{"id":2817,"date":"2015-07-20T21:13:26","date_gmt":"2015-07-20T20:13:26","guid":{"rendered":"https:\/\/u-labs.de\/?p=2817"},"modified":"2015-07-20T21:15:13","modified_gmt":"2015-07-20T20:15:13","slug":"youtuber-lefloid-interviewt-bundeskanzlerin-angela-merkel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/u-labs.de\/portal\/youtuber-lefloid-interviewt-bundeskanzlerin-angela-merkel\/","title":{"rendered":"YouTuber &#8222;LeFloid&#8220; interviewt Bundeskanzlerin Angela Merkel"},"content":{"rendered":"<p>Weder Angela Merkel noch ihre Partei CDU sind bislang daf\u00fcr bekannt, besonders netzaffin zu sein &#8211; Im Gegenteil. 2013 erkl\u00e4rte die Bundeslanzlerin das Internet als &#8222;Neuland f\u00fcr uns alle&#8220; &#8211; und zog damit unter dem Hashtag #Neuland den Spott der Netzgemeinde auf sich. Doch auf diesem schlechten Image m\u00f6chte Frau Merkel offensichtlich nicht sitzen bleiben: Sie stellte sich\u00a0in einem bislang einmaligen YouTube-Interview den Fragen der Zuschauer, welche diese zuvor unter\u00a0<strong>#NetzFragtMerkel<\/strong> posten konnten. Sie erhofft sich, auf diesem Wege auch j\u00fcnere Zuschauer zu erreichen. Wir haben das Interview angeschaut und die Kernthemen unter die Lupe genommen.<\/p>\n<h3>Wer ist LeFloid?<\/h3>\n<p>Es handelt sich um\u00a0den in Deutschland am 3. H\u00e4ufigsten abonnierten\u00a0<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/user\/LeFloid\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">YouTube-Kanals<\/a>, der von Florian Mundt betrieben wird. Zweimal pro Woche werden dort Videos der Reihe\u00a0<strong>LeNews<\/strong> ver\u00f6ffentlicht, in denen Mundt aktuelle Ereignisse\u00a0pr\u00e4sentiert und diskutiert. Meist\u00a0handelt es sich bei den Themen um skurile\u00a0oder anderweitig auff\u00e4llige\u00a0Ereignisse. \u00a0Das Format zeichnet sich durch ein sehr lockeres und nat\u00fcrliches auftreten des Moderators aus, worin gleichzeitig der gro\u00dfe Unterschied zu herk\u00f6mmlichen Nachrichtensendungen besteht. LeFloid besitzt aktuell \u00fcber 2,6 Millionen Abonnenten, seine Videos wurden mehr als 350 Milliarden mal angesehen.<\/p>\n<p>Wer das Interview noch nicht gesehen hat, kann sich im folgenden selbst eine Meinung bilden:<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/5OemiOryt3c\" width=\"560\" height=\"315\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<h3>Die\u00a0Einleitung<\/h3>\n<p>Der Lebensstandard wird bislang fast ausschlie\u00dflich am Bruttoinlandsprodukt gemessen &#8211; Also dem Wert aller Waren und Dienstleistungen,\u00a0die \u00fcber den Zeitraum von einen Jahr im jeweiligen Land produziert wurden. Die Aussagekraft \u00fcber die tats\u00e4chliche Zufriedenheit ist jedoch gering. Beispielsweise kann Wachstum durch niedrigere L\u00f6hne entstehen, was zu Multi-Jobs und somit letztendlich einer geringeren Zufriedenheit f\u00fchrt. Daher wurde der\u00a0<a href=\"https:\/\/www.gut-leben-in-deutschland.de\/DE\/Home\/home_node\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">B\u00fcrgerdialog<\/a>\u00a0eingef\u00fchrt, um eine bessere Verbindung zwischen Bundesregierung und B\u00fcrgern herzustellen. Grunds\u00e4tzlich eine durchaus sinnvolle und begr\u00fc\u00dfenswerte Idee.