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  1. #101
    Avatar von DMW007
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    Standard AW: Windows Recall ist noch unsicherer, als Microsoft behauptete

    Das hat nichts miteinander zu tun. Die Version wurde an Windows Insider verteilt und MS hat eine offizielle Dokumentation zum jetzigen Stand erstellt. Es war nie die Rede davon, irgendwas nachzuliefern, wenn es an die Endnutzer verteilt wird. So funktioniert das Insider-Programm auch gar nicht. Da gibt es verschiedene Teststufen in denen MS Änderungen einkippt. Freiwillige testen das dort und anhand der Rückmeldungen nimmt MS Änderungen vor, bis es später mit ggf. diesen Anpassungen an die Endnutzer veröffentlicht wird.

    Wie ich im Beitrag gezeigt und belegt habe, sagt die z.B. ganz klar: Auf Recall hat niemand anders Zugriff, als der PC-Benutzer. Dies ist nachweislich Falsch und MS hatte offensichtlich nicht vor, das zu ändern. In ihrem Blogeintrag vom letzten Freitag steht, sie haben auf Rückmeldungen der Tester gehört und deswegen die von mir am Ende genannten zukünftigen Änderungen vorgenommen.

    Selbst wenn man sehr wohlwollend sein möchte und entgegen den Fakten unterstellt, MS hätte das von selbst noch nachgereicht: In der offiziellen Doku schreiben sie auch, Sicherheit und Privatsphäre seien von Anfang an bedacht und eingebaut worden. MS hat hier ganz billig versucht, seine Nutzer über den Tisch zu ziehen und gedacht, merkt schon keiner, dass das alles nur gut klingende PR-Phrasen sind. Ist voll nach hinten los gegangen, weil nicht alle so dämlich sind, wie MS dachte. Jetzt betreiben sie Schadensbegrenzung und versuchen, doch noch etwas Sicherheit nachzureichen. Das kann man sich nicht schön reden. Musst du mir auch nicht glauben. Im verlinkten Artikel stehen alle im Video gezeigten Quellen in voller Länge, da kannst du es selber nachlesen.

    Selbst ein Windows-Fan, der als Einziger mir bekannter einen überwiegend positiven Beitrag zur Vorstellung von Recall gemacht hatte, reichte jüngst einen zweiten Beitrag nach mit der Feststellung, dass er falsch lag. Sehe ich übrigens auch bei anderen MS Themen in den letzten Jahren öfter, dass eingefleischte MS-Nutzer die dem Konzern sehr wohlwollend gesonnen waren, von dem Murks den MS abliefert so genervt sind, dass die teils noch schärfer kritisieren als ich. Finde ich an sich gut, wenn man im Sinne der Sache auf Basis von Fakten argumentiert, statt sich ideologisch hinter etwas zu stellen, selbst wenn es totaler Quatsch ist. Als Konzern würde mir das jedoch sehr zu denken geben, wenn meine Qualität und Arbeitsweise selbst treue Fans auf die Palme zu bringen scheint.


  2. #102
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    Standard Kommentar von @simon99-de

    Kommentar von @simon99-de:
    ich würde windows ohne einen admin konto verwenden, wenn man dort nicht so eingeschränkt wäre. (da ist linux besser, da man nicht der root user ist (SuperAdministrator))

  3. #103
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    Standard AW: Windows Recall ist noch unsicherer, als Microsoft behauptete

    Im Kern ist das ja der Sinn dahinter, dass du nicht ständig alle Rechte hast, sondern nur jene, die auch wirklich gewollt/gebraucht werden. Das geht mit einem gewissen Aufwand einher. Im Unternehmen ggf. mit mehreren Konten über das Tier-Modell. Seit Windows Vista hat MS das einigermaßen entschärft, in dem noch die Benutzerkontensteuerung dazwischen ist. Da muss administrativer Zugriff wenigstens noch bestätigt werden. Die Verantwortung wird damit auf den Nutzer übertragen. Wenn der weiß was er tut und bei einer nicht nachvollziehbaren UAC-Meldung aufmerksam wird statt die mit "Ja" wegzuklicken, kann das die Gefahr von Admin-Nutzern bereits ein gutes Stück einschränken. Dort ist wohl das größte Problem, dass MS die Nutzer seit Jahren dazu konditioniert, Warnmeldungen weg zu klicken.


  4. #104
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    Standard AW: Windows Recall ist noch unsicherer, als Microsoft behauptete

    Antwort von @sureface70privat9:
    Ich sehe es auch nicht als realistisch momentan an.
    Wer weis??? Unverhofft kommt oft.

    Habe hier auch nur dem Gedanken freien lauf gelassen, wie es sich wohl viele Windowsnutzer wünschen würden.

    Mein letztes Windows war XP mit SP2 das ich neben Linux laufen hatte.

    Bin seit Ende 1993 / Anfang 1994 Linux Nutzer. Denke ich an die Zeit zurück, war Linux echt ein Graus. Heutige Neueinsteiger haben es echt einfacher ein Linux einzurichten.

