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  1. #111
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    Standard AW: Windows Recall ist noch unsicherer, als Microsoft behauptete

    Dafür habe ich ein Stück weit Verständnis. Das Problem bleibt aber: Wenn nichts dagegen unternommen wird, dann wird es garantiert nicht besser. Im Gegenteil. Bei MS kann man sehr gut sehen, wie das gesteigert wird. Warum haben wir z.B. Tuxedo? Weil jemand genug davon hatte, Windows-Laptops mit einer Lizenz zu kaufen, die er gar nicht will/braucht. Und dann mit etwas Pech feststellen zu müssen, dass ausgerechnet dieses Gerät in irgend einem Detail Schwierigkeiten mit GNU/Linux hat. Also wurde ein Shop gegründet, der Geräte mit GNU/Linux ausliefert und garantiert, dass die damit funktionieren. Diese Frage kann man bis hin zu Linux zurück verfolgen: Git beispielsweise wurde geschaffen, weil ein proprietäres Versionsverwaltungssystem damals ebenfalls die Nutzer durch verschlechterte Lizenzen gegängelt hat. Heute ist es das Verbreitetste und das proprietäre von damals spielt keine nennenswerte Rolle mehr.

    Gibt es da für Unternehmen, die sich mit Low-Level Hardware auskennen, keine Nische, in der sie das besser machen können? Der Markt bietet einige Projekte die belegen, dass man überhaupt nicht so skrupellos wie MS vorgehen muss, um damit Geld zu verdienen. Valve baut beispielsweise mobile Konsolen mit GNU/Linux, die sich gut verkaufen. Der Raspberry Pi ist ein relativ offener Computer auf Basis von GNU/Linux, welcher sich ebenfalls gut verkauft. Suse & co. verdienen Geld mit GNU/Linux. Das Fairphone lebt davon, ein ethisch möglichst verträgliches Gerät offen mit langer Software-Unterstützung zu entwickeln. Scheint mir schwer vorstellbar, dass es in anderen Bereichen so etwas nicht gibt. Zur Not mit starken Partnern wie z.B. ARM beim Raspberry Pi. Das ist sicher nicht die 100% optimale Lösung. Dennoch hat man damit schon deutlich mehr gewonnen. Auf dem RPI ist softwareseitig z.B. GNU/Linux Standard und dort sind die Nutzer in über 10 Jahren keinen Gängelungen ausgesetzt gewesen, die auch nur ansatzweise in Richtung Recall gehen. Und selbst wenn, hätten sie die Wahl zwischen zig anderen Betriebssystemen auf Linux-Basis.


  2. #112
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    Standard AW: Windows Recall ist noch unsicherer, als Microsoft behauptete

    Antwort von @c.w.4010:
    @ULabs danke für das Ausführen der Ansichten. Dies ist ein Kleinod der youtube-Kommentare: differenziert & nachvollziehbar und steigert in meinem Fall nochmals meine Ansicht gegenüber diesem Kanal. Ich bin beeindruckt!

    - - - Aktualisiert - - -

    Antwort von @Qiavo:
    @ULabs Mouse, (Standard-)Drucker, Monitor etc. läuft meist problemlos unter Linux. Aber bei 3D-Druckern, Plottern, DACs, spezieller Gaming- und Streaming-Hardware und anderen Exoten gestaltet sich das nicht selten etwas komplizierter. Wenn Probleme mit solcher Hardware unter Linux auftreten, kann sich ein Linux-Kenner vielleicht noch behelfen, aber für Um- und Einsteiger könnte das ein Hindernis darstellen, das sich nicht einfach überwinden lässt.

    Mein aktuelles Notebook ist in ertser Linie zum zocken gedacht. Aktuell würd' ich 'nen Teufel tun und auf diesem Linux installieren. Auf älterer Hardware kommt vorrangig zwar Linux zum Einsatz, und dennoch bin ich eher mit Windows vertraut; zugegeben: LEIDER! Der Faktor "Bequemlichkeit" spielt selbst was mich betrifft immer noch eine kleine (aber schwindende) Rolle.

  3. #113
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    Standard AW: Windows Recall ist noch unsicherer, als Microsoft behauptete

    Das kommt stark drauf an. Passieren kann es grundsätzlich schon, dass für manche Hardware keine integrierten oder Standard-Treiber nutzbar sind. Ich habe vor Jahren auch schon auf einem Notebook Treiber kompiliert, um das WLAN zum Laufen zu bringen. Dafür gab es Treiber, allerdings nicht als fertige Binärpakete. Für einen auf Reverse Engineering basierten Treiber lief der super. Mit dem Punkt, dass ein durchschnittlicher Nutzer beim Kompilieren überfordert ist, stimme ich dir zu. Hier gibt es im besten Falle jemandem im Umfeld, der helfen kann.

