{"id":7005,"date":"2020-11-25T13:07:57","date_gmt":"2020-11-25T11:07:57","guid":{"rendered":"https:\/\/u-labs.de\/portal\/?p=7005"},"modified":"2023-06-18T14:34:46","modified_gmt":"2023-06-18T12:34:46","slug":"windows-subsystem-fuer-linux-wsl-ohne-microsoft-store-konto-installieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/u-labs.de\/portal\/windows-subsystem-fuer-linux-wsl-ohne-microsoft-store-konto-installieren\/","title":{"rendered":"Windows Subsystem f\u00fcr Linux (WSL) ohne Microsoft-Store\/Konto installieren (Windows 10)"},"content":{"rendered":"<p>Microsoft unterst\u00fctzt seit kurzem die M\u00f6glichkeit, eine Linux-Distributiuon unter Windows 10 \u00fcber die Kommandozeile zu bedienen. Der Zwischenritt \u00fcber eine Virtuelle Maschine (VM), welche dann mittels SSH-Client angesteuert wird, f\u00e4llt hierbei weg. Das ganze nennt sich irref\u00fchrend <strong>Windows Subsystem f\u00fcr Linux<\/strong>, kurz WSL. Obwohl f\u00fcr Linux nichts bereitgestellt wird, sondern wie bereits gesagt nur umgekehrt: Linux f\u00fcr Windows.<\/p>\n<p>Da sich das Linux-System somit tief in Windows integriert, funktioniert dies nicht flexibel mit jeder Distribution wie bei einer VM. Stattdessen sind entsprechend von Microsoft aufbereitete Abbilder im appx-Format notwendig. Dennoch kann das ganze f\u00fcr Nutzer interessant sein, die noch nicht zu Linux wechseln k\u00f6nnen oder wollen. Derzeit werden sechs Distributionen von Microsoft bereitgestellt.<\/p>\n<p>Allerdings hat das ganze noch einen Haken: Besagte Linux-Abbilder f\u00fcr das WSL werden \u00fcber den Microsoft-Store verteilt. Zumindest propagiert Microsoft diese Variante, denn: \u00dcber solch ein Konto werden weit mehr Daten an Microsoft gesendet, als es Windows 10 ohnehin schon macht. Der Benutzer wird damit eindeutig identifizierbar. Au\u00dferdem kann der Konzern ein detailliertes Profil mit Daten aus anderen Diensten wie OneDrive oder Cortana erstellen. Aus Sicherheits- und Datenschutzgr\u00fcnden ist die Nutzung mit Microsoft-Konto daher noch umstrittener als Windows 10 selbst und somit nicht empfehlenswert.<\/p>\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"aktivieren-des-wsl-unter-windows-10\">Aktivieren des WSL unter Windows 10<\/h2>\n<p>Doch der Reihe nach. Bevor wir ein Linux-Abbild herunterladen und installieren, m\u00fcssen wir das Windows Subsystem f\u00fcr Linux zun\u00e4chst aktivieren. Hierf\u00fcr \u00f6ffnen wir eine PowerShell als Administrator: Im Startmen\u00fc nach <strong>Powershell<\/strong> suchen und rechts auf<strong> Als Administrator ausf\u00fchren<\/strong> klicken:<\/p>\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"784\" height=\"637\" src=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/grafik-1.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-7006\" srcset=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/grafik-1.png 784w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/grafik-1-300x244.png 300w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/grafik-1-768x624.png 768w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/grafik-1-70x57.png 70w\" sizes=\"auto, (max-width: 784px) 100vw, 784px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n<p>Alternativ erreicht man das Gleiche mit einem Rechtsklick auf den PowerShell-Eintrag in den Suchergebnissen:<\/p>\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"350\" height=\"261\" src=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/grafik-2.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-7007\" srcset=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/grafik-2.png 350w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/grafik-2-300x224.png 300w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/grafik-2-70x52.png 70w\" sizes=\"auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n<p>Nachdem die Nachfrage der Benutzerkontensteuerung best\u00e4tigt wurde, f\u00fcgt man in das PowerShell-Fenster folgenden Befehl ein:<\/p>\n<pre class=\"wp-block-prismatic-blocks\"><code class=\"language-powershell\" data-line=\"\">Enable-WindowsOptionalFeature -Online -FeatureName Microsoft-Windows-Subsystem-Linux<\/code><\/pre>\n<p>Die Ausf\u00fchrung braucht etwas Zeit. <strong>RestartNeeded<\/strong> gibt an, ob der PC im Anschluss neu gestartet werden muss, damit die Funktion verf\u00fcgbar ist.