1. #1
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    Die Raspberry Pi Organisation hat das Raspberry Pi OS Legacy vorgestellt. Damit ändert sich die Versionspolitik. Bisher wurde nur eine Version unterstützt. Mit Legacy gibt es einen weniger harten Wechsel, weil man ab sofort die Vorversion ebenfalls noch mit Sicherheitsaktualisierungen und Fehlerkorrekturen versorgen möchte. Dies betrifft z.B. ältere Kameras, die mit dem neuen Treiber von Raspberry Pi OS 11 (noch) nicht kompatibel sind. Legacy richtet sich am Support von Debian: Version 10 wird bis maximal 2024 unterstützt. Wenn allerdings eine neue Raspberry Pi OS Version erscheint, rotieren die Versionen. Beim Veröffentlichen von Raspberry Pi OS 12 beispielsweise wird 11 zu Legacy und 10 ist dann nicht mehr unterstützt.

    Legacy setzt auf den LTS-Kernel 5.10, um Stabilität zu erreichen, ohne auf Sicherheisupdates und Bugfixes verzichten zu müssen. Allerdings gibt es in Legacy keine Hardwarebeschleunigung für Chrome: Durch den hohen Aufwand bei jedem Chrome-Update hat man sich dazu entschlossen, Updates ohne Nachrüsten der HW-Unterstützung weiter zu reichen. Bei der Hardware werden keine neuen Pis unterstützt, aber neue Revisionen von bestehenden Modellen. Erscheint ein Raspberry Pi 5, wird dieser also von Raspberry Pi OS 10 Legacy nicht unterstützt. Eine neue Revision 1.5 vom Raspberry Pi 4 dagegen schon.

    Wer eine Kamera am Raspberry Pi betreibt, für den ist ggf. der Legacy-Modus in der raspi-config interessant. Damit lassen sich Kameras nutzen, die mit der neuen Schnittstelle (noch) nicht kompatibel sind. Allerdings ist die proprietäre Schnittstelle als veraltete markiert und eignet sich damit nur als Übergangslösung.


  2. #2
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    Schön das man dort nun eine Wahl hat. Wobei man bei Updates allgemein aufpassen muss. Selbstverständlich sollte ein System welches im Internet herum werkelt immer und zeitnah Updates erhalten, aber in vielen Szenarien sind Updates auch zu vernachlässigen. Bei meiner Orgel die einen PI 400 nutzt habe ich seit Monate keine Updates mehr eingespielt, da es in diesem Fall nicht notwendig ist. Stabilität ist dort primär im Mittelpunkt. Das Gerät hat zwar Zugang zum Netzwerk zum Aufnahmen via Freigabe zu teilen, darüber hinaus passiert aber nichts. In diesem Fall ist das Risiko irgendwas an der perfekt laufenden Software zu ändern einfach zu groß.


    Kommentar von Christian Hofmann.

  3. #3
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    Das würde ich so nicht unbedingt machen. Alle meine Server die nicht isoliert ohne oder in einem eigenen Netzwerk laufen, spielen mindestens automatisch Sicherheitsaktualisierungen ein. Damit habe ich auf mehreren Systemen bisher keine schlechten Erfahrungen gemacht, sowohl Pis als auch x86 Server. Andere Updates werden ggf. seltener eingespielt, dennoch würde ich das zumindest von Zeit zu Zeit machen. Die Diskrepanz zum stabilen Stand wird sonst immer größer und dementsprechend viel Arbeit hat man, wenn man irgendwann Updaten will - beispielsweise wegen neuen Funktionen, die man nutzen möchte. Oder vielleicht auch mal muss, weil z.B. irgendwas nicht mehr kompatibel ist. Je nach Software trifft das mehr/stärker oder weniger/schwächer zu. Mit aktuellen Sicherungen sind Updates zudem relativ entspannt.

    Wobei das eine Stufe unter einem Upgrade liegt. Gerade Debian ist ja recht konservativ was Aktualisierungen angeht. Da gibt es innerhalb einer Debian-Version keine größeren Versionssprünge, wie bei Rolling Releases. Die hast du nur, wenn du ein Upgrade ausführst wie eben z.B. von Debian/Raspberry Pi OS 10 auf 11. So lange keine Funktionen in neueren Versionen benötigt werden (z.B. ein neueres Java oder andere Abhängigkeiten - wobei man das alternativ auch von Hand nachinstallieren kann) und das System noch Unterstützt wird, ist das nicht zwingend notwendig. Das wird beim Raspberry Pi OS 10 nun noch eine Weile der Fall sein, nachdem dies als "Legacy" noch unterstützt wird.

  4. #4
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    Ich stimme dir im Grunde zu. Nur ergibt sich in meinem Kontext das Problem eines Updates schon aus der Tatsache heraus, dass mein System ein ReadOnly System ist. Ganz einfach aus dem Grund dass nichts am System willentlich oder versehentlich geändert werden kann. Es gibt nur eine Ausnahme und zwar wenn ein USB Stick oder anderes Speichermedium angeschlossen ist, dann wird dieser als /home/nutzer als overlayFS eingebunden um Einstellungen in Audiosoftware zu speichern und für Aufnahmen die getätigt werden. Jedes noch so kleine Update würde also notwendig machen das Gerät wieder aus dem ReadOnly Zustand heraus zuholen (was nicht ganz einfach ist) um dann das Update auszuführen um danach den beschreibbaren Zustand wieder zu entfernen. Dabei sind die Risiken nicht unerheblich. Alle Jahre mal wieder Update ich das ganze bevor es auf dei Speicherkarte kommt. Bisher gab es nie Probleme und selbst wenn es jemand auf das Gerät schaffen sollte, einen Neustart überlebt das ja nicht.

    Kommentar von Christian Hofmann.

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