    Mal sehen was die Zukunft bringt.

  5. #105
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    Standard AW: Windows Recall ist noch unsicherer, als Microsoft behauptete

    Der Wunsch besteht definitiv bei einigen. Gut möglich, dass da auf Dauer noch mehr passiert. Wenn MS so weiter macht, kann ich mir vorstellen, dass GNU/Linux langsam aber konstant an Nutzern gewinnt. Für 3% hat es fast 30 Jahre gedauert, nun sind wir in relativ kurzer Zeit bei 4%.
    Meine Erfahrung mit GNU/Linux geht nicht so weit zurück. 1993/94 ist sehr früh, da war Linux selbst ja erst wenige Jahre alt. Ich hatte allerdings recht ähnliche Erfahrungen, als ich wegen des Erscheinens von Windows 10 das erste Mal ernsthaft umsteigen wollte. Dort gab es einige Probleme und Lücken, sodass ich es unfreiwillig abgebrochen habe. Es sind nur wenige Jahre zu meinem nächsten Anlauf vergangen, dort war es allerdings deutlich besser. Inzwischen habe ich mehrere durchschnittliche Nutzer migriert und es gab weder ernste Probleme, noch negative Rückmeldungen.

    Was ich allerdings in den Kommentaren immer wieder feststelle: Es gibt einen Teil an Leuten, deren Bild von GNU/Linux wohl 10+ Jahre alt ist. Die haben das wahrscheinlich vor Jahrzehnten mal probiert, schlechte Erfahrungen gemacht und schreiben jetzt, dass es keine Alternative ist. So was ist schade, weil sich in manchen Bereichen sehr viel getan hat. Spiele und Steam Proton ist ein sehr gutes Beispiel. Bei meinem ersten Wechselversuch war Spielen kommerzieller Titel kein wirkliches Thema. Mittlerweile gibt es zig tausende Spiele, die ohne oder mit minimaler Konfiguration funktionieren. Es läuft erstaunlich viel mit wenig Aufwand, so lange die proprietären Grafikkartentreiber installiert sind. Klar, nicht alles 100%. Aber der Sprung ist gigantisch und für jemanden, der gelegentlich ein paar Titel spielen möchte, kann das eine ausreichende Alternative sein.


  6. #106
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    Standard AW: Windows Recall ist noch unsicherer, als Microsoft behauptete

    Antwort von @robinhood20233:
    @ULabs Ich nutze seit Jahren Linux und als Desktopsuche Recoll (mit "o", nicht Recall), das Programm indiziert alle Dateien, hat zwar keine Texterkennung für Bilder, indiziert diese aber anhand der Metadaten (Exif Kommentare). Ich möchte dieses Tool nicht mehr missen. Heutzutage hat man so viele Daten, dass es oft wirklich schwer ist was zu finden.
    Klar, vertrauenswürdig ist Microsoft nicht unbedingt, aber auch andere Konzerne nicht und vieles wird heute in der Cloud gespeichert, Dokumente, Fotos ect. Natürlich ist jede Sekunde ein Screenshot nochmal eine andere Nummer und man muss da durchaus kritisch hinsehen. Trotzdem würde ich nicht in Panik verfallen, wie viele das im Moment tun.

    Was das Onlinebanking angeht, so weit ich weiß, dann man solche Dinge ausnehmen, so dass davon keine Screenshots gemacht werden und man kann es auch deaktivieren.

    Was die Geheimdienste angeht, ich finde, dass Nachrichten unbedingt verschlüsselt werden sollten und das was die EU mit der Chatkontrolle einführen will, macht mir da viel mehr Sorgen. Dagegen müssen wir uns wehren. Wenn ein Geheimdienst aber schonmal einen Trojaner auf Deinem Rechner hat, spielt es keine große Rolle ob es Recall gibt oder nicht, deren Trojaner machen ihre eigenen Screenshots.

  7. #107
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    Standard AW: Windows Recall ist noch unsicherer, als Microsoft behauptete

    Spannender Name! Die Software gibt es laut Änderungsprotokoll mindestens schon seit 2012. Man könnte behaupten, MS hat das als Inspiration genutzt und aufs System ausgeweitet
    Recoll sehe ich deutlich unkritischer: Es ist nicht ins Betriebssystem integriert, wird niemandem aufgezwungen und es handelt sich um quelloffene Software freier Entwickler. Sogar plattformübergreifend auf allen gängigen 3 Betriebssystemen nutzbar. Außerdem indiziert es nur das Dateisystem, ohne Bildschirmfotos. Auf das kann ein möglicher Angreifer ohnehin zugreifen, ob nun direkt oder mit Recoll. Alle Kritikpunkte an MS Recall sind hier nicht erfüllt.

