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  1. #71
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    Standard AW: Flüchtlinge in Deutschland - Ursachen und mögliche Gegenmaßnahmen

    Auf der Seite der Bundesregierung wird zum Thema Flüchtlinge informiert. So ist es nun möglich zwischen Flüchtling und Asylant und deren Status zu unterscheiden. Genauso will die Bundesregierung die Zahl illegaler Überfahrten auf dem Mittelmeer stoppen.

    Andererseits bringen Flüchtlinge Unternehmern steigende Gewinne, dadurch dass sie ihre Arbeitskraft auf dem "Arbeiterstrich" noch günstiger als Osteuropäer anbieten. In anderen Bereichen nennt man kostenloses Arbeiten, Praktika. 300 Flüchtlinge haben bei Daimler Benz Praktika gemacht. Quelle.

    So versucht jeder von den Flüchtlingen zu profitieren. In ihrem Heimatland haben sie alles verloren, alles blieb zurück. Auf der Flucht haben Schlepper an ihnen Geld verdient und hier angekommen sind sie billige Arbeitskräfte die unsere Wohlstandsgesellschaft bereichern sollen.

    Flucht und Vertreibung ließe sich nur vermeiden, indem Länder besonnene Politiker hätten, die den Menschen die Möglichkeit geben würden durch Arbeit ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Aus dem gleichen Grund, warum du nicht flüchten willst, würden diese Menschen zu Hause bleiben.

    Beispielsweise gab es in Nigeria eine Massenentführung. Quellel. In Europa interessiert sich niemand dafür, was in Nigeria passiert. Warum wundern wir uns, wenn 18.587 Nigerianer Nach Deutschland flüchteten? Quelle

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    Hase (08.08.2019)

  3. #72
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    Standard AW: Flüchtlinge in Deutschland - Ursachen und mögliche Gegenmaßnahmen

    @Fritz,

    ich glaube, Du überschätzt auch ein wenig die Möglichkeiten, die Europa hat, die Verhältnisse in Afrika grundlegend zu verändern. Nehmen wir einmal Boko Haram, für die sich angeblich niemand in Europa interessiert. Was soll Europa denn machen, um Boko Haram das Handwerk zu legen... Soldaten schicken? Boko Haram ist auch nur eine Begleiterscheinung der aufgrund Bevölkerungswachstum um sich greifenden wirtschaftlichen Probleme. Wenn es den Menschen schlecht geht, wenden sie sich irgendwelchen Heilsbringern zu, in diesem Fall religiös-islamistischen. Die wirtschaftlichen Probleme Afrikas aber zu lösen, die durch Verdoppelungen der Bevölkerungen in kurzen Zeiträumen entstehen (in Ländern, die überwiegend von Landwirtschaft leben, deren Land aber diese Massen gar nicht ernähren kann), überfordert doch auch Europa!

    18.587 ist nicht die Zahl der Nigerianer, die nach Deutschland flüchteten, sondern die Zahl der Nigerianer, die von Januar bis Juli 2016 von Nordafrika nach Italien übersetzten und dabei von europäischen Patrouillen aufgegriffen wurden bzw. in Lampedusa anlandeten. Obwohl einige der 18.587 nicht nach Deutschland kamen, ist die Zahl der in D eingewanderten Nigerianer natürlich viel höher, da diese Einwanderung nicht im Januar 2016 begann und nicht im Juli 2016 aufhörte, und es auch Boote gibt, die irgendwo in Sizilien unbemerkt und unregistriert anlandeten... sowie natürlich auch andere Routen genutzt werden, z.B. über Spanien.

  4. #73
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    Standard AW: Flüchtlinge in Deutschland - Ursachen und mögliche Gegenmaßnahmen

    Afrika hat ein ganz anderes Problem: Das Land wird seit Jahren (bald Jahrzehnten) von Billigfleisch aus der EU überflutet. Exportiert werden "Reste", die sich hierzulande schlecht verkaufen lassen. Das zerstört die dortige Wirtschaft, da aufgrund von Massenproduktion und teils auch Ausbeutung in der EU sehr billig produziert werden kann. EU-Hähnchenfleisch kostet folglich in Afrika nur etwa die hälfte dessen, was ein heimischer Bauer an Produktionskosten aufbringen muss. Folglich ist klar, wer auf seinen Waren sitzen bleibt. Dieses Problem ist nicht neu sondern über Jahre bekannt. Von 2009 bis 2015 haben sich die Exporte verdreifacht, von 199.000 Tonnen auf 592.000 Tonnen pro Jahr.

    Wie du @freulein allerdings schon richtig erwähnt hast: Menschen sind (vor allem in größerer Masse) vor allem dann für Terroristen-Anführer empfänglich, wenn es ihnen schlecht geht. Da ist Afrika neben Kriegsländern, in denen überwiegend westliche Länder für Zerstörung sorgen, natürlich keine Ausnahme. Es muss kein klassischer Krieg herrschen, damit es den Menschen schlecht geht. Schon Wirtschaftsembargos können für massive Todesopfer sorgen, wie z.B. die damaligen Wirtschaftssanktionen gegen den Iran. Diese waren derart absurd, dass sogar viele zivile Produkte wie Lebensmittel oder gar Medikamente betroffen waren.

