1. #1
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    Standard Kik produzierte Jeans in Todesfabrik!

    Kik produzierte Jeans in Todesfabrik




    Mindestens 258 Arbeiter starben vor einer Woche wegen mangelndem Brandschutz in einer pakistanischen Textilfabrik. Anscheinend belieferte die Firma zumindest einen Kunden in Deutschland.

    Die Textilfabrik in Pakistan, in der vor einer Woche mehr als 250 Menschen verbrannten, hat auch nach Deutschland exportiert. Die Tengelmann-Tochter Kik bestätigte, dass die Fabrik in Karachi unter anderem für Kik produziert habe. Der Textildiscounter aus Bönen in Westfalen erklärte, er habe dort Jeanswaren produzieren lassen.

    Kik baut nach eigenen Angaben zusammen mit anderen Unternehmen, die Kleidung aus der Fabrik bezogen hätten, nun einen Hilfsfonds auf. Die anderen Firmen seien internationale Unternehmen. Ob weitere deutsche Firmen dabei seien, sei noch nicht geklärt.

    Pakistan leitet Ermittlungen ein

    Wieso es in der Fabrik Brandschutzmängel gegeben habe, konnte Kik nicht erklären. "Grundsätzlich verpflichtet Kik alle Lieferanten auf die Erfüllung und Einhaltung elementarer Arbeitsrechte und Sicherheitsstandards", hieß es. Externe, unabhängige und zugelassene Zertifizierungsunternehmen hätten die Fabrik in Karachi geprüft. Nachdem es 2007 noch Hinweise auf mangelnden Brandschutz gegeben habe, seien Nachbesserungen umgesetzt worden. Ein Prüfbericht vom 30. Dezember 2011 habe die Einhaltung bestätigt, erklärte das Unternehmen. Die pakistanische Regierung will nach Kik-Angaben dazu einen Untersuchungsbericht vorlegen.

    Der Vorsitzende des Unternehmerverbandes PRGMEA, Shehzad Saleem, hatte erklärt, die Firma Ali Enterprises habe mit mindestens einem deutschen Partner zusammengearbeitet. Er nannte Kik. Ein Polizeisprecher in Karachi bestätigte Geschäftskontakte der Fabrik nach Deutschland.

    In der Fabrik gab es auch deshalb so viele Opfer, weil der Arbeitsschutz nicht eingehalten worden war. Das Feuer war am Dienstag vor einer Woche in der Fabrik ausgebrochen und hatte mehrere Stunden gewütet. Da Notausgänge fehlten und Fenster vergittert waren, kamen mindestens 258 Beschäftigte ums Leben.



    Zitat Zitat von GerMaN-DeLuXe
    Vorurteile ohne Ende und macht Einzelfälle zur pauschalen Allgemeingültigkeit

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    luQ (20.01.2020)

  3. #2
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    Standard AW: Kik produzierte Jeans in Todesfabrik!

    Kik erwischt es irgendwie immer. Leider kamen dabei zahlreiche Menschen ums Leben, verständlich wenn man sie quasi "einsperrt". Entschuldige mal bitte, aber wie kann solch eine Fabrik heutzutage noch leben/existieren? Ich mein, man müsste weltweit etwas für den Arbeitsschutz tun, wenn ich überlege was wir für Anlagen in der Firma haben, ohje.

  4. #3
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    Standard AW: Kik produzierte Jeans in Todesfabrik!

    Andere Länder, andere Sitten,.. @Devon

    Die sehen des anscheinend etwasd anders, oder kennen garkein "Arbeitsschutz" & co.

    Zudem sieht der jeweilige Staat nur Geld: Neue Fabriken, Neue Arbeiter == Mehr Steuergelder & Co

  5. #4
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    Avatar von Snees
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    Standard AW: Kik produzierte Jeans in Todesfabrik!

    Find's echt unglaublich, da bezahle ich lieber 20€ mehr und kann wahrscheinlich davon ausgehen, dass die Menschen unter einigermaßen erträglichen Bedingungen meine Klamotten herstellen.

