-
14.02.2026, 00:52 #21Brücke zwischen U-Labs & YouTube
- Registriert seit
- 30.09.2021
- Beiträge
- 7.624
Thanked 125 Times in 121 Posts
Antwort von @SWiP_1
Antwort von @SWiP_1:
Kurz und knapp: In SH hat man nichts begriffen.
-
14.02.2026, 00:55 #22Projektleitung
- Registriert seit
- 15.11.2011
- Beiträge
- 8.853
- Blog Entries
- 5
Thanked 9.602 Times in 3.410 Posts
AW: Open Source: Hier liegt Schleswig-Holstein komplett falsch
So extrem würde ich das bei weitem nicht abwerten. Wie schon im Beitrag erwähnt, machen sie vieles richtig & haben auch bereits einiges umgesetzt. Offensichtlich hat man einiges begriffen. Wenngleich der Author des Strategiepapiers offensichtlich mehrere Wissenslücken bei den Nachteilen proprietärer Software zu haben scheint. Das ist schlecht, hat allerdings das Projekt bei weitem nicht zerstört. Und trotz aller Mängel enthält das Papier - wie ebenfalls erwähnt - viele korrekte Aussagen und daraus abgeleitete sinnvolle Ziele. Alles auf die von mir kritisierten Passagen zu reduzieren, ist zu Kurz gegriffen und wird der Sache nicht gerecht.
-
14.02.2026, 00:58 #23Brücke zwischen U-Labs & YouTube
- Registriert seit
- 30.09.2021
- Beiträge
- 7.624
Thanked 125 Times in 121 Posts
Antwort von @sparky7635
Antwort von @sparky7635:
Das föderale System ist hier die größte Hürde
-
14.02.2026, 01:09 #24Projektleitung
- Registriert seit
- 15.11.2011
- Beiträge
- 8.853
- Blog Entries
- 5
Thanked 9.602 Times in 3.410 Posts
AW: Open Source: Hier liegt Schleswig-Holstein komplett falsch
Zentrale Vorgaben bringen nichts, wenn dort jemand von z.B. der CDU sitzt und mit aller Gewalt bei seinem Microsoft-Bro einkaufen will. So wie das z.B. in Bayern mal wieder der Fall ist. Im Gegenteil: Dann hätten "Inseln" wie SH gar keinen Spielraum, um dem zu entkommen. Das ist also keineswegs die vermeintlich einfache Lösung. Sondern ein zweischneidiges Schwert.
Die größten Hürden sehe ich daher in Politikern, welche sich primär um ihre persönliche Karriere kümmern, statt Sachfragen im Sinne des Landes zu entscheiden. Und damit zusammenhängend im fehlenden langfristigen Zeithorizont. Politische Entscheidungen werden nur ernsthaft in Erwägung gezogen, wenn sie sich im 4-Jahres Rhythmus lohnen. Daher reformiert keiner z.B. das Rentensystem oder Schulsystem - obwohl die Notwendigkeit dafür seit Jahrzehnten klar ist. Beide sind aber so umfangreich, sodass man es niemals in 4 Jahren abschließen kann. Sondern bestenfalls beginnen. Man bekommt nur den Ärger der Umstellung ab, ohne ggf. vom anschließenden Erfolg zu profitieren. Also klebt jeder bloß was dran, etwa in Form einer Rentenerhöhung - und reicht das Damoklesschwert weiter. Jeweils in der Hoffnung, es werde schon jemand anderen treffen.
Solche begrenzten Zeithorizonte sind Gift für umfangreiche IT-Umstellung. SH hat seit 2017 angefangen und 2025 haben die MS Office weg bekommen, Windows ist 2026 dran. Das sind etwa 8 Jahre nur für den ersten konkreten Meilenstein. Bis die Nutzer sich daran gewöhnt haben und alles so reibungslos läuft, wie die über Jahrzehnte gewachsenen MS-Umgebungen, wird es noch etwas länger dauern.
-
Gestern, 19:58 #25Brücke zwischen U-Labs & YouTube
- Registriert seit
- 30.09.2021
- Beiträge
- 7.624
Thanked 125 Times in 121 Posts
Antwort von @Someone78109
Antwort von @Someone78109:
2:23 ich glaube, sie verstehen nicht ganz, wovon sie reden. Es geht doch nicht darum, dass Gliederung oder OpenXchange oder sonst was nicht weiter entwickelt wird. Die große Sorge des Landes sind die Fachverfahren. Spezielle Software auf Entwicklung des Landes entwickelt. Was oftmals auch länderübergreifend gemacht wird, Microsoft nach wie vor der Standard ist von 6-7 Bundesländern zusammen entwickelt, aber jedes betreibt es für sich selbst. Und hier ist halt die Überlegung des Landes Schleswig-Holstein. Was ist, wenn wir jetzt sehr viel Geld in die Entwicklung Richtung Open Source stecken aber dann aus einem anderen Grund das Verfahren von allen anderen Bundesländern eingestellt wird.
