1. #1
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    Standard Warum steigen die Mieten?

    Viele Menschen fragen sich, warum permanent die Mieten steigen, obwohl die Bundesregierung am 01.07.2015 eine Mietpreisbremse beschlossen hat.

    Bereits am 25.07.2017 hat die SPD auf ihrem ausserordentlichen Parteitag erkannt: "Rund jeder fünfte Beschäftigte in Deutschland arbeitet im Niedriglohnsektor – und das trotz guter Konjunktur. Entsprechend Beschäftigte verdienen höchstens zwei Drittel des durchschnittlichen Bruttostundenlohns – im Jahr 2015 waren dies 9,91 Euro. Das hat Folgen: 1,3 Millionen Großstadt-Haushalte bleibt deshalb nach Abzug der Miete einen Geldbetrag übrig haben, der unter dem Hartz-IV-Regelsatz liegt. " SPD.de. Die Politik hat bereits deutlich erkannt, dass die Menschen einen grossen Anteil ihres Einkommens für wohnen ausgeben. Folglich bleibt den Menschen weniger Geld für Konsumausgaben, was schlecht für die Wirtschaft ist.

    "Mit der Mietpreisbremse sorgt die Bundesregierung seit dem 1. Juni 2015 dafür, dass künftig insbesondere in begehrten Wohnlagen Mietpreissprünge von 20, 30 oder mehr Prozent verhindert werden. Denn auch in Zukunft sollen sich Normalverdiener Wohnraum in diesen Lagen leisten können. bmjv.de

    Ein Wohnungseigentümer der vermietet, möchte für sein eingesetztes Kapital von den Mietern jährlich ca. 2-3%Rendite haben. Folglich wird sich die Miete jährlich mindestens um die Rendite für den Wohnungseigentümer erhöhen. Bekommt der Wohnungseigentümer seine Rendite nicht, wird er die Wohnung verkaufen, da sich die Geldanlage nicht lohnt.

    Mieter, für die Miete teurer wird, beantragen Subventionen vom Staat wie z.B. Wohngeld um die gestiegene Miete bezahlen zu können. Laut Statistischem Bundesamt, leben 41% der Bundesbürger allein in ihrer Wohnung. Quelle: destatis. Das Einkommen der Allein lebenden Menschen ist permanent gestiegen und lag 2017 bei ca. 3650,-€/Monat., laut Weltbank. Solange der Staat Mietsubventionen gibt, die die Mieter an ihre Vermieter weitergeben, wird die Miete nicht sinken. Andererseits gibt es viele gut verdienende, allein lebende und kinderlose Menschen, die eine hohe Miete bezahlen können. Oft teilen sich zwei gut verdienende, junge Menschen eine Mietwohnung und bezahlen so nur die Hälfte der teuren Miete von ihrem guten Einkommen.

    Zusammengefasst kann man sagen, solange Mieter bereit sind den Mietzins zu bezahlen, wird sich nichts verändern.

    Wie kann gegen die permanent steigenden Mieten vorgegangen werden?
    Eine Erhöhung der Staatlichen Subventionen, beispielsweise Wohngeld, hat lediglich zur folge dass die Miete teurer wird. Das würde bedeuten, dass der Staat über den Mieter das Geld an den Vermieter weiterreicht.
    Wäre es nicht sinnvoller, die Gewerkschaften würden sich mehr um ihre Mitglieder kümmern und für höhere Lohnabschlüsse sorgen, so könnten die Menschen ihre Miete leichter bezahlen.

    Oder sollte man sehr lange bei Mamma wohnen bleiben und Nesthocker werden. So hat man kein Problem mit der Miete und immer frisch gewaschene Wäsche und Geld für ein schönes Auto?

  2. The Following User Says Thank You to Fritz For This Useful Post:

    Weedstar (08.10.2018)

  3. #2
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    Avatar von Dr. Bastardo
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    Standard AW: Warum steigen die Mieten?

    In Grunde genommen steigen die Mieten nicht, sondern die Zusatzkosten. Ich kann nur von Wien reden, wie es in Deutschland bzw. in den Bundesländern ist kann ich dir nicht sagen.

