1. #1
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    Standard StonerSloth: Australische Regierung verbreitet Anti-Cannabis Propaganda

    Geht es nach der Regierung von Australien, sollte man alle die Cannabis rauchen als "Stoner Sloth" - zu Deutsch "bekifftes Faultier" - bezeichnen. Zu dieser sehr klischeehaften Einstellung wurde ein rund 1,5 Minütiger Videoclip produziert, der ein unter Cannabis-Einfluss stehendes Faultier in drei verschiedenen Alltagssituationen zeigt. Jedes mal macht sich das Faultier dabei lächerlich, weil es verwirrt wirkt und nur langsam agiert. Die Szenen enden jeweils mit dem Slogan "You're worse on weed #stonersloth", also übersetzt "Unter dem Einfluss von Marihuana bist du schlechter".



    Ich finde es erbärmlich, dass im Jahre 2016 noch derartige Propaganda auf so offensive Art und Weise verbreitet wird! Dazu noch von einer Regierung. Ist ja dasselbe Niveau wie die Nazi-Propaganda, nur mit anderem Inhalt, damals waren die Juden böse jetzt ist es Cannabis. Besonders absurd finde ich die letzte Szene ab 1:07 auf der Party: Der Kiffer ist der Looser aber die zwei anderen Jugendlichen die gerade offensichtlich Alkohol trinken und sich wahrscheinlich betrinken wollen sind die coolen Kids? Das ist ja wohl totaler Schwachsinn! Ich möchte keine Diskussion á la Alkohol vs Cannabis was ist schlimmer anfangen. Aber jeder der schon mal bekiffte und betrunkene auf der Straße erlebt hat wird mir zustimmen, dass die Alkoholtrinker gewiss nicht angenehmer waren wie die Cannabis-Konsumenten, eher im Gegenteil. Und ganz nebenbei sterben bei jedem Rausch bekanntlich unzählige Gehirnzellen. Wie müsste man dann dem Video nach erst Leute mit exzessivem Alkoholkonsum betiteln? #DrunkenIdiots weil durch den Alkohol ständig Gehirnzellen sterben und sie immer dümmer werden? Echt unfassbar, ich will gar nicht wissen unter welchen Ominösen Umständen solche Propaganda zustande gekommen ist...

    Das Video im Original könnt ihr euch hier anschauen:

    Geändert von Darkfield (05.02.2016 um 16:07 Uhr)

    Im Krieg gibt es keine Gewinner, nur Verlierer!

  2. #2
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    Standard AW: StonerSloth: Australische Regierung verbreitet Anti-Cannabis Propaganda

    Ich verstehe ehrlich gesagt dein Problem nicht. Man möchte aktiv dagegen vorgehen, dass sich die Leute die Birne mit ner Droge volldröhnen und du beschwerst dich? Sollen die lieber anfangen für den Konsum von Weed zu werben? Bei Alkohol ist das Problem, dass es seit Jahrhunderten in den meisten westlichen Kulturen verankert ist. Du kannst es dann nicht einfach mal so verbieten. Vorallem hier in Deutschland würde es ja gar nicht funktionieren... Ich finde die Die Werbe Kampagne von der Australischen Regierung ganz lustig und es auch ganz okay. Die haben ihr Ziel erreicht und es sogar geschafft, dass wir hier in Deutschland Wind davon bekommen. Es ist vor allem auch nicht das erste Mal, dass sie Werbung dieser Art machen.

    Was ich übrigens von meinen Freunden im Umkreis mitbekomme, wenn sie bekifft sind, ist dass sie dann nutzlos wie Scheiße sind und nur Dreck labern können.. Die bauen Scheiße, Labern Scheiße und sind so nützlich wie ein Stein.

    In dem Sinne #StonerSloth!

    MfG
    Geändert von Silidor (12.02.2016 um 14:06 Uhr)

  3. The Following User Says Thank You to Silidor For This Useful Post:

    Nuebel (12.02.2016)

  4. #3
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    Standard AW: StonerSloth: Australische Regierung verbreitet Anti-Cannabis Propaganda

    hahaha also ich muss sagen ich find das einfach nur lustig, und peinlich. Ob das daran liegt dass ich grade stoned bin? /ironie-off

    Also mal ehrlich wenn schon eine Kampagne gegen den Missbrauch von Drogen nötig ist dann bestimmt nicht gegen Cannabis. Natürlich ist der Missbrauch von Drogen immer schlecht und Aufklärung ein ganz wichtiges Thema, aber wie Cannabis in den Spots dargestellt wird ist einfach nur peinlich. Wie würde die Bevölkerung wohl auf eine anti Alkohol kampagne reagieren in der nur Schlägereien, Häusliche Gewalt, Alkoholleichen etc. gezeigt werden? Und direkt dannach läuft dann die Werbung von Biermarke X für ihr neues total hippes Alkoholmischgetränk mit Aufnahmen von Gemütlichen Partys auf denen die Welt noch in Ordnung ist.