<\/p>\n<h3>Homosexuelle sind gleich, aber Heterosexuelle sind gleicher<\/h3>\n<p>Das erste gro\u00dfe Thema ist die gleichgeschlechtliche Ehe, welches durch die k\u00fcrzlich in den USA vollzogene\u00a0<a href=\"https:\/\/u-labs.de\/usa-legalisiert-gleichgeschlechtliche-ehe\/\" target=\"_blank\">vollst\u00e4ndige Legalisierung der Homo-Ehe<\/a>\u00a0aktuell wieder diskutiert wird. Die Bundeskanzlerin\u00a0steht diesem Thema zusammen mit CDU und CSU bereits seit geraumer Zeit ablehnend gegen\u00fcber. Diese Haltung\u00a0vertritt sie auch im Interview, verwickelt sich damit aber in Widerspr\u00fcche: &#8222;[&#8230;] Ich bin erst mal jemand der sehr stark daf\u00fcr ist, dass wir alle Diskriminierung abbauen [&#8230;]&#8220; sagt sie Anfangs, gefolgt von &#8222;[&#8230;] Wo immer wir noch Diskriminierung finden, werden wir die auch weiter abbauen&#8220;. Allerdings sieht Sie die Ehe als eine Partnerschaft zwischen Mann und Frau an.<\/p>\n<p>LeFloid hat die vorsichtige Ausdrucksweise der Kanzlerin richtig\u00a0gedeutet und fragt explizit nach, wieso dieser Unterschied gemacht wird. Dies rechtfertigt die Kanzlerin mit ihrer pers\u00f6nlichen Meinung, welche zu akzeptieren w\u00e4re sowie dem Schlussatz &#8222;Keine Diskriminierung &#8211; Ehe als Zusammenleben von Mann und Frau&#8220; Mit anderen Worten: Gleichgeschlechtliche Paare werden geduldet, aber d\u00fcrfen nicht heiraten. Damit\u00a0werden sie\u00a0als\u00a0<em>Ehepaare 2. Klasse<\/em>\u00a0diskriminiert. Wie ist diese Haltung vertretbar,\u00a0nachdem sich die Bundeskanzlerin wenige Minuten zuvor noch explizit und mehrfach f\u00fcr den Abbau von Diskriminierung ausspricht? Sehr schade, dass LeFloid auf diesen Widerspruch nicht weiter eingeht, sondern das Thema abhakt.<\/p>\n<h3>Ausl\u00e4nderhass<\/h3>\n<p>In j\u00fcnster Zeit macht sich eine zunehmend negative, teilweise sogar feindliche Haltung gegen\u00fcber Ausl\u00e4ndern bemerkbar.\u00a0Organisationen wie PEGIDA oder Brandanschl\u00e4ge auf Fl\u00fcchtlingsheime sind daf\u00fcr nur einige Beispiele. LeFloid spricht das Thema an und\u00a0kritisiert die Medien, insbesondere nationalsozialistische Vorf\u00e4lle herunterzuspielen. Als Beispiel nennt er eine Menschenmasse, die lautstark Hitlerparolen verbreitet und in den Printmedien als\u00a0<strong>Asylgegner<\/strong> bezeichnet werden. Mit der Antwort &#8222;Da glaube ich scheuen wir uns aber auch nicht politisch zu sagen: Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, Antisemitismus &#8211; Das wird alles benannt und muss auch benannt werden [&#8230;]&#8220; weicht sie der Frage, die sich auf die Medien bezieht, aus.<\/p>\n<h3>Globaler Spionageskandal: NSA &amp; co.<\/h3>\n<p>Der globale \u00dcberwachungs- und Spionageskandal zieht sich nun seit bald zwei Jahren hin. Die Regierung spielt das Thema nach wie vor herunter. Und das obwohl j\u00fcngste Erkenntnisse den Verdacht erh\u00e4rten, dass Staatsorgane bereits vor den Enth\u00fcllungen \u00fcber illegale T\u00e4tigkeiten informiert waren. LeFloid fragt die Kanzlerin, ob sich ihre Meinung \u00fcber\u00a0Whistleblower nach den heutigen Erkenntnissen ge\u00e4ndert habe. Sie verneint dies und dr\u00fcckt ihre nicht \u00fcberm\u00e4\u00dfig hohe Begeisterung \u00fcber Snowden und Konsorten\u00a0auch an dieser Stelle sehr dezent mir sorgf\u00e4ltig gew\u00e4hlten Worten aus: &#8222;[&#8230;] Ich finde, dass man da nach einem Modus vorgeht, als wenn der Zweck sozusagen alle Mittel heiligt. Ich finde, das ist nicht in Ordnung. Ich habe nicht umsonst gesagt: Abh\u00f6ren unter Freunden, das geht nicht. [&#8230;]&#8220;.