1. #1
    Avatar von Waterpolo
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    Standard Wie krank ist Anders Breivik?

    Wie krank ist Anders Breivik?




    Ist seine Kaltblütigkeit Anzeichen für eine paranoide Schizophrenie - oder kann das Gericht Andres Behring Breivik als voll zurechnungsfähig verurteilen? Während sich die Gutachter zoffen, ist der Massenmörder ganz Herr seiner selbst.

    Der Massenmörder Anders Behring Breivik hört unbewegt zu, wenn Teenager vor Gericht herzzerreißend über den Tod ihrer Freunde, ihren eigenen Überlebenskampf oder lebenslang zu erwartende Behinderungen berichten. Ob das ein Zeichen für kranke Unzurechnungsfähigkeit ist, oder ein weiterer Ausdruck für durchdachtes, politisch motiviertes Morden - daran hängt das Urteil beim Osloer Prozess gegen den 33-Jährigen, der im Sommer 2011 insgesamt 77 Menschen tötete.

    «Psychiatrische Verwirrung» kommentierte Harald Stanghelle von der Zeitung Aftenposten, was aus den Fachkreisen über die entscheidende offene Frage beim Prozess an die Öffentlichkeit dringt. Zwei Gutachten mit entgegengesetzten Schlussfolgerungen liegen dem Gericht vor: «Paranoid schizophren» und nicht damit schuldfähig, hieß es im ersten. «Zurechnungsfähig» hatten die Experten für ein zweites geurteilt.


    Quelle: News & Nachrichten - aktuelle Meldungen & Informationen aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Sport, Medien, Gesundheit, Technik, Auto, Reisen & Leben | news.de

    Zitat Zitat von GerMaN-DeLuXe
    Vorurteile ohne Ende und macht Einzelfälle zur pauschalen Allgemeingültigkeit

  2. #2

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    Standard AW: Wie krank ist Anders Breivik?

    Wenn sie ihn als Unzurechnungsfähigkeit "verurteilen" hat er ja Glück gehabt.
    Wenn der in den Knast kommt wird er es sicherlich nicht leicht haben.

  3. #3

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    Standard AW: Wie krank ist Anders Breivik?

    Der gehört gsteinigt!


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  4. #4

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    Standard AW: Wie krank ist Anders Breivik?

    Er ist gesund, aber scheißt auf die Welt und juristische Konsequenzen.
    Irgendwelche Schwächen sind mir nicht bei ihm aufgefallen.
    Meiner Meinung nach ist er einfach wegen seiner Jugend schon durch mit der Welt.
    Hauptsache er macht so eine Aktion und kommt in Medien, Büchern, Foren, sozialen Netzwerken usw. vor und ist ein Vorbild von Menschen aus der rechten Szene.

    Das mit "Der gehört gsteinigt!" würde ich nicht schreiben.
    Bei manchen bekommt man zwar Hass, aber es wären meiner Meinung nach Tierquäler oder Menschenquäler, die sowas verdient hätten.
    Also die selbst trotz bewusster Wahrnehmung und Wissen, dass jemand leiden würde, sowas tun.
    Auch die Gesamtperson sollte berücktsichtigt werden, bevor man solche harte Urteile macht.

    Es gibt nicht einfach so nach Lust und Laune für bestimmte Menschen mal härtere und mal weichere Urteile.
    Bei der deutschen Justiz geht es nicht dadrum, die Täter so hart wie möglich zu bestrafen, sondern so nötig, wie möglich und dies hängt auch streng von der Person und Beschreibung der Tat ab.
    Selbst wenn ein Mord ein Mord wäre, wäre es jedoch von der Bestrafung nicht immer gleich.

    Ziel ist es, dass die Person es bereut, sich ändert und keine Gefahr darstellt.
    Diese ganzen harten Aussagen der Bürger sind emotional verständlich, jedoch sollte man sich freuen, dass für jeden von euch die Möglichkeit gibt, nach euren Fehlern eine geringere Strafe zu bekommen, falls ihr euch ändert und Richter davon ausgeht, dass ihr Strafen nicht mehr begeht.
    Es ist alles ein Menschenrecht, was für uns alle gilt und dies sollten wir akzeptieren, auch wenn es solche Menschen wie Anders Breivik oder schlimmere gibt