    Mit "aber die anderen machen das auch" zu argumentieren, finde ich schwach und grundsätzlich ein Unding. Was macht es an der Sache besser, wenn die anderen sie auch tun? Ich habe den Eindruck, als Spezies neigen wir teils immer noch aus Herdentrieb dazu, etwas akzeptabler zu finden, wenn es die anderen auch tun. Faktisch ist eine Sache schlecht, wenn sie schlecht ist. Nicht, wenn sie nur einer tut, statt viele. Man stelle sich das auf andere Dinge im Alltag vor: Der Nebensitzer darf seinen Mitschüler nicht schlagen, aber wenn die gesamte Klasse es tut, soll es legitim sein. Absurd? Natürlich. Gewalt auszuüben ist bei 1:1 Inakzeptabel, in einer Gruppe eher noch mehr als weniger. Jedenfalls ist sie auch da nicht tolerierbar. Im Übrigen, wenn du bei MS gelassen bleibst, kommen die mit der nächsten Daumenschraube um die Ecke. Siehe beispielsweise Kontozwang zu Windows 11.

    Onlinebanking wird von Recall nicht gefiltert, das ist falsch. Genau wie alles andere auch, außer Edge Inkognito und DRM Kopierschutz. MS sagt klar, dass sie außer diesen zwei Dingen nichts ausnehmen. Habe ich im ersten Beitrag zu Recall vor einigen Wochen aus der Originalquelle von MS zitiert.

    Im Punkt Geheimdienste bin ich bei dir, ebenfalls zur Chatkontrolle. Allerdings nicht dabei, das zu trennen oder gar gegeneinander aufzuwiegeln. Ich halte beides für Problematisch. Geheimdienste können viele E2EE Chats nicht knacken. Daher versuchen sie seit Jahren verstärkt, die Daten vor dem verschlüsseln bzw. nach dem Entschlüsseln abzugreifen. Die Chatkontrolle macht im Kern das Gleiche. Hier ist Recall perfekt, weil es die Verschlüsselung umgeht, wenn Chatinhalte im Klartext in Recall liegen. Es wird also eine Frage der Zeit sein, bis die von MS verlangen, da drauf zu kommen. Dass so was ein Angebot ist, dass MS nicht ablehnen kann, ist seit Snowden und damit über 10 Jahre lang bekannt. Oder wenn die Chatkontrolle tatsächlich offiziell eingeführt werden muss, kann MS sagen, müssen wir gar nicht erst umsetzen, guckt her, wir haben Recall und berechtigen euch darauf.


  8. #108
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    Standard AW: Windows Recall ist noch unsicherer, als Microsoft behauptete

    Antwort von @osaftkiller6991:
    @ULabs Fahrlässiger als eine Dauerscreenshot Maschine kann das verweigern von updates nicht sein

  9. #109
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    Standard AW: Windows Recall ist noch unsicherer, als Microsoft behauptete

    Ein Unrecht wiegelt ein anderes nicht auf. MS ist für ihr tun verantwortlich, eben so wie du für deines verantwortlich bist. Und zwar unabhängig voneinander. Im Übrigen sehr sportlich, sich mit einem der größten Konzerne der Welt zu vergleichen. Wenn die bei fragwürdigen Praktiken erwischt werden, haben sie eine große Rechtsabteilung, die das Verfahren über Jahre bis zur letzten Instanz eskaliert, wenn sie sich davon einen Vorteil versprechen. Im schlimmsten Falle zahlen sie einige hundert Millionen an Strafe und haken das Thema ab. Ohne dir zu nahe treten zu wollen, diese Ressourcen hast du sehr wahrscheinlich nicht. Wird dein System über eine der unzähligen nicht gefixten Windows Sicherheitslücken erfolgreich kompromittiert und für Betrug, KiPo oder andere schwere Straftaten benutzt, hast du ein ordentliches Problem. Fängt an bei der Hausdurchsuchung und hört beim Richter auf, der nicht mehr viele Fragen haben dürfte, wenn du dem erklärst, MS macht schlimme Sachen, also nehme ich mir auch das Recht dazu. So was wünsche ich dem schlimmsten Feind nicht, wenn das dumm läuft, ist die Existenz danach im Eimer.


  10. #110
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    Standard AW: Windows Recall ist noch unsicherer, als Microsoft behauptete

    Antwort von @markus.kaufmann:
    Als Admin in einem kleineren Unternehmen, daß Hardware und Automatisierungslösungen selbst herstellt, möchte ich ergänzend anführen: Das Problem beginnt schon bei den Softwaresteuerungen; für Dinge wie SPS, Vipa, ABB, usw gibt es ausschließlich WIndows-Software um diese programmieren zu können. Und diese Software läuft meistens nur mehr unter Win11, und ohne ständig am Netz zu hängen geht sowieso gar nix mehr. Oder Geräte in der Hochspannungs-/Hochvolt-Technik, die zwingend nur mehr mit Windows-Laptops parametrisiert werden können; selbiges bei Frequenzumrichtern und noch hundert anderen Dingen. (Gehört hier nicht her, aber wieso muss ein Wechselrichter für die PV-Anlage zwingend einen Internet-Zugang haben?)
    Worauf ich hinaus will: Wir haben absolut keine Chance, MS auch nur irgendwie ausweichen zu können.

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