<\/p>\n<p>Die Wiederholung des letzten Satzes \u00fcberrascht\u00a0&#8211; Hat diese Aussage ihre Glaubw\u00fcrdigkeit doch bereits auf peinliche Art\u00a0herabgesetzt als bekannt wurde, dass der Deutsche Geheimdienst BND nicht davor zur\u00fcckschreckt\u00a0<em>Freunde<\/em> wie die T\u00fcrkei oder sogar USA zu bespitzeln.\u00a0Doch sie f\u00e4hrt eben so unverhofft vor: &#8222;Ich finde im \u00fcbrigen, dass das was man an Informationen aus so etwas herauskriegt echt nicht die Sache wert ist dass man daf\u00fcr so viel abh\u00f6rt, und da gibt es gravierende Unterschiede zwischen uns und den Vereinigten Staaten&#8220;. Auch dies steht im Widerspruch zu Ihrer Haltung, etwas gegen die anlasslose \u00dcberwachung von Deutschen B\u00fcrgern durch die USA zu unternehmen.<\/p>\n<p>Um diese Frage gar nicht erst aufkommen zu lassen, liefert Sie auch gleich die Begr\u00fcndung hinterher: Wir w\u00e4ren auf die Zusammenarbeit mit anderen Diensten angewiesen. Und au\u00dferdem\u00a0w\u00fcrden andere neben den Amerikanern schlie\u00dflich ebenfalls \u00fcberwachen. Letzteres ist ein universell nutzbares Totschlagargument, mit dem wohl sicher jeder Grundsch\u00fcler schon mal eine schlechte Schulnote zu erkl\u00e4ren versucht hat. Und selbst wenn\u00a0die Zusammenarbeit f\u00fcr Deutschland zwingend notwendig ist: Das ist kein Grund, nichts zu unternehmen.\u00a0Die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und den USA komplett einzustellen w\u00e4re\u00a0angesichts der besonderen H\u00e4rte dieses Skandales sicher nicht unangemessen.\u00a0Solch ein radikaler Schritt w\u00e4re aber zumindest am Anfang auch gar nicht n\u00f6tig. Dennoch ist es v\u00f6llig inakzeptabel nicht mal ernsthafte Versuche zu unternehmen &#8211; Selbst die Amerikaner wundern sich schon dar\u00fcber.<\/p>\n<p>In diesem Kontext wirkt es gerade zu ironisch, dass die Bundeskanzlerin etwas sp\u00e4ter einen &#8222;vern\u00fcnftigen Datenschutz [f\u00fcr Deutschland]&#8220; als wichtig bezeichnet.\u00a0Auch an dieser Stelle schade, dass LeFloid sich\u00a0mit diesen blumigen Aussagen abspeisen l\u00e4sst und selbst bei offensichtlichen Widerspr\u00fcchen nicht weiter nachhakt.<\/p>\n<h3>Bundesweit einheitliches Abitur<\/h3>\n<p>Abitur ist nicht gleich Abitur in Deutschland: Abh\u00e4ngig vom Bundesland ist der h\u00f6chste Schulabschluss unterschiedlich stark angesehen, beispielsweise bei Bewerbungen um einen Studienplatz. Da LeFloids Zuschauer \u00fcberwiegend eher j\u00fcnger sind ist es nicht verwunderlich, dass viele endlich ein bundesweit einheitliches Abitur fordern. Konkrete Pl\u00e4ne gibt es in der Hinsicht jedoch laut Merkel immer noch nicht. Sie verweist stattdessen darauf, dass\u00a0manche L\u00e4nder bereits hinsichtlich der Abiturfragen zusammenarbeiten. Dies ist zwar ein guter Schritt f\u00fcr den Anfang. Aber vollst\u00e4ndig l\u00f6sen wird sich das Problem auf diese Art nicht lassen.<\/p>\n<h3>TTIP: Das\u00a0<em>Freihandelsabkommen<\/em><\/h3>\n<p>Bereits seit 2013 sorgt das\u00a0Transatlantische Freihandelsabkommen, bekannt unter der Abk\u00fcrzung\u00a0<strong>TTIP<\/strong>,\u00a0f\u00fcr Aufregung. Die im Geheimen stattfindenden Verhandlungen sind neben schwammigen Formulierungen\u00a0sowie die \u00fcberwiegende Anwesenheit von Wirtschaftsvertretern und Lobbyisten die sch\u00e4rfsten Kritikpunkte. Aber auch der Investitionsschutz ist umstritten.