    Wenn man über die Risiken von Drogen aufklären will dann sollte das Seriös geschehen, mit begründeten Argumenten und anschaulichen Zahlen (bspw. 74.000 Alkoholtote jedes Jahr! Quelle). Meiner Meinung nach würde ein Spot der die Risiken von MDMA/Ecstasy aufzeigt ganz gut in den Zeitgeist passen. Vor allem in den Staaten und Australien ist das/ sollte das z.Z. ein größeres Thema sein als Cannabis.


    Egal was du hast, es ist nie das was du willst.

    Denkbar finde ich auch, daß es außerirdische Lebensformen geben kann, die es darauf abgesehen haben, die Erde zu erobern, um sich hier anzusiedeln. Dabei wären die Menschen ja eher störend. Die Außerirdischen inszenieren dann solche Katastrophen wie 9/11 und legen falsche Spuren, um die Menschheit gegeneinander aufzuhetzen, damit sie sich selber ausrottet.


  5. The Following User Says Thank You to milchbubix For This Useful Post:

    DotNet (14.02.2016)

  6. #4
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    Standard AW: StonerSloth: Australische Regierung verbreitet Anti-Cannabis Propaganda

    Zitat Zitat von Silidor
    Du kannst es dann nicht einfach mal so verbieten
    Doch, schon. Siehe Prohibition in den USA. Wie effektiv das Verbot wäre sei mal dahingestellt. Sowas würde wahrscheinlich wieder Typen wie Al Capone hervorbringen. Wird mal wieder Zeit für so jemanden. El Chapo kann ich nicht leiden.

    Zum eigentlichen Thema: Ich finde die Kampagne gut. Eigentlich finde ich jeden Versuch gut, Kinder und Jugendliche weg von Drogen (und Spielekonsolen/PCs die mMn ins Gleiche Lager gehören, Sucht betreffend) zu locken. Wenn dazu mit Übertreibungen und der ein oder anderen kleinen Unwahrheit gespielt werden muss, nehme ich das gerne hin. Mit zunehmendem Alter wird man seine Scheuklappen ohnehin ablegen (hoffentlich). Bis es aber soweit ist, bin ich voll dafür, die Manipulationsanfälligkeit der Zielgruppe voll auszunutzen.
    Geändert von Nuebel (12.02.2016 um 15:05 Uhr)

  7. #5
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    Standard AW: StonerSloth: Australische Regierung verbreitet Anti-Cannabis Propaganda

    Das halte ich für eine sehr gefährliche Einstellung, weil es bei Menschen eben keinen Schalter gibt, den man mit 18 oder in welchem Alter auch immer umlegen kann! Schau dir doch mal das Niveau dieser Kampagne an: Propaganda in der Form "X ist schlecht" mit ein paar Beispiel die erschrecken sollen ist doch die stupideste Form der Propaganda. Jeder mit einem IQ das über einer Klobürste kommt sich da doch erst mal bevormundet und gelenkt vor, alleine schon weil es keinerlei Argumentation gibt. Jugendliche die derart naiv sind, sind bereits verdummt, um es mal Salopp zu sagen. Wenn wir aufgeklärte, mündige Menschen wollen und keine Roboter ist es unerlässlich, dass wir diese Menschen auch so behandeln und autonomes Verhalten fördern statt behindern. Ich will ja nicht sagen es wäre schlecht wenn wir Kinder und Jugendliche grundsätzlich so erziehen, dass sie Drogen nur verantwortungsvoll nutzen oder am besten gar nicht. Aber wenn Kinder bei diesem Thema derart ferngesteuert werden, dann werden sie auch bei anderen Dingen wie z.B. Politik ähnlich primitiv enden, und das ist gewiss nicht gut für sie und die Gesellschaft.

    Zitat Zitat von Silidor Beitrag anzeigen
    Bei Alkohol ist das Problem, dass es seit Jahrhunderten in den meisten westlichen Kulturen verankert ist. Du kannst es dann nicht einfach mal so verbieten.
    Achso, weil Cannabis ja in keinen Kulturen verbreitet ist? 17 Millionen Menschen haben jemals in ihrem Leben Cannabis konsumiert. Im Dezember 2013 waren es 1,8 Millionen und im gesamten Jahr 2012 rund 4 Millionen Menschen. Quelle: DBDD Bericht 2013. Zu Alkohol habe ich keine vergleichbaren Zahlen gefunden, nur dass 9,5 Millionen Menschen zu viel Alkohol konsumieren. Dass die Anzahl der Alkoholabhängigen die Anzahl der gesamt Cannabiskonsumenten deutlich überschreitet sollte einem vor allem in Anbetracht der 74.000 Toten die jährlich an den Folgen ihres Alkoholkonsumes sterben (Cannabis: 0!) zu Denken geben, ob eine Kampagne gegen Alkohol nicht WESENTLICH sinnvoller und effektiver wäre.