<\/p>\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"859\" height=\"207\" src=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/grafik-3.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-7008\" srcset=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/grafik-3.png 859w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/grafik-3-300x72.png 300w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/grafik-3-768x185.png 768w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/grafik-3-70x17.png 70w\" sizes=\"auto, (max-width: 859px) 100vw, 859px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"linux-abbilder-fur-das-wsl-ohne-microsoft-konto-herunterladen\">Linux-Abbilder f\u00fcr das WSL ohne Microsoft-Konto herunterladen<\/h2>\n<p>Microsoft stellt die Abbilder zum direkten Download in folgendem KB-Artikel bereit: <a href=\"https:\/\/docs.microsoft.com\/en-us\/windows\/wsl\/install-manual#downloading-distros\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">Manueller Download der WSL Distributionspakete<\/a> <\/p>\n<p>Dort kann man sie entweder grafisch im Browser herunterladen, oder alternativ grafisch per Klick im Browser. Welche Variante man w\u00e4hlt, spielt im Prinzip keine Rolle. Beim grafischen Download muss der Pfad zur appx-Datei entsprechend angepasst werden. Im Regelfall d\u00fcrfte der Downloads-Ordner in <strong>$env:userprofile\\Downloads<\/strong> liegen. Zumindest sofern man ihn nicht h\u00e4ndisch auf ein anderes Laufwerk verschoben hat. Im Folgenden nutze ich daher den Download via Konsole.<\/p>\n<p>Als Linux-Distribution nutze ich die aktuellste Ubuntu 20.04 LTS, welche unter folgendem Link heruntergeladen werden kann: https:\/\/aka.ms\/wslubuntu2004<\/p>\n<p>F\u00fcr den PowerShell-Aufruf wechsle ich zun\u00e4chst in den Temp-Ordner und lade die Datei dann herunter.<\/p>\n<div class=\"wp-block-syntaxhighlighter-code \">\n<pre class=\"brush: powershell; title: ; notranslate\" title=\"\">\ncd $env:TEMP\nInvoke-WebRequest -Uri https:\/\/aka.ms\/wslubuntu2004 -OutFile Ubuntu.appx -UseBasicParsing\n<\/pre>\n<\/div>\n<p>Der Befehl \u00fcber das CmdLet Add-AppxPackage funktioniert leider nicht. Stattdessen muss man die Datei zun\u00e4chst umbenennen, damit sie mit Expand-Archive entpackt werden kann. Die Installation l\u00e4sst sich \u00fcber die darin enthaltene exe-Datei starten.<\/p>\n<div class=\"wp-block-syntaxhighlighter-code \">\n<pre class=\"brush: powershell; title: ; notranslate\" title=\"\">\nRename-Item .\\Ubuntu.appx .\\Ubuntu.zip\nExpand-Archive .\\Ubuntu.zip\ncd .\\Ubuntu\\\n<\/pre>\n<\/div>\n<p>Die Exe-Datei hei\u00dft je nach Version unterschiedlich:<\/p>\n<div class=\"wp-block-syntaxhighlighter-code \">\n<pre class=\"brush: powershell; title: ; notranslate\" title=\"\">\nPS C:\\Users\\Daniel\\AppData\\Local\\Temp\\Ubuntu&gt; ls ubuntu*.exe\n\n\n    Verzeichnis: C:\\Users\\Daniel\\AppData\\Local\\Temp\\Ubuntu\n\n\nMode                 LastWriteTime         Length Name\n----                 -------------         ------ ----\n-a----        23.04.2020     16:01         468480 ubuntu2004.exe\n<\/pre>\n<\/div>\n<p><strong>Nachtrag 31.01.2022: Mittlerweile wird eine appx-Datei ausgeliefert, statt der .exe. Hier einfach jene nehmen, die mit _x64 endet<\/strong>. <strong>Per Doppelklick registriert sich WSL \u00fcber den Store, ein Konto ist nicht notwendig.<\/strong><\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend startet der Einrichtungsassistent, der &#8211; wie bei der echten Installation &#8211; zur Erstellung eines Benutzerkontos auffordert. Nachdem hier ein Benutzername mit dazugeh\u00f6rigem Kennwort eingegeben wurde, ist man in der Linux-Distribution eingeloggt:<\/p>\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"859\" height=\"634\" src=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/grafik-4.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-7009\" srcset=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/grafik-4.png 859w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/grafik-4-300x221.png 300w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/grafik-4-768x567.png 768w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/grafik-4-70x52.png 70w\" sizes=\"auto, (max-width: 859px) 100vw, 859px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n<p>Diese kann nun nahezu wie ein vollwertiges Linux genutzt werden. Beispielsweise lassen sich mit <strong>sudo apt-get update &amp;&amp; sudo apt-get upgrade<\/strong> die Paketquellen und Pakete aktualisieren. Wie bei jeder frischen Installation ist dies auch hier empfehlenswert. Der zuvor eingerichtete Benutzer besitzt \u00fcber das Passwort sudo-Rechte.