\u00a0Nach dem k\u00f6nnten beispielsweise Tabakkonzerne den Staat verklagen, wenn ihre Gewinnerwartungen durch Nichtraucherschutz-Ma\u00dfnahmen sinken.<\/p>\n<p>Aussagen von Frau Merkel wie\u00a0&#8222;Nichts an dem was wir als Standards in Europa haben wird jetzt abgesenkt, damit wir ein sch\u00f6nes Freihandelsabkommen mit den Vereinigten Staaten von Amerika haben&#8220; erscheinen mehr als fragw\u00fcrdig wenn man sich die teils komplett gegens\u00e4tzlichen Verfahrensprinzipien betrachtet. Beim Thema Gentechnik gilt in Europa beispielsweise das sogenannte Vorsorgeprinzip: Genmanipulierte Pflanzen werden erst dann zugelassen, wenn ihre Sicherheit eindeutig bewiesen ist. In den USA wird dies genau anders herum gehandhabt: Jede gentechnisch ver\u00e4nderte Pflanze wird erst einmal als sicher betrachtet, bis das Gegenteil bewiesen ist.<\/p>\n<p>Um keine Standards abzusenken\u00a0m\u00fcssten die deutlich h\u00f6heren EU-Standards also von den nordamerikanischen L\u00e4nder \u00fcbernommen werden. Die Aussichten\u00a0auf einen so massiven Eingriff scheinen unrealistisch. Zumal dies nicht die einzigen Probleme von TTIP sind &#8211; Auf alle ausf\u00fchrlich einzugehen w\u00fcrde den Rahmen an dieser Stelle bei weitem sprengen. Dar\u00fcber verliert Frau Merkel aber nat\u00fcrlich kein Wort, im Gegenteil: &#8222;Es wird ja nicht so im Verborgenen verhandelt&#8220; entgegnet Sie. Au\u00dferdem wirft die Bundeskanzlerin den Gegnern vor, durch TTIP h\u00f6here Standards durchsetzen zu wollen, als bislang existieren.\u00a0LeFloid lie\u00df sich davon leider um den Finger wickeln und hakt nicht nach.<\/p>\n<h3>Contra Cannabis-Legalisierung<\/h3>\n<p>Auch die seit l\u00e4ngerem geforderte Legalisierung von Cannabis wurde angesprochen. Wie zu erwarten war\u00a0wurde dies von Frau Merkel abgelehnt: Sie akzeptiert Marihuana\u00a0nur f\u00fcr \u00e4rztliche Zwecke und selbst dort nur in dem sehr eingeschr\u00e4nkten Rahmen wie derzeit <em>erlaubt<\/em>. Damit war das Thema aber auch schon erledigt &#8211; Wichtige Aspekte in dieser Thematik wie etwa das Verh\u00e4ltnis zu legalen Drogen oder die Verschwendung von Steuergeldern zur Verfolgung von Konsumenten die ein paar Gramm f\u00fcr den Eigenbedarf besitzen wurden \u00fcberhaupt nicht angesprochen.<\/p>\n<h3>Fazit<\/h3>\n<p>Ein Interview zwischen einem recht jungen <em>YouTube-Star<\/em> und der Bundeskanzlerin\u00a0von Deutschland &#8211; Das gab es bisher noch nicht und weckt hohe Erwartungen. Leider wurde nicht das gesamte m\u00f6gliche Potenzial ausgesch\u00f6pft. Im wesentlichen gibt es meiner Ansicht nach zwei gro\u00dfe Kritikpunkte:<\/p>\n<p><strong>1. Zu viele Themen<\/strong><\/p>\n<p>Man merkt dem Interview an, dass LeFloid versucht hat, m\u00f6glichst viele Themen unterzubringen. Gegen\u00fcber seiner Community ist dies begr\u00fc\u00dfenswert. Aber bei gut 30 Minuten Zeit f\u00fcr im Prinzip\u00a0<em>alle Probleme Deutschlands<\/em> f\u00fchrt dies unweigerlich dazu, dass wichtige Themen nur angeschnitten werden. Beim Thema Cannabis sieht man dies sehr deutlich:\u00a0Die Bundeskanzlerin lehnt ab und schon wird zum n\u00e4chsten Thema \u00fcbergeschwenkt &#8211; ohne auch nur ein Argument zu nennen geschweige denn die Kernpunkte des Themas zu diskutieren. Andere Themen werden ausf\u00fchrlicher behandelt, aber auch dort klaffen gr\u00f6\u00dfere L\u00fccken.