{"id":6753,"date":"2020-05-09T13:31:36","date_gmt":"2020-05-09T11:31:36","guid":{"rendered":"https:\/\/u-labs.de\/portal\/?p=6753"},"modified":"2020-05-09T13:32:17","modified_gmt":"2020-05-09T11:32:17","slug":"prozessor-stresstests-mit-s-tui-und-stress-unter-ubuntu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/u-labs.de\/portal\/prozessor-stresstests-mit-s-tui-und-stress-unter-ubuntu\/","title":{"rendered":"Prozessor Stresstests mit s-tui und stress unter Ubuntu"},"content":{"rendered":"<p>Ein Stresstest produziert k\u00fcnstliche Last, beispielsweise zur Auslastung des Prozessors. Es gibt mehrere Gr\u00fcnde, seine Hardware am Limit zu testen: Beispielsweise um die Stabilit\u00e4t des Systemes sicherzustellen. Vor allem nach einem Systemwechsel oder gr\u00f6\u00dferem Hardwareaustausch macht dies Sinn. So kann man sicherstellen, dass alles stabil l\u00e4uft und sich die Temperaturen im gr\u00fcnen Bereich befinden. Oder eben rechtzeitig Ma\u00dfnahmen ergreifen, falls dies nicht zufriedenstellend ist.<\/p>\n<p>Ansonsten kann man auch einen guten Eindruck vom Stromverbrauch des Systemes gewinnen: Eine Messung im Leerlauf mit einer weiteren unter Vollast zeigt, in welchem Bereich der Verbrauch liegt.<\/p>\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Warum stress und s-tui?<\/h2>\n<p>Verschiedene Programme erm\u00f6glichen Lasttests unter Linux. Im folgenden m\u00f6chte ich <em>stress<\/em> in Kombination mit <em>s-tui<\/em> vorstellen. Warum gerade diese beiden? Das Tool <em>stress<\/em> ist ein relativ simples Kommandozeilenwerkzeug, um Prozessorkerne voll auszulasten. Zwar w\u00fcrde das bereits ausreichen. Doch w\u00e4hrend des Tests m\u00f6chte man gewisse Systemparameter \u00fcberwachen, um den Verlauf zu beobachten. Beispielsweise Taktfrequenz, Kernauslastung und vor allem die Temperatur. <\/p>\n<p>Hier kommt <em>s-tui<\/em> ins Spiel: Das in Python geschriebene Tool stellt diese Werte grafisch dar. Und zwar im Zeitverlauf. So kann man sehen, wie diese sich w\u00e4hrend des Tests entwickeln. Gegen\u00fcber dem h\u00e4ndischen Auslesen ist dies ein Vorteil. Zumal es wesentlich bequemer ist.<\/p>\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/s-tui-stress-test.gif\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/s-tui-stress-test.gif\" alt=\"\"\/><\/a><\/figure>\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Installation und Benutzung<\/h2>\n<p><em>stress<\/em> kann unter allen Ubuntu-Versionen einfach \u00fcber die Paketverwaltung installiert werden:<\/p>\n<pre class=\"wp-block-prismatic-blocks\"><code class=\"language-bash\" data-line=\"\">sudo apt install stress<\/code><\/pre>\n<p>Unter Ubuntu 18.10 und neuer ist auch das Paket <em>s-tui<\/em> in den offiziellen Paketquellen enthalten. F\u00fcr alle \u00e4lteren (LTS-) Versionen wie z.B. 18.04 oder 16.04 existiert eine Drittanbieter-Paketquelle. Sie ist allerdings nicht immer aktuell. Wer dar\u00fcber hinaus ungerne fremde Paketquellen einbindet, kann einfach Pip benutzen. Da es sich um Python-Software handelt, ver\u00f6ffentlichen die Entwickler es im hauseigenen Paketmanager. Dies ist in meinen Augen der sinnvollste Weg:<\/p>\n<pre class=\"wp-block-prismatic-blocks\"><code class=\"\" data-line=\"\">sudo apt install python3 python3-pip python3-dev\npip3 install s-tui --user<\/code><\/pre>\n<p>Das Tool befindet sich nach der Installation in <strong>~\/.local\/bin\/s-tui<\/strong> und kann mit diesem Befehl gestartet werden. Falls der benutzerspezifische Bin-Ordner in <strong>$PATH<\/strong> eingetragen ist, reicht auch nur <strong>s-tui<\/strong> im Terminal aus.<\/p>\n<p>Bei Bedarf findet man weitere Informationen <a href=\"https:\/\/github.com\/amanusk\/s-tui#simple-installation\" class=\"aioseop-link\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">in der README-Datei des dazugeh\u00f6rigen Github-Repositories.<\/a><\/p>\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Lasttest starten<\/h2>\n<p>Dies funktioniert denkbar einfach: Nach dem Starten navigiert man mit der Pfeil nach unten Taste zum Modus <strong>Stress<\/strong>. Um ihn zu starten, gen\u00fcgt das Dr\u00fccken der Leertaste. Nach wenigen Sekunden sollten sich Taktfrequenz, Auslastung und auch die Temperatur sichtlich erh\u00f6hen.<\/p>\n<p>Um den Test zu beenden, einfach mit der Pfeiltaste wieder einen Eintrag nach oben zu <strong>Monitor<\/strong> navigieren. Nach dem Dr\u00fccken der Leertaste zeigt s-tui nur die aktuellen Werte, ohne Prozessorlast zu erzeugen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Stresstest produziert k\u00fcnstliche Last, beispielsweise zur Auslastung des Prozessors. Es gibt mehrere Gr\u00fcnde, seine Hardware am Limit zu testen: Beispielsweise um die Stabilit\u00e4t des Systemes sicherzustellen. Vor allem nach einem Systemwechsel oder gr\u00f6\u00dferem Hardwareaustausch macht dies Sinn. So kann man sicherstellen, dass alles stabil l\u00e4uft und sich die Temperaturen im gr\u00fcnen Bereich befinden. 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