1. #1
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    Standard Müll wird zu Geld!

    Abfall wurde von den Städten und Gemeinden auf Mülldeponien entsorgt. Durch die Zunahme des Konsums stieg auch die Belastung durch wachsende Müllberge.

    Die Politik beschloss, dass die Verkaufsverpackung zurück zum Hersteller um dort entsorgt zu werden.

    Es stellte sich die Frage, wie soll man es organisieren, dass die Verkaufsverpackungen von Waren zurück zum Hersteller gelangen. Um die leere Verpackung zurück zum Hersteller zu bringen, wurde vom Handel das Unternehmen DSD grüner Punkt gegründet. Das Unternehmen "grüner Punkt" war nun in einer Marktwirtschaft mit Wettbewerb in einer äußerst Komfortablen Monopolen Situation. Dem Unternehmen grüner Punkt geht es sehr gut, da das Unternehmen für die Rücknahme der Verkaufsverpackung zwei mal abkassieren kann. Einmal bezahlt der Kunde beim kauf eines Produktes für die Rücknahme. Zum zweiten bezahlt der Einzelhandel Lizenzgebühren an den "grünen Punkt" damit dieser seine Verpackung zurück nimmt. Müll wurde als begehrte Ware entdeckt. Quelle

    Gleichzeitig wird aus der zurückgenommenen Verpackung gewinnbringender, Handelbarer Rohstoff. Denn, zum einen hat der Verbraucher und der Handel bezahlt und nun kann man die Rohstoffe zu Geld machen. So entbrannte ein kampf um die gelbe Tonne. Quelle.

    Rohstoffe aus Verpackungen sind ein Gewinnbringendes Geschäft, so dass sich nun wieder die Politik einmischt. Spitzenkandidatin Göring-Eckardt von den Grünen möchte eine Bundes einheitliche Wertstofftonne einführen. Gleichzeitig soll der grüne Punkt abgeschafft werden. Quelle. Ob die Wertstofftonne den Verbraucher Entsorgungsgebühren kostet oder kostenlos bleibt, sagte die grünen Politikerin nicht. Es entsteht der Eindruck, als ob die Städte und Kommunen die Abfallentsorgung und die damit verbundenen Entsorgungsgebühren wieder zurück haben wollen.

    Ist dir das Abfall Entsorgenssystem gleichgültig, solange du nur eine Mülltonne für deinen Abfall hast?
    Findest du es gut, so viel für Abfallentsorgung, der eigentlich Rohstoff ist, zu bezahlen. Du musst so viel für Abfallentsorgung bezahlen, dass andere mit deinen Zahlungen Reich werden.
    Oder ist dir Abfallentsorgung gleichgültig?
    Bist du der Meinung, das mehr wieder verwertet werden sollte? Alte Kunstoffe könnten geschreddert werden und zu Kaffeebecher oder Kaffesahnebehältern verarbeitet werden.

    Wäre es sinnvoller, den Abfall zum Sortieren und Wiederverwerten nach China zu schicken? Quelle Aus China könnte das wieder verwertete Kunstoff als Kaffeebecher oder Vesperbox zurück kommen.

  2. #2
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    Avatar von ZarneXxX
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    Standard AW: Müll wird zu Geld!

    Soviel dazu: https://www.youtube.com/watch?v=gyVdAAwoUeY
    Also kann es jetzt dazu kommen, das solche "Unternehmen" gegen solch vorhaben vorgehen.
    Super...

  3. #3
    U-Labs Elite
    Avatar von DotNet
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    Standard AW: Müll wird zu Geld!

    Was ich bei dem Thema nicht verstehe: Wieso bezahlt der Handel Lizenzgebühren? Welche Lizenzen werden da erworben? Der Hersteller entwirft die Verpackungen und sollte auch für deren Entsorgung bezahlen, das ist schon richtig. Dadurch hat der Hersteller auch eine Motivation, keine unsinnig verschwenderischen Verpackungen zu entwickeln. Der Handel hat damit aber ja eigentlich nichts am Hut.

    Zum Thema Rohstoff Müll: Mit Rohstoffen wird noch immer umgegangen, als würden sie aus einer unerschöpflichen Quelle stammen. Der Gelbe Sack ist dafür das Paradebeispiel: Ein wesentlicher Teil wird gar nicht wiederverwertet. Sondern landet in Müllverbrennungsanlagen, um diese auszulasten. Wenn die Rohstoffe mal wirklich wertvoll und knapp werden, wird keiner mehr auf die Idee kommen, sie zu verbrennen. Dann ist es mit dem Wohlstand aber wohl auch vorbei, zumindest für die breite Masse. Smartphones, Computer und andere Gegenstände werden dann ein Privileg der Reicheren sein, bestenfalls noch des oberen Mittelstandes. Aber wir Menschen sind ja "intelligente Lebewesen"...

