1. #1
    Projektleitung
    Avatar von DMW007
    Registriert seit
    15.11.2011
    Beiträge
    4.238
    Thanked 8.595 Times in 2.597 Posts
    Blog Entries
    5

    Standard

    Die Autoindustrie fordert Unterstützung vom Staat für Umsatzausfälle durch Corona-Maßnahmen. Lobbyisten fordern beispielsweise eine Kaufprämie oder geringere Mehrwertsteuer. Allerdings nicht unter Beachtung der Umwelt oder Klimaziele. Im Gegenteil: Auch besonders umweltschädliche Autos sollen Anreize erhalten.

    Am 05. Mai fand ein Treffen statt. Neben Bundeskanzlerin Angela Merkel waren verschiedene Spitzenpolitiker dabei. Aber keine Verbraucherschützer, Umweltorganisationen, Vertreter anderer Verkehrsmittel oder Wissenschaftler. Die Treffen heißen zwar z.B. "Konzentrierte Aktion Mobilität", doch wirken eher als würde die Autolobby den Politiker einseitig diktieren, was zutun ist.

    Dies ist bereits 2009 in der Wirtschaftskriese geschehen: Damals wurde auf Wunsch der Autoindustrie die "Abwackprämie" eingeführt. Sie war umstritten, da viele einwandfrei funktionsfähige Autos verschrottet wurden. Und die Neuwagen waren oft nicht mal umweltfreundlicher. Umweltfreundlich war diese Aktion also nicht, wurde aber mit Steuergeldern finanziert.

    Erst kürzlich haben die Autokonzerne angekündigt, hohe Dividenden an Aktionäre und dicke Bonuszahlungen an Manager auszuschütten. Zeitgleich werden Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt oder sogar Entlassen.

    Lobbycontrol fordert dagegen: Keine Vorfahrt für die Autolobby!. Es soll eine offenere und ausgewogenere Debatte stattfinden, bei der z.B. die Bedingungen einer solchen Förderung diskutiert werden.

    Mit Blick auf die aktuelle Lage fragt man sich zudem: Leidet nur die Autoindustrie unter dem Shutdown?  Ist es sinnvoll und Gerecht, ausgerechnet sie zu fördern?
    Noch dazu ohne Auflagen, sodass wenigstens keine extrem umweltschädlichen Autos wie z.B. SUVs gar noch subventioniert werden?
    Sind andere Branchen wie z.B. Bäcker, Restaurants, Metzger, Fitnessstudios, ... weniger wichtig und benötigen somit kein Geld?

  2. #2
    Moderation
    Avatar von Darkfield
    Registriert seit
    24.04.2013
    Beiträge
    2.462
    Thanked 1.624 Times in 1.132 Posts

    Standard AW: Bedingungslose staatliche Subventionen für die Autoindustrie?

    Der Automobilindustrie geht es ja soooo schlecht!
    Können die doch nicht mindestens 20% Dividende an die Aktionäre ausschütten - das muss man durch den Staat aber doch sicher stellen.

    Abwarten, der große Knall kommt noch - zumal diese Pandemie noch lange nicht vorbei ist.
    Wer die Freiheit aufgibt um Sicherheit zu gewinnen, der wird am Ende beides verlieren. (Benjamin Franklin)
    Die zwei häufigsten Elemente im Universum sind Wasserstoff und Blödheit. (Yonathan Simcha Bamberger)
    Wer schweigt, stimmt nicht immer zu. Er hat nur manchmal keine Lust mit Idioten zu diskutieren. (Albert Einstein)
    Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert. (Dante)
    Es gibt Besserwisser, die niemals begreifen, dass man recht haben und ein Idiot sein kann. (Martin Kessel)
    Doofheit ist keine Entschuldigung.

  3. #3
    Neuling
    Avatar von Garrix
    Registriert seit
    04.02.2016
    Beiträge
    25
    Thanked 8 Times in 7 Posts

    Standard

    Ich finde das falsch. Wir sollten dafür sorgen, dass zum einen die gesellschaftlich wichtigen Jobs versorgt sind. Also die gerne als Systemkritisch bezeichneten, für die in der Vergangenheit zwar geklatscht wurde. Aber die immer noch schlecht bezahlt werden. Dann sollte man dafür sorgen, dass jeder Bürger die Kriese gut übersteht. Wer z.B. durch Kurzarbeit seinen Alltag nicht mehr finanzieren kann, muss vom Staat unterstützt werden.

    In meinen Augen alles sinnvolle Maßnahmen. Doch Millionen in ein Unternehmen stecken, dass gesund ist und die Kriese mit seinen Rücklagen selbst stemmen kann? Es darf nicht sein, dass so ein Unternehmen ohne wirkliche Not unterstützt wird! Und nein, den Aktionären sogar noch mehr statt weniger geben zu müssen, ist keine Begründung dafür. Staatliche Subventionen müssen sich am Wohle der Gesellschaft orientieren. Wenn sie das nicht tun, sind sie meiner Meinung nach nicht für Hilfspakete qualifiziert.

    Die Autolobby ist für tausende Tote durch ihre Abgase verantwortlich. Durch den Diesel-Skandal wurden nicht nur Kunden betrogen. Auch Fußgänger haben durch die manipulierten Abgaswerte gesundheitlichen Schaden genomen. Soll mir keiner erzählen, das wäre eine gute Leistung für die Gesellschaft, die man belohnen müsste. Dann können wir auch gleich Monsanto oder Shell subventionieren...

Diese Seite nutzt Cookies, um das Nutzererlebnis zu verbessern. Klicken Sie hier, um das Cookie-Tracking zu deaktivieren.

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 92 93 94 95 96 97 98 99 100 101 102 103 104 105 106 107 108 109 110 111 112 113 114 115 116 117 118 119 120 121 122 123 124 125 126 127 128 129 130 131 132 133 134 135 136 137 138 139 140 141 142 143 144 145 146 147 148 149 150 151 152 153 154 155 156 157 158 159 160 161 162 163 164 165 166 167 168 169 170 171 172 173 174 175 176 177 178 179 180 181 182 183 184 185 186 187 188 189 190 191