{"id":15388,"date":"2025-07-10T22:20:08","date_gmt":"2025-07-10T20:20:08","guid":{"rendered":"https:\/\/u-labs.de\/portal\/?p=15388"},"modified":"2025-07-10T23:34:37","modified_gmt":"2025-07-10T21:34:37","slug":"limux-crasht-ballmers-skiurlaub","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/u-labs.de\/portal\/limux-crasht-ballmers-skiurlaub\/","title":{"rendered":"Wegen diesem Linux unterbrach Microsofts CEO seinen Skiurlaub"},"content":{"rendered":"<p>Microsoft hat gro\u00dfe Angst vor GNU\/Linux. So gro\u00df, dass der fr\u00fchere Firmenchef Steve Ballmer deswegen seinen Urlaub unterbrach &#8211; und mit Millionenbetr\u00e4gen um sich warf. Die Verbreitung von freier Software sollte um jeden Preis verhindert werden. Was bereits fragw\u00fcrdig klingt, ist <em>nur<\/em> ein Teil in einer Schmutzkampagne des Konzerns: Hauptsache Windows zusammen mit weiterer propriet\u00e4rer Software des Konzerns, lautet das Ziel von Microsoft.<\/p>\n<h2 class=\"wp-block-heading\">M\u00fcnchen will sich erstmals aus den Fesseln befreien<\/h2>\n<p>Einer der bis heute reichsten Bosse in der Tech-Industrie l\u00e4sst im Urlaub alles stehen und liegen, um eine Dienstreise anzutreten. Wie konnte es dazu kommen? Ausgel\u00f6st hatte das Christian Ude (SPD): Ab 1993 wurde er in M\u00fcnchen zum Oberb\u00fcrgermeister gew\u00e4hlt sowie dreimal wiedergew\u00e4hlt. Obwohl er nicht aus der IT stammt, machte er die Bayrische Landeshauptstadt zu einem weltweit angesehen IT-Pioneer. <\/p>\n<p>2002 (bzw. erweitert 2004) stellte Microsoft die Unterst\u00fctzung f\u00fcr Windows NT 4.0 ein. Windows-Nutzer waren gezwungen, auf den Nachfolger Windows 2000 zu wechseln. Doch dieser hatte die Hardwareanforderungen stark erh\u00f6ht.<sup data-fn=\"0c8130ae-89f6-4130-890b-a41e460f1119\" class=\"fn\"><a href=\"#0c8130ae-89f6-4130-890b-a41e460f1119\" id=\"0c8130ae-89f6-4130-890b-a41e460f1119-link\">1<\/a><\/sup> Neben neuen Lizenzen h\u00e4tte die Stadt funktionierende Computer austauschen m\u00fcssen. Bei 14.000 PCs eine hohe Summe. Christian Ude \u00e4rgerte sich, vom Konzern dazu gezwungen zu werden und sah Machtmissbrauch.<\/p>\n<p>Er startete 2001 ein Projekt, um Alternativen zu analysieren. GNU\/Linux lag bereits damals gleich auf. Bei manchen Preisvergleichen war Microsoft g\u00fcnstiger. M\u00fcnchens damaliger Oberb\u00fcrgermeister entschied sich bewusst f\u00fcr ein freies statt propriet\u00e4res Betriebssystem: Ihm wurde die Abh\u00e4ngigkeit von einem Gro\u00dfkonzern bewusst. Eben so die Datensicherheit, welche bei Windows &amp; co. bereits damals umstritten war. Damit fiel die Entscheidung: Bayerns Hauptstadt m\u00f6chte die Microsoft-Abh\u00e4ngigkeit massiv reduzieren &#8211; quelloffene Software soll bevorzugt eingesetzt werden.