    Die Bequemlichkeit dürfte in der Tat oft das Problem sein, weswegen sich viele Nutzer von Konzernen (ist ja nicht alleine MS) ziemlich gängeln lassen. Das nutzen die natürlich wiederum aus. Wusste Gates schon vor über 20 Jahren, dass der Aufwand bei Windows zu bleiben nur etwas geringer sein muss, als der Wechsel zur Konkurrenz. Ist der Wille da, würde man anders an die Sache heran gehen und zumindest mal beim Kauf neuer Hardware auf GNU/Linux Kompatibilität achten. Dann ist ein Wechsel vielleicht jetzt noch nicht möglich, in ein paar Jahren sieht es schon besser aus.

    Ich hatte das eine Zeit lang auch. Insbesondere vor einigen Jahren, als der Abstand von GNU/Linux zu Windows noch ein gutes Stück größer war, als heute. Zu der Zeit ging es noch um die deutlich stärkere Datensammelwut von Windows 10, die habe ich anfangs dann noch geschluckt. Mittlerweile habe ich mich entschieden, was davon mir wichtiger ist. Ein Argument war, dass MS dies sonst ausnutzt und der Zustand, mit dem ich schon nicht zufrieden bin, noch schlimmer wird. Mittlerweile sind erneut ein paar Jahre vergangen und ich sehe immer wieder an mahnenden Beispielen wie Recall oder dem jüngst verschärften Zwang zum Cloudkonto bei Windows 11, dass dieser Weg der bessere war - auch wenn er insgesamt sicher etwas aufwändiger und unkomfortabler war, als bei Windows als Haupt-OS zu bleiben.


  4. #114
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    Standard AW: Windows Recall ist noch unsicherer, als Microsoft behauptete

    Antwort von @Qiavo:
    @ULabs Recall Gruppenrichtlinien deaktivieren: Aktiviert = Momentaufnahmen werden deaktiviert. Wenn Sie diese Richtlinieneinstellung aktivieren, kann Windows keine Momentaufnahmen speichern, und Benutzer können ihre bisherigen Geräteaktivitäten nicht mithilfe von "Rückruf" suchen oder durchsuchen.

  5. #115
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    Standard AW: Windows Recall ist noch unsicherer, als Microsoft behauptete

    Das bezieht sich aufs nachträgliche Abschalten, was derzeit möglich ist und laut MS von Anfang an möglich gewesen sein soll. Deine erste Aussage war, dass man es gar nicht aktivieren müsse. Wäre schön, wenn es gleich so gewesen wäre, dass Recall nur läuft, nachdem es der Nutzer einschaltet. Die ist wie gesagt falsch, es war im Standard aktiviert. Man hat Windows installiert und Recall lief. Wer nicht wollte, musste es nachträglich abschalten (Opt-out statt Opt-in). Neben der GPO soll es dafür auch einen Punkt in den grafischen Einstellungen geben. Sind ja auch zwei paar Schuhe, ob wir von einem privaten Nutzer reden (wovon ich primär ausgehe), der sich einen privaten PC/Laptop kauft. Oder ein Unternehmen, dass zumindest ab einer gewissen Größe GPOs verteilt und damit gewisse fragwürdige Windows-Funktionen von Anfang an für alle automatisiert abschaltet.

    Dies ist der derzeitige Stand. Ob MS das in X Jahren auch noch erlaubt, steht in den Sternen und weiß MS wohl selbst noch nicht. Wir erinnern uns an weitere Fälle wie "Windows 10 wird das letzte Windows sein". Allerspätestens seit dem Windows 11 Cloudkonto-Zwang würde ich jedenfalls definitiv nicht mehr meine Hände dafür ins Feuer legen.


  6. #116
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    Standard AW: Windows Recall ist noch unsicherer, als Microsoft behauptete

    Antwort von @dpunktgehpunkt5876:
    welches Vertrauen? xD
    Windows hat lediglich BESTÄTIGT, dass man ihm NOCH NIE vertrauen KONNTE!

    - - - Aktualisiert - - -

    Antwort von @Lofote:
    @ULabs mmh, hast du ein konkretes beispiel, was von den offiziellen datenschutzrelevanten einstellungen da wieder zurückgesetzt wurde?