    Im Krieg gibt es keine Gewinner, nur Verlierer!

  4. #4
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    Standard AW: Müll wird zu Geld!

    In einem Bericht wird gezeigt, dass wir unser Umweltgewissen mit viel Geld beruhigen. Auf diese Weise können wir mit gutem Gewissen konsumieren und müssen nicht permanent hinterfragen was wir tun.

    Die heutzutage so moderne und wichtige Funktionskleidung ist eine Mischung aus verschiedenen Kunststoffen, die beim Recyceln getrennt werden müssen. Das trennen ist sehr aufwendig und wird aus Kostengründen im Ausland gemacht. Da Funktionskleidung auch noch modisch, wie z.B. für Radfahrer, sein muss steigt die Abfallmenge stetig. Wie lange können wir unser Umweltgewissen noch beruhigen oder wann wird die Umweltverschmutzung für uns unbezahlbar?

  5. #5
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    Avatar von Fritz
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    Standard AW: Müll wird zu Geld!

    Müll vermeiden statt aufwendig zu entsorgen.

    Jetzt, im Herbst werden Säfte aus den Früchten im Garten gemacht. Dazu müssen nicht Flaschen gekauft werden, sondern können Einwegflaschen ausgewaschen und verwendet werden. Die Flaschen werden mit einem Korkstopfen oder einem Schraubverschluss verschlossen.

    Mit der Verpackungsverordnung wurde die deutsche Wirtschaft 1991 erstmals verpflichtet, Verpackungen nach Gebrauch zurückzunehmen und bei deren Entsorgung mitzuwirken. bmub.bund.de Da es den Supermärkten unmöglich erschien, die Verkaufsverpackung bei Verbraucher abzuholen wurde der grüne Punkt gegründet, der die Abholung der Verkaufsverpackung organisiert.

    Die Supermarktketten bezahlen Lizenzgebühren an den "grünen Punkt", der die leeren Verkaufsverpackungen im gelben Sack beim Kunden abholt. Die Supermärkte geben die Kosten an den Verbraucher in Form von Preiserhöhungen weiter.

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    Darkfield (09.10.2017)

  7. #6
    Grünschnabel

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    Standard AW: Müll wird zu Geld!

    Fragt wie oben schon geschrieben, all eure Bekannten und Verwandten, die helfen euch mit Sicherheit.
    Wer in einem Mehrfamilienhaus wohnt, so wie ich früher, der kann im Hausflur eine Kiste unter den Briefkästen hinstellen und "Altpapier" oder so etwas raufschreiben und den Anwohnern bekannt machen, das diese ihr Altpapier in die Kiste legen können. Dies hat den Vorteil, das die Anwohner die meist unbeliebte Werbung gleich entsorgen können. Beachtet aber, die Kiste sollte regelmäßig ausgelehrt werden, damit ihr stets fleißig und pflichtbewusst in Erscheinung tretet. WICHTIG hierbei ist aber, das Zeitungsträger häufig auch bei Altstoffhändlern mitwirken und gerne solche Kisten auf eigene Faust entleeren - deshalb am Abend bevor die Träger kommen die Kiste ausleeren.
    Ein anderer Tipp wären Warenhäuser, wie Lidl, Aldi, Plus oder der gleichen, welche am Ausgang ihre Werbezeitungen mit den Preisübersichten der Wochenangebote zu liegen haben. Dort kann man sich schnell mal einen kleinen Stapel mitnehmen ohne das es groß auffällt. Oder Ihr fragt die Warenhäuser, wann diese ihre Zeitungen entsorgen und fragt ob ihr sie euch abholen könnt. Wenn ihr Glück habt, genehmigen sie es euch.
    Ein anderer Tipp (welcher DEFINITIV DIE GRÖßTEN MASSEN AN PAPIER einbringt, wäre diese dort zu holen, wo alle anderen ihr Papier hinbringen... den Papier-Container. Beachtet aber: Dies ist aus Augen von Gevatter Staat nicht rechtens und somit soll dies kein Ansporn sein!!! - Auch hier sind die Zeiten der städtischen Müllentsorgung wichtig.

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    Fritz (10.10.2017)

  9. #7
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    Standard AW: Müll wird zu Geld!

    Wenn ich genügend Zeit und Muße habe (ohne Kinder einkaufen bin) mach ich mir oft den „erzieherischen Spaß“ die Plastikverpackungen, die ich durch gezieltes Einkaufen nicht verhindern konnte, im Supermarkt zu lassen. Da kommt trotz allem leider eine beachtliche Menge zusammen. Dabei komme ich regelmäßig mit Angestellten sowie anderen Kunden ins Gespräch und man erreicht andere Menschen mit diesem Thema genau dort, wo es entsteht. Mittlerweile kennen mich schon einige, da man mit diesem Vorgehen natürlich dementsprechende Aufmerksamkeit erzielt und die Meisten begrüßen das sogar. Lediglich die Vorgesetzten und Marktleiter diskutieren öfters mal und meinen „wenn das jeder machen würde“, woraufhin ich den Satz mit „dann würde sich vielleicht mal was ändern“ schließe.