<sup data-fn=\"3d67c490-9482-4efa-a35f-ee66ee10ed5b\" class=\"fn\"><a href=\"#3d67c490-9482-4efa-a35f-ee66ee10ed5b\" id=\"3d67c490-9482-4efa-a35f-ee66ee10ed5b-link\">2<\/a><\/sup><\/p>\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Microsoft ist alarmiert: M\u00fcnchen st\u00fcnde &#8222;vor einer katastrophalen Fehlentscheidung&#8220;<\/h2>\n<p>LiMux war bis dahin der gr\u00f6\u00dfte Wechsel von propriet\u00e4rer zu freier Software in der gesamten \u00f6ffentlichen Verwaltung einer Stadt. Wie jeder (Ex-) Microsoft Nutzer sicher best\u00e4tigen kann, sind dem Konzern seine Kunden sehr wichtig. Na gut, es gibt schwere Sicherheitsm\u00e4ngel, G\u00e4ngelungen, Werbung, Preiserh\u00f6hungen und so weiter. Aber das geschieht nat\u00fcrlich alles nur zu eurem Besten! Der <em>gemeinn\u00fctzige Konzern<\/em> sah, dass M\u00fcnchen aus diesem Schutzschirm ausbrechen wollte. Das war aus Sicht des Konzerns ein Skandal.<\/p>\n<p>Um seinen Kunden zu &#8222;sch\u00fctzen&#8220;, lie\u00df Steve Ballmer alles stehen und liegen: Von der Ski-Piste reiste er nach M\u00fcnchen und &#8222;sprang&#8220; in Herrn Udes B\u00fcro umher. Als guter Verk\u00e4ufer betonte Ballmer, wie sch\u00f6n M\u00fcnchen ist. Doch er war gekommen, um die Stadt &#8222;vor einer katastrophalen Fehlentscheidung&#8220; zu bewahren. Udes war unbeeindruckt. Steve Ballmer \u00fcberbot sich mehrfach mit Beigaben sowie Rabatten in Millionenschritten. Am Ende des Gespr\u00e4chs stand ein beachtlicher Rabatt von rund 35%, eine Summe im 2-Stelligen Millionenbereich. <\/p>\n<h2 class=\"wp-block-heading\">M\u00fcnchen h\u00e4lt massivem Lobby-Druck statt<\/h2>\n<p>Auch der bekannte Microsoft-Gr\u00fcnder Bill Gates besuchte den Oberb\u00fcrgermeister und versuchte, ihn zu \u00fcberreden. Er war Fassungslos und bezeichnete den Wechsel als &#8222;widersinnig&#8220; und &#8222;Ideologie&#8220;. Gates verstand \u00fcberhaupt nicht, dass seine Kunden von ihm abh\u00e4ngig sind &#8211; dies sei &#8222;Unsinn&#8220;. <\/p>\n<p>Trotz aller Rabattschlachten war es keine Option, bei Microsoft zu bleiben. Schlie\u00dflich ist dies nicht nur eine finanzielle, sondern vor allem eine strategische Entscheidung gewesen. M\u00fcnchen zog den Wechsel durch und stellte tausende PCs um.<sup data-fn=\"44c3d73b-ceaa-497f-8f2c-bc76083d2919\" class=\"fn\"><a href=\"#44c3d73b-ceaa-497f-8f2c-bc76083d2919\" id=\"44c3d73b-ceaa-497f-8f2c-bc76083d2919-link\">3<\/a><\/sup> Es war ein Mammutprojekt, die \u00fcber Jahrzehnte <em>historisch gewachsene<\/em> Microsoft Monokultur auf GNU\/Linux umzustellen. Dennoch gelang es. Jahrelang war Windows verbannt, die Unabh\u00e4ngigkeit schien gesichert.<\/p>\n<h2 class=\"wp-block-heading\">CSU &amp; SPD wettern ohne Argumente &amp; mit Vorwand gegen GNU\/Linux<\/h2>\n<p>2014 kam es zum Politikwechsel: Die CSU ist wieder in der Regierung. Und griff quelloffene Software scharf an &#8211; ohne Gr\u00fcnde zu nennen, warum die genannten Probleme angeblich durch sie verursacht worden seien.<sup data-fn=\"0092478c-5d30-43b4-be69-c19ee2516eb9\" class=\"fn\"><a href=\"#0092478c-5d30-43b4-be69-c19ee2516eb9\" id=\"0092478c-5d30-43b4-be69-c19ee2516eb9-link\">4<\/a><\/sup> Es ist offensichtlich, dass es bei dieser Debatte nicht um berechtigte Kritik an FOSS ging. Die CSU wollte mit aller Gewalt Steuergelder zu einem Monopolisten flie\u00dfen lassen und dabei dessen Abh\u00e4ngigkeit bewusst in Kauf nehmen. Daf\u00fcr suchte man populistische Vorw\u00e4nde.