{"id":14178,"date":"2024-12-18T21:08:57","date_gmt":"2024-12-18T19:08:57","guid":{"rendered":"https:\/\/u-labs.de\/portal\/?p=14178"},"modified":"2024-12-19T16:57:17","modified_gmt":"2024-12-19T14:57:17","slug":"ubuntu-upgrade-auf-neue-version","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/u-labs.de\/portal\/ubuntu-upgrade-auf-neue-version\/","title":{"rendered":"Ubuntu Upgrade auf neue Version: Das sollten Nutzer wissen"},"content":{"rendered":"<p>Regelm\u00e4\u00dfig erscheinen neue Ubuntu-Hauptversionen, die gr\u00f6\u00dfere \u00c4nderungen an der Software mitbringen. Regul\u00e4re Versionen werden 9 Monate, LTS-Versionen f\u00fcr 5 Jahre gepflegt. Nutzer sollten sich f\u00fcr einen Intervall entscheiden und ihr Ubuntu dementsprechend aktuell halten (z.B. von 22.04 auf 24.04 LTS), um nicht die Unterst\u00fctzung zu verlieren. Dieser Beitrag zeigt, wie du auf eine neue Hauptversion mit der grafischen Desktop-Oberfl\u00e4che sowie per Kommandozeile (z.B. auf Servern) aktualisierst.<\/p>\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Der Versionszyklus von Ubuntu: Das solltest du wissen<\/h2>\n<p>Ubuntu arbeitet mit klassischen Versionen. S\u00e4mtliche Programme\/Pakete werden in einer bestimmten Version getestet, die als Hauptversion von Ubuntu ver\u00f6ffentlicht wird. Das Schema daf\u00fcr lautet <strong>JJ.MM[.point-release]<\/strong> &#8211; dabei steht JJ f\u00fcr das Jahr in zwei Ziffern, MM der Monat.<sup data-fn=\"883ab655-966f-48f3-8cc5-ed2d218ef373\" class=\"fn\"><a href=\"#883ab655-966f-48f3-8cc5-ed2d218ef373\" id=\"883ab655-966f-48f3-8cc5-ed2d218ef373-link\">1<\/a><\/sup> Ein aktuelles Beispiel ist Ubuntu 24.10, diese Hauptversion erschien im Oktober (Monat 10) 20<strong>24<\/strong>.<\/p>\n<p>Steht der Zusatz <strong>LTS<\/strong> (<strong>L<\/strong>ong <strong>T<\/strong>erm <strong>S<\/strong>upport) am Ende, versorgt der Hersteller Canonical sie 5 Jahre lang mit kritischen Fehlerkorrekturen und Sicherheitsupdates (<em>Standard Support<\/em>). \u00dcber ein Pro-Abo weitere 5 Jahre (<em>End of Life, EOL<\/em>).<sup data-fn=\"b18f9d68-ff5c-4e22-9f23-d5ddc603df8e\" class=\"fn\"><a href=\"#b18f9d68-ff5c-4e22-9f23-d5ddc603df8e\" id=\"b18f9d68-ff5c-4e22-9f23-d5ddc603df8e-link\">2<\/a><\/sup> Jede zweite Hauptversion ist in der Regel LTS: Ubuntu 20.04 LTS, 22.04 LTS 24.10 LTS usw. Steht am Ende der Ziffern ein zweiter Punkt mit einer Zahl, ist dies ein <em>point release<\/em> (z.B. Ubuntu 24.04.1 LTS). Das erste <em>point release<\/em> wird 3 Monate nach der LTS-Version ver\u00f6ffentlicht, anschlie\u00dfend erscheint alle 3 Monate ein neues. Es b\u00fcndelt alle (Sicherheits-) Updates seit der vorherigen (oder initialen) Version und soll verhindern, dass nach der Installation gro\u00dfe Mengen an Paketaktualisierungen installiert werden m\u00fcssen. Au\u00dferdem schafft es Kompatibilit\u00e4t f\u00fcr neue Hardware.<\/p>\n<p>Nur bei LTS gibt es point releases, weil diese durch ihren langen Unterst\u00fctzungszeitraum von 5 bzw. bis zu 10 Jahren ansonsten schnell stark veraltet w\u00e4ren. Regul\u00e4re Versionen ohne LTS (z.B. 24.10) erscheinen alle 6 Monate und werden 9 Monate gepflegt. <\/p>\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><a href=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/ubuntu-releases2.avif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"833\" height=\"425\" src=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/ubuntu-releases2.avif\" alt=\"\" class=\"wp-image-14188\" srcset=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/ubuntu-releases2.avif 833w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/ubuntu-releases2-300x153.jpg 300w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/ubuntu-releases2-768x392.jpg 768w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/ubuntu-releases2-640x327.jpg 640w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/ubuntu-releases2-333x170.jpg 333w\" sizes=\"auto, (max-width: 833px) 100vw, 833px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Ein Auszug aus den Versionen von Ubuntu<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n<h2 class=\"wp-block-heading\">LTS oder regul\u00e4re Version?