    In der Regel gehe ich mit mitgebrachter Einkaufstasche zum Markt, so fallen so gut wie keine Verpackungen an, obwohl ich auch schon beobachtet habe, dass Marktstehe ihr Obst aus Verpackungen schälen bevor sie dies auf den Ständen aufbauen. Darauf angesprochen bestätigen diese, dass auch sie dem Verpackungswahn der Produzenten und Großhändler ausgeliefert sind und nur wenig dagegen ausrichten können.

    Letztendlich wird sich nur etwas bewegen in dieser Sachen, wenn immer mehr Leute sensibilisiert werden auf das Thema und es „hip“ wird das richtige zu tun. Dann wird es von den „Verantwortlichen“ (sind wir ja streng genommen alle) als (Nicht-)Kaufkriterium wahrgenommen und andere Wege bestritten. Eingriffe von außen mittels Strafen durch den Gesetzgeber werden im Produktkreislauf immer auf den Kunden umgelegt. Nur an wenigen Punkten, wie dem kompletten Verbot von Plastiktaschen, kann dies sinnvoll gelingen.

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    Fritz (10.10.2017)

  11. #8
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    Standard AW: Müll wird zu Geld!

    Als der Einzelhandel ankündigte die plastiktüten abzuschaffen um damit zum Umweltschutz beizutragen war jeder überrascht. Als der Einzelhandel für die Plastik oder Stofftüte mehr Geld verlangte als die Plastiktüte kostete, verstand es jeder. Mit vorgegebenem Umweltschutz, lässt sich der Umsatz steigern. Als dann die Bundesregierung auf ihrer Hompage verkündete, dass laut einer Umfrage "Die meisten Deutschen befürworten eine Plastiktütengebühr. " Bundesregierung.de war der Leser über die Deutschen verwirrt. Wer sich allerdings mit den Hintergründen beschäftigt, stößt schnell auf den Grund von so viel Umweltaktionismus.

    Chinas stoppt den Import von Plastikmüll Zeit.de

    Bis zu eine Million Tonnen Plastikmüll werde jährlich aus Deutschland in ärmere Länder exportiert, meist nach Südostasien und Indien, ... Deutsche Firmen bezahlen dafür, ihren verdreckten und giftigen Müll in ärmeren Ländern loswerden zu können, wo er meist in freier Natur abgekippt oder verbrannt wird. Das ist offenbar billiger, als den Müll in Deutschland aufzubereiten. mdr.de

    Offensichtlich ist der wahre Grund für den Umweltaktionismus ein ganz eigennütziger, der mit Umweltschutz sehr wenig zu tun hat. Die gute, bequeme Plastiktüte ist in der Produktion zwar sehr einfach und billig, allerdings hat man ein Entsorgungsproblem. Offensichtlich werden Kunstaffe in Deutschland nicht wiederverwertet sondern zur Entsorgung nach China exportiert. China importiert keine Plastikabfälle mehr. Eine geeignete Plastik Entsorgungsalternative hat die Industrie nicht.

    Da China nun die Plastikabfälle nicht mehr importiert und bisher keine geeignete Alternative gefunden wurde, muss der Einzelhandel Plastik vermeiden denn nach dem Verursacherprinzip muss der Einzelhandel die Plastiktüten die er verkauft zum entsorgen auch wieder zurücknehmen. Da der Einzelhandel nicht auf dem Plastikmüll sitzen bleiben will, werden Papier- oder Stofftaschen verkauft die einen höheren Umsatz ohne Entsorgungskosten und Probleme bringen. Damit dem Kunden die höheren Koste für die Tragetasche plausibel erscheinen wird das mit Umweltschutz erklärt. Umweltschutz ist für den Einzelhandel ein Imagegewinn.

    Jeder hat beim kauf einer teuren Plastiktüte ein gutes gewissen, denn schliesslich hat er etwas für die Umwelt getan. Dabei interessiert es niemanden, dass seine Plastiktüte aus Zellulose hergestellt wird.

    "Kaffeebecher, Internetbestellungen, Werbeprospekte – Industrieländer verbrauchen immer mehr Papier. Davon profitiert ein Unternehmen aus Chile, das gerade zum zweitgrößten Zellulose-Produzenten der Welt aufsteigt. Mit Folgen für die Umwelt." Deutschlandfunkkultur.de

    Was sollen wir tun? Erkennen, dass grün angestrichener Konsum der Umwelt nicht hilft.
    Wer sein Einkaufsnetz oder Einkaufskorb zum Einkaufen mitnimmt, trägt mehr zum Umweltschutz bei wie der kauf einer überteuerten Papier- oder Stofftüte.

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