<\/p>\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Sachfremde Einzelmeinung: &#8222;keine verh\u00e4ngnisvolle Rolle r\u00fcckw\u00e4rts&#8220;<\/h2>\n<p>Noch im Sommer 2014 ist keine Rolle R\u00fcckw\u00e4rts zu Microsoft auch nur \u00f6ffentlich im Gespr\u00e4ch gewesen. Im Gegenteil: SPD, Gr\u00fcne und sogar die CSU schlossen damals einen Wechsel zur\u00fcck sogar ausdr\u00fccklich aus. Ger\u00fcchte zu einer R\u00fcckkehr wurden als unbest\u00e4tigte Theorien abgetan. Man war sich einig, dass es mit GNU\/Linux &amp; anderer freier\/quelloffener Software zu Problemen kommen kann, wie mit jeder Software. Diese wolle man l\u00f6sen und die Plattform verbessern. Otto Seidl (IT-Experte aus der CSU-Fraktion) kritisierte die Kritik des zweiten B\u00fcrgermeisters aus seiner Partei scharf als &#8222;sachfremde Einzelmeinung&#8220;.<\/p>\n<p>Florian Roth, Fraktionsvorsitzender der Gr\u00fcnen, stellte fest:<\/p>\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Es ist leider \u00fcblich geworden, alle M\u00e4ngel und Wartezeiten in der st\u00e4dtischen Verwaltung auf die LiMux-Umstellung zu schiebe<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Die bisherige Stadtspitze unter Rot-Gr\u00fcn betonte, dieses &#8222;modellhafte Projekt offener Software immer vorangetrieben und unterst\u00fctzt&#8220; zu haben. Man zeigt sich besorgt \u00fcber OB Reiter und sein Vize-B\u00fcrgermeister. Es wurde gehofft, dass die beiden &#8222;keine verh\u00e4ngnisvolle Rolle r\u00fcckw\u00e4rts&#8220; planen. FDP und Piraten standen ebenfalls geschlossen hinter LiMux. Die zwei B\u00fcrgermeister stehen mit ihrer radikalen und unbegr\u00fcndeten Kritik an LiMux alleine da, so schien es.<sup data-fn=\"b17132ad-f3e2-4957-b1b1-3ae94a133386\" class=\"fn\"><a href=\"#b17132ad-f3e2-4957-b1b1-3ae94a133386\" id=\"b17132ad-f3e2-4957-b1b1-3ae94a133386-link\">5<\/a><\/sup><\/p>\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Mit CSU &amp; SPD heimlich zur\u00fcck ins teure Gef\u00e4ngnis<\/h2>\n<p>Doch solche Fakten scheinen f\u00fcr Geld- und Machteile Politiker \u00fcberbewertet zu sein. Deren Meinung, dass GNU\/Linux schuld sei, stand ja schon vorher fest. Wer einen Hammer in der Hand h\u00e4lt, macht selbst Schrauben zum Nagel. Die beiden B\u00fcrgermeister von CSU &amp; SPD setzten sich, zusammen mit Microsofts Lobbyarbeit, 2017 durch: Der Stadtrat beschloss mit den Stimmen beider Parteien den Wechsel zur\u00fcck zum propriet\u00e4ren Monopolisten. Entgegen aller Fakten. Besonders dreist: Der Wechsel wurde in nur einem Absatz versteckt. Urspr\u00fcnglich ging es um eine IT-Neuorganisation.<sup data-fn=\"06321fcc-6ddb-40de-be4d-d46acce3b5e0\" class=\"fn\"><a href=\"#06321fcc-6ddb-40de-be4d-d46acce3b5e0\" id=\"06321fcc-6ddb-40de-be4d-d46acce3b5e0-link\">6<\/a><\/sup><\/p>\n<p>Zus\u00e4tzliche Kosten in einem erheblichen, mindestens 2-Stelligen Millionenbereich? Irrelevant, zahlen ja die Steuerzahler. Die Preiserh\u00f6hungen in Zukunft auch. Abh\u00e4ngigkeit von einem Quasi-Monpolisten? F\u00fcr kapitalistisch motivierte Politiker ein Bonus: Sie k\u00f6nnen nach der Politik dort um einen hochbezahlten <em>Beraterjob<\/em> Betteln. Will ja schlie\u00dflich keiner mit nur ~10.000\u20ac Di\u00e4ten pro Monat <em>verhungern<\/em>. Massives unn\u00f6tiges Datensammeln in Microsoft-Software, Datenschutzprobleme? Unwichtiges Detail, wenn es um Macht geht.