{"id":7284,"date":"2021-08-05T14:30:33","date_gmt":"2021-08-05T12:30:33","guid":{"rendered":"https:\/\/u-labs.de\/portal\/?p=7284"},"modified":"2022-12-12T18:39:00","modified_gmt":"2022-12-12T16:39:00","slug":"raspberry-pi-4-einstieg-was-braucht-man-fuer-den-einstieg-und-warum-einkaufsliste-fuer-anfaenger-erklaert-text-video","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/u-labs.de\/portal\/raspberry-pi-4-einstieg-was-braucht-man-fuer-den-einstieg-und-warum-einkaufsliste-fuer-anfaenger-erklaert-text-video\/","title":{"rendered":"Raspberry Pi 4 Einstieg: Was braucht man f\u00fcr den Einstieg und warum? Einkaufsliste f\u00fcr Anf\u00e4nger erkl\u00e4rt (Text + Video)"},"content":{"rendered":"<p>Gerade beim neuesten Raspberry Pi 4 hat sich doch einiges im Vergleich zum Vorg\u00e4nger getan. Was ben\u00f6tige ich also f\u00fcr den Einstieg? Diese h\u00e4ufig gestellte Anf\u00e4ngerfrage m\u00f6chten wir im Folgenden beantworten.<\/p>\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Einkaufsliste: Das brauchst du f\u00fcr den Einstieg in den Raspberry Pi 4<\/h2>\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Welchen Raspberry Pi 4 soll ich nehmen?<\/h3>\n<p>Erst mal nat\u00fcrlich den Raspberry Pi 4 selbst. Diesen gibt es in drei verschiedenen Varianten, die sich durch den Arbeitsspeicher unterscheiden: 2 GB, 4 GB und seit einigen Monaten sogar in 8 GB. Anfangs gab es auch eine 1GB Variante \u2013 sie wurde inzwischen jedoch eingestellt. Wie viel Speicher es sein sollte, h\u00e4ngt von der Anwendungsart ab: F\u00fcr kleine Elektronikbastelleien reicht die 2GB Variante v\u00f6llig aus. 4 GB ist ein guter Mittelweg, wenn ihr mehrere Anwendungen installieren m\u00f6chtet, die etwas mehr Speicher brauchen. 8 GB sind nur notwendig, wenn die Anwendungen besonders speicherhungrig sind \u2013 etwa Java-Programme die eine Elasticsearch ben\u00f6tigen.<\/p>\n<p>Man sollte aber bedenken: Der Arbeitsspeicher ist aufgel\u00f6tet. Entscheidet man sich f\u00fcr eine kleinere Version und braucht mehr Speicher, muss ein neuer Pi gekauft werden.<\/p>\n<p>Wenn ihr euch unschl\u00fcssig seid, empfehle ich 4GB, also die Mitte. Damit seid ihr flexibel und habt noch etwas Reserve, was ja gerade beim basteln wichtig ist.<\/p>\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Stromversorgung<\/h3>\n<p>Zur Stromversorgung ein Netzteil mit 5V und mindestens 3A. Achtung: Seit dem Pi 4 wird USB Typ C genutzt. Ein vorhandenes Micro-USB Netzteil kann mit einem Adapter weiterverwendet werden, sofern es gen\u00fcgend Leistung besitzt \u2013 dies l\u00e4sst sich auf dem Typenschild erkennen. F\u00fcr einen Neukauf empfiehlt sich das offizielle Raspberry Pi Netzteil, welches ihr hier seht.<\/p>\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Speicherkarte f\u00fcr das Betriebssystem inkl. Leseger\u00e4t<\/h3>\n<p>Das Betriebssystem wird auf eine MicroSD-Karte installiert. Die Karte sollte mindestens 8GB gro\u00df sein \u2013 besser sind 16GB oder mehr, so habt ihr noch etwas Luft f\u00fcr die Zukunft. Bei den heutigen Preisen ist dies kein Problem, derzeit bekommt man 64 GB Karten schon f\u00fcr um die 10\u20ac. Ich empfehle nicht zu langsame Karten zu nehmen, am besten Klasse 6 und aufw\u00e4rts.