Schade, dass du derartige Vorwürfe in den Raum wirfst, ohne sie mit fundierten Fakten zu belegen - im Gegenteil, dir sogar selbst widersprichst. Wenn dir Vollständigkeit wichtig wäre, würdest du keinen Zweizeiler verfassen. Sondern z.B. erwähnen, dass DOCX auf dem proprietären DOC basiert. Sich ein Stück weit zu öffnen, war keine Wohltat gegenüber den Nutzern. Sondern eine Auflage aus einem der größten Kartellprozesse der US-Geschichte, in denen MS wegen schwerer Verstöße beim Missbrauch ihrer Marktmacht zur Zerschlagung verurteilt wurde. Nachdem MS in Revision ging und der Wirtschaftsfeundliche Bush an die Macht kam, wurden sie mit einem blauen Auge begnadigt. Dazu gehörte u.a. ein paar proprietäre Formate zu öffnen. Vieles davon lief nach einigen Jahren aus.

DOCX ist keineswegs uneingeschränkt offen, sondern Pseudo-Offen. MS hat das Format um proprietäres Zeugs erweitert, das sie nur in ihr ebenfalls proprietäres Office-Paket einbauen. Aus diesem Grunde kann auch 18 Jahre nach DOCX kein freies Office-Programm die MS-Formate uneingeschränkt korrekt darstellen. Bis heute bleibt denen nur Reverse Engineering, was rechtlich eine Grauzone ist und zwangsweise hinterher hinkt. Zumal die Formate unnötig komplex sind. Schon vor Jahren hat das BSI sich die Pseudo-Offenen MS Formate wie DOCX angeschaut und mit dem wirklich offenen ODT (Open Document Format) verglichen. Ein identisch gestaltetes Dokument ist im MS Format wesentlich umfangreicher, als in ODT. Nächstes mal bitte die technischen Fakten recherchieren und nicht bloß die Presseabteilung von MS nachplappern. Die behaupten neben der DSGVO-Konformität ihrer Clouddienste viel Schwachsinn, wenn der Tag lang ist.