    Jeder möchte, dass jemand leidet, es bereut usw.
    Was nützt es am Ende?
    Ist auch nur irgendein Wesen aus Fleisch und Blut.
    Nix besonderes.
    Ihn foltern, damit er es bereut?
    Er wird denke ich eher sterben wollen.
    Ihn leiden lassen?
    Das alles geschieht gedanklich in seinem Kopf und was freut man sich denn, wenn er das spürt, was er den Opfern getan hat?
    Irgendwann stirbt er auch und ist weg.
    Hat er in seiner Zelle irgendeine große Bühne mit Publikum, was ihm Aufmerksamkeit schenkt oder was juckt euch, wie er denken soll, nach dem er sowas getan hat?
    Das ist so wie über jemanden aufzuregen, wie er mit der Wand spricht.
    Soll er das doch tun?
    Beste Strafe ist ihn zu ignorieren und aufhören, Aufmerksamkeit zu schenken.

    Wir regen uns hier um nix auf.

    Besser sollten wir intelligenter denken und uns um bessere Sicherheit kümmern, statt sich bei einem nach dem anderen Fall aufzuregen
    Geändert von Shitcoin (19.08.2022 um 19:43 Uhr)

  5. #5
    Avatar von DMW007
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    Standard AW: Wie krank ist Anders Breivik?

    Einige Wochen nach dem Thread wurde er vom Gericht für zurechnungsfähig erklärt und zu 21 Jahren Haft mit anschließender Sicherheitsverwahrung verurteilt. In der Tat hat er zum Urteil nur gesagt, dass er das Gericht als "Vertreter des Multikulturalismus" nicht anerkennt. Auch andere Äußerungen zeigen eindeutig, dass er in seiner eigenen Welt lebt, in der sich sein Land im Krieg befindet. Dieses Verhalten sieht man bei Extremisten oft: Man hat sein eigenes Weltbild, in dem für "die richtige Sache" gekämpft wird - alle anderen liegen in dieser Welt falsch. Von dem was ich weiß, würde ich ihn nicht als dumm einschätzen. Kein Straßenstrolch, der Gewalt nutzt, weil er nichts anderes kann. Eher durchaus intelligent, der sich zu einem gewissen Grad mit der Materie beschäftigt hat und z.B. den NSU kannte. Aber eben derart extremistisch, dass er Massenmord als legitimes (und aus seiner Sicht wohl Einiges) Mittel hält. Solche Menschen würde ich zu den gefährlichsten Terroristen zählen, die es gibt. Wer nicht auf den Kopf gefallen ist, kann v.a. in einer freien Gesellschaft großen Schaden anrichten - was Breivik ja leider "bewiesen" hat. Wenn so jemand dann noch nichts zu verlieren hat, ist das extrem gefährlich.

    Jegliche Folter lehne ich grundsätzlich ab. Ein Schriftsteller hat das schon vor zwei Jahrhunderten auf den Punkt gebracht:
    Den Grad der Zivilisation einer Gesellschaft kann man am Zustand ihrer Gefangenen ablesen.
    Gerade in unseren westlichen Gesellschaften ist es mit unseren angeblichen Werten doch absolut nicht vereinbar, wenn wir uns auf das Niveau von Terroristen herablassen. Genau das wollen viele von denen doch: Dass wir unser Verhalten anpassen und am besten noch mit in den Krieg ziehen. Foltern würde denen super in die Karten spielen. In der Propaganda könnten sie behaupten "Schaut, wie mit uns umgegangen wird, sie verraten sogar ihre eigenen Werte" - und das wäre nicht mal gelogen. Ich habe Verständnis, dass vor allem die betroffenen (Angehörigen) härteste Strafen fordern. Eben so wie ich die Forderung grundsätzlich bei bestialischen Taten nachvollziehen kann, das kommt ja auch bei z.B. Kinderschändern immer wieder ins Spiel. Am Ende wird mit Hass aber nichts besser, sondern eine Gewaltspirale befeuert. "Auge um Auge, Zahn um Zahn und die Menschheit wird erblinden". Es hat gute Gründe, warum in Deutschland die Todesstrafe oder gar Selbstjustiz nicht erlaubt sind.

    Den Appell Maßnahmen zu ergreifen um solche Taten zu verhindern, teile ich - sofern es wirkungsvolle, menschliche/gesellschaftliche Verbesserungen sind. Und nicht das Totschlagargument "Wir müssen nur Massenüberwachung für alle ausrollen, dann gibt es so was nie mehr weil wir das ja dann vorher schon wissen!!!11einself". Letzteres ist ein Widerspruch zur freien Gesellschaft und verursacht massive Schäden. Das Panoptismus-Modell funktioniert grundsätzlich. Es gibt Studien die beweisen, dass Menschen sich (teils sogar unbewusst) selbst zensieren, wenn sie damit rechnen müssen, überwacht zu werden. Abgesehen davon löst Überwachung nicht mal die Ursache, sondern doktort vielleicht im besten Falle an den Symptomen etwas herum.

