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  1. #1
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    Standard Facebook bricht Versprechen: WhatsApp-Nutzerdaten werden an Facebook weitergegeben

    Als WhatsApp im Jahr 2014 von Facebook aufgekauft wurde, versprach der Konzern, den Nachrichtendienst eigenständig weiter zu betreiben. Mittlerweile hat es sich Facebook anders überlegt: Kürzlich wurden die Datenschutzvereinbarungen von WhatsApp überarbeitet. Sie erlauben die Weitergabe der WhatsApp-Handynummer an Facebook. Dadurch können Firmen zukünftig ihren Kunden Werbung anzeigen, wenn sie ihre Handynummer bei Facebook hinterlegt haben. Negativ auffallen ist zudem, dass WhatsApp versucht, die Nutzer an der Nase herumzuführen: Der Weitergabe der Daten kann zwar grundsätzlich bis zu 30 Tage lang widersprochen werden. Dies gilt jedoch nur für Bestandsnutzer und gleicht eher einem Placebo: WhatsApp nimmt sich ausdrücklich das Recht heraus, die Nummer selbst dann weiterzugeben, wenn der Nutzer widerspricht.

    Außerdem gibt es bedenkliche Passagen in den neuen Nutzungsbedingungen. Etwa muss der Nutzer nun gegenüber WhatsApp versichern, dass er berechtigt ist, die Handynummern seines gesamten Adressbuches an WhatsApp zur Weiterverarbeitung zu übermitteln. Dies erscheint absurd, da in der Praxis wohl kaum ein Nutzer zunächst alle seine Kontakte um Erlaubnis bittet - idealerweise schriftlich zur Nachweisbarkeit. Es ist höchst fragwürdig, ob derartige Klauseln nach Deutschem Recht überhaupt wirksam sind. Nachdem WhatsApp durch die kürzlich eingeführte End-zu-End-Verschlüsselung deutlich sicherer geworden ist, verschlechtert sich dieses positive Bild dadurch nun wieder etwas. WhatsApp scheint in puncto Sicherheit und Datenschutz ähnlich intransparent vorzugehen wie Facebook.

    Wie immer informieren wir euch in einem ausführlichen Artikel auf unserem Portal über die Einzelheiten: 2 Jahre hielt das Facebook-Versprechen: Fragwürdige Datenschutzerklärung übermittelt WhatsApp-Nutzerdaten an Facebook


    Fühlt ihr euch von WhatsApp respektive Facebook veräppelt, weil die damalige Zusicherung nicht mehr eingehalten wird?
    Oder weil WhatsApp dem Nutzer vortäuscht, sich gegen die Weitergabe seiner Daten wehren zu können, obwohl dies effektiv eher Augenwischerei ist?
    Seid ihr auf der Suche nach Alternativen und versucht von WhatsApp los zu kommen, bevor sich der Dienst zu einer ähnlichen Datenkrake wie Facebook entwickelt?


  2. The Following User Says Thank You to DMW007 For This Useful Post:

    Darkfield (06.09.2016)

  3. #2
    Neuling

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    Standard AW: Facebook bricht Versprechen: WhatsApp-Nutzerdaten werden an Facebook weitergegeben

    Wenn man Versprechen nicht einlöst , bezichtigt man sich selbst als Lügner wenn man die Möglichkeit des Einhaltens hatte , aber ich bleibe erstmal bei WhatsApp.

  4. #3
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    Standard AW: Facebook bricht Versprechen: WhatsApp-Nutzerdaten werden an Facebook weitergegeben

    Genau, und die Möglichkeit hatte Facebook. Trotzdem haben sie es bewusst gebrochen. Ich möchte niemanden persönlich angreifen, aber anders gesagt bedeutet die Haltung doch: Ja die verarschen mich, aber es ist mir egal. Oder verstehe ich da etwas falsch? Ich finde das grundsätzlich nicht richtig. Wenn jeder so denkt, können Konzerne tun und lassen was sie wollen, denn der dumme Kunde schluckt es ja sowieso. Mir war WhatsApp schon immer suspekt. Bevor Facebook es kaufte strotze es nur so vor Sicherheitslücken. Als es Facbeook dann kaufte wurde das war viel besser, aber dass WhatsApp als eigenständiger Dienst dauerhaft betrieben wird glaubte ich nicht, das war ja zu schon um war zu sein. Besonders als es dann noch kostenlos wurde. Spätesten da war absehbar, dass Facebook sich etwas anderes ausdenken wird, um damit Geld zu verdienen.

    Im Krieg gibt es keine Gewinner, nur Verlierer!

  5. #4
    Neuling

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    Standard AW: Facebook bricht Versprechen: WhatsApp-Nutzerdaten werden an Facebook weitergegeben

    Ich finde es eine Frechheit, dass man das extra in den Einstellungen deaktivieren muss. Es sollte von Anfang an deaktiviert sein, denn so werden Nutzer, die darüber nichts gehört haben, einfach verarscht (sorry)
    Facebook ist für mich schon seit längerem gestorben

  6. #5
    Projektleitung
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    Standard AW: Facebook bricht Versprechen: WhatsApp-Nutzerdaten werden an Facebook weitergegeben

    Naja das muss nicht zwingend in den Einstellungen erfolgen. Bei den Nutzern öffnet sich ja ein Fenster mit dem im Artikel gezeigten Auszug. Der Nutzer kann also entscheiden, ob er der Weitergabe zustimmt oder nicht. So ist es in Deutschland eigentlich auch für viele Werbemaßnahmen geregelt: Der Nutzer muss ausdrücklich einwilligen. Nennt sich Opt-in und sieht man beispielsweise häufig beim Newsletter-Versand. Hier muss der Nutzer in der Regel aktiv die Funktion aktivieren oder seine E-Mail Adresse angeben. Analog dazu gibt es noch Opt-out, hier ist es genau anders herum: Die Einwilligung des Nutzers gilt hier als erteilt, sofern er dem nicht ausdrücklich widerspricht. Letzteres wäre illegal, aber das macht Facebook hier auch nicht.