-
Gestern, 20:01 #26Projektleitung
- Registriert seit
- 15.11.2011
- Beiträge
- 8.853
- Blog Entries
- 5
Thanked 9.602 Times in 3.410 Posts
AW: Open Source: Hier liegt Schleswig-Holstein komplett falsch
Gliederung? Klar besteht das Risiko der eingestellten Entwicklung bei grundsätzlich jeder Software - unabhängig von der Lizenzart, wie im Beitrag erwähnt. Von "Fachverfahren" steht in diesem Abschnitt nichts, es geht ausschließlich um quelloffene Software. Auch das habe ich im Video gezeigt und kann in den Quellen des Portal-Artikels nachgelesen werden. Das ist ein ganz anderes Thema, was mit meinem Kritikpunkt nichts zu tun hat.
-
Gestern, 20:01 #27Brücke zwischen U-Labs & YouTube
- Registriert seit
- 30.09.2021
- Beiträge
- 7.624
Thanked 125 Times in 121 Posts
Antwort von @alfredo9404
Antwort von @alfredo9404:
Meine Erfahrung aus mehreren sehr microsoftminded öffentlichen Verwaltungen ist, dass die Entscheidungsträger meinen, damit den einfacheren Weg zu gehen. Wenn Probleme entstehen holt man sich für die Rechtfertigung die Unterstützung des Herstellers und sagt das sei "Industriestandard" auch wenn alles schief geht. Jetzt z.B. wird Microsoft mit Azure und Active Directory auch mit allen Nicht-Microsoft Systemen vernetzt. Wie das weitergeht ist klar: Bei den ersten Problemen wird Microsoft sagen: Schmeisst doch das Nicht-Microsoft System raus, das können wir auch.
-
Gestern, 20:14 #28Projektleitung
- Registriert seit
- 15.11.2011
- Beiträge
- 8.853
- Blog Entries
- 5
Thanked 9.602 Times in 3.410 Posts
AW: Open Source: Hier liegt Schleswig-Holstein komplett falsch
Das deckt sich mit meinen Beobachtungen: Es geht weniger um die beste Lösung. Sondern mehr darum, einen Verantwortlichen zu haben, auf den man mit dem Finger zeigen kann. Diese Strategie funktioniert erstaunlich gut. Bei selbst betriebener oder gar entwickelter Software sollte jedes Detail angepasst werden. Mit der von der GF gewollten Migration zu M365 wurde die IT weitgehend entmachtet. Somit fällt öfter der Satz "Das kann MS nicht" oder "MS kann das nur eingeschränkt mit X & Y". Damit ist die Diskussion schnell abgeschlossen.
Ähnliches habe ich von Admins gehört, die nur deswegen Auslagerung an externe Clouddienste mögen. Sie haben weniger Verantwortung und leben schlussendlich damit entspannter. Wenn es nur darum geht, möglichst ohne anzuecken die Lohnarbeit rum zu bringen, ist das ein Stück weit nachvollziehbar.
Ähnliche Themen
-
Microsoft hat fertig: 25.000 PCs in Schleswig-Holstein auf Linux & LibreOffice
Von DMW007 im Forum LinuxAntworten: 218Letzter Beitrag: 11.02.2026, 22:38 -
Meine Top 10 (+1) Open Source Software 2024
Von DMW007 im Forum SoftwareAntworten: 17Letzter Beitrag: 27.12.2024, 16:42 -
C# Open Source: U-Labs BBCode-Parser für vB
Von DMW007 im Forum .NetAntworten: 0Letzter Beitrag: 01.08.2019, 20:09 -
Google Glass wird Open Source
Von DMW007 im Forum IT & Technik NewsAntworten: 1Letzter Beitrag: 01.05.2013, 18:05 -
[Open-Source] Hausaufgaben
Von Snees im Forum ShowroomAntworten: 5Letzter Beitrag: 12.10.2011, 19:34
Diese Seite nutzt Cookies, um das Nutzererlebnis zu verbessern. Klicken Sie hier, um das Cookie-Tracking zu deaktivieren.
Zitieren