<\/h2>\n<p><strong>Regul\u00e4re Versionen<\/strong> haben einen gro\u00dfen Vorteil: Ihre Pakete sind deutlich aktueller. Innerhalb einer Ubuntu-Version werden keine gr\u00f6\u00dferen Aktualisierungen an der Software vorgenommen. Einen Sprung von z.B. PHP 7 zu 8 gibt es dort eben so wenig wie von Gimp 2.10 zu 3. Man bekommt lediglich Fehlerkorrekturen und Sicherheitsupdates. Mit einer neuen Ubuntu-Version \u00e4ndert sich das. Regul\u00e4re Ver\u00f6ffentlichungen erscheinen alle 6 Monate mit frischer Software. Sie werden 9 Monate unterst\u00fctzt, d.H. man sollte nach 6 bis sp\u00e4testens 9 Monaten auf die n\u00e4chste Version ein Upgrade durchf\u00fchren. <\/p>\n<p>Genau das kann unter Umst\u00e4nden der Nachteil sein. Wer maximale Stabilit\u00e4t und Zuverl\u00e4ssigkeit m\u00f6chte, bekommt bei <strong>LTS<\/strong> einen Softwarestand, der mindestens 5 Jahre lang im wesentlichen nicht ver\u00e4ndert wird. F\u00fcr Server beispielsweise kann das sinnvoll sein, wenn keine aktuellen Pakete ben\u00f6tigt werden (etwa bei der Nutzung von Containern f\u00fcr die Dienste). <\/p>\n<p>Dies reduziert den Aufwand f\u00fcr Upgrades. Im Ubuntu Wiki werden beide Varianten gegen\u00fcbergestellt.<sup data-fn=\"b274505b-ef73-4539-80f0-41fbc21981c7\" class=\"fn\"><a href=\"#b274505b-ef73-4539-80f0-41fbc21981c7\" id=\"b274505b-ef73-4539-80f0-41fbc21981c7-link\">3<\/a><\/sup> Tendenziell ist <strong>meine<\/strong> <strong>Empfehlung<\/strong>: Auf Servern LTS, w\u00e4hrend der Desktop die aktuellste Version erh\u00e4lt. Diese sind bei Ubuntu ausreichend stabil f\u00fcrs t\u00e4gliche Arbeiten. Zeitgleich ist die Software nicht zu sehr abgehangen. Selbst wenn man von LTS zu LTS geht, sind die Pakete am Ende \u00fcber 2 Jahre alt. Das mag f\u00fcr Nutzer die nur im Web Surfen ausreichen. Spieler beispielsweise profitieren von m\u00f6glichst aktueller Anwendersoftware inkl. Kernel.<\/p>\n<p>Die Datei <code class=\"\" data-line=\"\">\/etc\/update-manager\/release-upgrades<\/code> legt fest, ob ihr Normale oder LTS-Versionen nutzen m\u00f6chtet. Das betrifft auch die Benachrichtigungen zu neuen Versionen. Je nachdem wof\u00fcr ihr euch entschieden habt, sollte hier <code class=\"\" data-line=\"\">Promt=lts<\/code> oder <code class=\"\" data-line=\"\">Promt=normal<\/code> stehen. In diesem Beispiel habe ich einen Server, der auf LTS steht.<\/p>\n<pre class=\"wp-block-prismatic-blocks\"><code class=\"language-bash\" data-line=\"\">$ cat \/etc\/update-manager\/release-upgrades\n# Default behavior for the release upgrader.\n\n[DEFAULT]\n# Default prompting and upgrade behavior, valid options:\n#\n#  never  - Never check for, or allow upgrading to, a new release.\n#  normal - Check to see if a new release is available.  If more than one new\n#           release is found, the release upgrader will attempt to upgrade to\n#           the supported release that immediately succeeds the\n#           currently-running release.\n#  lts    - Check to see if a new LTS release is available.  The upgrader\n#           will attempt to upgrade to the first LTS release available after\n#           the currently-running one.  Note that if this option is used and\n#           the currently-running release is not itself an LTS release the\n#           upgrader will assume prompt was meant to be normal.\nPrompt=lts<\/code><\/pre>\n<p>Alternativ \u00fcber die grafische Oberfl\u00e4che, wenn ihr nach &#8222;aktualisierung&#8220; sucht und die Aktualisierungsverwaltung \u00f6ffnet. Dort unten links auf <em>Einstellungen<\/em>:<\/p>\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/u-img.net\/img\/4771Zu.png\" alt=\"\"\/><\/figure>\n<\/div>\n<p>Im Reiter <strong>Aktualisierungen<\/strong> l\u00e4sst sich unten bei <em>\u00dcber neue Ubuntu-Versionen benachrichtigen<\/em> zwischen LTS (<em>Langzeitunterst\u00fctzungsversionen<\/em>) und den regul\u00e4ren (<em>jede neue Version<\/em>) w\u00e4hlen:<\/p>\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/u-img.net\/img\/2856Cu.png\" alt=\"\"\/><\/figure>\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Vorbereitung f\u00fcr das Ubuntu Upgrade<\/h2>\n<p>Pr\u00fcfe zun\u00e4chst, welche Ubuntu Version auf deinem System eingesetzt wird. Mit <code class=\"\" data-line=\"\">lsb_release<\/code> ermitteln wir die Distribution, w\u00e4hrend <code class=\"\" data-line=\"\">uname<\/code> die derzeit laufende Kernel-Version anzeigt. Hier haben wir Ubuntu 22.04 unter Linux 5.12.0-102.