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  1. #21
    Avatar von Fritz
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    Standard AW: Ungerechte Verteilung des Wohlstandes auf der Welt

    Es kommt darauf an, wie man Vermögen bemisst. Nimmt man als Grundlage Geld, gibt es Menschen die mehr Geld als andere haben. Nimmt man Zeit als Vermögensgrundlage, stellt man fest, dass sich die Vermögenspyramide auf den Kopf gestellt hat. Bei der Vermögensgrundlage Zeit gelten die Menschen die viel Zeit haben als Reich. Gleichzeitig erkennt man, dass die Menschen die zeit haben, wenig Geld besitzen. Die soziale Ungerechtigkeit lässt sich nicht schliessen indem man einfach den Menschen die wenig Geld haben mehr Geld gibt. Es gibt Menschen auf der Erde, die mit Geld sehr wenig bis garnichts anfangen können. Diese Menschen werden als Arm gewertet, da in der westlichen Welt vermögen nach der Geldmenge bemessen wird.

    "Aussteiger. So werden Menschen genannt, die irgendwann beschließen, ihr altes Leben aufzugeben und nach einer Alternative zu suchen. Sie begegnen in vielen verschiedenen Facetten: Manche haben spirituelle Gründe, andere flüchten vor dem Konsumwahn unserer kapitalistischen Welt, wieder andere wollen der Natur näher kommen." uni.de
    "In Südspanien wächst seit 30 Jahren eine Aussteigerkommune. Auch etliche Deutsche leben hier" welt.de
    "Der Wunsch der ZEGG-Gemeinschaft, in Verbundenheit zu leben, schließt die Natur mit ein. Es ist der Gemeinschaft deshalb wichtig, ökologisch zu leben und zu wirtschaften." zegg.del

    Wer ist nun arm, wer ist reich? Beispielsweise haben die Menschen in den Spanischen Hippie Dörfern kein Auto. Sind diese Menschen arm?
    Nach unserem westlichen Denken sind diese Menschen arm, denn sie haben fast kein Geld, kein Auto und wohnen nicht in Häusern sondern in Höhlen.
    Fragt man diese Menschen selbst, sagen sie dass sie Reich sind. Sie behaupten den Reichtum würde die Befreiung vom Geld und dem Konsum ausmachen. Gleichzeitig haben sie mehr Zeit füreinander. Da stellt man sich die Frage, wer ist arm und wer ist reich?

  2. #22
    Avatar von DMW007
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    Standard AW: Ungerechte Verteilung des Wohlstandes auf der Welt

    Das kann man natürlich auf verschiedene Arten messen. Bei solchen Aussteigern ist der Mangel an Geld sicher weniger kritisch. Allerdings ist das bisher auch nur eine Minderheit.
    Für die restliche Bevölkerung gibt es eine interessante Analyse: Man ermittelt, wer ungeplante Ausgaben in Höhe von 1000 Euro problemlos bezahlen kann. Über 21 Millionen Deutsche konnten sich dies 2018 nicht leisten. Diese Erhebung finde ich interessant, weil damit alltägliche Kosten durch z.B. Autoreperatur, defekte Großgeräte etc. abgedeckt sind. Wir reden hier also nicht von großem Wohlstand, sondern eher notwendigen Reserven. Daher auf der anderen Seite erschreckend, dass fast 1/3 der Deutschen keine 1000€ an Rücklagen besitzen. Zumal Deutschland als Wohlstandsland gilt.

    Die Corona-Einschränkungen werden solche Menschen besonders hart treffen. Kommt es zu Kurzarbeit oder gar einer Kündigung, sind sie relativ schnell nicht mehr in der Lage, ihre alltäglichen Ausgaben zu finanzieren.


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    Darkfield (29.03.2020)

  4. #23

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    Standard AW: Ungerechte Verteilung des Wohlstandes auf der Welt

    @DMW007
    Das ist echt interessant und auch sehr erschreckend. Denn 1000 €ist wahrlich nicht wirklich viel. Und das gehört tatsächlich zu den Rücklagen in dieser Höhe. Das ist natürlich echt krass, denn Deutschland als Wohlstandsland hat da wohl einiges nicht richtig gemacht.

    - - - Aktualisiert - - -

    @Fritz
    Ja klar es kommt natürlich auf die Sichtiweise drauf an, da gebe ich dir vollkommen recht.
    Geändert von Darkfield (31.03.2020 um 04:34 Uhr) Grund: Vollzitat entfernt

  5. #24
    Avatar von DotNet
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    Naja also aus der Luft gegriffen sind die Ansprüche ja zumindest in Deutschland nicht, hier leben wir schließlich in einem Sozialstaat. Das steht sogar im Grundgesetz. Dementsprechend gehört es zu den Aufgaben unseres Staates jenen Menschen zu helfen, denen es schlechter geht.