<\/p>\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Technische Aspekte? Egal, wir wollen Lobbyarbeit!<\/h2>\n<p>Das Gutachten umfasste neben einer Bestandsanalyse auch Handlungsempfehlungen. Es riet etwa dazu, Betriebssystem und Anwendungen zu entkoppeln. Eine weise Empfehlung, die heute kein ernst zu nehmender ITler mehr anzweifelt. Dazu empfahlen sie einen Parallelbetrieb von Windows und LiMux. Auch wurde auf rund 10.000 Vorlagen sowie 130 Makros in LibreOffice hingewiesen. Am sinnvollsten w\u00e4re daher, LibreOffice unter Windows ebenfalls zu nutzen. Schlie\u00dflich handelt es sich um eine plattform\u00fcbergreifend nutzbare Software &#8211; im Gegensatz zu Microsoft Office.<\/p>\n<p>Die Koalition wollte von diesen Empfehlungen nichts wissen: Sie will &#8222;Markt\u00fcbliche Standardprodukte&#8220;. Das verbreitetste freie Office-Paket ist f\u00fcr sie allerdings kein Teil dieser offen klingenden Formulierung. Sondern ein Synonym f\u00fcr Microsoft Office.<sup data-fn=\"55182a92-cc3b-4542-858f-8f748996a883\" class=\"fn\"><a href=\"#55182a92-cc3b-4542-858f-8f748996a883\" id=\"55182a92-cc3b-4542-858f-8f748996a883-link\">7<\/a><\/sup> Bei der Planung der Rolle R\u00fcckw\u00e4rts zeigten CSU und SPD noch radikaler, wie ignorant sie gegen\u00fcber technischen Aspekten bzw. generell Fakten sind. Sie wollten mit Gewalt Microsoft, um jeden Preis.<\/p>\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Zukunft<\/h2>\n<p>Mit den Wahlen im Fr\u00fchjahr 2020 schied die CSU aus der Landesregierung aus. Stattdessen bilden SPD und Gr\u00fcne eine Koalition. Durch den Wegfall des Quertreibers war es wieder m\u00f6glich, sich in der Regierung f\u00fcr quelloffene Software einzusetzen: Im Koalitionsvertrag einigte man sich darauf, das wo immer m\u00f6glich zu tun. Mit Stipendien f\u00fcr Entwickler soll das \u00d6kosystem unterst\u00fctzt werden.<sup data-fn=\"c1d90955-6470-42f1-ab11-2334d6a1288e\" class=\"fn\"><a href=\"#c1d90955-6470-42f1-ab11-2334d6a1288e\" id=\"c1d90955-6470-42f1-ab11-2334d6a1288e-link\">8<\/a><\/sup><\/p>\n<p>Der damalige Wechsel weg von GNU\/Linux wird bedauert. Man m\u00f6chte sich allerdings nicht derart radikal f\u00fcr freie Software einsetzen, wie es die ehemaligen B\u00fcrgermeister f\u00fcr propriet\u00e4re Microsoft-Produkte getan haben. Ein weiterer Wechsel des Betriebssystems in einem Jahrzehnt sei den Mitarbeitern nicht zuzumuten, so die IT-Referentin von den Gr\u00fcnen.<sup data-fn=\"d813b966-136d-460e-887d-92c38fc2491e\" class=\"fn\"><a href=\"#d813b966-136d-460e-887d-92c38fc2491e\" id=\"d813b966-136d-460e-887d-92c38fc2491e-link\">9<\/a><\/sup><\/p>\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Fazit<\/h2>\n<p>LiMux war ein Vorzeigeprojekt, f\u00fcr das Deutschland international beneidet wurde.