<\/p>\n<pre class=\"wp-block-prismatic-blocks\"><code class=\"language-bash\" data-line=\"\">$ lsb_release -a\nNo LSB modules are available.\nDistributor ID:\tUbuntu\nDescription:\tUbuntu 22.04.5 LTS\nRelease:\t22.04\nCodename:\tjammy\n\n$ uname -mrs\nLinux 5.15.0-102-generic x86_64<\/code><\/pre>\n<p>Man kann sich beides in eine Textdatei schreiben, um sp\u00e4ter das erfolgreiche Upgrade verifizieren zu k\u00f6nnen:<\/p>\n<pre class=\"wp-block-prismatic-blocks\"><code class=\"language-bash\" data-line=\"\">lsb_release -a &gt; version-vor-upgrade.txt\nuname -mrs &gt;&gt; version-vor-upgrade.txt<\/code><\/pre>\n<p>Oder grafisch \u00fcber die Suche nach &#8222;info&#8220;, dabei landet man in den Systeminformationen der Einstellungen:<\/p>\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><a href=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/sysinfo.avif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"351\" src=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/sysinfo-1024x351.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-14214\" srcset=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/sysinfo-1024x351.jpg 1024w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/sysinfo-300x103.jpg 300w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/sysinfo-768x263.jpg 768w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/sysinfo-640x220.jpg 640w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/sysinfo-496x170.jpg 496w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/sysinfo.avif 1032w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><a href=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/ubuntu-ver.avif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"650\" height=\"433\" src=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/ubuntu-ver.avif\" alt=\"\" class=\"wp-image-14215\" srcset=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/ubuntu-ver.avif 650w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/ubuntu-ver-300x200.jpg 300w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/ubuntu-ver-540x360.jpg 540w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/ubuntu-ver-255x170.jpg 255w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n<p>Bei LTS-Versionen ist nur der Sprung zur n\u00e4chsten LTS-Version unterst\u00fctzt. Beispielsweise von 20.04 LTS auf 22.04 LTS. Direkt von 20.04 LTS auf 24.04 LTS nicht, hier m\u00fcsste man zuerst von 20.04 LTS auf 22.04 LTS und dann auf 24.04 LTS. Ein Blick in die Versions\u00fcbersicht ist in jedem Falle ratsam.<sup data-fn=\"d4998860-9c81-4e99-8141-b510a023e3f4\" class=\"fn\"><a href=\"#d4998860-9c81-4e99-8141-b510a023e3f4\" id=\"d4998860-9c81-4e99-8141-b510a023e3f4-link\">4<\/a><\/sup> Dort sind alle Versionen mit den wichtigen Eckdaten zusammengefasst. Die Release Notes der Zielversion sollten zumindest zur Pr\u00fcfung auf relevante \u00c4nderungen \u00fcberflogen werden. Insbesondere auf Servern zwecks Kompatibilit\u00e4t der eingesetzten Software!<\/p>\n<p>Als n\u00e4chstes eine aktuelle Sicherung anlegen. Ich habe mit der Stabilit\u00e4t von Ubuntu Upgrades gute Erfahrungen gemacht. Dennoch kann &#8211; wie bei jeder Software &#8211; etwas schief gehen, m\u00f6glicherweise nur in bestimmten Konstellationen. Bei virtuellen Servern am besten einen Snapshot anlegen, um f\u00fcr den Fall der F\u00e4lle ohne gro\u00dfe Ausf\u00e4lle zur\u00fcck zu kommen.<\/p>\n<p>Sinnvoll ist das pr\u00fcfen auf zur\u00fcckgehaltene Pakete. Sie werden nicht aktualisiert und funktionieren nach dem Upgrade ggf. nicht mehr. Dar\u00fcber hinaus k\u00f6nnen sie mit der Zeit zum Sicherheitsrisiko werden. Existieren keine, ist die folgende Ausgabe leer. Andernfalls sollte das ignorieren mit <code class=\"\" data-line=\"\">sudo apt-mark unhold &lt;Paketname&gt;<\/code> abgeschaltet werden.