<\/p>\n<p>Da das Betriebssystem einmalig auf die Speicherkarte geschrieben werden muss, braucht ihr einen entsprechenden Kartenleser f\u00fcr Micro-SD Karten. Sollte keiner vorhanden sein, pr\u00fcft ob ein SD-Kartenleser vorhanden ist. Das sind die \u00e4lteren, gr\u00f6\u00dferen Karten. Manche Micro-SD Karten enthalten einen Adapter von SD auf Micro-SD, in diesem Falle ist also kein Kartenleser n\u00f6tig. Alternativ gibt es f\u00fcr kleines Geld externe USB-Kartenleser, die alle g\u00e4ngigen Formate unterst\u00fctzen. Dieser hier kann sogar Micro-SD Karten direkt ohne Adapter auslesen.<\/p>\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Weitere Teile f\u00fcr den Anschluss an einen Bildschirm mit grafischer Oberfl\u00e4che<\/h3>\n<p>Das ist die minimalste Ausstattung f\u00fcr den Anfang. M\u00f6chtet ihr den PI an einen Bildschirm anschlie\u00dfen, ben\u00f6tigt ihr einen Adapter oder ein entsprechendes Kabel \u2013 denn der Raspberry Pi 4 besitzt zwei Micro HDMI Anschl\u00fcsse. Sowohl Adapter als auch Adapterkabel funktionieren, der Adapter bietet sich an, wenn ihr bereits genug HDMI-Kabel habt und ggf. den Bildschirm wechseln m\u00f6chtet, ohne das komplette Kabel ausstecken zu m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Am besten schaut ihr zudem, welche Anschl\u00fcsse euer Bildschirm oder Fernseher besitzt und welche davon noch frei sind. HDMI besitzt heutzutage nahezu jedes Ger\u00e4t. Aber wenn ihr den Raspberry Pi mit einem anderen Ger\u00e4t wie z.B. einem PC an einem Bildschirm betreiben m\u00f6chtet, ist eventuell nur ein Displayport oder anderer Anschluss frei und ihr braucht einen zus\u00e4tzlichen Adapter.<\/p>\n<p>Wenn euer Pi ein Server werden soll oder ihr diesen ausschlie\u00dflich per SSH \u00fcber einen anderen Computer steuert, ist dies nicht notwendig.<\/p>\n<p>Wird jedoch ein Bildschirm angeschlossen, braucht ihr Tastatur und Maus. Grade dann wenn der Pi nicht dauerhaft damit verbunden ist sondern ihr eher experimentiert, ist eine Tastatur mit eingebautem Touchpad ggf. praktisch wie die Logitech K400 Plus. Grunds\u00e4tzlich kann man aber jede USB-Tastatur und Maus verwenden &#8211; es ist also keine Neuanschaffung notwendig, wenn ihr bereits entsprechende Ger\u00e4te besitzt.<\/p>\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Brauche ich ein Geh\u00e4use?<\/h3>\n<p>Ein Geh\u00e4use ist f\u00fcr den Anfang nicht zwingend notwendig, aber sinnvoll. Sp\u00e4testens wenn euer Raspberry einen festen Einsatzzweck bekommt, sollte man sich dar\u00fcber Gedanken machen.<\/p>\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wie viel kostet der Einstieg in die Raspberry Pi 4 Welt?<\/h2>\n<p>Von den Kosten her k\u00f6nnt ihr f\u00fcr den Raspberry Pi inklusive Netzteil mit ungef\u00e4hr rund 60\u20ac bis 75\u20ac rechnen, bei der gr\u00f6\u00dften Version mit 8GB Arbeitsspeicher etwa 95\u20ac. Falls ihr euch f\u00fcr ein Geh\u00e4use entscheidet, kommen ca. 5-25\u20ac dazu. Immer wieder gibt es auch verschiedene Sets, die alle drei Komponenten zusammen anbieten.