<sup data-fn=\"62a96c3d-093a-4577-9db5-cd9f1470300c\" class=\"fn\"><a href=\"#62a96c3d-093a-4577-9db5-cd9f1470300c\" id=\"62a96c3d-093a-4577-9db5-cd9f1470300c-link\">10<\/a><\/sup><sup data-fn=\"90eeef1a-9907-49ba-9289-44b1280180cc\" class=\"fn\"><a href=\"#90eeef1a-9907-49ba-9289-44b1280180cc\" id=\"90eeef1a-9907-49ba-9289-44b1280180cc-link\">11<\/a><\/sup> Die Koalition aus CSU und SPD hat es zerst\u00f6rt. Bei einem derartigen Mangel an sachlichen Gr\u00fcnden und dem Ignorieren von Fakten muss von einer bewussten B\u00f6swilligkeit ausgegangen werden. Das hat nicht nur der Stadt M\u00fcnchen geschadet, sondern dem ganzen Land. Wie weit &amp; unabh\u00e4ngig k\u00f6nnten wir heute sein, wenn LiMux geblieben w\u00e4re? Und nur einen Teil der ca. 89.000.000 Euro investiert worden w\u00e4re, die f\u00fcr den Wechsel zur\u00fcck zu Microsoft verbrannt wurden?<sup data-fn=\"f0745a5f-8483-4cc1-a8ee-af7fa3aba593\" class=\"fn\"><a href=\"#f0745a5f-8483-4cc1-a8ee-af7fa3aba593\" id=\"f0745a5f-8483-4cc1-a8ee-af7fa3aba593-link\">12<\/a><\/sup><\/p>\n<p>Es ist eine Schande, dass sich bis heute Politiker f\u00fcr derartige Konzerne einsetzen. Die skrupellos ihre Kunden auf alle erdenklichen Wege g\u00e4ngeln, \u00dcberwachen und ihnen das Geld aus der Tasche ziehen. So etwas sollten wir uns nicht bieten lassen. Insbesondere nicht mit Steuergeldern &#8211; die bezahlen wir schlie\u00dflich am Ende alle! Genau deswegen muss Software in der \u00f6ffentlichen Verwaltung souver\u00e4n und transparent zug\u00e4nglich sein. Au\u00dfer die pers\u00f6nliche Gier nach Macht &amp; Geld f\u00fcr einzelne Politiker gibt es keinen sachlichen Grund, uns stattdessen von derartigen Konzernen abh\u00e4ngig zu machen.<\/p>\n<p>Die Heimlichtuerei ist ebenfalls v\u00f6llig inakzeptabel. Wie kann es sein, dass der Stadtrat eine derart umstrittene Entscheidung in einem Satz unterbringt. Und anschlie\u00dfend auch noch die massiven Kosten geheim h\u00e4lt?<sup data-fn=\"ae7f3275-ed28-4975-8f26-14c8f2f66a09\" class=\"fn\"><a href=\"#ae7f3275-ed28-4975-8f26-14c8f2f66a09\" id=\"ae7f3275-ed28-4975-8f26-14c8f2f66a09-link\">13<\/a><\/sup> Hier geht es um weit mehr, als ein paar zehntausend Euro f\u00fcr neue Schilder. Transparenz und \u00f6ffentliche Diskussionen sind wichtige Grundwerte unserer Demokratie. Sie werden von derartigen Vertuschungsversuchen mit F\u00fc\u00dfen getreten.<\/p>\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Quellen<\/h2>\n<ol class=\"wp-block-footnotes\">\n<li id=\"0c8130ae-89f6-4130-890b-a41e460f1119\"><a href=\"https:\/\/www.winhistory.de\/more\/win2000.htm#set\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">https:\/\/www.winhistory.de\/more\/win2000.htm#set<\/a> <a href=\"#0c8130ae-89f6-4130-890b-a41e460f1119-link\" aria-label=\"Zur Fu\u00dfnotenreferenz 1 navigieren\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"3d67c490-9482-4efa-a35f-ee66ee10ed5b\"><a href=\"https:\/\/www.linux-magazin.de\/ausgaben\/2019\/10\/interview-2\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">https:\/\/www.linux-magazin.de\/ausgaben\/2019\/10\/interview-2\/<\/a> <a href=\"#3d67c490-9482-4efa-a35f-ee66ee10ed5b-link\" aria-label=\"Zur Fu\u00dfnotenreferenz 2 navigieren\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"44c3d73b-ceaa-497f-8f2c-bc76083d2919\"><a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/web\/20-jahre-linux-wie-der-pinguin-nach-muenchen-kam-a-781680.