<\/p>\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"aufrufen-des-wsl-aus-jeder-konsole-heraus\">Aufrufen des WSL aus jeder Konsole heraus<\/h2>\n<p>M\u00f6chte man sein Linux starten, gen\u00fcgt das Ausf\u00fchren des Befehls <strong>wsl<\/strong>:<\/p>\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/u-img.net\/img\/2519Em.gif\" alt=\"\"\/><\/figure>\n<\/div>\n<p>Praktischerweise wird das aktuelle Arbeitsverzeichnis auf der Windows-Konsole direkt in der WSL-Instanz ge\u00f6ffnet. M\u00f6chte man eine spezifische Distribution starten, so kann man diese mit dem Schalter -d angeben. Es folgt der Name, wie er bei wsl &#8211;list (siehe unten) angezeigt wird. F\u00fcr eine Standard Ubuntu 20.04 Installation beispielsweise:<\/p>\n<div class=\"wp-block-syntaxhighlighter-code \">\n<pre class=\"brush: powershell; title: ; notranslate\" title=\"\">\nPS C:\\Users\\Daniel&gt; wsl -d Ubuntu-20.04\ndaniel@Dani-PC:\/mnt\/c\/Users\/Daniel$\n<\/pre>\n<\/div>\n<p>Standardm\u00e4\u00dfig ist dies nicht erforderlich. Aber sobald man mehrere Distributionen\/Instanzen installiert hat, kann man so entscheiden, welche gestartet werden soll.<\/p>\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"terminal-empfehlung-fur-windows-10\">Terminal-Empfehlung f\u00fcr Windows 10<\/h2>\n<p>Die Konsole f\u00fchrte unter Windows sehr lange eher ein Nischendasein: Das Urgestein CMD ist schon seit Jahrzehnten nicht mehr auf dem Stand der Zeit und bietet weit weniger M\u00f6glichkeiten als jede Kommandozeile unter Linux. Deren Nachfolger PowerShell ist schon besser. Doch auch hier vermisst man zahlreiche Funktionen wie etwa die M\u00f6glichkeit, mehrere Tabs verwenden zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Nach dem Motto <em>Besser sp\u00e4t als nie<\/em> hat auch Microsoft dies mittlerweile eingesehen und liefert endlich <a href=\"https:\/\/github.com\/microsoft\/terminal\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">ein neues Windows-Terminal<\/a>. Dies ist \u00fcber den Link sogar komplett quelloffen auf Github erh\u00e4ltlich. \u00dcber die Github-Releases kann man die neuste msixbundle-Datei zur Installation herunterladen. <\/p>\n<p>Es integriert alle Shells und unterst\u00fctzt auch das WSL. So kann man beispielsweise direkt einen neuen Tab mit einer installierten WSL-Instanz starten:<\/p>\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"788\" height=\"299\" src=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/grafik-5.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-7013\" srcset=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/grafik-5.png 788w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/grafik-5-300x114.png 300w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/grafik-5-768x291.png 768w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/grafik-5-70x27.png 70w\" sizes=\"auto, (max-width: 788px) 100vw, 788px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"weitere-nutzliche-befehle\">Weitere n\u00fctzliche Befehle<\/h2>\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"installierte-distributionen-anzeigen\">Installierte Distributionen anzeigen<\/h3>\n<div class=\"wp-block-syntaxhighlighter-code \">\n<pre class=\"brush: powershell; title: ; notranslate\" title=\"\">\nPS C:\\Users\\Daniel&gt; wsl --list --verbose\n  NAME            STATE           VERSION\n* Ubuntu-20.04    Running         1\n<\/pre>\n<\/div>\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"installierte-distribution-entfernen-zurucksetzen\">Installierte Distribution entfernen (zur\u00fccksetzen)<\/h3>\n<div class=\"wp-block-syntaxhighlighter-code \">\n<pre class=\"brush: powershell; title: ; notranslate\" title=\"\">\nPS C:\\Users\\Daniel&gt; wsl --unregister Ubuntu-20.04\nRegistrierung wird aufgehoben\u2026\n<\/pre>\n<\/div>\n<p>M\u00f6chte man diese neu einrichten, kann man anschlie\u00dfend wie oben beschrieben die exe-Datei der jeweiligen Distribution ausf\u00fchren. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Microsoft unterst\u00fctzt seit kurzem die M\u00f6glichkeit, eine Linux-Distributiuon unter Windows 10 \u00fcber die Kommandozeile zu bedienen. 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