\u00a0Es w\u00e4re der Qualit\u00e4t definitiv zugute gekommen, das Interview auf\u00a02 bis allerh\u00f6chstens 3 Themen zu reduzieren. Diese h\u00e4tten dann in einer zumindest ansatzweise angemessenen Ausf\u00fchrlichkeit behandelt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>2. Mehr aktives Nachhaken<\/strong><\/p>\n<p>Gerade wenn sich\u00a0die Bundeskanzlerin\u00a0in offensichtliche Widerspr\u00fcche verwickelt wie beim Thema Homo-Ehe w\u00e4re es angebracht gewesen nachzufragen und auf konkrete Antworten zu warten. An einigen Stellen hat Frau Merkel die gestellten Fragen zudem gar nicht beantwortet, sondern ist geschickt auf andere Aspekte eingegangen um vom eigentlichen Thema abzulenken.<\/p>\n<p><strong>Bei aller Kritik sollte aber nicht vergessen werden<\/strong>: LeFloid ist weder Journalist oder Politiker, noch hat er gro\u00dfartig Erfahrung mit\u00a0Interviews. Frau Merkel dagegen hat nicht nur in unz\u00e4hligen Interviews und Reden sehr viel Erfahrung sammeln k\u00f6nnen &#8211; Insbesondere wie man unangenehmen Fragen aus dem Weg geht. Dies hat Sie einmal mehr bewiesen. Noch dazu ist es nat\u00fcrlich\u00a0immer deutlich einfacher, ein solches Video sp\u00e4ter in Ruhe zu analysieren, als es im Moment des Geschehens besser zu machen.<\/p>\n<p>Auch wenn Merkel viel geredet und wenig gesagt hat und daher einiges zu Recht kritisiert werden kann: Als erstes Interview\u00a0ist es eine durchaus akzeptable Leistung, die nicht schlecht geredet zu werden braucht &#8211; Insbesondere nicht durch massive Beleidigungen und Beschimpfungen, wie\u00a0sie teilweise im Netz als Reaktion zu finden sind. Denn das ist definitiv keine angemessene Form von Kritik.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Weder Angela Merkel noch ihre Partei CDU sind bislang daf\u00fcr bekannt, besonders netzaffin zu sein &#8211; Im Gegenteil. 2013 erkl\u00e4rte die Bundeslanzlerin das Internet als &#8222;Neuland f\u00fcr uns alle&#8220; &#8211; und zog damit unter dem Hashtag #Neuland den Spott der Netzgemeinde auf sich. Doch auf diesem schlechten Image m\u00f6chte Frau Merkel offensichtlich nicht sitzen bleiben: &#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":2819,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5,4],"tags":[241,242,243,212],"class_list":["post-2817","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-news","category-politik-news","tag-interview","tag-lefloid","tag-merkel","tag-youtube"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2817","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2817"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2817\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2820,"href":"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2817\/revisions\/2820"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2819"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2817"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2817"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2817"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}