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">https:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/web\/20-jahre-linux-wie-der-pinguin-nach-muenchen-kam-a-781680.html<\/a> <a href=\"#44c3d73b-ceaa-497f-8f2c-bc76083d2919-link\" aria-label=\"Zur Fu\u00dfnotenreferenz 3 navigieren\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"0092478c-5d30-43b4-be69-c19ee2516eb9\"><a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Muenchner-Buergermeister-sieht-deutliche-Schwaechen-bei-LiMux-2391735.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">https:\/\/www.heise.de\/news\/Muenchner-Buergermeister-sieht-deutliche-Schwaechen-bei-LiMux-2391735.html<\/a> <a href=\"#0092478c-5d30-43b4-be69-c19ee2516eb9-link\" aria-label=\"Zur Fu\u00dfnotenreferenz 4 navigieren\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"b17132ad-f3e2-4957-b1b1-3ae94a133386\"><a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Linux-in-Muenchen-Stadtrat-verteidigt-LiMux-gegen-Buergermeister-2262506.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">https:\/\/www.heise.de\/news\/Linux-in-Muenchen-Stadtrat-verteidigt-LiMux-gegen-Buergermeister-2262506.html<\/a> <a href=\"#b17132ad-f3e2-4957-b1b1-3ae94a133386-link\" aria-label=\"Zur Fu\u00dfnotenreferenz 5 navigieren\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"06321fcc-6ddb-40de-be4d-d46acce3b5e0\"><a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Aus-fuer-LiMux-Muenchner-Stadtrat-sagt-zum-Pinguin-leise-Servus-3626623.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">https:\/\/www.heise.de\/news\/Aus-fuer-LiMux-Muenchner-Stadtrat-sagt-zum-Pinguin-leise-Servus-3626623.html<\/a> <a href=\"#06321fcc-6ddb-40de-be4d-d46acce3b5e0-link\" aria-label=\"Zur Fu\u00dfnotenreferenz 6 navigieren\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"55182a92-cc3b-4542-858f-8f748996a883\"><a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/LiMux-Aus-in-Muenchen-Opposition-wettert-gegen-katastrophale-Fehlentscheidung-3622848.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">https:\/\/www.heise.de\/news\/LiMux-Aus-in-Muenchen-Opposition-wettert-gegen-katastrophale-Fehlentscheidung-3622848.html<\/a> <a href=\"#55182a92-cc3b-4542-858f-8f748996a883-link\" aria-label=\"Zur Fu\u00dfnotenreferenz 7 navigieren\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"c1d90955-6470-42f1-ab11-2334d6a1288e\"><a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Erneuter-Kurswechsel-Muenchen-will-moeglichst-breit-auf-Open-Source-setzen-4716098.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">https:\/\/www.heise.de\/news\/Erneuter-Kurswechsel-Muenchen-will-moeglichst-breit-auf-Open-Source-setzen-4716098.html<\/a> <a href=\"#c1d90955-6470-42f1-ab11-2334d6a1288e-link\" aria-label=\"Zur Fu\u00dfnotenreferenz 8 navigieren\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"d813b966-136d-460e-887d-92c38fc2491e\"><a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Neue-IT-Referentin-in-Muenchen-Kein-zurueck-zu-LiMux-aber-Open-Source-staerken-7191854.