{"id":2898,"date":"2015-08-13T18:14:00","date_gmt":"2015-08-13T17:14:00","guid":{"rendered":"https:\/\/u-labs.de\/?p=2898"},"modified":"2015-10-13T15:40:46","modified_gmt":"2015-10-13T14:40:46","slug":"voraussichtlich-41-milliarden-dollar-verluste-durch-werbeblocker","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/u-labs.de\/portal\/voraussichtlich-41-milliarden-dollar-verluste-durch-werbeblocker\/","title":{"rendered":"Voraussichtlich 41 Milliarden Dollar Verluste durch Werbeblocker 2016"},"content":{"rendered":"<p>Die l\u00e4ngst allgegenw\u00e4rtige Werbung im Internet ver\u00e4rgert viele Nutzer &#8211; So stark, dass Werbeblocker unaufhaltsam beliebter werden. Durch das Blockieren der Anzeigen sinken logischerweise die Einnahmen der Seitenbetreiber. Doch um welche Dimensionen handelt es sich?\u00a0PageFlair geht dieser Frage\u00a0in Kooperation mit der Software-Firma Adobe im Rahmen eines j\u00e4hrlich erscheinenden <a href=\"http:\/\/downloads.pagefair.com\/reports\/2015_report-the_cost_of_ad_blocking.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">Berichtes<\/a> nach.<\/p>\n<h3>Rasantes Wachstum seit 2012<\/h3>\n<p>Werbeblocker gibt es schon seit der Jahrtausendwende.\u00a0Doch seit wenigen Jahren schie\u00dfen ihre Nutzungszahlen stark in die H\u00f6he: Verwendeten im Januar 2013 noch 54 Millionen der weltweiten Nutzer einen Werbeblocker, waren es ein Jahr sp\u00e4ter bereits 121 Millionen &#8211; Fast doppelt so viele. Und ein Ende ist nicht in Sicht &#8211; F\u00fcr das aktuelle Jahr 2015 wird ein weiterer Anstieg auf 181 Millionen erwartet.<\/p>\n<p>Auch in einzelnen L\u00e4ndern Europas ist j\u00fcnst\u00a0ein extremer Anstieg von Adblockern zu verzeichnen: Im Vereinigten K\u00f6nigreich verwenden 12 Millionen Menschen einen Werbeblocker. Verglichen mit 2014 entspricht das einem Anstieg von satten 82 Prozent . Immerhin ist die Lage in Deutschland nicht ganz so extrem\u00a0&#8211; Hier nahm die Adblock-Quote im zweiten Quartal 2015 gegen\u00fcber dem Vorjahr um lediglich 17 Prozent zu.<\/p>\n<h3>Rund 41 Milliarden\u00a0Verluste f\u00fcr 2016 prognostiziert<\/h3>\n<p>Zusammen mit den Adblock-Nutzern steigen nat\u00fcrlich auch die Umsatzeinbu\u00dfen f\u00fcr Seitenbetreiber : Kosteten Adblocker im Jahr 2013 weltweit noch 7,2\u00a0Milliarden\u00a0Dollar, waren es 2014 bereits rund 12 Milliarden. 2015 verdoppelte sich dieser Wert auf rund 22 Milliarden\u00a0US-Dollar.\u00a0Auch f\u00fcr das kommende Jahr 2016 wird erwartet, dass sich diese Zahl erneut mit dem Faktor zwei Multipliziert &#8211; PageFlair rechnet mit 41,2 Milliarden\u00a0entgangenen Ums\u00e4tzen aufgrund von Werbeblockern. Ein gro\u00dfer Teil f\u00e4llt dabei auf die USA &#8211; Jeweils in etwa die H\u00e4lfte der entgangenen Ums\u00e4tze w\u00e4ren in den Vereinigten Staaten von Amerika erwirtschaftet worden.<\/p>\n<h3>Starker Unterschied zwischen verschiedenen\u00a0Bereichen und Zielgruppen<\/h3>\n<p>Viele Internetseiten und Dienste klagen \u00fcber zunehmende Adblocker-Nutzung. Ihre Angaben \u00fcber den Prozentualen Anteil der Besucher die Anzeigen blockieren variiert dabei recht stark: Manche sprechen von 40 Prozent oder gar noch mehr, andere stellen lediglich 10 Prozent fest. Dies liegt daran, dass Werbeblocker abh\u00e4ngig von der jeweiligen Zielgruppe unterschiedlich verbreitet sind. Beispielsweise d\u00fcrfte eine Internetpr\u00e4senz\u00a0die sich an versierte Nutzer richtet wesentlich mehr Besucher mit Werbeblockern verzeichnen wie eine Seite f\u00fcr Senioren.