{"id":1453,"date":"2015-06-25T03:00:37","date_gmt":"2015-06-25T02:00:37","guid":{"rendered":"https:\/\/u-labs.de\/blog\/?p=1453"},"modified":"2015-07-02T22:10:58","modified_gmt":"2015-07-02T21:10:58","slug":"warum-datensicherungen-auch-fuer-privatnutzer-wichtig-sind","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/u-labs.de\/portal\/warum-datensicherungen-auch-fuer-privatnutzer-wichtig-sind\/","title":{"rendered":"Warum Datensicherungen auch f\u00fcr Privatnutzer wichtig sind"},"content":{"rendered":"<p>Viele Privatnutzer legen bis heute kein Backup Ihrer Daten an. Als Begr\u00fcndung wird oft angegeben, das w\u00e4re eher etwas f\u00fcr gro\u00dfe Firmen und man selbst br\u00e4uchte das gar nicht. Doch weit gefehlt: Die Zeiten in der es nur einen Computer gab auf dem 2 Word-Dokumente lagen die ohnehin schon etwas \u00e4lter und daher bei einem Verlust verschmerzbar w\u00e4ren sind vorbei. Heutzutage gibt es immer mehr Daten mit steigender Tendenz.<\/p>\n<p>Ein gutes Beispiel sind Bilder: Digitales fotografieren ist nicht zuletzt dank Smartphones zur Normalit\u00e4t geworden. Sicher haben diese Daten keinen finanziellen Wert wie etwa die Kundendaten einer Bank. Daf\u00fcr jedoch einen hohen, wenn nicht sogar unbezahlbaren pers\u00f6nlichen. Es sind einmalige Erinnerungen, die sich m\u00f6glicherweise nicht wiederholen lassen &#8211; Beispielsweise weil betroffene Personen weiter weggezogen sind oder Streit ausgebrochen ist. Aber auch ein Student, der Monatelang an seiner Doktorarbeit schreibt hat ein berechtigtes Interesse, seine Arbeit zu sichern.<\/p>\n<h3>Wie Daten <i>verloren<\/i> gehen k\u00f6nnen<\/h3>\n<p>Bevor man sich vor einer drohenden Gefahr sch\u00fctzt, muss man nat\u00fcrlich erst mal wissen worin diese \u00fcberhaupt besteht. Es gibt verschiedene allt\u00e4gliche Situationen, in denen Datenverlust drohen kann.<\/p>\n<p><b>Hardwaredefekte<\/b>: Speichermedien sind normale Verschlei\u00dfteile und nicht f\u00fcr die Ewigkeit gebaut. Sie werden irgendwann genau so ausfallen wie eine Z\u00fcndkerze im Auto. Die Daten von defekten Festplatten lassen sich meist nur durch Profis in speziellen Laboren noch retten, was schnell 4-Stellige Betr\u00e4ge und mehr kosten kann.<\/p>\n<p><b>Menschliches Versagen<\/b>: Menschen machen Fehler &#8211; Keine \u00dcberraschung also, dass sie trotz einwandfrei funktionierenden Computern manchmal selbst Probleme verursachen und Daten beispielsweise versehentlich l\u00f6schen oder \u00fcberschreiben. Im schlimmsten Fall wird der Fehler nicht mal gleich bemerkt, sondern erst Tage oder gar Wochen sp\u00e4ter.<\/p>\n<p><b>\u00c4u\u00dfere Einfl\u00fcsse<\/b>: Manche Dinge sind nicht vorhersehbar, etwa ein Rohrbruch oder ein starkes Unwetter. Vielleicht wurde auch nur das Stromkabel des Laptops etwas ung\u00fcnstig verlegt, und jemand stopert dar\u00fcber. Oder die Jeans wird versehentlich zusammen mit Smartphone gewaschen. All das sind allt\u00e4gliche Ungl\u00fccke und Missgeschicke, die passieren k\u00f6nnen und Daten auf den betroffenen Ger\u00e4ten gef\u00e4hrden.<\/p>\n<p><b>Diebstahl\/Verlust<\/b>: Insbesondere bei Mobilger\u00e4ten eine gro\u00dfe Gefahr, dass sie irgendwo liegen gelassen werden oder man sogar beklaut wird.<\/p>\n<p><b>Schadsoftware<\/b>: Im Internet kursiert Schadsoftware, die bei einer Infektion pers\u00f6nliche Daten des Benutzers verschl\u00fcsselt. Angeblich erh\u00e4lt der Betroffene das Passwort zur Entschl\u00fcsselung, wenn er daf\u00fcr zahlt. Wer sich beugt, sieht aber nicht selten Daten und Geld nie wieder.<\/p>\n<h3>Wohin mit den Sicherungen?<\/h3>\n<p>Grunds\u00e4tzlich gilt: An je mehr physisch verschiedenen Orten Backups aufbewahrt werden, um so sicherer sind diese. Im privaten Bereich reicht es aber v\u00f6llig aus, die Daten auf einem externen Laufwerk sowie zumindest besonders wichtige Daten zus\u00e4tzlich in einer Cloud zu sichern. So sind diese auch dann nicht verloren, wenn der gesamte PC mitsamt m\u00f6glicherweise angeschlossenen Laufwerken lahmgelegt ist, etwa durch einen Kurzschluss.