    Wesentlich perfider ist, dass diese Einstellung im Endeffekt nicht viel bringt. Denn wie im Artikel zitiert, wird WhatsApp die Nummer so oder so weitergeben. Der einzige Unterschied dürfte darin bestehen, dass man nur mit Zustimmung Werbung von Firmen erhält. Zumindest wäre das die einzige legale Lösung. Was genau damit passiert und was nicht wird leider wie von Facebook bekannt recht intransparent dargestellt. WhatsApp nennt nur Beispiele und hält sich damit weitere Möglichkeiten offen. Und wie gesagt gilt das ohnehin nur für Bestandsnutzer. Wer sich jetzt neu anmeldet, hat gar keine Wahl mehr. Okonomisch also sehr geschickt eingefädelt, zum Nachteil des Nutzers.


  7. #6
    Neuling

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    Standard AW: Facebook bricht Versprechen: WhatsApp-Nutzerdaten werden an Facebook weitergegeben

    Also Ich persönlich finde diese ganze Geschichte echt nicht in Ordung, war nie der riesen Fan von Facebook
    aber von Whatsapp eben schon, schade das mittlerweile wohl die persönliche Daten eines jeden einzelnen einfach
    so weitergeleitet werden, auch wenn die möglichkeit besteht diesem zu wiedersprechen, denke ich trotzdem das viele
    völlig unbewusst Zustimmen und somit ihre Daten kostenlos Facebook zur Verfügung stellen^^

    Schade das man teilweise auch nicht wirklich was dagegen mache kann als allem was damit zu tun hat den rücken zu kehren....
    Geändert von holidayszzz (08.09.2016 um 20:59 Uhr)

  8. #7
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    Avatar von Shiny-Flakes
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    Standard AW: Facebook bricht Versprechen: WhatsApp-Nutzerdaten werden an Facebook weitergegeben

    Mit zentralen Diensten wie WhatsApp gibt es ein generelles Problem: Der Betreiber hat die volle Gewalt darüber, welche Funktionen der Nutzer auf welche Art und Weise verwenden kann. An diesem Falle sehen wir es wieder. Der Betreiber beschließt die Daten an andere weiterzugeben. Der Nutzer muss das hinnehmen, und hat als Alternative nur die Möglichkeit, den Dienst nicht mehr zu verwenden. Ich denke, diesen gravierenden Nachteil können wir nur mit dezentralen Diensten wie das Tor-Netzwerk lösen. Gerade bei Kommunikation finde ich das sinnvoll. Solche Dienste sollten nicht in der Hand einer kommerziellen Firma liegen, deren Interesse es ist, den Nutzer so auszupressen, dass er möglichst viel Profit abwirft.

  9. #8
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    Standard AW: Facebook bricht Versprechen: WhatsApp-Nutzerdaten werden an Facebook weitergegeben

    Finds echt ekelhaft, dass es jetzt auch noch von Facebook gegeiert wird. Das heißt, wir sind gar nicht mehr vor irgendwas in Sicherheit dank dem Spinner Zuckerberg!!!

    Ohne Worte...

    LG, Rawrri.

  10. #9
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    Standard AW: Facebook bricht Versprechen: WhatsApp-Nutzerdaten werden an Facebook weitergegeben

    Das ist ne Chance, um gegen Facebook zu konkurieren.
    Einfach ein neues und sicheres Soziale Netzwerke Plattform entwickeln, welches dann die Nachrichten nicht an die Dritten vergibt.
    Nur ich denke, das wird dann für die anderen nicht so cool, wie Facebook.
    "Yea isch hab facebook und so."
    Geändert von BitNet (25.09.2016 um 14:31 Uhr)

  11. #10
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    Standard AW: Facebook bricht Versprechen: WhatsApp-Nutzerdaten werden an Facebook weitergegeben

    UPDATE: Hamburgs Datenschutzbeauftragter Johannes Caspar hat WhatsApp die Weitergabe der Nutzerdaten an Facebook untersagt. Dem ist das Unternehmen nun nachgekommen. Er fordert, dass jeder Nutzer selbst entscheiden kann, ob sein Konto mit Facebook verbunden werde oder nicht. Außerdem sieht er es als unzulässig an, dass die fehlende Reaktion der Nutzer als Zustimmung gewertet wird. Stattdessen müsse WhatsApp explizit um Erlaubnis bitten, um die Daten verwenden zu können. Die bisherige Möglichkeit erfüllt diese Anforderungen nicht, sondern ist stark eingeschränkt und kommt daher eher einem Placebo gleich - denn die Daten werden so oder so weitergegeben, auch wenn der Nutzer den Haken ausdrücklich entfernt.

    Aktuell befindet sich der Fall in Klärung, bis dahin gibt Facebook an, die Datenweitergabe zeitweise auszusetzen. Der größte und zugleich wichtigste Zeitpunkt ist derzeit die Zuständigkeit: Johannes Caspar sieht sich für die Deutschen Nutzer zuständig. Facebook erachtet die irische Datenschutzbehörde am eigenen Hauptquartier in der EU als verantwortlich - Was für Facebook wohl wesentlich vorteilhafter sein dürfte. Kompletten Artikel auf Heise online lesen


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