<\/p>\n<p>Dieser Aspekt wurde auch in der Studie f\u00fcr das zweite Quartal 2015 ermittelt. So finden sich die meisten Verweigerer von Werbung im Gaming-Bereich (20,5 %), in den sozialen Netzwerken (19,1 %) sowie auf Internetseiten rund um Internet und Technik (17%). Das Schlusslicht bilden Datingseiten mit 5,2 Prozent, Internetpr\u00e4senzen zu Imobilien (5%), gemeinn\u00fctzige Organisationen (4,9 %) und Webseiten von der Regierung bzw. generell rechtliche Inhalte mit lediglich 2,5 Prozent Adblock-Nutzern.<\/p>\n<p>Insgesamt variiert die Zahl der Werbeblocker abh\u00e4ngig vom Thema der Seite und somit auch der Zielgruppe um bis zu 25 Prozent. \u00dcber die Besucher l\u00e4sst sich generell sagen: Ist die Zielgruppe eher jung (und somit technisch versierter als \u00e4ltere Generationen) oder\u00a0\u00fcberwiegend m\u00e4nnlich,\u00a0geht es den Seiten-Betreibern besonders schlecht &#8211; Diese Nutzer blockieren Werbung n\u00e4mlich besonders gerne.<\/p>\n<h3>Nur 2 Prozent der Mobilger\u00e4te nutzen Adblocker<\/h3>\n<p>Doch auch die Plattform ist ein entscheidender Faktor, ob Werbeanzeigen blockiert werden oder nicht: Gerade einmal 2 Prozent der Adblocker stammen von Mobilger\u00e4ten wie Smartphones oder Tablets.\u00a0Dies ist jedoch weniger auf die Nutzer zur\u00fcckzuf\u00fchren: Auf den mobilen Plattform ist die Entwicklung schlicht noch weit weniger fortgeschritten. Der Anwender kann dort\u00a0nicht einfach nur eine Browser-Erweiterung in wenigen Sekunden installieren wie am Computer.<\/p>\n<p>Dazu kommt der Umstand, dass Google in seinem App-Store\u00a0<strong>Play<\/strong> keine Apps zum Blockieren der Werbung erlaubt. Der bekannte Vertreter AdBlock Plus wurde bereits\u00a0<a href=\"https:\/\/adblockplus.org\/blog\/adblock-plus-for-android-removed-from-google-play-store\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">2013 von Google entfernt<\/a>. Der Nutzer muss also sein Smartphone\u00a0<strong>rooten<\/strong> oder die APK-Datei der App von Hand installieren. Letztere Variante bringt den Nachteil mit sich, dass die App nicht automatisch \u00fcber Google Play zentral aktualisiert werden kann.<\/p>\n<p>\u00dcberraschenderweise sieht es beim Konkurrent Apple anders aus: Werbeblocker werden seit iOS 9 unterst\u00fctzt. Alleine dieser Umstand d\u00fcrfte zu einer steigenden Adblocker-Nutzung auf Mobilger\u00e4ten f\u00fchren. Denn im Gegensatz zum Desktop genie\u00dft Apples Browser Safari kein Nischendasein. Im Zeitraum Januar bis Juli diesen Jahres lag sein Marktanteil\u00a0<a href=\"http:\/\/www.netmarketshare.com\/browser-market-share.aspx?qprid=0&amp;qpcustomd=1&amp;qpcustomb=&amp;qpsp=2015&amp;qpnp=1&amp;qptimeframe=Y\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">bei \u00fcber 41 Prozent<\/a>\u00a0und liegt sogar damit vor Google Chrome.<\/p>\n<h3>Was treibt Nutzer zur Blockierung von Anzeigen?<\/h3>\n<p>In einer Umfrage wurden nicht die Nutzer von Werbeblockern nach ihren Motiven gefragt, sondern die derzeitigen Nicht-Nutzer. Die H\u00e4lfte von Ihnen gab an, dass der Missbrauch von pers\u00f6nlichen Daten zur Personalisierung der Werbung Sie zur Nutzung eines Adblockers bewegen w\u00fcrde. Dicht gefolgt von der Anzahl der Werbung: 41 Prozent w\u00fcrden einen Werbeblocker einsetzen, wenn die Anzeigen \u00fcberhand nehmen. Bei den j\u00fcngeren Teilnehmern zwischen 18 und 34 sind es sogar 57 Prozent.