<\/p>\n<pre class=\"wp-block-prismatic-blocks\"><code class=\"language-bash\" data-line=\"\">sudo apt-mark showhold<\/code><\/pre>\n<p>Anschlie\u00dfend alle Pakete auf die aktuellste stabile Version aktualisieren (m\u00f6glicherweise ist danach ein Neustart n\u00f6tig):<\/p>\n<pre class=\"wp-block-prismatic-blocks\"><code class=\"language-bash\" data-line=\"\">sudo apt update\nsudo apt upgrade<\/code><\/pre>\n<p>Zu guter Letzt noch sicherstellen, dass gen\u00fcgend freier Speicherplatz vorhanden ist. Ubuntu macht keine exakten Vorgaben. Je nach installierter Software m\u00fcssen einige Gigabyte an Daten heruntergeladen sowie entpackt werden.<\/p>\n<pre class=\"wp-block-prismatic-blocks\"><code class=\"language-bash\" data-line=\"\">$ df -h \/\nFilesystem      Size  Used Avail Use% Mounted on\n\/dev\/sda1        38G  6.8G   29G  19% \/<\/code><\/pre>\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><\/h2>\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Upgrade durchf\u00fchren<\/h2>\n<p>Als letzten Schritt vor dem Upgrade zeigt <code class=\"\" data-line=\"\">do-release-upgrade -c<\/code> an, welche neuen Versionen verf\u00fcgbar sind:<\/p>\n<pre class=\"wp-block-prismatic-blocks\"><code class=\"language-bash\" data-line=\"\">$ do-release-upgrade -c\nChecking for a new Ubuntu release\nNew release &#039;24.04.1 LTS&#039; available.<\/code><\/pre>\n<p>Das Ubuntu 22.04.5 LTS System kann also auf 24.04 LTS aktualisiert werden, wobei f\u00fcr 24.04 bereits das erste <em>point release<\/em> erschienen ist. Wir gehen also direkt auf 24.04.1 und sparen uns damit die Installation der Updates innerhalb von 24.04, welche seit 24.04(.0) erschienen sind. Es ist empfehlenswert, zuvor einen Blick in die Neuerungen\/\u00c4nderungen zu werfen &#8211; zumindest eine Zusammenfassung.<sup data-fn=\"90b21fe6-aee1-47ad-8522-f49f5da6a0b8\" class=\"fn\"><a href=\"#90b21fe6-aee1-47ad-8522-f49f5da6a0b8\" id=\"90b21fe6-aee1-47ad-8522-f49f5da6a0b8-link\">5<\/a><\/sup><\/p>\n<p>Zum Einspielen k\u00f6nnt ihr auf grafischen Systemen warten, bis euch ein Popup das Upgrade anbietet.<sup data-fn=\"e6d0d675-796f-4267-9690-69c4b6bb96bb\" class=\"fn\"><a href=\"#e6d0d675-796f-4267-9690-69c4b6bb96bb\" id=\"e6d0d675-796f-4267-9690-69c4b6bb96bb-link\">6<\/a><\/sup> Das Werkzeug <code class=\"\" data-line=\"\">do-release-upgrade<\/code> k\u00fcmmert sich um das gesamte Upgrade per Kommandozeile. Ihr k\u00f6nnt es auf Servern nutzen und auch um es auf Desktops h\u00e4ndisch zu starten, bevor es angeboten wird. Es muss als root ohne <code class=\"\" data-line=\"\">-c<\/code> ausgef\u00fchrt werden, etwa mit <code class=\"\" data-line=\"\">sudo do-release-upgrade<\/code> als normaler Benutzer. Einige Informationen zur neuen Version werden angezeigt. Die kennt ihr durch das Pr\u00fcfen der Release Notes bereits, sodass mit y fortgefahren werden kann.<\/p>\n<p>Beim Aufruf \u00fcber eine SSH-Sitzung startet es einen zweiten SSH-Dienst auf Port 1022. Die M\u00f6glichkeiten im Fehlerfalle einzugreifen, sind bei SSH begrenzt. \u00dcber die zweite Instanz soll verhindert werden, dass man gar nicht mehr an das System kommt. Gegebenenfalls ist daf\u00fcr eine Ausnahme in der Firewall notwendig. Best\u00e4tigt mit <strong>[ENTER]<\/strong> zum Fortfahren.<\/p>\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><a href=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/ubuntu-upgrade-ssh.avif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"697\" height=\"342\" src=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/ubuntu-upgrade-ssh.avif\" alt=\"\" class=\"wp-image-14191\" srcset=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/ubuntu-upgrade-ssh.avif 697w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/ubuntu-upgrade-ssh-300x147.jpg 300w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/ubuntu-upgrade-ssh-640x314.jpg 640w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/ubuntu-upgrade-ssh-346x170.jpg 346w\" sizes=\"auto, (max-width: 697px) 100vw, 697px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n<p>Habt ihr einen eigenen Spiegelserver eingetragen, fragt der Assistent, ob er die Eintr\u00e4ge auf die neue Version aktualisieren soll. Bei virtuellen Servern ist das ggf. unwissend der Fall. Manche Hoster wie z.B. Hetzner betreiben eigene Spiegelserver, um den externen Datenverkehr zu reduzieren. Dies ist bei einer Standard-Installation mit den offiziellen Installationsmedien nicht der Fall. Um die aktuellen Pakete der neuen Version zu bekommen, muss hier mit <strong>y<\/strong> best\u00e4tigt werden.