    Bevor Europa also anfängt diese Länder zu "Demokratisieren" oder gar zu "Retten", wäre es ein viel sinnvollerer Anfang, diese Länder nicht mutwillig zu zerstören. Das gilt natürlich nicht nur für die EU. Vor allem die USA ist ja weitreichend bekannt davor, mutwillig andere Länder zu zerstören. Anschließend wundert man sich: Wieso hassen die uns nur?


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    Hase (08.08.2019)

  6. #74
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    Standard AW: Flüchtlinge in Deutschland - Ursachen und mögliche Gegenmaßnahmen

    Kommissionspräsidentin von der Leyen versprach beim Besuch der Grenzregion 700 Millionen Euro Hilfe. www.tagesschau.de

    Horst Seehofer sagte: "Wenn wir jetzt Fehler machen, ist das lange nicht zu korrigieren. Wir müssen dieses Thema in den Griff bekommen, sonst haben wir 2015 plus. Wir müssen klar machen, dass unsere Grenzen nicht geöffnet sind." Zeit.de

    Um sinnlos ausgegebene 700 Mio. Euro zu rechtfertigen, wird den Menschen in Europa Angst vor den Flüchtlingen gemacht.

    Sinnvoller wäre es, das Geld in den Aufbau des zerstörten Syrien zu investieren. Das würde Beschäftigung, Arbeitsplätze und Einkommen für Syrer bringen. Gleichzeitig würde man den Menschen den Fluchtgrund nehmen.

    Es ist leichter das Geld in ein Privatunternehmen Frontex und die Türkische Regierung zu investieren um die Flüchtlinge zurückzuhalten. Das macht Frontex und die Türkische Regierung reicher. Flüchtlinge wird das Geld nicht von ihrer Flucht in ein besseres Leben abhalten.

  7. #75
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    Standard AW: Flüchtlinge in Deutschland - Ursachen und mögliche Gegenmaßnahmen

    US-Bürgern ist es bereits seit längerem nicht gestattet, mit Syrien Handel zu treiben. 2011 verhängte auch die EU Sanktionen gegen Syrien. Dieser Zustand hält bis heute an. Nicht nur Kraftstoff ist betroffen, sondern auch lebensnotwendige Güter. Unter den Folgen leidet großteils die Bevölkerung. Nicht mal das Corona-Virus sorgte für eine Lockerung. Und das obwohl die medizinische Lage bereits seit längerem bedenklich ist: Von 113 Krankenhäusern waren bereits 2016 lediglich 49 ohne Einschränkungen in vollem Betrieb. Nicht nur der Bürgerkrieg ist für solche Zustände verantwortlich. Auch die Sanktionen von den USA und der EU sind daran schuld. Ein UN-Mitarbeiter sieht dieses sogar als "hauptsächlichen Grund" für die Zerstörung des syrischen Gesundheitssystemes.

    Bisher kam es nur zu einer Lockerung der Santkionen. Davon profitierte ironischerweise aber nicht die Syrische Bevölkerung, sondern die islamischen Milizen. Selbst Hilfsorganisationen werden dadurch an ihrer Arbeit gehindert. Bereits 2016 stellte eine Studie fest, dass die Sanktionen jeden Bereich der humanitären Arbeit schwer behindern. Sie endete damals mit dem Appell einer sofortigen Prüfung, um eine weitere Behinderung von Hilfsmaßnahmen für die Bevölkerung zu unterbinden.

    Auch in London wurde untersucht, welche Rolle die Europäische Union in Syrien Spielt. Sie kommt zu keinem besseren Ergebnis und stellt fest: Die EU-Sanktionen haben zu einem systematischen Zusammenbruch sowohl der Wirtschaft, Infrastruktur als auch Institutionen in Syrien geführt. Das Thema zieht sich mittlerweile seit Jahren hin, bald Jahrzehnten. Entsprechende Informationen sind seit Jahren verfügbar. Nichts scheint die USA und EU dazu bringen zu können, die Sanktionen zu lockern. Nicht mal in den Lebensnotwendigen Bereichen zur akuten Hilfe in der Bevölkerung.

    Das wirft Fragen auf: Welche Ziele verfolgt die EU in Syrien? Offensichtlich schaden dieser der Bevölkerung massiv, während der Terrorismus teils sogar gefördert wird.
    Wie können wir uns über Flüchtlinge beschweren, wenn wir an diesen unmenschlichen Sanktionen ebenfalls mitwirken?
    Selbst ein Syrer der sein Land nicht verlassen möchte hat kaum eine Wahl, wenn es zuhause an allem fehlt und zwei große Wirtschaftsmächte jeglichen Aufbau zu verhindern scheinen.


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