    Verbieten kann man Alkohol natürlich nicht, aber davon hat auch keiner gesprochen, weil es unsinnig wäre. Verbote halten einen Konsument nicht ab, sieht man ja an Cannabis sehr schön. Das ist die am meisten verbreitete illegale Droge. Und bei Alkohol gab es bereits die von Nuebel erwähnte Prohibition. Daraus haben wir gelernt, dass es bei Alkohol noch schlimmer wird, weil diese Droge gesellschaftlich akzeptierter und damit verbreiteter ist. Mit Verboten und Hetzkampagnen werden wir uns so weit vom Fleck bewegen wie ein Hamster im Hamsterrad. Das ist auch der Grund, warum ich mich über diese Kampagne so aufrege: Sie ist völlig nutzlos, jeder Jugendliche der nicht auf den Kopf gefallen ist lacht nur darüber weil er weiß, dass das dort gezeigte Quatsch ist. Und jene zurückgebliebene die das glauben haben wohl ganz andere Probleme...

    Im Krieg gibt es keine Gewinner, nur Verlierer!

  8. #6
    U-Labs Routinier
    Avatar von Nuebel
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    Standard AW: StonerSloth: Australische Regierung verbreitet Anti-Cannabis Propaganda

    Zitat Zitat von DotNet
    Sie ist völlig nutzlos, jeder Jugendliche der nicht auf den Kopf gefallen ist lacht nur darüber weil er weiß, dass das dort gezeigte Quatsch ist.
    Das ist der Punkt, denn ich glaube ernsthaft, dass es mehr Jugendliche gibt, die auf den Kopf gefallen sind, als solche, die mehr oder weniger den Durchblick haben.
    Mit "auf dem Kopf gefallen" meine ich dabei aber nicht unbedingt, dass sie dumm sind, sondern eher Opfer der neuen Zivilisationskrankheiten sind, die durch den Fortschritt der Technologie hervorgebracht wurden. Ich werde demnächst 23 Jahre alt, bin also in der ersten Generation, die mit dem Internet aufgewachsen ist. Das Internet "von damals" kann man aber nicht mit dem Heutigen vergleichen. Kinder und Jugendliche heute treffen im Internet auf zwei gefährliche Dinge: Soziale Medien und Internetpornografie. Die beiden Dinge verbindet mindestens eine Sache: Die Sucht nach Neuem.

    Ich denke, jeder Mann, der regelmäßig zu Pornos masturbiert, kann bestätigen, dass die meiste Zeit damit verbracht wird, die perfekte Szene in dem perfekten Clip zu finden. Da wird eine halbe Stunde gesucht und dann 1-2 Minuten Hand angelegt. Das steht doch in keinem Verhältnis mehr. Die Angst etwas zu verpassen. "Es gibt bestimmt heißere Darstellerinnen, ich such mal weiter". Und das Gleiche spielt sich in den Sozialen Medien ab. Da wird willenlos im Newsfeed oder Timeline oder wie man das nennt gescrollt bis das Verlangen befriedigt ist, oder man durch einen Blick auf die Uhr einen Schrecken bekommt. Jemand, den man kennt, könnte ja ein neues Foto von sich gepostet haben. Das muss man sehen. Man will sich ja vergleichen.

    Das bringt u.a. zwei große Probleme mit sich:
    1. Instant Gratification - Man kann seine Sucht völlig ohne Aufwand zu jeder Zeit befriedigen.
    2. Gesellschaftliche Akzeptanz, weil es "normal" ist. Die Gesellschaft sagt dir, es sei gesund zu Pornos zu masturbieren oder in Sozialen Medien herumzulungern. Nur weil es normal ist, heißt das noch lange nicht, dass es gut oder gar gesund ist. Und weil es so viele machen entsteht auch ein Gruppenzwang.

    Ersteres sorgt dafür, dass immer mehr Kinder und Jugendliche mit AD(H)S diagnostiziert werden. Das ist kein Zufall mehr. Deren Aufmerksamkeitsspanne wird durch zunehmender Benutzung dieser Medien immer kleiner. Das führt zum nächsten Problem. Wenn sie etwas im Internet dann lesen, oder besser gesagt überfliegen (sie können sich ja nicht mehr konzentrieren), dann strengen sie sich nicht an, das zu verstehen oder zu hinterfragen. Sie nehmen es einfach hin und gehen dann über zum nächsten Thema. Und auf vielen Sozialen Medien wird Cannabis als eine Art Gott gefeiert. "Smoke some weed, dude". Der junge Mensch liest von anderen jungen Menschen, dass er Gras rauchen soll. Es ist cool und es macht ja scheinbar jeder, also kann es nicht so falsch sein.

    Wenn dann von Seiten der Regierung das Gleiche Problem mit der Aufmerksamkeit der Jugendlichen ausgenutzt wird mit der Intention eine kleine Gegenhaltung zu Cannabis in den Köpfen zu etablieren, finde ich das wichtig und richtig. Gerade solch polarisierende Kampagnen sorgen doch dafür, dass darüber gesprochen wird. Ich habe selber ein paar mal gekifft und kann mir deshalb auch sehr gut vorstellen, dass Cannabis ebenfalls dazu missbraucht werden kann, vor seinen Problemen zu fliehen.

    Wir sind bereits eine Generation von kiffenden oberflächlichen Mode-fanatischen Weicheiern, deshalb sollten wir versuchen, die nächste Generation davor zu warnen, selbst so zu werden wie wir.
    Geändert von Nuebel (14.02.2016 um 14:24 Uhr)

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