<\/p>\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><a href=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/ubuntu-no-mirrors.avif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"731\" height=\"632\" src=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/ubuntu-no-mirrors.avif\" alt=\"\" class=\"wp-image-14192\" srcset=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/ubuntu-no-mirrors.avif 731w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/ubuntu-no-mirrors-300x259.jpg 300w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/ubuntu-no-mirrors-416x360.jpg 416w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/ubuntu-no-mirrors-197x170.jpg 197w\" sizes=\"auto, (max-width: 731px) 100vw, 731px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n<p>Unmittelbar vor dem Upgrade wird eine Zusammenfassung angezeigt, was an den Paketen konkret ver\u00e4ndert wird. Mit <strong>d<\/strong> lassen sich die Namen der Pakete anzeigen. Wird der Vorgang mit <strong>y<\/strong> gestartet, darf er nicht unterbrochen werden! Sonst kann eine kaputte Installation entstehen. Notebooks sollte man daher vorsorglich ans Stromnetz anschlie\u00dfen.<\/p>\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><a href=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/ubuntu-summary-before-upgrade.avif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"699\" height=\"388\" src=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/ubuntu-summary-before-upgrade.avif\" alt=\"\" class=\"wp-image-14197\" srcset=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/ubuntu-summary-before-upgrade.avif 699w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/ubuntu-summary-before-upgrade-300x167.jpg 300w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/ubuntu-summary-before-upgrade-640x355.jpg 640w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/ubuntu-summary-before-upgrade-306x170.jpg 306w\" sizes=\"auto, (max-width: 699px) 100vw, 699px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n<p>W\u00e4hrenddessen erscheinen m\u00f6glicherweise Nachfragen, etwa zum Tastaturlayout. Oder was mit ge\u00e4nderten (systemweiten) Konfigurationsdateien passieren soll. Hier schaue ich mir erst mal mit <strong>D<\/strong> zun\u00e4chst die Unterschiede an. M\u00f6glicherweise sind neue Direktiven enthalten, wie im folgenden Beispiel. Auf virtuellen Servern gr\u00f6\u00dferer Hoster kann das pasiseren, weil sie eigene, angepasste Betriebssystemabbilder anbieten. Hetzner z.B. hat einen eigenen NTP-Server zur Synchronisation der Uhrzeit eingetragen. Dadurch weicht die Konfigurationsdatei <strong>\/etc\/systemd\/timesyncd.conf<\/strong> von der ab, die standardm\u00e4\u00dfig im Softwarepaket enthalten ist.<\/p>\n<p>Im Zweifel sollte mit N die lokal vorhandene Version behalten werden, um nichts zu \u00fcberschreiben (<strong>[Enter]<\/strong> oder <strong>N<\/strong>).\r\n<strong>Tipp: Nutzt nach M\u00f6glichkeit nicht die globale Konfigurationsdatei, sondern zus\u00e4tzliche eigene, um solche Konflikte zu vermeiden! Beispiel: F\u00fcr zus\u00e4tzliche Paketquellen eigene Dateien unter <code class=\"\" data-line=\"\">\/etc\/apt\/sources.list.d<\/code> anlegen, statt direkt <code class=\"\" data-line=\"\">\/etc\/apt\/sources.list<\/code> zu erweitern.