DMW007 (Gestern)
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Gestern, 01:16 #11Projektleitung
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AW: Open Source: Hier liegt Schleswig-Holstein komplett falsch
Es gibt noch mehr. Ich habe vor Jahren eine Liste angefangen, auf der u.a. auch Schwäbisch-Hall steht. Das Problem ist: Es war lange Zeit relativ wenig Interesse vorhanden. Dasselbe mit dem ganzen Themenkomplex US-Abhängigkeit. Mein erstes Forenthema zum NSA-Skandal habe ich 2013 geschrieben. Damals hat es kurzzeitig für Empörung gesorgt. Später punktuell, wenn Snowden neue Enthüllungen veröffentlicht. Mit der Zeit legte sich das, meine Warnungen verhallen. Es schien, als ob die große Mehrheit sich damit abgefunden hatte.
Das dreht sich gerade. Auf mich wirkt es, als ob nach Trumps zweiter Amtszeit versucht wurde, das auszusitzen. Nach einigen Monaten realisieren zunehmend selbst Konservative, dass die USA endgültig kein Partner mehr sein können & wollen. Weiterhin langsam - Bayern z.B. will weiterhin mit Gewalt in die Microsoft Cloudabhängigkeit. Doch es sind Fortschritte erkennbar. Kürzlich landete das Thema sogar in der Tagesschau. Nun ist also plötzlich die Aufmerksamkeit für solche Themen da, die davor höchstens einen kleinen Kreis aus Fachkundigen interessiert haben.
Wenn du Reichweite erzielen willst oder sogar finanziell darauf angewiesen bist, bleibt wenig andere Wahl, als andere Themen zu bedienen, bei denen die Nachfrage größer ist. Mir ging das bereits bei mehreren Themen so, die ich spannend oder wichtig finde, teils beides. Dann steckst du 1,5 bis 3 Tage Arbeit in den Beitrag mit Video, um festzustellen, dass es schlecht läuft. Da überlegt man sich, noch mal so viel Arbeit darin zu stecken. Oder ob man nicht lieber was anderes mit, von dem sicher ist, dass es viele interessiert.
Für Dinge wie die Abhängigkeit von den USA bzw. proprietärer Software allgemein müssen die Umstände passen, damit das für einen signifikanten Teil relevant wird. Es ist schade, da das mMn spätestens seit den Snowden-Enthüllungen alle Alarmglocken hätte läuten müssen. Aber da bleibt mir wenig Handlungsspielraum, als solche Themen aufzuschieben und mehr darauf einzugehen, wenn ihre Zeit "gekommen" ist. Ich freue mich, dass es bei freier Software nun endlich der Fall zu sein scheint - besser spät, als nie
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Gestern, 02:01 #12
AW: Open Source: Hier liegt Schleswig-Holstein komplett falsch
Ich finde es sehr wichtig, dass man sich mit Open Source beschäftigt. Da es gerade für den Staat wichtig ist unabhängig von USA zu sein. Denn es kann immer sein, dass Trump in den Sinn kommt das man Deutschland ganz einfach Handlungsunfähig machen kann indem man einfach den Zugang sperrt indem man es Sanktioniert. Und das endet dann für Deutschland ziemlich Fatal.
LG Hase
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Gestern, 07:37 #13
AW: Open Source: Hier liegt Schleswig-Holstein komplett falsch
Der rote Knopf ist doch der feuchte Traum aller Politiker und Despoten!
Wenn es einem nicht mehr passt "Push Button" und alle haben einen leeren Bildschirm vor sich,
keiner kann sich mehr mit anderen Austauschen - weil man das ja im RL komplett verlernt hat -,
und man kann sich nicht mehr gegen die Machtinhaber "Verschwöhren".
Wie war das noch?