    LG

  6. #5
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    Standard AW: Kik produzierte Jeans in Todesfabrik!

    Zitat Zitat von Nico Beitrag anzeigen
    Find's echt unglaublich, da bezahle ich lieber 20€ mehr und kann wahrscheinlich davon ausgehen, dass die Menschen unter einigermaßen erträglichen Bedingungen meine Klamotten herstellen.
    So denken aber leider nicht alle. Außerdem hat auch nicht jeder Bürger so viel Geld übrig. Manche sind froh, dass sie billige aber neue Klamotten bekommen.

    [QUOTE=Devon;143249]Leider kamen dabei zahlreiche Menschen ums Leben, verständlich wenn man sie quasi "einsperrt".[Quote]

    Angeblich werden die Sachen aus Kik meistens von Kindern im Ausland gefertigt. Komisch, dass davon nichts in dem Artikel angegeben wurde!

    Zitat Zitat von Devon Beitrag anzeigen
    Entschuldige mal bitte, aber wie kann solch eine Fabrik heutzutage noch leben/existieren? Ich mein, man müsste weltweit etwas für den Arbeitsschutz tun, wenn ich überlege was wir für Anlagen in der Firma haben, ohje.
    Einerseits muss ich dir voll und ganz Recht geben. Man müsste weltweit mehr für den Arbeitsschutz tun. Allerdings würden bei "besseren" bzw. "guten" Bedingungen auch viel mehr Kosten anfallen und das ist in den Ländern der Hersteller anscheinend nicht möglich.

    Liebe Grüße



    [ . . ] мädcнeɴ lιeвeɴ eѕ,
    weɴɴ eιɴ jυɴɢe ѕιe prιɴzeѕѕιɴ ɴeɴɴт !!



    Mentos? Fühl dich geküsst, okok? <3




  7. #6
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    Standard AW: Kik produzierte Jeans in Todesfabrik!

    Nachdem 1100 Menschen ihr Leben verloren hatten, war es möglich im Dezember 2016 bessere Arbeitsbedingungen zu vereinbaren. Vorher und freiwillig war es leider nicht möglich.
    Spätestens mit dem Zusammenbruch der Bekleidungsfabrik Rana Plaza in Bangladesch im April 2013 wurde das Scheitern der freiwilligen Regelung der Verantwortung der Unternehmen für ihre Lieferketten zu einem internationalen Thema. In der Folge wurde das "Accord on Fire and Building Safety in Bangladesh" zwischen mehr als 220 transnationalen Markenunternehmen, zwei globalen Gewerkschaftsverbänden und acht bangladeschischen Gewerkschaften vereinbart. ibrary.fes.de

    Im Test weist kein einziger Jeans-Anbieter existenzsichernde Löhne nach. Manche können belegen, dass sie sich zumindest mit dem Thema befassen. Allerdings haben neun Jeans-Firmen auf diese wichtige Frage gar nicht geantwortet oder keine Belege erbracht. Ein Lohn, der zum Leben reicht, ist ein Menschenrecht. Doch in der Textilproduktion verdienen viele nur den Mindestlohn. Und der genügt oft nicht: In Bangladesch beträgt er laut der Kampagne für Saubere Kleidung weniger als ein Viertel des existenzsichernden Lohnes. Deshalb müssen neben der Politik auch die Unternehmen selbst dringend auf bessere Löhne hinwirken. www.oekotest.del

    Offensichtlich war die Aufregung um die toten Arbeiter von kurzer deuer und alles ist alles beim alten geblieben. Um die Verbraucher in Europa nicht durch ein schlechtes Gewissen der Mitschuld am tod von Menschen vom kauf abzuschrecken wurde das "Accord on Fire and Building Safety in Bangladesh" vereinbart. Offensichtlich mit Erfolg denn viele Verbraucher kaufen ihre Kleidung nach wie vor in einem Discounter der Menschen unter schlechten Bedingungen arbeiten lässt und unterbezahlt. Mit dem Erfolg, dass der Kunde ein billiges Kleidungsstück kaufen kann. Der Kunde der ein billiges Kleidungsstück gekauft hat, kann nun öfters und mehr Kleidung kaufen. Mit dem Erfolg, dass sich der Kleiderschrank der Kunden füllt. Um im Kleiderschrank Platz für neue Kleidung zu bekommen, entsorgen die Verbraucher vor dem nächsten Kleiderkauf getragene Kleidung in den Altkleidercontainern die in der nähe des Kleiderdiscounter stehen. Anschließend gehen sie in den Discounter um neue, billige Kleidung zu kaufen.