<\/strong><\/p>\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><a href=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/conf-diff.avif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"590\" height=\"462\" src=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/conf-diff.avif\" alt=\"\" class=\"wp-image-14199\" srcset=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/conf-diff.avif 590w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/conf-diff-300x235.jpg 300w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/conf-diff-460x360.jpg 460w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/conf-diff-217x170.jpg 217w\" sizes=\"auto, (max-width: 590px) 100vw, 590px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n<p>Generell ist die Software sehr zur\u00fcckhaltend, was automatische \u00c4nderungen angeht und fragt dementsprechend mehrmals nach Best\u00e4tigung. Etwa auch vor der Entfernung der nicht mehr ben\u00f6tigten\/unterst\u00fctzen Pakete. Ihr solltet daher zumindest mit einem Auge einen Blick darauf halten.<\/p>\n<p>Nach dem Abschluss muss das System neu gestartet werden (wieder durch Best\u00e4tigung mit <strong>y<\/strong>):<\/p>\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><a href=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/ubuntu-upgrade-finished.avif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"482\" height=\"188\" src=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/ubuntu-upgrade-finished.avif\" alt=\"\" class=\"wp-image-14204\" srcset=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/ubuntu-upgrade-finished.avif 482w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/ubuntu-upgrade-finished-300x117.jpg 300w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/ubuntu-upgrade-finished-436x170.jpg 436w\" sizes=\"auto, (max-width: 482px) 100vw, 482px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n<p>Nun sollte die neue Ubuntu-Version starten. Ihr k\u00f6nnt das wie oben beschrieben verifizieren und mit den zuvor in eine Textdatei geschriebenen alten Versionen abgleichen:<\/p>\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><a href=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/ubuntu-upgrade-diff.avif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"767\" height=\"273\" src=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/ubuntu-upgrade-diff.avif\" alt=\"\" class=\"wp-image-14205\" srcset=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/ubuntu-upgrade-diff.avif 767w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/ubuntu-upgrade-diff-300x107.jpg 300w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/ubuntu-upgrade-diff-640x228.jpg 640w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/ubuntu-upgrade-diff-478x170.jpg 478w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 100vw, 767px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n<p>Oder grafisch \u00fcber die bekannte Systeminfo in den Einstellungen:<\/p>\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><a href=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/ubuntu-2410-ver.avif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"770\" height=\"635\" src=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/ubuntu-2410-ver.avif\" alt=\"\" class=\"wp-image-14216\" srcset=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/ubuntu-2410-ver.avif 770w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/ubuntu-2410-ver-300x247.jpg 300w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/ubuntu-2410-ver-768x633.jpg 768w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/ubuntu-2410-ver-437x360.jpg 437w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/ubuntu-2410-ver-206x170.jpg 206w\" sizes=\"auto, (max-width: 770px) 100vw, 770px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Nacharbeiten<\/h2>\n<p>S\u00e4mtliche Drittanbieter-Repos in <code class=\"\" data-line=\"\">\/etc\/apt\/sources.list.d\/<\/code> und <code class=\"\" data-line=\"\">\/etc\/apt\/sources.list<\/code> werden vor dem Upgrade automatisch deaktiviert. Solltet ihr externe Repos eingebunden haben, m\u00fcsst ihr diese nun mit einem Texteditor \u00fcberarbeiten. Sofern sie f\u00fcr die neue Ubuntu-Version angeboten werden, sind die Eintr\u00e4ge auf den Codename zu aktualisieren. Falls nicht, existieren m\u00f6glicherweise andere Wege zur Bereitstellung &#8211; etwa AppImage oder Flatpack. Wer nur die Standard-Repos nutzt, ist an dieser Stelle bereits fertig und kann sich \u00fcber ein reibungsloses Upgrade freuen.