    Bei uns zählt zur Miete:

    - Aufzug
    - Waschküche
    - Mist
    - Kanal
    - Hofreinigung
    - Stiegenreinigung
    - zusätzliche Reperaturen

    Wir zahlen für 60m² 600€ Miete.

  4. #3
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    Avatar von Darkfield
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    Standard AW: Warum steigen die Mieten?

    Das ist für eine Warm-Miete guter Durchschnitt, wir hatten für 72m² warm 900€ (und das auf dem Land).
    Jetzt zahlen wir ein Haus ab und kommen auf ca. 1.100€ mit allem - und wenn fertig dann ist das uns (und nicht dem Vermieter).
    Wer die Freiheit aufgibt um Sicherheit zu gewinnen, der wird am Ende beides verlieren. (Benjamin Franklin)
    Die zwei häufigsten Elemente im Universum sind Wasserstoff und Blödheit. (Yonathan Simcha Bamberger)
    Wer schweigt, stimmt nicht immer zu. Er hat nur manchmal keine Lust mit Idioten zu diskutieren. (Albert Einstein)
    Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert. (Dante)
    Es gibt Besserwisser, die niemals begreifen, dass man recht haben und ein Idiot sein kann. (Martin Kessel)
    Doofheit ist keine Entschuldigung.

  5. #4
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    Standard AW: Warum steigen die Mieten?

    ""Wir wollen einen Mietenstopp, um die Preisspirale zu unterbrechen"" fordert SPD Parteivorsitzende Nahles. www.zdf.de Für Mieter macht eine solch positiv klingende Nachricht die SPD sofort sympathisch und man fühlt sich von der SPD Vorsitzenden Nahles, die das forderte, sofort verstanden.

    Allerdings merken Menschen die etwas nachdenken, dass die SPD mit einer sinnlosen Forderung die nähe zum normalen Bürger sucht. Der Staat selbst mit seiner Subventionspolitik hat die Preise für Miete angetrieben. Das gleiche war bei den Immobilienpreisen und der Eigenheimzulage vom Staat zu beobachten. als die Eigenheimzulage gestrichen wurde, sanken die Immobilienpreise. Niemand zwingt die Menschen miete zu bezahlen. Allerdings bekommen viele Menschen einen Mietzuschuss vom Staat, da die Menschen oft ein geringes Einkommen haben. Nun schliessen die Menschen einen Mietvertrag ab, bekommen Mietschuss und beschweren sich über die hohe Miete.

    Die Steigerung dessen ist ein Mietsteigerungsstop. Die SPD möchte die Kräfte des Marktes im Kapitalismus ausheben. Ein Wohnungseigentümer kauft und vermietet eine Wohnung, weil er sich einen Gewinn verspricht. Macht der Wohnungseigentümer keinen Gewinn, wird er keine Wohnung bauen. Das würde die Wohnungen knapper machen, was die Mietpreise antreiben würde. Der Staat hat selbst die Möglichkeit zum Vermieter zu werden und Sozialwohnungen betreibt. Die Kosten für die Sozialwohnungen werden dann über den Staat auf die Allgemeinheit verteilt. Auch die SPD war im Zuge der Umstrukturierung des Sozialstaates am Abbau der Sozialwohnungen beteiligt. Nun fordert die SPD mehr billige Wohnungen.

    Neue Heimat war eine Wohnbaugesellschaft die der Gewerkschaft gehörte und billige Arbeiterwohnungen anbot. Diese Wohnbaugesellschaft wurde aufgelöst.

    "Die katastrophale Wohnungsnot nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs machte die „Neue Heimat“ groß. Das gewerkschaftseigene Wohnungsunternehmen wurde zu einem riesigen Baukonzern. Durch eine riskante Expansion und Betrügereien entstanden aber Milliardenverluste. Heute vor 30 Jahren verkaufte der DGB sein Unternehmen zum symbolischen Preis von einer D-Mark." Deutschlandfunk.de

    Wie ernst meint es Andrea Nahles, SPD wenn sie billige Wohnungen fordert?

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