{"id":3028,"date":"2016-01-03T10:30:50","date_gmt":"2016-01-03T09:30:50","guid":{"rendered":"https:\/\/u-labs.de\/?p=3028"},"modified":"2016-01-03T11:44:45","modified_gmt":"2016-01-03T10:44:45","slug":"gnome-desktopumgebung-auf-debian-servern-installieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/u-labs.de\/portal\/gnome-desktopumgebung-auf-debian-servern-installieren\/","title":{"rendered":"Gnome Desktopumgebung auf Debian Servern installieren"},"content":{"rendered":"<p>Unter Linux ist es g\u00e4ngige Praxis, dass Server-Distributionen ohne grafische Benutzeroberfl\u00e4che installiert werden. In der Regel ist dies auch sinnvoll: Auf einem Web- oder Datenbankserver bringt eine GUI keinen Mehrwert. Im Gegenteil: Die Zahl der Serverdienste steigt und damit auch die potenzielle Angriffsfl\u00e4che. Au\u00dferdem\u00a0steigt der Ressourcenverbrauch. Wie bei vielem gibt es aber auch hier Ausnahmen. Gl\u00fccklicherweise ist Linux sehr flexibel, sodass sich eine grafische Oberfl\u00e4che \u00e4hnlich wie bei Windows Server 2012 problemlos jederzeit installieren oder entfernen l\u00e4sst. Im folgenden Artikel werden wir eine Standard-Gnome Desktopumgebung auf einem Debian-Server installieren. Wir gehen dabei von einem frisch installierten Minimal-System in Version 7 aus.<\/p>\n<p>Zur Installation von Gnome gen\u00fcgt die Installation des Paketes <strong>gnome-desktop-environment<\/strong> &#8211; nat\u00fcrlich mit Rootrechten:<\/p>\n<pre class=\"brush: bash; title: ; notranslate\" title=\"\">\r\n\r\napt-get install gnome-desktop-environment\r\n\r\n<\/pre>\n<p>Nach kurzer Zeit muss das Tastaturlayout (z.B.\u00a0<strong>Deutsch<\/strong>) angegeben werden. Die Auswahl erfolgt mit den Pfeiltasten. Durch dr\u00fccken von [Tab] wechselt ihr auf den Button\u00a0<strong>Ok<\/strong>, der durch dr\u00fccken von [Enter] best\u00e4tigt wird.<\/p>\n<p>Nach Abschluss ist zwar die Desktopumgebung installiert. Es fehlt jedoch noch eine Zugriffsm\u00f6glichkeit &#8211; also etwas vergleichbares wie die Remotedesktopverbindung von Windows-Servern. Unter Linux stehen daf\u00fcr verschiedene Werkzeuge zur Auswahl. Ein Beispiel ist der Tight VNC Server. Dieser wird auf dem Server mittels<\/p>\n<pre class=\"brush: bash; title: ; notranslate\" title=\"\">\r\naptitude install tightvncserver\r\n<\/pre>\n<p>installiert. Aus Sicherheitsgr\u00fcnden sollte ein nicht-privilegierter Nutzer erstellt werden, unter dem der Server schlussendlich mit<\/p>\n<pre class=\"brush: bash; title: ; notranslate\" title=\"\">\r\ntightvncserver\r\n<\/pre>\n<p>gestartet wird. Nachdem ein Passwort festgelegt wurde, startet der Server. In der Regel l\u00e4uft die erste Instanz auf :1, wobei dies alternativ auch als Startparameter \u00fcbergeben werden kann:<\/p>\n<pre class=\"brush: bash; title: ; notranslate\" title=\"\">\r\ntightvncserver :2\r\n<\/pre>\n<p>So ist es m\u00f6glich, mehrere Instanzen parallel zu betreiben.<\/p>\n<p>Schlussendlich ben\u00f6tigen wir noch einen Client f\u00fcr Windows, etwa den\u00a0<a href=\"http:\/\/www.tightvnc.com\/download.php\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">TightVNC Viewer<\/a>. In diesem Fall in der Windows-Version. Der Vorteil des TightVNC Viewers ist jedoch seine Plattformunabh\u00e4ngigkeit: Er wurde in Java geschrieben und ist damit auf jedem g\u00e4ngigen Betriebssystem (Windows, Linux, Mac) lauff\u00e4hig. Zum Verbinden wird als Remote-Host einfach die IP-Adresse des Servers gefolgt von der Instanz eingegeben. Beispielsweise\u00a0<strong>192.168.178.5:1<\/strong>, wenn man den TightVNC Server ohne Parameter startet. Dies zeigt der TightVNC Server beim start aber praktischerweise auch gleich an (<strong>New &#8218;X&#8216; desktop is 192.168.178.5:1<\/strong>), sodass man lediglich von dort kopieren muss.<\/p>\n<p>Soll eine vorhandene Instanz beendet werden, kann dazu der -kill Parameter benutzt werden:<\/p>\n<pre class=\"brush: bash; title: ; notranslate\" title=\"\">\r\n\r\ntightvncserver -kill :1\r\n\r\n<\/pre>\n<p>In der Regel best\u00e4tigt der Server dann unter Angabe der Prozess-ID, dass die dazugeh\u00f6rige Instanz beendet wurde. Generell empfiehlt sich ein Blick in die\u00a0<a href=\"http:\/\/www.tightvnc.com\/vncserver.1.php\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">Dokumentation<\/a>, da es noch weitere sinnvolle Parameter gibt. Beispielsweise kann die standardm\u00e4\u00dfig recht d\u00fcrftige Bildschirmaufl\u00f6sung von 800&#215;600 Pixeln \u00fcber den Parameter <strong>-geometry<\/strong> auf eine zeitgem\u00e4\u00dfere erh\u00f6ht werden:<\/p>\n<pre class=\"brush: bash; title: ; notranslate\" title=\"\">\r\n\r\ntightvncserver -geometry 1900x900\r\n\r\n<\/pre>\n<p>Damit l\u00e4sst sich der Desktop ohne zu Scrollen auf einem Bildschirm mit FullHD-Aufl\u00f6sung darstellen. Nat\u00fcrlich kann man auch direkt 1920&#215;1080 nehmen und im Vollbild-Modus arbeiten. Um diesen wieder zu verlassen muss man allerdings die etwas unsch\u00f6ne Tastenkombination [Strg] + [Alt] + [Shift] + [F] dr\u00fccken.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unter Linux ist es g\u00e4ngige Praxis, dass Server-Distributionen ohne grafische Benutzeroberfl\u00e4che installiert werden. In der Regel ist dies auch sinnvoll: Auf einem Web- oder Datenbankserver bringt eine GUI keinen Mehrwert. 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