    Der Schwerpunkt zur nachhaltigen Lösung liegt nicht auf dem Weg zum totalen Überwachungsstaat, sondern in den Gründen für Radikalisierung. Da sind wir derzeit eher schlecht aufgestellt, fürchte ich. Wenn Menschen stark unzufrieden sind und an ihre Existenz gebracht werden, knallen bei Extremisten die Sektkorken. So kommen die nämlich super an neue Leute heran. Das Problem haben wir schon länger. Es gibt einen erschreckend hohen Anteil an Menschen, die das Vertrauen in etablierte Parteien verloren haben. Schlussendlich kann der Staat da aber auch nur seinen Teil dazu beitragen, um das zu verhindern. Auch z.B. die Gesellschaft sollte sich besser um Menschen mit Problemen und damit einhergehenden Verhaltensweisen kümmern. Das Umfeld bekommt so was oft mit oder hätte bei entsprechender Aufmerksamkeit die Chance dazu. Selbst die Polizei hat in vielen Fällen Warnungen/Infos, die falsch eingeordnet werden oder im Aktenstapel versauern. Denen noch mehr Daten hinzuwerfen ist selbst an der Stelle kontraproduktiv. Die müssen eher lernen, Daten effektiver zu nutzen. Und brauchen ausreichend Personal. Ob jemand beobachtet wird sollte alleine von der objektiven Analyse der Person abhängen - und keine Abwägung, ob man den radikalen oder stark radikalen beobachtet, weil die Ressourcen nicht reichen.

    Viele dieser Baustellen werden leider nicht angegangen, teils befeuert sie die Politik sogar eher noch. Zum Beispiel mit mehr oder weniger arroganten Aussagen über Menschen, die halt nicht zu den Top-Verdienern gehören. Von den (teils durchaus gerechtfertigten) Kritiken in der Opposition damals ganz zu schweigen, die man jetzt entweder selbst mitträgt oder sogar nicht angeht. Vor wenigen Jahren hat Lindner z.B. kritisiert, wie die Mittelschicht mit Abgaben "ausgeplündert" wird. Nun kommen Entlastungen, die vor allem den oberen Schichten nützen. So Beispiele gibt es viele. Auch das Ausnutzen der Krise beim Maskenskandal, während man Solidarität und Verzicht predigt, führen nicht gerade dazu, dass man dem System vertraut. Vor allem wenn die Gerichte die dann noch freisprechen, weil unser Anti-Korruptionsgesetz dank CDU & co. viel zu schlecht ist.

    So was schadet nicht nur der Politik, sondern letztendlich auch der Gesellschaft. Eine Demokratie kann nicht funktionieren, wenn ein erheblicher Teil ihr skeptisch bis ablehnend gegenüber steht. Der Weg zu einer Radikalisierung ist dann auch nicht mehr so weit. Da gibt es auch einen Teil, der Gewalt für ein legitimes Mittel hält, um die eigenen Ziele durchzusetzen. Wer sich in solchen Kreisen eine Weile bewegt, der glaubt am Ende tatsächlich, dass er mit einem Anschlag dem Land etwas "gutes" tut. Solche Leute wird man nur schwer wieder in die Gesellschaft integrieren können. Vor allem wenn sie so eine Tat tatsächlich begangen haben. Gefängnisse sind nun auch nicht gerade dafür bekannt, Menschen wieder zu sozialisieren. Einige werden da drin erst recht kriminell - wer hätte das auch Gedacht, dass man umgeben von lauter Verbrechern etwas von denen lernt? Sinn und Zweck des ganzen sollte aber natürlich eine Wiedereingliederung sein, daher wäre eine Reformierung von dem ganzen auch nötig, damit Straftäter nicht mit mehr Erfahrung und Kontakten aus dem Gefängnis wieder raus gehen, als sie rein kamen. Gerade radikale Menschen lassen sich von ihrer Position durch eine alleinige Strafe nicht abbringen. Teils bestärkt sie das sogar noch, im Recht zu sein.


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    Darkfield (20.08.2022)

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