  7. #117
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    Standard AW: Windows Recall ist noch unsicherer, als Microsoft behauptete

    Das Erste mir bekannte Problem mit nicht übernommenen bzw. zurückgesetzten Einstellungen trat in Windows 10 1607 im Jahr 2016 auf: https://www.pcwelt.de/article/116088...-probleme.html
    Danach trat es immer wieder auf. Durch die Häufung der Fälle hat O&O ShutUp 10 damals eine Funktion eingebaut, welches die vom Nutzer vorgenommen (Datenschutz-) Einstellungen gesondert von der Software abspeichert. Beim Start von ShutUp 10 gleicht die Software die separat gespeicherten mit den aktuell in Windows gesetzten ab und weist darauf hin, wenn es Abweichungen gibt, weil MS per Windows Update was zurückgesetzt hat.


  8. #118
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    Standard AW: Windows Recall ist noch unsicherer, als Microsoft behauptete

    Antwort von @gelanghaarteweile3048:
    @ULabs Kann ich alles nachvollziehen, denke aber, das STEAM bzw Valve ein wenig anders tickt (hoffe ich zumindest). So viel wie die Steamentwickler fürs zocken auf Linux durch die Entwicklung von wine getan haben...

  9. #119
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    Standard AW: Windows Recall ist noch unsicherer, als Microsoft behauptete

    Es sieht sehr danach aus. Diesen Kurs verfolgt Valve ja bereits seit vielen Jahren, beispielsweise kam Proton bereits 2018 heraus. Mit dem Steam Deck haben sie erneut bestätigt, dass GNU/Linux die Plattform ihrer Wahl ist. Obwohl der Steam-Gründer aus der MS-Ecke kommt, er hat Jahrelang dort gearbeitet. Generell hat sich Steam meinem Eindruck nach bisher recht nutzerfreundlich verhalten und fällt zumindest nicht durch brutale Gängelungen auf, wie MS & co.

    Bei Steam stelle ich mir allerdings eine andere Frage: Wie lange wird das noch so bleiben? Gabe Newell, der CEO von Valve, ist mittlerweile 61 Jahre alt und hat längst ein Vermögen von mehreren Milliarden US-Dollar. Finanziell könnte er ohnehin längst aufhören. Ewig wird er das sicher nicht machen, ich würde mal damit rechnen, dass er in den nächsten Jahren langsam aber sicher seine Position abgeben oder sich zumindest Stückweise zurück ziehen wird. Was dann kommt, steht in den Sternen. Der Nachfolger muss nur etwas weniger von Newells Werten halten und stärker auf Kommerz aus sein, dann sitzen die Kunden in der Falle. Wäre nicht das erste Mal, dass durch einen Wechsel der Führungsetage oder einen Aufkauf sich ein Unternehmen radikal verändert.

    Passenderweise gibt es seit ein paar Wochen das Gerücht, MS interessiere sich für den Kauf von Steam. Ist bisher alles unbestätigt. Passen würde es jedoch, MS kauft seit Jahren diverse Unternehmen auf. Damit wären wir schnell zurück beim Thema "Recall", wenn MS Steam so umbaut, um erst mal den Kaufpreis rein zu holen und anschließend kräftigen Umsatzwachstum zu erreichen...


  10. #120
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    Standard AW: Windows Recall ist noch unsicherer, als Microsoft behauptete

    Antwort von @sureface70privat9:
    @ULabs Nun, als Sysadmin muss man halt trotz allem auch bei MS Produkten am Ball bleiben. Privat muss man deren Produkte nicht zwingend einsetzen.
    Ja ich gebe zu, dadurch habe ich viele Lizenzierte Produkte verloren. Vermissen tue ich Sie nicht.
    Auf der Arbeit, bin ich zu gezwungen mit MS Produkten zu hantieren. Kommen mir mehr und mehr Unübersichtlich vor. In vielem sogar unlogisch.
    Muss ich im Serverbereich unter Linux GPO einrichten, ist das mit weniger Handgriffen und einfacher erledigt, als unter einem Windows Server. Erst ne Rolle installieren, dann die Rechte vergeben. Dann noch weitere Einstellungen die umständlich versteckt sind einrichten.

    Da lobe ich mir Linux. Finde es da einfacher umzusetzen. Kann aber auch nur ein Empfinden sein da ich halt überwiegend unter Linux arbeite.

    Trotzdem betrachte ich MS Produkte mehr und mehr skeptisch. Sie entwickeln sich gefährlich in die falsche Richtung.

    - - - Aktualisiert - - -

    Antwort von @borgqueende2505:
    @ULabs Das hilft mir nicht weiter.

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