{"id":3999,"date":"2016-05-29T18:36:38","date_gmt":"2016-05-29T17:36:38","guid":{"rendered":"https:\/\/u-labs.de\/portal\/?p=3999"},"modified":"2024-12-30T23:37:31","modified_gmt":"2024-12-30T21:37:31","slug":"wer-bezahlt-den-preis-fuer-deine-schnaeppchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wer-bezahlt-den-preis-fuer-deine-schnaeppchen\/","title":{"rendered":"Wer bezahlt den Preis f\u00fcr deine Schn\u00e4ppchen?"},"content":{"rendered":"<p>Wohlstand basiert auf Ausbeutung. Weil Bauern kostenlos f\u00fcr den K\u00f6nig arbeiteten, kam der K\u00f6nig zu Reichtum. Sp\u00e4ter holte man sich Sklaven in Afrika, die ihrem Herren Reichtum brachten, da sie fast kostenlos auf Farmen arbeiteten. Dieses Prinzip hat sich bis heute nicht ge\u00e4ndert. Der Wohlstand in der 1. Welt basiert auf Ausbeutung der 3. Welt. Damit Mensch in den westlichen L\u00e4ndern g\u00fcnstige Kleider kaufen k\u00f6nnen, werden in den \u00e4rmeren Regionen der Welt <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/pestizideinsatz-in-indien-zug-der-kranken-1.1819325\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">Pestiziede<\/a> auf Felder aus gebracht &#8211; diese sind bei uns verboten. Geerntet wird mit <a href=\"http:\/\/www.tdh.de\/was-wir-tun\/projekte\/suedasien\/indien\/kinderarbeit-bei-der-baumwollernte.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">Kinderarbeit<\/a>. Gen\u00e4ht werden die Textilien von <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/textilindustrie-in-indien-genaeht-von-sklavinnen-verramscht-in-deutschland-1.1514874\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">Sklavinnen<\/a>, verramscht wird in den Konsuml\u00e4ndern.<\/p>\n<h3><strong>Moderne Sklaverei sichert unseren Wohlstand<\/strong><\/h3>\n<p>Dort werden Sklaven ben\u00f6tigt, die in der ersten Welt Dienstleistungen erbringen. Diese Dinge kann man nicht im Ausland produzieren und importieren. Folglich m\u00fcssen Sklaven, billige Arbeiter in die 1. Welt gebracht werden. Angezogen durch den Wohlstand in der 1. Welt nutzen Menschen den Augenblick als die Grenzen ge\u00f6ffnet waren um in die 1. Welt zu gelangen. Angetrieben von der Hoffnung, selbst zu Wohlstand durch Arbeit zu kommen, werden diese Menschen Niedriglohn-Jobs annehmen.<\/p>\n<p>Beispielsweise in der Altenpflege herrscht Fachkr\u00e4ftemangel. Gleichzeitig w\u00e4chst die Zahl der alten Menschen. Folglich werden ausl\u00e4ndische Menschen angeworben, um in der 1. Welt ihr Gl\u00fcck durch Arbeit zu versuchen. Besch\u00e4ftigung finden sie unterbezahlt in der <a href=\"http:\/\/www.derwesten.de\/staedte\/warstein\/im-altenpfleger-mangel-liegt-fuer-fluechtlinge-eine-chance-id11794481.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">Altenpflege<\/a>. Den Menschen im Westen bringt es Wohlstand, wenn sie ihre Eltern billig in einem Pflegeheim unterbringen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Weil <a href=\"http:\/\/www.derwesten.de\/region\/grossrazzia-bei-fleischzerlegern-id8466790.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">Fleisch<\/a> billig von Sklaven, Wanderarbeitern in Deutschland zerlegt werden kann, ist es m\u00f6glich dass Menschen in der 1. Welt ihren Wohlstand mehren und billiges Fleisch kaufen k\u00f6nnen. W\u00fcrden Menschen der 1. Welt besch\u00e4ftigt werden um Fleisch zu zerlegen, w\u00e4re Fleisch so teuer, dass es sich wenige leisten k\u00f6nnten.<\/p>\n<h3><strong>Ausbeutung hat Konjunktur<\/strong><\/h3>\n<p>Sklaverei ist ein wachsender Gesch\u00e4ftszweig. Ohne das manche Dienstleistungen in der 1. Welt unerschwinglich teuer werden w\u00fcrden. Vermutlich sind Arbeitssklaven der Preis der Globalisierung. <a href=\"http:\/\/www.dw.com\/de\/arbeitssklaven-als-preis-der-globalisierung\/a-3822593\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">Quelle<\/a>. Niemand muss sich nun Sorgen machen, dass er einmal einen Sklaven trifft und sich f\u00fcr sein Konsumverhalten vor ihm rechtfertigen muss, weil er so Geizig ist. Denn diese Arbeitssklaven wir der Konsument nie treffen.<\/p>\n<p>Sie arbeiten immer im Hintergrund. Beispielsweise in einer gro\u00dfen Halle eines US Versandh\u00e4ndlers, bei einem Logistik Dienstleister, als Lkw Fahrer einer Osteurop\u00e4ischen Spedition, in der Altenpflege, im Krankenhaus, im Fleischzerlegebetrieb oder als Erntehelfer holen sie die Fr\u00fcchte je nach Saison vom Feld. Diese Menschen sollen hier Sozialversicherungspflichtig arbeiten, also auch in die Rentenkasse einbezahlen. Gleichzeitig sollen diese Arbeitssklaven in ihrem Rentenalter dann in ihre Herkunftsl\u00e4nder zur\u00fcckgehen, ohne in der 1. Welt Rente beantragt zu haben.<\/p>\n<h3><strong>Keine Besserung in Sicht<\/strong><\/h3>\n<p>Zuk\u00fcnftig wird sich daran wohl kaum etwas \u00e4ndern, im Gegenteil: Alleine bei Lebensmitteln sind die Ausgaben aktuell auf nur noch 9,5 Prozent des Haushaltseinkommens gesunken. 1950 waren es noch 50 Prozent. Die &#8222;Geiz ist Geil&#8220; Mentalit\u00e4t trifft also den Nerv der Zeit. Doch das hat Folgen: Den Preis, den wir nicht bereit sind auszugeben, m\u00fcssen daf\u00fcr andere bezahlen. Und das betrifft nicht nur Lebensmittel, sondern alle Dienstleister.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wohlstand basiert auf Ausbeutung. Weil Bauern kostenlos f\u00fcr den K\u00f6nig arbeiteten, kam der K\u00f6nig zu Reichtum. Sp\u00e4ter holte man sich Sklaven in Afrika, die ihrem Herren Reichtum brachten, da sie fast kostenlos auf Farmen arbeiteten. Dieses Prinzip hat sich bis heute nicht ge\u00e4ndert. Der Wohlstand in der 1. Welt basiert auf Ausbeutung der 3. 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