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  1. #11

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    Standard AW: Jährlich 17 Milliarden an die Kirche - Wieso subventioniert der Staat die Kirche so?

    Da hat D im internationalen Vergleich leider auch eine Vorreiterrolle..

  2. #12

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    Standard AW: Jährlich 17 Milliarden an die Kirche - Wieso subventioniert der Staat die Kirche so?

    Anfangs wurde sogar von ALG II, anteilig Kirchensteuer abgeführt, egal, ob der Bezieher in der Kirche war, oder nicht.
    Heute ist es aber so, das trotz Subventionierung, viele Gemeinden unter imensen Kostendruck stehen, was auf den Mitgliederschwund der Kiche zurück zu führen ist.
    Natürlich subventioniert der Staat die Kirchen. Soviel ich weiß aber eben nur in Krankenhäuser, Kindergärten usw.
    Würde man das nicht machen, müsste man diese Einrichtungen komplett selbst unterhalten. Also der Staat. Und das käme dem Steuerzahler um einiges teurer .

  3. #13
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    Standard AW: Jährlich 17 Milliarden an die Kirche - Wieso subventioniert der Staat die Kirche so?

    Es wird noch besser: Rund 590 Millionen Euro fließen von den Bundesländern JEDES Jahr an die Kirchen. Das kommt von einer Regelung aus dem Jahre 1803 [sic], die getroffen wurde, weil der Staat die Kirchen damals enteignet hatte. Ursprünglich war vereinbart, die Zahlungen 1919 enden zu lassen. Der Witz ist aber: Das hat man nie gemacht, sondern zahlt seit über 100 Jahren nach Ende noch immer Unsummen an die Kirchen! Als wäre das nicht schon unsinnig genug, dachte die Regierung 2021 darüber nach, das zu beenden. Immerhin, wenn auch viel zu spät. In dem Gesetzesentwurf steht aber drin, dass die Kirchen eine einmalige "Ablösesumme" in rund 19 facher Höhe der jährlichen Zahlung erhalten sollen! Absolut wären das etwa 11 Milliarden Euro.

    Der Entwurf wurde abgelehnt, was ich angesichts der Ablösesumme auch richtig finde. Die religionspolitische Sprecherin der FDP (Frau Sandra Bubendorfer-Licht) vergleicht das mit einem Hauskauf: Kostet zwar mehr, aber ist langfristig günstiger, als ständig Miete zu zahlen. Bitte was? Die bekommen seit über 100 Jahren jedes Jahr Millionenbeträge von der Allgemeinheit, die ihnen eigentlich schon seit zig Generationen nicht mehr zustehen. Wie kommt man da bitte auf die Idee, als Bonus auch noch Milliarden oben drauf zu legen? Und das am Ende noch als Schnäppchen zu verkaufen? Ein halbwegs passender Vergleich wäre: Eure Ur-ur-ur-ur-ur-ur-Großeltern haben sich ein Haus gekauft und seit dem zahlen die Nachkommen freiwillig weiterhin die Rate an die Bank, obwohl der Kredit seit Jahrzehnten getilgt wird. Nun diskutiert man in der Familie darüber, der Bank ein paar hunderttausend als Entschädigung zu geben, dass man die Raten einstellen darf. Völlig absurd.

    Die CDU/CSU betont, man müsse die Kirchen fair entschädigen. Wobei mich das nicht überrascht. Die Partei ist ja gerne vorne mit dabei, wenn es darum geht, Steuergelder in andere Taschen zu veruntreuen.

    Was sagen denn die Kirchen dazu? Nun, der Sprecher der Evangelischen Kirche in Deutschland begrüßt den Vorschlag - besteht allerdings auf einen vollständigen Ersatz für die Staatsleistungen. Und zwar nach dem Motto: Ihr könnt mich schon kündigen, wenn ihr mir mein zu erwartendes Gehalt bis an das Lebensende zusammen zählt und als Abfindung bezahlt. Das bringt natürlich viel, wenn die jährlichen Zahlungen zwar eingestellt werden, aber man dafür den X-fachen Betrag als Einmalzahlung leistet...

    Achja und dieses Geld stammt nicht aus der Kirchensteuer. Das zahlt jeder, selbst jene, die aus dieser fragwürdigen Organisation ausgetreten sind. Zeitgleich teilt die Bundesregierung mit, dass für Dinge die der Gesellschaft einen Mehrwert bieten würden wie aktuell beispielsweise das 9€ Ticket kein Geld mehr übrig ist. Von der Milliarde die das im Monat kostet fließt leider mehr als die Hälfte an die Kirchen, die das Geld viel sinnvoller zu nutzen wissen: Zum Beispiel, in dem man Kinderschänder deckt. Wo kämen wir denn da hin, wenn Mitarbeiter der Kirche nicht mehr unbehelligt Kinder vergewaltigen können? Dafür sorgt der Papst schon höchstpersönlich seit Jahrzehnten. Hat Tradition, würde man bei der CDU jetzt sagen. Und wenn die Vergewaltigungen zu alltäglich werden, geht man für Nervenkitzel in die Spielothek. Hunderttausende Euro Schulden die jeden normalen Bürger ruinieren würden sind gar kein Problem, das bezahlt der Chef aus einem Topf für "besondere Bedürfnisse".

    Die restlichen Skandale wie z.B. der Bischof Tebartz-van Elst, der sich ein prunkvolles Anwesen hat bauen lassen, während er Bescheidenheit predigte, könnt ihr ja mal selbst recherchieren. Da gibt es mehr als genug Stoff, das hier war leider nur die Spitze vom Eisberg. Und da geht es bei weitem nicht "nur" um Geldverschwendung. Tausende (!) Missbrauchsskandale sind alleine bewiesen. Die Dunkelziffer jener, die sich nicht trauen das anzuzeigen bzw. inzwischen auch schon tot sind, ist da noch nicht mit eingerechnet. Wäre es nicht die Kirche, würde man von einer kriminellen Organisation der untersten Schublade sprechen. Der Schutz der Kinder sei der Politik ja angeblich so wichtig, dass man sämtliche EU-Bürger präventiv Überwachen will. Die werden von Mitarbeitern der Kirche doch ausgelacht, wo man selbst mit vorliegenden Beweisen wenig bis gar nichts tut. Im Gegenteil, die unterstützt man noch mit massig Geld. Tolle werte basierte Politik haben wir da, oder?


  4. The Following User Says Thank You to DMW007 For This Useful Post:

    Darkfield (24.07.2022)

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