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">https:\/\/www.heise.de\/news\/Neue-IT-Referentin-in-Muenchen-Kein-zurueck-zu-LiMux-aber-Open-Source-staerken-7191854.html<\/a> <a href=\"#d813b966-136d-460e-887d-92c38fc2491e-link\" aria-label=\"Zur Fu\u00dfnotenreferenz 9 navigieren\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"62a96c3d-093a-4577-9db5-cd9f1470300c\"><a href=\"https:\/\/interoperable-europe.ec.europa.eu\/collection\/open-source-observatory-osor\/document\/limux-it-evolution-open-source-success-story-never\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">https:\/\/interoperable-europe.ec.europa.eu\/collection\/open-source-observatory-osor\/document\/limux-it-evolution-open-source-success-story-never<\/a> <a href=\"#62a96c3d-093a-4577-9db5-cd9f1470300c-link\" aria-label=\"Zur Fu\u00dfnotenreferenz 10 navigieren\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"90eeef1a-9907-49ba-9289-44b1280180cc\"><a href=\"https:\/\/www.ieyenews.com\/how-munich-rejected-steve-ballmer-and-kicked-microsoft-out-of-the-city\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">https:\/\/www.ieyenews.com\/how-munich-rejected-steve-ballmer-and-kicked-microsoft-out-of-the-city\/<\/a> <a href=\"#90eeef1a-9907-49ba-9289-44b1280180cc-link\" aria-label=\"Zur Fu\u00dfnotenreferenz 11 navigieren\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"f0745a5f-8483-4cc1-a8ee-af7fa3aba593\"><a href=\"https:\/\/vergabeblog.de\/2017-12-12\/muenchen-limux-aus-endgueltig-besiegelt\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">https:\/\/vergabeblog.de\/2017-12-12\/muenchen-limux-aus-endgueltig-besiegelt\/<\/a> <a href=\"#f0745a5f-8483-4cc1-a8ee-af7fa3aba593-link\" aria-label=\"Zur Fu\u00dfnotenreferenz 12 navigieren\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"ae7f3275-ed28-4975-8f26-14c8f2f66a09\"><a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/LiMux-Ex-OB-Christian-Ude-glaubt-an-Linux-Revival-in-Muenchens-Verwaltung-4583916.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">https:\/\/www.heise.de\/news\/LiMux-Ex-OB-Christian-Ude-glaubt-an-Linux-Revival-in-Muenchens-Verwaltung-4583916.html<\/a> <a href=\"#ae7f3275-ed28-4975-8f26-14c8f2f66a09-link\" aria-label=\"Zur Fu\u00dfnotenreferenz 13 navigieren\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Microsoft hat gro\u00dfe Angst vor GNU\/Linux. So gro\u00df, dass der fr\u00fchere Firmenchef Steve Ballmer deswegen seinen Urlaub unterbrach &#8211; und mit Millionenbetr\u00e4gen um sich warf. Die Verbreitung von freier Software sollte um jeden Preis verhindert werden. Was bereits fragw\u00fcrdig klingt, ist nur ein Teil in einer Schmutzkampagne des Konzerns: Hauptsache Windows zusammen mit weiterer propriet\u00e4rer &#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":15420,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"[{\"content\":\"<a href=\\\"https:\/\/www.winhistory.de\/more\/win2000.htm#set\\\">https:\/\/www.winhistory.de\/more\/win2000.htm#set<\/a>\",\"id\":\"0c8130ae-89f6-4130-890b-a41e460f1119\"},{\"content\":\"<a href=\\\"https:\/\/www.linux-magazin.de\/ausgaben\/2019\/10\/interview-2\/\\\">https:\/\/www.linux-magazin.de\/ausgaben\/2019\/10\/interview-2\/<\/a>\",\"id\":\"3d67c490-9482-4efa-a35f-ee66ee10ed5b\"},{\"content\":\"<a 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