Nach Ende des Kalten Krieges hat Deutschland Hunderte von Bunkeranlagen stillgelegt. Im Moment gibt es nur noch rund 600 öffentliche Schutzräume. Das will Bundesinnenministerin, Nancy Faeser, angesichts neuer militärischer Bedrohungen jetzt ändern. In Deutschland gibt es keine öffentlichen Schutzräume mehr. Die rund 600 Zivilschutz-Bunker sind seit Jahrzehnten stillgelegt. "Mit dem Fall der Mauer und der Beendigung des Ost-West-Konflikts schien das Szenario eines konventionellen Krieges mit großflächigen Bombardierungen und dem Einsatz chemischer und nuklearer Waffen nicht mehr zeitgemäß", erklärt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) dazu. www.mdr.de

Mit dem Ende des zweiten Weltkrieges wollten die Menschen die gemachten Kriegserfahrungen nie mehr wiederholen. Der zunehmende Wohlstand und die lange Friedenszeit ließ die Menschen den Krieg vergessen. Eine Generation Menschen wuchs in Frieden und Wohlstand auf. Bei den älteren Menschen geriet die Erinnerung an Krieg, Hunger Bunkerkoller in Vergessenheit und die jüngeren kannten Krieg aus Erzählungen und hielten eine altmodische Konfliktlösung nicht mehr für möglich.

Mit dem Ende des Kalten Krieges änderte sich die Sicherheitslage. Dies führte zur Entwicklung von neuen und für die Gefahrenlage zutreffenderen Bedrohungsszenarien. Experten gehen heute von einem Schadenszenario ohne Vorwarnzeit aus, daher können Schutzräume der Bevölkerung keine ausreichende Sicherheit bieten. Aus diesem Grunde beschloss der Bund im Einvernehmen mit den Ländern im Jahr 2007 das bisherige Konzept aufzugeben. www.bbk.bund.de

Mit der verblassenden Erinnerung an Krieg und Leid geriet auch die Angst vor Bombardierung in Vergessenheit. Niemand hielt es für nötig Schutzräume und Warnsirenen zu erhalten. Bunkeranlagen wurden aus Kostengründen geschlossen. Sirenen die nicht nur vor Feuer sondern auch vor feindlichen Flugzeugen warnen konnten wurden aus Kostengründen abgebaut da niemand glaubte dass man Sirenen oder Bunker jemals mehr benötigen würde.

Katasthrophenschutz in Deutschland. Unglück, Naturkatastrophe oder kriegsähnliche Zustände: Wenn die Bevölkerung sich nicht mehr selbst helfen kann, greift das staatliche System des Zivil- und Katastrophen*schutzes. ... Ebenso stellen die in den Ländern im Katastrophen*schutz tätigen Organisationen ihre Kräfte und Fähigkeiten für den Verteidigungs*fall zur Verfügung.www.bmi.bund.de

Die Corona Pandemie, das Hochwasser im Ahrthal und der Krieg in der Ukraine Krieg haben gezeigt dass Schutzräume und das anlegen von Notvorräten wieder Notwendig sind. Die Bevölkerung in Deutschland muss wieder für Krisenzeiten vorbeireitet werden indem wieder Kriegsalarmübungen mit mechanischen Sirenen und das verhalten im Bunker geübt werden. In den Schutzbunkern müssen wieder Notvorräte eingelagert werden.

Ist die Sorge vor Krieg berechtigt oder ist die Angst übertrieben? Manch andere halten die Angst vor krieg übertrieben und vertrauen der NATO und ihrem Abwehrsystem und halten deshalb einen Bombenkrieg in Deutschland für nicht möglich.

Hast du Angst vor Krieg und wo ist der nächste Schutzraum?
Hast du einen Notvorrat angelegt?