{"id":3100,"date":"2015-09-16T12:52:20","date_gmt":"2015-09-16T11:52:20","guid":{"rendered":"https:\/\/u-labs.de\/?p=3100"},"modified":"2015-09-16T12:53:35","modified_gmt":"2015-09-16T11:53:35","slug":"15-monate-nach-windows-10-fakten-und-microsofts-penetrante-upgrade-politik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/u-labs.de\/portal\/15-monate-nach-windows-10-fakten-und-microsofts-penetrante-upgrade-politik\/","title":{"rendered":"1,5 Monate nach Windows 10: Fakten und Microsofts penetrante Upgrade-Politik"},"content":{"rendered":"<p>Das neue Microsoft-Betriebssystem Windows 10\u00a0wurde vor 1 1\/2 Monaten ver\u00f6ffentlicht. Ein guter Zeitpunkt, um einen Blick auf die Verbreitung zu werfen. Au\u00dferdem\u00a0wurden durchaus dubiose Methoden bekannt, mit denen das Unternehmen wohl versucht, die Marktanteile des neuen Windows zu steigern.<\/p>\n<h4><strong>Gut 5 Prozent nutzen Windows 10<\/strong><\/h4>\n<p>Im August diesen Jahres haben knapp \u00fcber 5 Prozent aller Desktop-Nutzer das neue Betriebssystem aus dem Hause Microsoft verwendet. Windows 7 erreichte einen Monat nach Ver\u00f6ffentlichung mit rund 4 Prozent etwas weniger Marktanteile. Verglichen mit dem Vorg\u00e4nger l\u00e4uft Windows 10 aber deutlich besser: Windows 8 kam deutlich schlechter an und konnte sich in den ersten 30 Tagen lediglich gut 1 Prozent sichern.<\/p>\n<p><figure id=\"attachment_3101\" aria-describedby=\"caption-attachment-3101\" style=\"width: 537px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/u-labs.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/windows-versionen-verbreitung-august-2015.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-3101\" src=\"https:\/\/u-labs.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/windows-versionen-verbreitung-august-2015.png\" alt=\"Verbreitung der Windows-Versionen im August 2015 (Quelle: Netmarketshare)\" width=\"537\" height=\"265\" srcset=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/windows-versionen-verbreitung-august-2015.png 537w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/windows-versionen-verbreitung-august-2015-344x170.png 344w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/windows-versionen-verbreitung-august-2015-300x148.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 537px) 100vw, 537px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-3101\" class=\"wp-caption-text\">Verbreitung der Windows-Versionen im August 2015 (Quelle: Netmarketshare)<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p>Die von Netmarketshare stammenden Zahlen werden aus \u00fcber 160 Millionen eindeutigen Besuchern generiert und sind damit durchaus repr\u00e4sentativ.\u00a0Bei uns auf U-Labs merkt man jedoch, dass wir einige \u00fcberdurchschnittlich technikaffine Besucher haben: Windows 7 f\u00fchrt hier unter den Windows-Versionen mit knapp 50 Prozent zwar ebenfalls an. Allerdings folgt Windows 8.1 mit rund 18 Prozent. Windows 10 wird mit 10 Prozent fast doppelt so h\u00e4ufig eingesetzt. Erfreulich: Lediglich noch rund 2 Prozent unserer Besucher verwenden das v\u00f6llig veraltete XP.\u00a0Die rund 12 Prozent von Netmarketshare sind fast 1,5 Jahre nach der Einstellung noch viel zu viel.<\/p>\n<p>Das kostenlose Upgrade-Angebot\u00a0ist wohl einer der Hauptgr\u00fcnde f\u00fcr die vergleichsweise h\u00f6here Verbreitung von Windows 10. Gerade Windows 7 Nutzer w\u00fcrden sich sonst die Frage stellen: Windows 10 merzt\u00a0Verschlimmbesserungen von Windows 8 an Windows 7 aus &#8211; Warum sollte ich daf\u00fcr Geld ausgeben? Da kann ich auch gleich bei Windows 7 bleiben. Zumal durch die mittlerweile bekannt gewordene exzessive Sammelwut einige\u00a0Nutzer verunsichert sein d\u00fcrften, nach dem Upgrade ausspioniert zu werden.