Arbeitsmarkt: 2028 fehlen 768.000 Fachkräfte. Besonders starker Fachkräftemangel besteht etwa in Verkaufsberufen. 2028 könnten über 40.000 Stellen insbesondere im Einzelhandel unbesetzt bleiben. Der Grund: Der demografische Wandel kommt hier besonders zum Tragen, die Unternehmen finden immer schwerer Ersatz. Ausbildung in Mangelberufen sollte stärker gefördert werden. www.iwkoeln.de
Angebot und Nachfrage regeln den Preis ist eine alte Betriebswirtschaftliche Regel. welt-der-bwl.de
Wenn beispielsweise im Einzelhandel Fachkräfte fehlen, haben sich zu wenig junge Menschen für eine Ausbildung im Einzelhandel interessiert, da ihnen zu wenig Lohn und ungünstige Arbeitszeiten geboten wurden. Betrachtet man die steigenden Gewinne im Einzelhandel, beispielsweise die Schwarzgruppe +8,5% abzüglich 2,2% Inflation, effektiv 6,3%. Betrachtet man dagegen die Reallohnentwicklung, stiegen die Löhne lediglich um 1,9% abzüglich 2,2% Inflation, effektiv -0,3%.

Das bedeutet, junge Menschen können Rechnen und haben sich gegen eine Ausbildung die sinkende Löhne verspricht entschieden und die Unternehmer mit ihren Lobbyisten beschweren sich nun über fehlender Nachwuchs an Mitarbeiter.
Würden die Unternehmen ihre steigende Gewinne anstatt in Investoren in ihre Mitarbeiter investieren, gäbe es keinen Mitarbeiter- oder Fachkräftemangel.