1. #1
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    Avatar von DMW007
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    Standard Ist Politische Werbung in Sozialen Netzwerken gefährlich?

    Twitter's Gründer und CEO, Jack Dorsey, kündigte an, alle politischen Anzeigen auf der Plattform zu verbieten. Das Verbot umfasst bezahlte Tweets von Kandidaten sowie "politische Themen". Die Ankündigung erhielt breiten Beifall, insbesondere von führenden demokratischen Persönlichkeiten. Das Verbreiten von Themen solle verdient werden, nicht erkauft. Facebooks Chef Zuckerberg kritisiert die Pläne und pocht auf die Redefreiheit.

    Als kleinere Plattform bringt Twitter in politischen Anzeigen weitaus weniger Einnahmen als beispielsweise Facebook. Laut Twitter-Finanzvorstand ,Ned Segal brachte das Unternehmen in den USA 2018 weniger als 3 Millionen Dollar aus politischen Anzeigen ein. Aber Twitter bietet politischen Newcomern die Möglichkeit, mit einer wichtigen Zielgruppe zu kommunizieren: Journalisten und politischen Eliten. Aus Twitter schlussfolgern Journalisten, was möglicherweise berichtenswert ist. Das Verbot von politischer Werbung durch Twitter könnte es für Neueinsteiger schwieriger machen, in den Nachrichtenzyklus einzudringen.

    Noch wichtiger ist vielleicht, aus welcher Perspektive werden "politische Themen" definiert? Die Befürwortung einer bestimmten Gesundheitspolitik mag politisch sein, aber was ist mit den Werbeplätzen von Gesundheitszentren? Was ist mit Geburtenkontrolle oder Abtreibungen?

    Wie seht ihr das Thema: Sollten Werbeplätze für politische Werbung grundsätzlich in sozialen Netzwerken erkauft werden oder nicht?
    Ist der Schritt von Twitter gut oder schlecht? Warum?


  2. #2
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    Avatar von Darkfield
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    Standard AW: Ist Politische Werbung in Sozialen Netzwerken gefährlich?

    Ich sehe das Internet und Werbung wie die Trennung zwischen Kirche und Staat: Sollten beides nichts miteinander zu tun haben!

    Aktuell verkommt das Internet zu einer werbeverseuchten Massenverblödung, und all die Anwender von den (a)sozialen Medien 2.0 setzen noch fett einen drauf,
    bzw. reiten mit auf dieser Welle schamloser Selbstdarstellung.

    Ohne Adblocker, Werbeblocker, Cookie-Verhinderer kann man ja nicht mal mehr den Browser öffnen, ohne das man von Anfang an mit MÜLL zugeworfen wird.
    Und Politik setzt dann noch einen drauf, und klotzt mit vollkommener Plan- und Ahnungslosigkeit!

    Werbung, und ganz besonders Politische, sollte im Internet komplett untersagt werden.
    Wer die Freiheit aufgibt um Sicherheit zu gewinnen, der wird am Ende beides verlieren. (Benjamin Franklin)
    Die zwei häufigsten Elemente im Universum sind Wasserstoff und Blödheit. (Yonathan Simcha Bamberger)
    Wer schweigt, stimmt nicht immer zu. Er hat nur manchmal keine Lust mit Idioten zu diskutieren. (Albert Einstein)
    Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert. (Dante)
    Es gibt Besserwisser, die niemals begreifen, dass man recht haben und ein Idiot sein kann. (Martin Kessel)
    Doofheit ist keine Entschuldigung.

  3. #3
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    Avatar von Fritz
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    Standard AW: Ist Politische Werbung in Sozialen Netzwerken gefährlich?

    Korruption ist der Missbrauch anvertrauter Macht zum eigenen Vorteil Korruption leitet sich vom lateinischen Wort „corruptio“ ab und bedeutet Verdorbenheit oder auch Bestechlichkeit. www.juraforum.de
    Politiker suchen besonders vor Wahlen immer die nähe zum Volk, da sie deren Stimme benötigen um Macht und Geld zu bekommen. Wenn sehr viele Menschen den Dienst twitter benutzen, werden Politische Parteien immer einen Weg suchen und finden um Einfluss auf die politische Meinung der Bürger zu nehmen. Mit dem Maßstab "verdienen" entscheidet allein twitter darüber ob eine Partei Werbung machen kann. Außenstehende können nicht überprüfen wie die Leistung Werbung verdient wurde.

    Twitter fordert damit politische Parteien die Werbung machen möchten auf, das Unternehmen twitter zu korrumpieren.

  4. #4
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    Standard AW: Ist Politische Werbung in Sozialen Netzwerken gefährlich?

    Zitat Zitat von Darkfield Beitrag anzeigen
    Ich sehe das Internet und Werbung wie die Trennung zwischen Kirche und Staat: Sollten beides nichts miteinander zu tun haben!
    Verständlich, Werbung im Internet hat in den letzten Jahren ein extremes Ausmaß angenommen. Das braucht wohl nicht groß diskutiert zu werden. Man muss nur mal Seiten wie spiegel.de aufrufen und anschließend im Adblocker nachschauen, was da alles blockiert wurde. Aktuell zeigt mir uBlock Origin über 60 (!) Tracker, die wohl großteils direkt oder indirekt im Zusammenhang mit Werbung stehen.

    Für mich bleibt nur die Frage offen, wie das realistisch im derzeitigen Wirtschaftssystem finanziert werden soll. Viele Dienste erwirtschaften ja ihr Geld mit Werbung. Der Rest entweder durch Abos oder Spenden, ein Teil ehrenamtlich. Für viele Dienste würde das am Ende wohl darauf hinauslaufen, dass die Nutzer in irgend einer Form dafür bezahlen. Und da wirds irgendwann schwierig: Hier 10€, da 10€, dort 5€. Summiert sich mit der Anzahl der Dienste, die viele heutzutage nutzen. Und würde auch erst mal die Bereitschaft dafür voraussetzen.

    Ich halte es für realistischer, die Werbung in den Griff und mehr in die Kontrolle der Nutzer zu bekommen. Ich teste aktuell Brave als Zweitbrowser. Der blockt Werbung standardmäßig. Man kann optional seitens Brave Werbung aktivieren. Sie erscheint in Form von Benachrichtigungen und es ist einstellbar, wie viel Werbung erscheinen soll. Persönliche Daten sollen keine übermittelt werden und die Werbung besteht aus reinen Textanzeigen. Pro Einblendung bekommt man BAT, die sich auszahlen lassen. Noch interessanter: Man kann das verdiente Geld auf die genutzten Seiten aufteilen lassen.

    Macht bisher einen guten Eindruck. Was mir prinzipiell nicht so gefällt ist die Verwendung der Chromium-Engine. Die besitzt schon ein zu großes Monopol, da würde ich lieber Gecko als letzte offene und plattformübergreifende Alternative sehen. Immerhin haben sie laut Doku wohl das meiste rausgeschmissen, dass nach hause telefoniert.


  5. The Following User Says Thank You to DMW007 For This Useful Post:

    Darkfield (08.12.2019)

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