<\/p>\n<h4><strong>Zwangs-Download: Nutzer werden zunehmend zum Wechsel gedr\u00e4ngt<\/strong><\/h4>\n<p>Microsoft hat sich schon in der Vergangenheit M\u00fche gegeben, m\u00f6glichst viele Nutzer \u00fcber das Upgrade zu informieren. So bekam jeder upgradef\u00e4hige Nutzer der Vorversionen mittels Windows Update einen Hinweis eingeblendet, das Upgrade kostenfrei zu reservieren. Nach dem Erscheinen von Windows 10 wurde man dar\u00fcber informiert, dass Windows 10 nun heruntergeladen werden kann.<\/p>\n<p>Das reicht dem Konzern aber offenbar noch nicht:\u00a0Die Upgrade-Daten werden laut j\u00fcngsten Nutzerberichten mittlerweile sogar auf Computer geladen, die das Upgrade gar nicht reserviert haben. Dadurch sind einige ver\u00e4rgert: Viele f\u00fchlen sich bevormundet. Gerade Nutzer von SSDs\u00a0klagen \u00fcber den belegten Speicher &#8211; Sind diese Laufwerke durch ihren recht hohen Preis noch immer deutlich kleiner als Festplatten. Manch einer ist aber auch auf getaktete Verbindungen angewiesen. Wer nur 10GB im Monat zur Verf\u00fcgung hat, wird nicht erfreut sein, wenn Microsoft ihm die H\u00e4lfte davon ungefragt abzwackt.<\/p>\n<p>Dazu kommt dann nach jedem Hinweis die nervige Sprechblase, welche den Nutzer zum Upgrade auffordert. Um Ger\u00fcchte handelt es sich dabei keineswegs: Ich habe selbst einen produktiv eingesetzten Windows 8.1 Rechner, der bewusst nicht auf Windows 10 geupgraded wird. Seit letztem Monat wird das Windows 10 Upgrade unter den optionalen Windows-Updates angezeigt. Und zwar automatisch angehakt &#8211; Das ist bei optionalen Updates sonst nie der Fall.\u00a0Wer automatische Updates aktiviert hat, l\u00e4dt das Upgrade damit unwissend herunter.<\/p>\n<p>Microsoft hat diese Praxis \u00fcbrigens mittlerweile offiziell best\u00e4tigt. Das Upgrade werde f\u00fcr den Fall, dass der Nutzer upgraden m\u00f6chte, automatisch heruntergeladen. Warum man den Nutzer in dieser Entscheidung bevormundet, wird nicht erkl\u00e4rt. Genau so wenig die Frage, wie komplette Upgrades ungefragt \u00fcber eine Update-Funktion \u00fcbertragen werden. Ein Update\u00a0behebt Fehler innerhalb einer Version (Windows 7, 8) oder liefert kleinere Neuerungen\/Verbesserungen. Dagegen ist ein Upgrade eine komplett neue Variante der Software und somit weit mehr als nur eine kleine Neuerung. Wer sich bewusst f\u00fcr automatische Updates entscheidet, rechnet also in keinster Weise mit einem kompletten Upgrade.<\/p>\n<h4><strong>Fazit: Microsoft muss aufpassen<\/strong><\/h4>\n<p>Warum Microsoft das tut liegt nat\u00fcrlich auf der Hand: Der Start von Windows 10 war insgesamt gesehen ganz gut. Aber in Anbetracht der Tatsache, dass die gro\u00dfe Mehrheit der Nutzer kostenfrei aktualisieren kann, sind nur f\u00fcnf Prozent Marktanteile wenig. Wie bereits oben erw\u00e4hnt kam Windows 7 damals nur auf einen Prozent weniger &#8211; und zwar vollkommen ohne Anreize, die Nutzer mussten\u00a0sich Windows 7 ganz normal kaufen.<\/p>\n<p>Das rechtfertigt jedoch keine entm\u00fcndigung der Kunden. Mit umfassender \u00dcberwachung und Zwangsupdates bewegt sich Microsoft mit Windows 10 derzeit ohnehin auf einem recht d\u00fcnnen Ast. Durch die penetrante Propaganda zum Upgrade auf Windows 10 wird sich das Unternehmen bei den Anwendern nicht beliebter machen.\u00a0Bleibt abzuwarten, ob sich Microsoft in dieser Hinsicht positiv oder negativ weiter entwickelt. Langfristig k\u00f6nnen solche Methoden der Marktdominanz von Windows ernsthaft schaden. In der Schweiz wird aufgrund der Datensammelwut von Windows 10\u00a0derzeit sogar ein Verbot gepr\u00fcft.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das neue Microsoft-Betriebssystem Windows 10\u00a0wurde vor 1 1\/2 Monaten ver\u00f6ffentlicht. Ein guter Zeitpunkt, um einen Blick auf die Verbreitung zu werfen. Au\u00dferdem\u00a0wurden durchaus dubiose Methoden bekannt, mit denen das Unternehmen wohl versucht, die Marktanteile des neuen Windows zu steigern. 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