<\/p>\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Zubeh\u00f6r f\u00fcr Elektronik<\/h2>\n<p>Alles weitere h\u00e4ngt davon ab, in welche Richtung es gehen soll. M\u00f6chtet ihr mit Elektronik wie z.B. LEDs, Sensoren &amp; co. arbeiten, empfehlen sich ein paar weitere Bauteile als Grundlage:<\/p>\n<p>Sogenannte \u201eBreadboards\u201c eignen sich perfekt, um verschiedene Bauteile wie z.B. Sensoren aufbauen zu k\u00f6nnen \u2013 ohne direkt l\u00f6ten zu m\u00fcssen, sodass man problemlos den Aufbau \u00e4ndern kann. Praktisch ist auch, dass es unten \u201eStromschienen\u201c gibt. Dadurch reicht etwa ein einziges Massekabel zum Pi, um mehrere Bauteile anzuschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>F\u00fcr den Anschluss des Breadboards bieten sich \u201eJumper-Kabel\u201c an:<\/p>\n<p>Female auf Male, also Stecker auf Buchse. Die Buchse wird auf die GPIO-Pins vom Raspberry gesteckt, mit dem Stecker verbindet ihr diesen mit dem Board.<\/p>\n<p>Um auf dem Board selbst Bauteile miteinander zu verbinden, braucht ihr \u201eMale auf Male\u201c. Diese Kabel haben an beiden Enden Stecker.<\/p>\n<p>Ansonsten macht es Sinn, ein paar grundlegende Elektrikbauteile wie Widerst\u00e4nde, Leuchtdioden, Taster etc. zu haben. Gerade wenn ihr in dem Bereich noch nichts besitzt, w\u00fcrde ich ein Kit empfehlen. Das Elegoo Electronic Fun Kit enth\u00e4lt ein Bradboard, beide angesprochene Kabeltypen und eine Reihe von interessanten Bauteilen als Basis.<\/p>\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Weiteres Zubeh\u00f6r<\/h2>\n<p>Zus\u00e4tzlich gibt es eine ganze Reihe an Komponenten die man \u00fcber den Raspberry Pi betreiben kann: Von Sensoren, etwa zur Messung von Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Ultraschall und mehr \u00fcber Bauteile wie LED-Matritzen, Servos bis hin zur kompletten Wetterstation oder Sprachsteuerung sind die M\u00f6glichkeiten vielf\u00e4ltig. Sofern ihr kein konkretes Projekt im Blick habt, ist es eine gute Idee, erst einmal die Grundlagen zu erlernen \u2013 und sich danach umzuschauen, was genau einen aus diesem Bereich interessiert.<\/p>\n<p>Der Preis f\u00fcr Sensoren und anderes Zubeh\u00f6r variiert, manche kosten nur wenige Cent oder Euro. Komplexere sind etwas teurerer, doch man sieht einen gro\u00dfen Vorteil des Raspberry Pi: Er ist g\u00fcnstig. F\u00fcr unter 100\u20ac kann man mit einem gewissen Grundzubeh\u00f6r einsteigen. Und nach Bedarf erweitern, wenn man das m\u00f6chte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gerade beim neuesten Raspberry Pi 4 hat sich doch einiges im Vergleich zum Vorg\u00e4nger getan. Was ben\u00f6tige ich also f\u00fcr den Einstieg? Diese h\u00e4ufig gestellte Anf\u00e4ngerfrage m\u00f6chten wir im Folgenden beantworten. Einkaufsliste: Das brauchst du f\u00fcr den Einstieg in den Raspberry Pi 4 Welchen Raspberry Pi 4 soll ich nehmen? 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