<\/p>\n<h2 class=\"wp-block-heading\">So funktioniert ein Upgrade technisch<\/h2>\n<p>Mir ist es ja ein Anliegen, dass man nicht blind irgendwelche Befehle ausf\u00fchrt oder zusammen kopiert. Sondern ein grundlegendes Verst\u00e4ndnis hat, was dabei passiert. Ansonsten ist man sp\u00e4testens dann aufgeschmissen, wenn mal etwas schief gehen sollte. Wer nicht wei\u00df was passiert, hat keine Ahnung, wo er zur Fehlersuche ansetzen soll. Ein Standard-Ubuntu bezieht seine Software aus APT-Paketen und Snaps. Das Meiste kommt von APT, weil das Format seit Jahrzehnten existiert.<\/p>\n<p>Die Standard-Paketquellen sind in <code class=\"\" data-line=\"\">\/etc\/apt\/sources.list<\/code> eingetragen,<sup data-fn=\"d677c98c-f865-4c5a-b0a7-e790ed1b99ac\" class=\"fn\"><a href=\"#d677c98c-f865-4c5a-b0a7-e790ed1b99ac\" id=\"d677c98c-f865-4c5a-b0a7-e790ed1b99ac-link\">7<\/a><\/sup> ein Beispiel:<\/p>\n<pre class=\"wp-block-prismatic-blocks\"><code class=\"language-bash\" data-line=\"\">deb https:\/\/de.archive.ubuntu.com\/ubuntu jammy main restricted<\/code><\/pre>\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>deb<\/strong> ist der Typ &#8211; es existieren <strong>deb<\/strong> f\u00fcr Bin\u00e4rpakete, die Nutzer in der Regel m\u00f6chten. Dazu <strong>deb-<\/strong>src f\u00fcr den Quellcode der Pakete zum selbst kompilieren (eher f\u00fcr Entwickler und Power-Nutzer).<\/li>\n<li>Es folgt die Adresse zum Spiegelserver. Standardm\u00e4\u00dfig liegen diese auf ubuntu.com. Grunds\u00e4tzlich sind auch andere und eigene m\u00f6glich.<\/li>\n<li><strong>jammy<\/strong> ist der Archivname und beginnt immer mit der Ubuntu-Version, <strong>jammy<\/strong> entspricht 22.04.<sup data-fn=\"00e7ed91-4ce8-41b0-a49d-6f2aa4d9c792\" class=\"fn\"><a href=\"#00e7ed91-4ce8-41b0-a49d-6f2aa4d9c792\" id=\"00e7ed91-4ce8-41b0-a49d-6f2aa4d9c792-link\">8<\/a><\/sup> Es existieren weitere Archive: Der Zusatz <strong>-security<\/strong> (z.B. <strong>jammy-security<\/strong>) enth\u00e4lt beispielsweise wichtige Sicherheitskorrekturen, da das Archiv einer Version nach der Ver\u00f6ffentlichung nicht mehr ver\u00e4ndert wird. \u00dcber <strong>-updates<\/strong> (z.B. <strong>jammy-updates<\/strong>) verteilt Ubuntu empfohlene Aktualisierungen. Darin sind Fehler korrigiert, die weder gravierend noch sicherheitskritisch sind. Weitere existieren, die eher f\u00fcr erfahrenere Anwender Relevanz besitzen.<\/li>\n<li><strong>main<\/strong> und <strong>restricted<\/strong> sind Komponenten.<sup data-fn=\"4cbafce2-528d-49cf-964c-37559d639a6d\" class=\"fn\"><a href=\"#4cbafce2-528d-49cf-964c-37559d639a6d\" id=\"4cbafce2-528d-49cf-964c-37559d639a6d-link\">9<\/a><\/sup> Sie filtern Pakete anhand ihrer Unterst\u00fctzung (offiziell von Ubuntu vs. Community) und der Lizenzierung: <strong>main<\/strong> und <strong>universe<\/strong> stehen unter freien Lizenzen, <strong>restricted<\/strong> und <strong>multiverse<\/strong> dagegen nicht. In <strong>restricted<\/strong> sind beispielsweise propriet\u00e4re Grafikkartentreiber zu finden. Sie sind wichtig, daher unterst\u00fctzt Ubuntu sie offiziell. Allerdings nur eingeschr\u00e4nkt, weil sie keinen Zugriff auf den Quellcode haben.<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><a href=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/ubuntu-components.avif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"540\" height=\"137\" src=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/ubuntu-components.avif\" alt=\"\" class=\"wp-image-14193\" srcset=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/ubuntu-components.avif 540w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/ubuntu-components-300x76.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 540px) 100vw, 540px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n<p>Im Kern wird in diesen Eintr\u00e4gen der Codename der alten Version durch die Neue ersetzt. Beispielsweise von Ubuntu 22 (Jammy) auf 24 (Noble). Oben ist der alte Eintrag auskommentiert, er w\u00fcrde beim Upgrade ersetzt werden. Danach holt man sich per <code class=\"\" data-line=\"\">apt update<\/code> die verf\u00fcgbaren Pakete und Versionen aus den neuen Paketquellen. Schlussendlich aktualisiert <code class=\"\" data-line=\"\">apt upgrade<\/code> alle auf die neue Version f\u00fcr die Ziel-Distribution.