    Letztendlich ist das zu einem gewissen Grad eine (gerechtere) Verteilung des Wohlstandes. Zwar nicht auf der Welt, aber im Land: Wer Geld verdient zahlt steuern und finanziert damit jene, denen es schlechter geht. In wie weit die derzeitige Umsetzung unserer Sozialsysteme wie z.B. Hartz 4 dem gerecht werden, ist diskutabel. Hier haben wir ja leider durchaus fragwürdige Zustände und Verbesserungspotenzial. Zumindest bei den nicht selbst verschuldeten Fällen.

  6. #25
    Avatar von Tuxpower
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    Standard

    Milliarden fließen von BMW an die Aktionäre. 2019 wurden 5 Milliarden Euro Reingewinn eingenommen. Am meisten bekommen jene, die ohnehin schon genug haben: Mit 425 Millionen Euro fließt 1/4 an den Sohn Stefan Quandt. Seine Schwester Susanne Klatten erhält immerhin noch 344 Millionen. Damit werden alleine 769 Millionen an die Erben ausbezahlt, die davor bereits zu den reichsten Deutschen gehören und den Konzern eines Tages wahrscheinlich übernehmen werden.

    Zusammengezählt ergeben die Anteile 46,7%. Im Umkehrschluss fließen über 1,5 Milliarden an alle Aktionäre. Zeitgleich bangen Mitarbeiter in Kurzarbeit um ihr Geld und ihren Job. Außerdem verlangt BMW nach staatlicher Unterstützung: Die Regierung soll mit einer Kaufprämie den Umsetz mit Neufahrzeugen steigern.

    Ich finde das unmöglich. Wie kann ein Unternehmen staatliche Leistungen beziehen und zeitgleich so viel Geld raushauen, noch dazu an die eigene Familie?*

  7. #26
    Avatar von Darkfield
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    Standard AW: Ungerechte Verteilung des Wohlstandes auf der Welt

    Das ist nicht nur bei BMW so!
    Ersetz BMW durch einen Namen eines Konzern mit Mitarbeiterzahlen > 50.000 und es läuft da genau so ab.

    Nicht zu vergessen, jetzt bei Corona - wo all die Großen ihre Mitarbeiter in die Kurzarbeit schicken -, finanziert der Staat, also WIR,
    die Löhne und Gehälter dieser Mitarbeiter.
    Natürlich greifen die Konzerne NICHT auf Ihre Rücklagen zurück!
    Wer die Freiheit aufgibt um Sicherheit zu gewinnen, der wird am Ende beides verlieren. (Benjamin Franklin)
    Die zwei häufigsten Elemente im Universum sind Wasserstoff und Blödheit. (Yonathan Simcha Bamberger)
    Wer schweigt, stimmt nicht immer zu. Er hat nur manchmal keine Lust mit Idioten zu diskutieren. (Albert Einstein)
    Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert. (Dante)
    Es gibt Besserwisser, die niemals begreifen, dass man recht haben und ein Idiot sein kann. (Martin Kessel)
    Doofheit ist keine Entschuldigung.

  8. #27
    Avatar von DMW007
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    Standard AW: Ungerechte Verteilung des Wohlstandes auf der Welt

    SPD-Politiker Heil möchte den Hartz 4 Regelsatz erhöhen, und zwar schon zu Beginn des Jahres 2023. Die Berechnungsgrundlage sei veraltet und es gäbe einen großen Abstand zu den wirklichen Preisentwicklungen, zu denen Sozialhilfeempfänger z.B. Lebensmittel einkaufen müssen. Heil betont, dass Menschen mit mittleren und geringen Einkommen gezielt geholfen werden müsse, um einer Spaltung der Gesellschaft entgegen zu wirken. Ein großer Kritikpunkt an den letzten Maßnahmen wie dem "Tankrabatt" war: Sie werden mit der Gießkanne über allen Menschen verteilt. Ein Millionär mit schwerem SUV bekommt genau so viel wie ein Friseur, der wegen eines geringen Einkommens auf Hartz 4 angewiesen ist.

    Die FDP sieht das allerdings ganz anders und kritisiert Heils Vorhaben: Man möchte Hartz 4 nicht erhöhen, sondern stattdessen die Grenzen für den Eigenverdienst erhöhen. Außerdem sollen Maßnahmen ergriffen werden, um vor allem Langzeitarbeitslose wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren, damit sie ihren Lebensunterhalt selbst bezahlen können, statt langfristig auf Sozialleistungen angewiesen zu sein.

    FDP oder SPD, welche Argumentation überzeugt euch am Meisten?