<\/p>\n<h3>Internetwerbung &#8211; Ein Katz und Maus Spiel<\/h3>\n<p>Reklame im Internet ist und bleibt nach\u00a0wie vor das, was es schon seit Jahren ist: Eine Art Katz und Maus Spiel. Nutzer greifen zunehmend zu Werbeblockern, was die Seitenbetreiber durch Hinweise und teils sogar Aussperren solcher Besucher entgegnen. Dies ruft die Werbeblocker auf den Plan, welche wiederum versuchen, dies auszuhebeln &#8211; Eine Art Anti-Adblock-Blocker.\u00a0Letztendlich ist mit diesem\u00a0<em>Wettr\u00fcsten<\/em> auf beiden Seiten aber niemandem gedient: Nutzer werden ver\u00e4rgert und Seitenbetreiber k\u00e4mpfen mit sinkenden Einnahmen.<\/p>\n<p>Zur L\u00f6sung dieses Problemes sind daher alle beteiligten dazu aufgerufen, ihren Teil beizutragen:<\/p>\n<p><strong>Werbetreibende und Vermarkter<\/strong> m\u00fcssen auch auf die W\u00fcnsche der Kunden eingehen, die ihre Werbung zu sehen bekommen. Auffallen um jeden Preis darf nicht die einzige Devise sein, welche verfolgt wird.<\/p>\n<p><strong>Seiteninhaber<\/strong> sollten zu ihrer Finanzierung nicht ausschlie\u00dflich auf Werbung setzen.\u00a0Paymentwalls sind eine gute Alternative f\u00fcr Nutzer, die Werbung aus Datenschutzgr\u00fcnden ablehnen oder einfach davon genervt sind.<\/p>\n<p>Den <strong>Nutzern<\/strong> muss bewusst werden, dass nichts kostenlos ist &#8211; auch nicht im Internet. Auch wenn viele Internetseiten f\u00fcr sie kostenlos sind, bezahlen sie daf\u00fcr. Entweder durch Werbeeinblendungen oder mit ihren pers\u00f6nlichen Daten. Wer nichts bezahlen m\u00f6chte ist das Produkt und sollte sich in einem gewissen Rahmen auch mit Werbung anfreunden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>U-Labs finanziert sich haupts\u00e4chlich durch Werbung, aber nicht um jeden Preis: Wir verzichten bewusst auf nervige Werbeformen wie Filme, Hintergrundmusik\/Kl\u00e4nge, Popups oder gar Exit-Popups. Die wenigen \u00fcbrigen dezenten Werbemittel werden ma\u00dfvoll eingesetzt. Schlie\u00dflich ist nichts nerviger, als wenn man vor lauter Werbung den eigentlichen Inhalt nicht mehr sieht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die l\u00e4ngst allgegenw\u00e4rtige Werbung im Internet ver\u00e4rgert viele Nutzer &#8211; So stark, dass Werbeblocker unaufhaltsam beliebter werden. Durch das Blockieren der Anzeigen sinken logischerweise die Einnahmen der Seitenbetreiber. Doch um welche Dimensionen handelt es sich?\u00a0PageFlair geht dieser Frage\u00a0in Kooperation mit der Software-Firma Adobe im Rahmen eines j\u00e4hrlich erscheinenden Berichtes nach. Rasantes Wachstum seit 2012 Werbeblocker &#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":2909,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5,1],"tags":[270,268,271,272,269,123],"class_list":["post-2898","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-news","category-technik-news","tag-adblock-plus","tag-adblocker","tag-einnahmenrueckgang","tag-finanzen","tag-werbeblocker","tag-werbung"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2898","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2898"}],"version-history":[{"count":16,"href":"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2898\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3171,"href":"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2898\/revisions\/3171"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2909"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2898"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2898"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2898"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}