<\/p>\n<pre class=\"wp-block-prismatic-blocks\"><code class=\"language-bash\" data-line=\"\">#deb https:\/\/de.archive.ubuntu.com\/ubuntu jammy main restricted\ndeb https:\/\/de.archive.ubuntu.com\/ubuntu noble main restricted<\/code><\/pre>\n<p>Man kann das (bei \u00e4lteren Versionen) sehen, in dem die reinen Eintr\u00e4ge (ich filtere Kommentare und leere Zeilen mit <code class=\"\" data-line=\"\">grep<\/code>) vor dem Upgrade in eine Datei schreibt und anschlie\u00dfend mit den neuen vergleicht:<\/p>\n<pre class=\"wp-block-prismatic-blocks\"><code class=\"language-bash\" data-line=\"\">grep -Ev &#039;^(#|$)&#039; \/etc\/apt\/sources.list &gt; repos-vor-upgrade.txt<\/code><\/pre>\n<p>Unter Ubuntu 24.04 ist ein direkter Vergleich nicht mehr m\u00f6glich, weil sich der Pfad und das Format der Datei ge\u00e4ndert hat.<\/p>\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Quellen<\/h2>\n<ol class=\"wp-block-footnotes\">\n<li id=\"883ab655-966f-48f3-8cc5-ed2d218ef373\">https:\/\/canonical-ubuntu-packaging-guide.readthedocs-hosted.com\/en\/latest\/explanation\/releases\/ <a href=\"#883ab655-966f-48f3-8cc5-ed2d218ef373-link\" aria-label=\"Zur Fu\u00dfnotenreferenz 1 navigieren\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"b18f9d68-ff5c-4e22-9f23-d5ddc603df8e\">https:\/\/canonical-ubuntu-packaging-guide.readthedocs-hosted.com\/en\/latest\/explanation\/releases\/#ubuntureleaselifespan <a href=\"#b18f9d68-ff5c-4e22-9f23-d5ddc603df8e-link\" aria-label=\"Zur Fu\u00dfnotenreferenz 2 navigieren\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"b274505b-ef73-4539-80f0-41fbc21981c7\">https:\/\/wiki.ubuntuusers.de\/Unterschiede_LTS_und_normale_Version\/ <a href=\"#b274505b-ef73-4539-80f0-41fbc21981c7-link\" aria-label=\"Zur Fu\u00dfnotenreferenz 3 navigieren\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"d4998860-9c81-4e99-8141-b510a023e3f4\">https:\/\/wiki.ubuntu.com\/Releases <a href=\"#d4998860-9c81-4e99-8141-b510a023e3f4-link\" aria-label=\"Zur Fu\u00dfnotenreferenz 4 navigieren\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"90b21fe6-aee1-47ad-8522-f49f5da6a0b8\">https:\/\/www.heise.de\/news\/Ubuntu-24-10-Gnome-47-neues-APT-Berechtigungsabfragen-9988380.html <a href=\"#90b21fe6-aee1-47ad-8522-f49f5da6a0b8-link\" aria-label=\"Zur Fu\u00dfnotenreferenz 5 navigieren\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"e6d0d675-796f-4267-9690-69c4b6bb96bb\">https:\/\/ubuntu.com\/tutorials\/upgrading-ubuntu-desktop#1-before-you-start <a href=\"#e6d0d675-796f-4267-9690-69c4b6bb96bb-link\" aria-label=\"Zur Fu\u00dfnotenreferenz 6 navigieren\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"d677c98c-f865-4c5a-b0a7-e790ed1b99ac\">https:\/\/wiki.ubuntuusers.de\/sources.list\/ <a href=\"#d677c98c-f865-4c5a-b0a7-e790ed1b99ac-link\" aria-label=\"Zur Fu\u00dfnotenreferenz 7 navigieren\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"00e7ed91-4ce8-41b0-a49d-6f2aa4d9c792\">https:\/\/wiki.ubuntuusers.de\/Paketquellen\/#Die-unterschiedlichen-Archive <a href=\"#00e7ed91-4ce8-41b0-a49d-6f2aa4d9c792-link\" aria-label=\"Zur Fu\u00dfnotenreferenz 8 navigieren\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"4cbafce2-528d-49cf-964c-37559d639a6d\">https:\/\/wiki.ubuntuusers.de\/Paketquellen\/#Die-Komponenten-bei-Ubuntu <a href=\"#4cbafce2-528d-49cf-964c-37559d639a6d-link\" aria-label=\"Zur Fu\u00dfnotenreferenz 9 navigieren\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Regelm\u00e4\u00dfig erscheinen neue Ubuntu-Hauptversionen, die gr\u00f6\u00dfere \u00c4nderungen an der Software mitbringen. Regul\u00e4re Versionen werden 9 Monate, LTS-Versionen f\u00fcr 5 Jahre gepflegt. Nutzer sollten sich f\u00fcr einen Intervall entscheiden und ihr Ubuntu dementsprechend aktuell halten (z.B. von 22.04 auf 24.04 LTS), um nicht die Unterst\u00fctzung zu verlieren. 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