{"id":4041,"date":"2016-06-18T19:17:00","date_gmt":"2016-06-18T17:17:00","guid":{"rendered":"https:\/\/u-labs.de\/portal\/?p=4041"},"modified":"2020-04-05T19:19:39","modified_gmt":"2020-04-05T17:19:39","slug":"dsm-raid-array-auf-konsistenz-pruefen-bzw-diese-wiederherstellen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/u-labs.de\/portal\/dsm-raid-array-auf-konsistenz-pruefen-bzw-diese-wiederherstellen\/","title":{"rendered":"DSM: RAID-Array auf Konsistenz pr\u00fcfen bzw. diese wiederherstellen"},"content":{"rendered":"<p>Ein Raid-Array speichert die Daten parallel auf mehreren Festplatten, um den Ausfall einzelner Laufwerke kompensieren zu k\u00f6nnen. Wie man sich denken kann, ist die Konsistenz dieser Daten das A und O. F\u00e4llt eine Festplatte aus und die Daten auf den verbleibenden Laufwerken sind fehlerhaft, kann dies zu Problemen f\u00fchren. Daher sollten die Laufwerke eines Raid-Arrays regelm\u00e4\u00dfig auf Konsistenz gepr\u00fcft werden. Leider geschieht dies bei Synology-NAS Systemen nicht. Zumindest nicht regelm\u00e4\u00dfig. Lediglich beim hinzuf\u00fcgen einer neuen Festplatte wird die Konsistenz sichergestellt. Folgender Artikel zeigt, wie das Dateisystem auf fehlerhafte Bl\u00f6cke gepr\u00fcft wird und wie sich diese korrigieren lassen.<\/p>\n<h3><strong>Pr\u00fcfung durchf\u00fchren<\/strong><\/h3>\n<p>Bis auf die Auswahl beim hinzuf\u00fcgen einer neuen Festplatte bietet DSM keine M\u00f6glichkeit, diesen Prozess manuell \u00fcber die grafische Weboberfl\u00e4che anzusto\u00dfen. Daf\u00fcr m\u00fcssen wir uns per SSH auf das NAS verbinden und den Check mittels folgendem Befehl ansto\u00dfen:<\/p>\n<pre><pre class=\"brush: bash; title: ; notranslate\" title=\"\">\necho check &amp;amp;gt; \/sys\/block\/mdXXX\/md\/sync_action\n<\/pre>\n<p><strong>XXX<\/strong> ist durch die Nummer des Arrays zu ersetzen. Auf vielen DiskStations ist beginnt der erste f\u00fcr Festplatten genutzte Array bei der Nummer 2, also&nbsp;<strong>md2<\/strong>. Eine Auflistung aller Arrays erh\u00e4lt man \u00fcber den Befehl<\/p>\n<pre><pre class=\"brush: bash; title: ; notranslate\" title=\"\">\nmdadm --examine --brief --scan  --config=partitions\n<\/pre>\n<p>Sollte man verschiedene Arrays besitzen und diese nicht zuordnen k\u00f6nnen, lassen sich mittels <i>mdadm<\/i> weitere Informationen zum jeweiligen Array ausgeben.<\/p>\n<pre><pre class=\"brush: bash; title: ; notranslate\" title=\"\">\nmdadm --detail \/dev\/md2\n<\/pre>\n<p>Nachdem der Check gestartet wurde, l\u00e4sst sich der Fortschritt in der Weboberfl\u00e4che \u00fcber&nbsp;<strong>Speicher-Manager &gt; Volume<\/strong> einsehen. Das DSM wird nun die \u00dcbereinstimmung jedes einzelnen Blockes \u00fcberpr\u00fcfen. Abh\u00e4ngig von Anzahl, Gr\u00f6\u00dfe und Geschwindigkeit der verbauten Festplatten kann dieser Vorgang mehrere Stunden dauern.<\/p>\n<h3><strong>Ergebnis einsehen<\/strong><\/h3>\n<p>Auch wenn der Fortschritt in der&nbsp;Weboberfl\u00e4che dargestellt wird, findet sich dort nicht das Ergebnis des Scans. Dies wird in der Datei<\/p>\n<pre><pre class=\"brush: bash; title: ; notranslate\" title=\"\">\n\/sys\/block\/mdXXX\/md\/mismatch_cnt\n<\/pre>\n<p>abgelegt und kann mittels <i>echo<\/i> ausgegeben werden:<\/p>\n<pre><pre class=\"brush: bash; title: ; notranslate\" title=\"\">\nNAS&amp;amp;amp;gt; cat \/sys\/block\/md2\/md\/mismatch_cnt\n136325888\n<\/pre>\n<p>Wie man sieht, haben sich auf diesem NAS einige inkonsistente Bl\u00f6cke eingeschlichen. Diese sollten behoben werden, um besch\u00e4digte oder gar unbrauchbare Dateien zu verhindern.<\/p>\n<h3><strong>Fehler korrigieren<\/strong><\/h3>\n<p>Um diese Fehler zu reparieren, f\u00fchren wir folgenden Befehl aus:<\/p>\n<pre><pre class=\"brush: bash; title: ; notranslate\" title=\"\">\necho repair &amp;amp;amp;gt; \/sys\/block\/mdXXX\/md\/sync_action\n<\/pre>\n<p>Auch hier variiert die Dauer je nach Gr\u00f6\u00dfe des Arrays und kann im Speicher-Manager eingesehen werden:<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/u-img.net\/img\/4562Gn.png\"><\/p>\n<p>Nach Abschluss des Vorganges kann man durch erneute Ausgabe der Datei <strong>mismatch_cnt<\/strong> das Ergebnis einsehen:<\/p>\n<pre><pre class=\"brush: bash; title: ; notranslate\" title=\"\">\nNAS&amp;amp;gt; cat \/sys\/block\/md2\/md\/mismatch_cnt\n0\n<\/pre>\n<p>Hat alles geklappt, wird dieser Z\u00e4hler auf 0 gesetzt &#8211; Zumindest, sofern es w\u00e4hrend der \u00dcberpr\u00fcfung zu keinen neuen Fehlern kommt. Dieser Vorgang findet ja w\u00e4hrend des Live-Betriebs statt, sodass man sein NAS w\u00e4hrend dieser Vorg\u00e4nge verwenden kann. Eine Offline-\u00dcberpr\u00fcfung mittels fsck w\u00e4re alternativ nat\u00fcrlich auch m\u00f6glich, nachdem die Partition ausgehangen wurde.<\/p>\n<p>Wie zuvor bereits erw\u00e4hnt, sollten Raid-Arrays regelm\u00e4\u00dfig auf Konsistenz gepr\u00fcft werden. Ist dabei regelm\u00e4\u00dfig eine hohe Fehleranzahl festzustellen oder die Fehler lassen sich nicht \u00fcber die eben gezeigte Repair-Funktion korrigieren, liegt wahrscheinlich ein Hardware-Problem an mindestens einer Festplatte vor. In diesem Falle sollte ein Austausch in Betracht gezogen werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Raid-Array speichert die Daten parallel auf mehreren Festplatten, um den Ausfall einzelner Laufwerke kompensieren zu k\u00f6nnen. Wie man sich denken kann, ist die Konsistenz dieser Daten das A und O. 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