Wenn Unrecht zu Recht wird,
wird Widerstand zur Pflich!Wer die Freiheit aufgibt um Sicherheit zu gewinnen, der wird am Ende beides verlieren. (Benjamin Franklin)
Die zwei häufigsten Elemente im Universum sind Wasserstoff und Blödheit. (Yonathan Simcha Bamberger)
Wer schweigt, stimmt nicht immer zu. Er hat nur manchmal keine Lust mit Idioten zu diskutieren. (Albert Einstein)
Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert. (Dante)
Es gibt Besserwisser, die niemals begreifen, dass man recht haben und ein Idiot sein kann. (Martin Kessel)
Doofheit ist keine Entschuldigung.
Der Glaube ist die Wissenschaft, die mit Wissen Leiden schafft!
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Gestern, 23:47 #14Brücke zwischen U-Labs & YouTube
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Antwort von @Kaffeejunk1e
Antwort von @Kaffeejunk1e:
in meiner Firma wurden teilweise auch Lizenzen für Software beschafft, die man sich hätte schenken können. Die Software wurde immer verbuggter und wurde seitens des Herstellers nicht mehr angepasst trotz weiterer Lizenzfortzahlungen. Und am Ende kam raus, die haben ihren Entwickler gefeuert, dem der Code entwickelt hat und niemand sonst versteht. Und daher konnten sie ihre Software nicht weiterentwickeln. Mittlerweile ist der Anbieter auch komplett hinüber und es gibt noch laufende Verfahren...
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Gestern, 23:48 #15Brücke zwischen U-Labs & YouTube
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Antwort von @Fresh_Playa
Antwort von @Fresh_Playa:
Ich bekomme wieder einmal den Eindruck das Technik für Politiker noch immer ein Fremdwort ist, FOSS ist bei Politiker ja fast schon ein schimpfwort. Obwohl es eigentlich genau umgekehrt ist, propritär ist ein schimpfwort und nicht FOSS liebe Politiker!!
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Gestern, 23:49 #16Brücke zwischen U-Labs & YouTube
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Antwort von @philhasacomputer
Antwort von @philhasacomputer:
Meiner Meinung nach ist es den Menschen generell, vielen Unternehmen und dem Staat nicht möglich das Pareto Optimum bei der Beschaffung von IT-Lösungen zu erreichen.
Genau dann, wenn es nicht mehr oder nur schwer möglich ist, das Pareto-Optimum zu erreichen, sprechen wir von "Marktversagen".
Fehlendes Wissen und fehlleitende Marketingversprechen führen dazu, dass keine optimale Lösung gefunden werden kann, die im Mittelpunkt verschiedener Ziele liegt. IT-Beschaffung muss gleichzeitig viele Ziele erfüllen: Security, Wartbarkeit, Nutzerfreundlichkeit, Preis, Interoperabilität, Langfristigkeit, etc etc etc.. Wenn man zu wenig Ahnung hat und von der Industrie fehlgeleitet wird, liegt man nicht mehr im Pareto-Optimum, es ist sogar extrem schwierig geworden dort zu landen.
Die Staaten müssten hier erst mal eingreifen und einen funktionierenden Markt herstellen, dass man eine Chance hat, sein Optimum zu erreichen. Vor Allem gute Ausbildung ist hier essentiell. Aber Microsoft lobbyiert ja schon bereits im Bildungssystem ...
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Gestern, 23:54 #17Projektleitung
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AW: Open Source: Hier liegt Schleswig-Holstein komplett falsch
Schon wegen dieser massiven Lobbyarbeit beißt sich die Katze in den Schwanz. Ausbildung ist ein wichtiger Punkt. Im Bildungssystem müsste angefangen werden, IT & Technik zu lehren - statt Klickanweisungen für MS & co. Medienkompetenz fehlt nahezu komplett, wo es Schnittpunkte zu diesem Thema gibt. Marktregulierung spielt ebenfalls mit rein, all zu sehr würde ich den Fokus darauf nicht legen. Ansonsten besteht die Gefahr, grundsätzliche Probleme von unfreier Software zu verwässern. Proprietäre Software sollte in der öffentlichen Verwaltung eine Ausnahme sein, die nur begrenzt & gut begründet zulässig ist. Offene, freie Lösungen müssen der Standard werden. Schon alleine wegen der Souveränität, nur so lässt sich die Kontrolle behalten.
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