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    Standard AW: Verhältnis Arbeit zu Freizeit

    Zurzeit wird über den Trend von Dienst nach Vorschrift diskutiert. Es geht darum, dass sich der Arbeitnehmer rein kapitalistisch verhält: Es wird nur so viel gearbeitet, wie bezahlt wird. Wenn nach Feierabend etwas nicht fertig ist, werden keine unbezahlten Überstunden geleistet. Dahinter steckt die Idee, dass die Arbeit nicht der Lebensmittelpunkt ist. Zumindest wenn sich der AG eben so verhält, ist das nachvollziehbar. Warum sollte man überhaupt mehr Arbeiten als vereinbart, wenn das nicht zumindest angerechnet/vergütet wird? Die Arbeitgeber überweisen in der Regel nicht als Dankeschön für das Engagement zwischendurch mal mehr Gehalt. Von dem her ist nicht einzusehen, warum Angestellte da einseitig kostenfreie Überstunden leisten sollen.

    Für mich kommt das nur in Frage, wenn es mindestens Gleitzeit als Ausgleich gibt und das halbwegs mit meinem Plan vereinbar ist, wenn es einen gibt. Ansonsten nur, wenn ein eigenes Interesse besteht. Grade in der IT kommt das durchaus vor, dass ich eine Technologie auch hier auf U-Labs oder anderweitig privat einsetze. Wenn ich mich damit in meiner Freizeit beschäftige, ist das indirekt ein Mehrwert fürs Unternehmen. Allerdings eben nicht nur, sondern auch für mich. Und wenn das mal vorkommt, dann auf freiwilliger Basis. Von dem her sehe ich das nicht als Überstunden. Bei jemandem der z.B. in der Fabrik am Fließband steht, mag das anders sein. Da gibt es so etwas sicherlich nicht, wenn der am Fließband steht, profitiert alleine sein Chef davon. In dem Fall wäre für mich dann GLZ/Vergütung unabdingbar.

    Das sehe ich übrigens nicht als Luxusforderung, sondern als eine Vereinbarung, an die sich beide Seiten zu halten haben. Wenn man einen Kaufvertrag abgeschlossen hat, geht schließlich auch keiner einseitig hin und ändert die Konditionen. Der eine hat den vereinbarten Kaufpreis zu zahlen und der andere den Gegenstand so zu übergeben, wie es abgemacht wurde. Für mich daher nur schwer nachvollziehbar, wie man sich v.a. in Japan damit brüstet, wer sich mehr kaputt arbeitet für das Unternehmen. Als Selbstständiger ist das ja noch halbwegs nachvollziehbar. Da bist du in der Verantwortung für den gesamten Laden, wofür man auf der anderen Seite mehr Rechte und Vorteile hat. In der Situation wird man nicht auf die Minute genau Feierabend machen, wenn noch wichtige Dinge fertigzustellen sind.

    Der Angestellte ist aber ja eben deswegen NUR Angestellt, damit er diese Verantwortung nicht trägt. Der hat seine Stunden zu leisten. Wenn das nicht reicht, gibt es Ausnahmeregelungen, bei der Überstunden erst mal grundsätzlich legitim sind - etwa wenn der AG sich in einer außerordentlichen Situation befindet und er große Probleme durch unvorhersehbares bekommt, etwa mehrere Kollegen krank geworden in einem kleineren Betrieb und ähnliches. In dem Falle ist das auch durchaus legitim. Außerhalb davon sollte man vorsichtig sein. Wenn sich jemand bereit erklärt auszuhelfen, kann das auch schnell missbraucht werden und ist dann die Regel statt Ausnahme.


  2. The Following User Says Thank You to DMW007 For This Useful Post:

    Darkfield (18.09.2022)

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