{"id":1874,"date":"2015-09-05T00:00:36","date_gmt":"2015-09-04T23:00:36","guid":{"rendered":"https:\/\/u-labs.de\/blog\/?p=1874"},"modified":"2015-09-06T01:42:41","modified_gmt":"2015-09-06T00:42:41","slug":"dyndnsportweiterleitungen-mit-kabelbw-und-unitymedia","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/u-labs.de\/portal\/dyndnsportweiterleitungen-mit-kabelbw-und-unitymedia\/","title":{"rendered":"DynDNS und Portweiterleitungen mit KabelBW\/Unitymedia"},"content":{"rendered":"<p>Es gibt verschiedene Gr\u00fcnde f\u00fcr eine Portweiterleitung. Als Beispiel sei der Betrieb eines NAS oder kleinen Homeservers genannt, etwa in Form eines Raspberry Pi.\u00a0Dies ist auf Dauer nicht nur g\u00fcnstiger als Cloud-Speicherdienste, sondern auch deutlich sicherer: Man hat die volle Kontrolle \u00fcber seine Daten, da sie sich in den eigenen vier W\u00e4nden befinden &#8211;\u00a0ohne dabei auf die Vorz\u00fcge einer Cloud verzichten zu m\u00fcssen. Da Heimrouter standardm\u00e4\u00dfig alle eingehenden Daten bis auf wenige Ausnahmen blockieren, sind sogenannte <strong>Portweiterleitungen<\/strong> n\u00f6tig. Sie sorgen daf\u00fcr, dass eingehende Daten auf einem bestimmten Port nicht verworfen sondern an einen\u00a0bestimmten Computer im Heimnetzwerk weitergereicht werden. So k\u00f6nnen\u00a0Dienste wie beispielsweise ein Webserver \u00fcber das Internet genutzt werden.<\/p>\n<p>Hat man das Prinzip verstanden, ist die Einrichtung einer solchen Portweiterleitung relativ einfach und innerhalb weniger Minuten erledigt. Doch bei Kabelanbietern wie Unitymedia\u00a0oder KabelBW funktioniert dies nicht: Obwohl die Portweiterleitung korrekt eingerichtet wurde, ist der Dienst nicht via Internet erreichbar &#8211; Weder \u00fcber DynDNS noch \u00fcber die IPv4-Adresse selbst.\u00a0Das Problem liegt nicht jedoch nicht in der Konfiguration des Routers, sondern an einer technischen Umstellung seitens KabelBW.<\/p>\n<h3>Das Problem: Umstellung auf IPV6 only<\/h3>\n<p>Der Kabelanbieter vergibt seit Ende 2012 f\u00fcr Neukunden nur noch IPv6-Adressen.\u00a0F\u00fcr weitere Hintergrundinfos zu IPv4\/v6 siehe den Artikel\u00a0<a href=\"https:\/\/u-labs.de\/ipv4-und-ipv6-verstaendlich-erklaert\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">IPv4 und IPv6 verst\u00e4ndlich erkl\u00e4rt<\/a>. Dabei wird aber nicht die vollwertige Dual-Stack Technik zum parallelen Betrieb von IPv4 und IPv6 genutzt, sondern lediglich Dual-Stack light. Im Web-Panel der Fritz! Box (<a href=\"http:\/\/fritz.box\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">http:\/\/fritz.box<\/a>) findet sich diese Information auf der Startseite mit <strong>DS-Light<\/strong> abgek\u00fcrzt:<\/p>\n<p><figure id=\"attachment_1900\" aria-describedby=\"caption-attachment-1900\" style=\"width: 799px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/u-labs.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/kabelbw-fritzbox-ds-lite-tunnel.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1900\" src=\"https:\/\/u-labs.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/kabelbw-fritzbox-ds-lite-tunnel.png\" alt=\"KabelBW bietet seinen Kunden standardm\u00e4\u00dfig lediglich Dual-Stack light\" width=\"799\" height=\"239\" srcset=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/kabelbw-fritzbox-ds-lite-tunnel.png 799w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/kabelbw-fritzbox-ds-lite-tunnel-300x90.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 799px) 100vw, 799px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-1900\" class=\"wp-caption-text\">KabelBW bietet seinen Kunden standardm\u00e4\u00dfig lediglich Dual-Stack light<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p>Dieser Anschluss verwendet also keinen echten Parallelbetrieb der beiden Protokolle, sondern tunnelt IPv4\u00a0nur \u00fcber IPv6. Als Folge davon ist die IPv4-Adresse nicht von au\u00dfen erreichbar, da s\u00e4mtlicher Datenverkehr den Umweg \u00fcber IPv6 gehen muss. Lediglich \u00fcber die IPv6-Adresse k\u00f6nnte man von Au\u00dferhalb zugreifen. Aufgrund der noch geringen Verbreitung\u00a0macht der alleinige Betrieb von IPv6 aber zurzeit kaum Sinn.\u00a0Von vielen Anschl\u00fcssen ist der Zugriff bislang nicht m\u00f6glich, etwa im mobilen Internet. Mit vollwertigem Dual-Stack w\u00fcrde der Nutzer auch eine regul\u00e4re, \u00f6ffentlich erreichbare IPv4-Adresse erhalten.<\/p>\n<p>Aus Sicht des Anbieters ist dieses Vorgehen nachvollziehbar: Ein gro\u00dfer Teil\u00a0der Internetnutzer surft lediglich im Netz und ben\u00f6tigt somit keine eingehend erreichbare IPv4-Adresse. Die Dual-Stack Lite Technik wird hier in den meisten F\u00e4llen zufriedenstellend ihren Dienst verrichten. Da die Anzahl verf\u00fcgbarer IPv4-Adressen sich langsam dem Ende neigt, k\u00f6nnen so verbleibende Adressen eingespart werden.