern teils im Gegenteil sogar zusätzliche Einschränkungen bei Zusatz-Abos.
Dass weder Risiko noch Preissteigerungen sein müssen, zeigen Alternativen wie Hetzner: Für einen Bruchteil des Preises bieten sie mehr Leistung & Flexibilität an. Eine Begrenzung der Konten fehlt etwa. Man zahlt für den Speicherplatz und kann diesen flexibel aufteilen. Ein Webspace mit Datenbank ist ebenfalls inklusive. Dank eigener Server in Deutschland sind keine Datenschutzprobleme zu befürchten.
Alle Infos mit Quellen: Zum kompletten Beitrag im U-Labs Portal
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Heute, 01:25 #2Brücke zwischen U-Labs & YouTube
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Antwort von @caroman6761
Antwort von @caroman6761:
Dabei ist es garnicht so schwer, einen eigenen MailServer einzurichten .....
Microsaft wäre das Letzte, wo icjh hingehen würde ....
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Heute, 01:43 #3Projektleitung
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AW: Deutsche E-Mail-Provider migrieren zu Microsoft 365: Die Folgen für dich & deine Daten
Eigener Mailserver: Jein. Es gibt einige Dinge, mit denen man sich befassen muss - beispielsweise SPF, DKIM. Technisch vereinfachen Systeme wie Mailcow das zu einem gewissen Grad. Obwohl Mails heute komplexer geworden sind, sehe ich das größte Problem nicht in der Technik. Sondern der längst bestehenden Dominanz großer Konzerne wie insbesondere Microsoft. Abseits von der Einrichtung muss man sich mit denen als Empfänger herum schlagen.
Gerade die sperren gerne mal recht willkürlich IPs oder gar ganze Netze. Mit weniger Pech landen die Mails "nur" im Spam. Oder werden gar nicht erst zugestellt. Von außen hat man kaum eine Chance, das über Blockierlisten festzustellen. MS nutzt eigene Kriterien für proprietäre, interne Sperrlisten. Dort stehen viele fälschlicherweise gesperrte drauf - immerhin konsequent, wie bei den Microsoft Cloudkonten. Dazu unterschiedliche Listen für die kostenfreien Outlook Online und M365 Konten. Du kannst auf denen landen, ohne irgendwas falsch gemacht zu haben. Und darfst dann bei MS betteln. Ob das erfolgreich sein wird sowie wie schnell, steht in den Sternen. Selbst größere Hoster wie Hetzner schimpfen über MS und kämpfen mit denen. Da sind die Auswirkungen natürlich deutlich größer, wenn z.B. einer ihrer Mailserver gesperrt wird.
Wenngleich ich grundsätzlich selbst Hosten befürworte: Hier ist der Markt derart stark von skrupellosen Quasi-Monopolisten dominiert, dass ich gut darüber nachdenken würde, ob ich mir das antun möchte. Zumindest, wenn man es sich nicht leisten kann, auf Mailzustellung an MS & co. strikt zu verzichten. Microsoft ist als externer Hoster definitiv keine Option, da stimme ich dir uneingeschränkt zu.
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