    Fasst man zusammen stellt man Fest, dass schlechte Ware unter katastrophalen Bedingungen Produziert wurde. Die Menschen die Produzieren verdienen nichts und die Menschen die kaufen haben von der Ware auch nichts. Lediglich die Händler haben verdient und die Umwelt bei uns wurde nicht verschmutzt.

    Werft selbst einen Blick in einen Nähsaal Video, eine andere Nähfabrik oder in den H&M Nähsaal und stellt euch die Frage warum die Näherinnen beim nähen einen Atemschutz tragen!
    Welche Umwelt- oder CO2 Bilanz haben unter solchen Bedingungen produzierte Waren?

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    luQ (20.01.2020)

  9. #7
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    Avatar von Darkfield
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    Standard AW: Kik produzierte Jeans in Todesfabrik!

    Geiz ist Geil, und scheisst auf die Menschlichkeit!
    Wer die Freiheit aufgibt um Sicherheit zu gewinnen, der wird am Ende beides verlieren. (Benjamin Franklin)
    Die zwei häufigsten Elemente im Universum sind Wasserstoff und Blödheit. (Yonathan Simcha Bamberger)
    Wer schweigt, stimmt nicht immer zu. Er hat nur manchmal keine Lust mit Idioten zu diskutieren. (Albert Einstein)
    Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert. (Dante)
    Es gibt Besserwisser, die niemals begreifen, dass man recht haben und ein Idiot sein kann. (Martin Kessel)
    Doofheit ist keine Entschuldigung.

  10. #8
    luQ
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    Standard

    Kik wurde für den Brand 2012, bei dem rund 300 Menschen starben, auch in DE vor Gericht gestellt. Leider ist hier keinerlei Einsicht zu erkennen. Vor Beginn des Verfahrens sagte KiK-Geschäftsführer Patrick Zahn dem Handelsblatt, der Rückzug aus Ländern mit zweifelhaften Arbeitsbedingungen "komme nicht in Frage". "Das würde den Menschen in diesen Ländern überhaupt nicht helfen", sagte er.

    Das mag zwar stimmen. Aber wieso tut Kik dann nicht etwas, UM den Menschen zu helfen? Bessere Arbeitsbedingungen, höhere Sicherheitsstandards damit sich solch eine Tragödie nicht wiederholt und ein höheres Gehalt wären doch schon mal ein guter Anfang. Diese Antwort klingt nach einer höflichen Umschreibung dafür, dass sie die Zustände gar nicht interessieren.

    Ich habe bereits seit einigen Jahren die Konsequenz daraus gezogen, nichts mehr bei Kik zu kaufen. Das gleiche gilt für Primark, wo die Qualität zudem noch schlechter ist. Es ist aber auch gar nicht so einfach, ansprechende, passende Kleidung zu finden, bei denen eben nicht alle Arbeiter in der Wertschöpfungskette ausgebeutet werden. Mir fehlt dort ein Kennzeichnungsmerkmal. Die Hersteller müssten nachweisen, dass ihre Produkte fair produziert wurden und im besten Falle auch umweltschonend.

  11. The Following User Says Thank You to luQ For This Useful Post:

    Fritz (20.01.2020)

  12. #9
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    Standard AW: Kik produzierte Jeans in Todesfabrik!

    Fik, SchundGrube, CenterMob und wie die ganzen Ramschläden auch heissen mögen machen genau mit diesen Arbeitsbedingungen Geld!
    Ein Hoch auf Geiz ist Geil.
    Wer die Freiheit aufgibt um Sicherheit zu gewinnen, der wird am Ende beides verlieren. (Benjamin Franklin)
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