  9. #28
    Avatar von Darkfield
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    Standard AW: Ungerechte Verteilung des Wohlstandes auf der Welt

    Es muss attraktiver werden arbeiten zu gehen, anstatt das gleiche Geld zu bekommen fürs nichts tun!
    Gilt auch für Menschen die Arbeiten gehen und schon fast genötigt werden lieber HARZ 4 zu beziehen - anstatt sich die ganze Mühe zu machen in die Arbeit zu gehen.
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  10. #29
    Avatar von DMW007
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    Standard AW: Ungerechte Verteilung des Wohlstandes auf der Welt

    Allerdings nicht, in dem man nach unten tritt und die Sozialleistungen senkt, wie es aus Reihen der wohlhabenden CDU oder dem Handwerkspräsidenten gerne gefordert wird. Das Problem liegt in den Berufen, in denen man so wenig verdient, dass der Unterschied zum Bürgergeld überschaubar ist. Und das ist nicht mal das Ende der Fahnenstange. Manche müssen trotz Lohnarbeit noch Sozialleistungen beziehen. 2018 hatten wir über 200.000 Arbeitnehmer, die in Vollzeit arbeiteten und trotzdem nicht mal davon leben können! Da läuft doch etwas gravierend schief. Ich habe das in anderen Beiträgen schon geschrieben: Deutschland hat sich zu einem Niedriglohnland entwickelt. 2022 hatten 43% der Bürger weniger als 1.000€ Rücklagen für unvorhersehbare Ausgaben. Wohlgemerkt trotz Mindestlohn, den gibt es seit 2015. Gejammert wurde damals kräftig. Wenn hunderttausende Mindestlohnempfänger trotzdem auf Stütze angewiesen waren, kann man diskutieren, ob der Begriff dafür angemessen ist.

    Übrigens, zum Thema jammern. Das machen Unternehmen ja besonders gerne, wenn die wirtschaftliche Lage nicht so rosig ist. Und es wird gespart: Keine Gehaltserhöhung, hier eine Kürzung, Kurzarbeit usw. Mag unter den Umständen nachvollziehbar sein. Aber wenn sie wirtschaftlich erfolgreich sind, sieht das sicher anders aus. Nun, die Deutsche Bank hat 2023 einen Nettogewinn von 4,21 Milliarden Euro gemacht. Das ist deutlich mehr, als erwartet. Damit brüstet man sich auch:
    Wir haben den höchsten Vorsteuergewinn seit 16 Jahren erzielt, sind stärker als geplant gewachsen und haben trotz wichtiger Investitionen unseren Fokus auf Kostendisziplin beibehalten.
    Aber das reicht natürlich nicht - was sind schon 4,21 Milliarden? Da geht noch mehr: Man will die Kosten weiter senken und rund 3.500 Mitarbeiter kündigen. Schließlich ist der Plan, die Dividenden der Aktionäre bis 2025 mehr als zu verdoppeln. Schließlich muss auch mal jemand an die armen Aktionäre denken! Die große Hoffnung in den Kapitalismus war ursprünglich mal, dass Erfolge nach unten durch sickern: Wenn es dem Unternehmen gut geht, gibt der das an seine Mitarbeiter weiter - also haben alle was davon. Die sehen das offensichtlich anders und haben vergessen, wer einen wesentlichen Anteil daran hat, die Profite zu erwirtschaften. Und die Strategie scheint zu funktionieren, zumindest aus wirtschaftlicher Sicht.
    Zitat Zitat von Robert Bosch
    Ich zahle nicht gute Löhne, weil ich viel Geld habe, sondern ich habe viel Geld, weil ich gute Löhne bezahle.
    Von Robert Boschs bald 100 Jahre altem Zitat scheint nicht mehr viel übrig geblieben zu sein. Nebenbei bemerkt hat Bosch damals als einer der ersten den 8 Stunden Tag bei vollem Lohnausgleich in Deutschland eingeführt. Jahre, bevor die Gewerkschaften durch Streiks dazu gezwungen waren. Ob diejenigen, die heute "mehr Bock auf Arbeit" statt 4 Tage Woche fordern, auch zu den Boschs gehören? Ich habe so meine Zweifel. Übrigens gab es bei Einführung der 5-Tage Woche (bei der zusätzlich noch der Jahresurlaub kräftig erhöht wurde!) ebenfalls Kritik, wie schlimm das für den Wohlstand wäre. Das liegt Jahrzehnte zurück. Als ob z.B. die Deutsche Bank von den Kündigungen aus Gier abgesehen hätte, wenn die länger gearbeitet hätten. Bei 4,21 Milliarden könnten die alle behalten und in die bezahlte 4 Tage Woche schicken - trotzdem blieben noch unverschämt hohe Gewinne übrig, die keiner je ausgeben könnte. Aber darum geht es offensichtlich gar nicht, sondern um mehr. Wenn da 10 oder 100 Milliarden als Gewinn stehen würden, hätten wir wahrscheinlich die gleiche Diskussion - nur mit anderen Zahlen.


  11. The Following User Says Thank You to DMW007 For This Useful Post:

    Darkfield (07.02.2024)

  12. #30
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    Standard AW: Ungerechte Verteilung des Wohlstandes auf der Welt

    Der meiste Wohlstand wird nicht durch die eigenen Arbeit generiert - so viel ist sicher!

    Das Zitat von Robert Bosch ist schlicht genial - Danke.
    Wer die Freiheit aufgibt um Sicherheit zu gewinnen, der wird am Ende beides verlieren. (Benjamin Franklin)
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    DMW007 (07.02.2024)

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