<\/p>\n<h3>Die Backup-Strategie<\/h3>\n<p>Welche Daten werden nach welchem Schema wie oft gesichert? Nun das h\u00e4ngt davon ab, wie relevant die Daten sind und wie h\u00e4ufig sich diese ver\u00e4ndern. Grunds\u00e4tzlich besser zu h\u00e4ufig als zu selten, da so im Schadensfall der Verlust minimiert wird. Denn die Zeitspanne zwischen dem letzten Backup und Ausfall ist verloren. 1-2x die Woche d\u00fcrfte f\u00fcr Gelegenheitsnutzer meist ausreichend sein.<\/p>\n<p>Gerade bei umfangreicheren Daten bieten sich inkrementelle Backups an, um den Backupvorgang kurz und die Datengr\u00f6\u00dfe m\u00f6glichst niedrig zu halten. Dabei werden in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden alle Daten gesichert, danach jedoch nur diejenigen, welche sich seit der letzten Sicherung ge\u00e4ndert haben. In Kombination mit Cloudspeichern und nicht zu langsamen Internetverbindungen kann man hier die Zeitspanne zwischen den Backups verk\u00fcrzen und beispielsweise t\u00e4glich eine Datensicherung anlegen.<\/p>\n<h3>Backups in der Cloud<\/h3>\n<p>Angepriesen werden sie als sichere Wolken, doch die Realit\u00e4t sieht anders aus: Durch grobe Fahrl\u00e4ssigkeit der Anbieter erhalten unbefugte dritte Zugang zu privaten Daten. Und auch Geheimdienste schn\u00fcffeln und missbrauchen was das Zeug h\u00e4lt. Man sollte daher nicht nur amerikanische Firmen meiden sodass Deutsches Recht f\u00fcr die eigenen Daten g\u00fcltig ist, sondern diese auch unbedingt vor dem hochladen verschl\u00fcsseln. Bew\u00e4hrte, starke Verschl\u00fcsselungsalgorithmen wie AES-256 stellen sicher, dass niemand unbefugtes Zugriff auf die eigenen Datensicherungen erh\u00e4lt. Entsprechende Programme wie Duplicati legen automatisch in festgelegten Zeitabst\u00e4nden Backups an und k\u00f6nnen sie verschl\u00fcsselt speichern sowie bei verschiedenen Cloud-Speicherdiensten hochladen.<\/p>\n<p>Per se sind Cloud-Speicherdienste n\u00e4mlich nicht schlecht, wenn man sie richtig einsetzt: Die Daten liegen in einem Rechenzentrum, wo sie in der Regel gut gesch\u00fctzt und redundant gespeichert werden. Die Wahrscheinlichkeit, dass Backups hier abhanden kommen, ist sehr gering. Zumal bei kostenpflichtigen Angeboten teilweise auch noch Backups angelegt werden k\u00f6nnen &#8211; Also eine zus\u00e4tzliche Sicherung von der Sicherung.<\/p>\n<h3>Nicht vergessen: Integrit\u00e4t regelm\u00e4\u00dfig pr\u00fcfen<\/h3>\n<p>Einer der h\u00e4ufigsten Fehler besteht darin, dass Backups einmal eingerichtet und danach nie wieder angefasst werden. Dass das fatal ist zeigt sich meist leider erst wenn man sie braucht: Dann stellt sich heraus, dass die Sicherungen unvollst\u00e4ndig sind oder im schlimmsten Falle seit l\u00e4ngerem gar nicht oder nur teilweise durchgef\u00fchrt werden. Ist man auf die Backups angewiesen hat man in der Situation ein gro\u00dfes Problem.<\/p>\n<p>Aus diesem Grund sollte regelm\u00e4\u00dfig \u00fcberpr\u00fcft werden, ob das Backup korrekt abl\u00e4uft und die gesicherten Dateien vollst\u00e4ndig sind. Am besten funktioniert dies, wenn man versucht anhand der Sicherungen seine Daten wiederherzustellen. Wie h\u00e4ufig dies geschehen sollte h\u00e4ngt wiederum von Anzahl und Relevanz der Daten ab. Alle paar Monate sollte f\u00fcr Durchschnittsnutzer ausreichen, wobei h\u00e4ufiger nat\u00fcrlich besser ist.<\/p>\n<h3>Fazit<\/h3>\n<p>Jeder der Daten auf seinem PC, Laptop oder Smartphone gespeichert hat auf die er nicht ohne mit der Wimper zu zucken verzichten kann, sollte sich mit dem Thema Datensicherung besch\u00e4ftigt haben. Dieser Artikel bietet einen ersten Einstieg in das Thema und erkl\u00e4rt, wie man es besser machen kann.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Viele Privatnutzer legen bis heute kein Backup Ihrer Daten an. Als Begr\u00fcndung wird oft angegeben, das w\u00e4re eher etwas f\u00fcr gro\u00dfe Firmen und man selbst br\u00e4uchte das gar nicht. 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