<\/p>\n<h3>Umstellung auf Dual-Stack anfordern<\/h3>\n<p>Wer ein NAS oder andere aus dem Internet erreichbare Dienste betreiben m\u00f6chte, wird mit Dual-Stack Light allerdings nicht gl\u00fccklich werden: An der vollwertigen Dual-Stack Variante f\u00fchrt kein Weg vorbei. Allerdings bietet KabelBW auf Nachfrage die M\u00f6glichkeit, den eigenen Anschluss umzustellen. Dazu gen\u00fcgt es, sich per Telefon oder eMail an den f\u00fcr das jeweilige Bundesland zust\u00e4ndigen <a href=\"http:\/\/www.unitymedia.de\/services\/kontakt\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">Kundenservice von Unitymedia\/KabelBW<\/a> zu wenden. Diesem beschreibt man das Problem. Beispielsweise wurde ein NAS gekauft, welches als Cloud dienen soll und somit aus dem Internet erreichbar sein muss. Ein KabelBW-Techniker wird den Anschluss anschlie\u00dfend pr\u00fcfen und nachts umstellen. Die einzige Voraussetzung besteht im verwendeten Kabelmodem: Es muss sich um ein Ger\u00e4t von AVM (Fritz! Box) oder\u00a0Technicolor handeln. Mit \u00e4lteren Ger\u00e4ten ist die Umstellung nicht m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Leider kommuniziert der Kabelanbieter diese M\u00f6glichkeit nur sehr versteckt: Auf offizieller Seite erfolgt kein Hinweis auf die\u00a0M\u00f6glichkeit der Umstellung. Lediglich auf <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/netze\/meldung\/Kabel-BW-gewaehrt-stillschweigend-auch-oeffentliche-IPv4-Adressen-1969894.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">Nachfrage gegen\u00fcber Heise<\/a>\u00a0best\u00e4tigte KabelBW, dass den Kunden auf begr\u00fcndete Nachfrage hin vollwertiges Dual-Stack mit einer \u00f6ffentlich erreichbaren IPv4-Adresse zur Verf\u00fcgung gestellt werden kann.<\/p>\n<h3>Anmerkung: Niedrigere Upload-Geschwindigkeit von Kabelanbietern<\/h3>\n<p>Neben dem Problem mit Dual-Stack Light kommt hinsichtlich dem Betrieb von nach au\u00dfen hin erreichbaren Diensten noch ein weiteres dazu: Kabelanbieter unterst\u00fctzen kein vDSL. Als Folge davon ist das Verh\u00e4ltnis von Download-zu-Upload deutlich schlechter als bei herk\u00f6mmlichen DSL-Anbietern:<\/p>\n<p><figure id=\"attachment_1904\" aria-describedby=\"caption-attachment-1904\" style=\"width: 386px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/u-labs.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/kabelbw-fritzbox-dslspeed.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1904\" src=\"https:\/\/u-labs.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/kabelbw-fritzbox-dslspeed.png\" alt=\"Ein Kabelanschluss mit geringerer Upload-Bandbreite\" width=\"386\" height=\"99\" srcset=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/kabelbw-fritzbox-dslspeed.png 386w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/kabelbw-fritzbox-dslspeed-300x77.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 386px) 100vw, 386px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-1904\" class=\"wp-caption-text\">Ein Kabelanschluss mit geringerer Upload-Bandbreite<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p>In diesem Beispiel handelt es sich um einen DSL 50.000 Anschluss, also 50Mbit\/s Download und 2,6Mbit\/s Upload. Zum Vergleich: Ein vDSL-Anschluss bietet bei 50Mbit\/s Download satte 10Mbit\/s Upload &#8211; Also fast <strong>4x<\/strong> so viel! Problematisch wird dies insbesondere bei gr\u00f6\u00dferen Dateien, da die Upload-Bandbreite f\u00fcr Daten\u00fcbertragungen vom eigenen Anschluss ins Internet verantwortlich ist. W\u00fcrde man mit dem Anschluss von obigem Bild ein NAS betreiben und via Internet darauf zugreifen, w\u00e4re die maximale \u00dcbertragungsrate auf 2,6Mbit\/s limitiert. Um Word-Dokumente oder gelegentlich mal ein Bild in die Cloud zu laden mag das ausreichen, aber f\u00fcr beispielsweise HD oder gar Full-HD Streaming von Filmen\u00a0reicht das nicht. Abh\u00e4ngig davon was man realisieren m\u00f6chte macht es daher Sinn, f\u00fcr maximale Bandbreite zumindest langfristig \u00fcber einen Wechsel zu einem vDSL-Anbieter nachzudenken. Oder alternativ einen h\u00f6herwertigen Tarif zu w\u00e4hlen, wenn man auf KabelBW angewiesen ist. Im derzeit gr\u00f6\u00dften Tarif mit 200Mbit\/s Download betr\u00e4gt die Upload-Geschwindigkeit immerhin auch 10Mbit\/s.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es gibt verschiedene Gr\u00fcnde f\u00fcr eine Portweiterleitung. 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