{"id":7314,"date":"2021-08-10T00:15:45","date_gmt":"2021-08-09T22:15:45","guid":{"rendered":"https:\/\/u-labs.de\/portal\/?p=7314"},"modified":"2022-12-12T20:06:26","modified_gmt":"2022-12-12T18:06:26","slug":"usb-festplatte-am-raspberry-pi-formatieren-und-automatisch-einhaengen-mounten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/u-labs.de\/portal\/usb-festplatte-am-raspberry-pi-formatieren-und-automatisch-einhaengen-mounten\/","title":{"rendered":"USB-Festplatte am Raspberry Pi formatieren und automatisch einh\u00e4ngen\/mounten (Text +Video)"},"content":{"rendered":"<p>Wie formatiere ich eine an den Raspberry Pi angeschlossene USB-Festplatte und h\u00e4nge sie automatisch ein, sodass sie zum Speichern von Daten zur Verf\u00fcgung steht? Dies erf\u00e4hrst du im folgenden Beitrag.<\/p>\n<p>Die Speicherkarte des Raspberry Pi ist nur bedingt als Speicher im Alltag geeignet: Zum einen sind Kapazit\u00e4t und Geschwindigkeit vergleichsweise gering, um beispielsweise eine private Cloud oder einen kleinen Dateiserver zu betreiben. Au\u00dferdem ist eine Speicherkarte nicht f\u00fcr das Schreiben gr\u00f6\u00dferer Datenmengen vorgesehen, sodass sie schneller kaputt gehen kann. Am einfachsten und g\u00fcnstigsten scheint es daher, einfach eine externe USB-Festplatte als Datenspeicher anzuschlie\u00dfen. Vor allem mit den deutlich schnelleren USB 3.0 Anschl\u00fcssen des Raspberry Pi 4 ist dies interessant. <\/p>\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Anschlie\u00dfen und Formatieren der USB-Festplatte<\/h2>\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Vorbereitung: Festplatte ermitteln, ggf. Aush\u00e4ngen<\/h3>\n<p>Nach dem Anschluss der Festplatte solltet ihr diese in den meisten F\u00e4llen zun\u00e4chst formatieren und eine neue Partition erstellen. Vor allem dann, wenn sie zuvor an einem anderen Betriebssystem wie z.B. Windows verwendet wurde. Zwar ist es prinzipiell m\u00f6glich, auch solche Dateisysteme wie NTFS (Windows) einzubinden. Dies w\u00fcrde ich nur als Plan B empfehlen, wenn ihr eine gr\u00f6\u00dfere Festplatte mit bereits vorhandenen Daten besitzt. Am saubersten ist es, die Festplatte zu formatieren und ein natives Linux-Dateisystem wie Ext4 zu verwenden.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst ermitteln wir mit <strong>lsblk<\/strong>, welche Laufwerke verf\u00fcgbar sind und holen uns f\u00fcr die Zuordnung ein paar Informationen wie Gr\u00f6\u00dfe, Hersteller, Modell etc. <\/p>\n<pre class=\"wp-block-prismatic-blocks\"><code class=\"language-bash\" data-line=\"\">$ sudo lsblk -e 1,7 -o NAME,FSTYPE,ROTA,SIZE,VENDOR,MODEL\nNAME        FSTYPE ROTA   SIZE VENDOR   MODEL\nsda                   1 465.8G HGST HTE 725050A7E630\n\u2514\u2500sda1      ntfs      1 465.8G\nmmcblk0               0  29.7G\n\u251c\u2500mmcblk0p1 vfat      0   256M\n\u2514\u2500mmcblk0p2 ext4      0  29.5G<\/code><\/pre>\n<p>Dieser Pi besitzt zwei Laufwerke: Eine 500 GB gro\u00dfe HGST-Festplatte <strong>sda<\/strong>, zu erkennen an ROTA = 1. mmcblk0 ist dagegen die 30 GB gro\u00dfe Micro-SD Speicherkarte. In dieser Ansicht sehen wir auch die Partitionen (also Bereiche) auf den Laufwerken, zu erkennen am \u2514\u2500 Symbol links. Die HGST-Festplatte ist per USB angeschlossen und besitzt noch eine NTFS-Partition von Windows. Bei mehreren Festplatten sollte man sich hier anhand von Gr\u00f6\u00dfe\/Modell vergewissern, welche man tats\u00e4chlich formatieren\/partitionieren und damit l\u00f6schen m\u00f6chte. Im Zweifel die Einh\u00e4ngepunkte\/UUID\/Seriennummer zus\u00e4tzlich ber\u00fccksichtigen, wenn etwa zwei gleiche Festplatten angeschlossen sind und man sich nicht zu 100% sicher ist.<\/p>\n<p>Falls die Platte bereits eingehangen ist, m\u00fcssen wir sie zun\u00e4chst aush\u00e4ngen. Dies l\u00e4sst sich mit <strong>df -h \/dev\/sda*<\/strong> \u00fcberpr\u00fcfen, wobei <strong>sda <\/strong>der Name eurer Festplatte ist. <\/p>\n<pre class=\"wp-block-prismatic-blocks\"><code class=\"language-bash\" data-line=\"\">$ df -h \/dev\/sda*\nFilesystem      Size  Used Avail Use% Mounted on\ndevtmpfs        1.7G     0  1.7G   0% \/dev\n\/dev\/sda1       466G   21G  446G   5% \/media\/pi\/1C98FF0A98FEE166<\/code><\/pre>\n<p>Taucht hier ein Eintrag auf, bei dem nicht Filesystem <strong>devtmpfs <\/strong>steht, ist sie eingeh\u00e4ngt. In diesem Falle h\u00e4ngen wir die unter <strong>Filesystem<\/strong> angezeigte Partition mit <strong>umount<\/strong> aus, hier \/dev\/sda1:<\/p>\n<pre class=\"wp-block-prismatic-blocks\"><code class=\"language-bash\" data-line=\"\">sudo umount \/dev\/sda1<\/code><\/pre>\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Alte Partitionen von der Festplatte l\u00f6schen<\/h3>\n<p>Zur Formatierung und Partitionierung verwenden wir das Programm <strong>parted<\/strong>. Es wird unter Raspberry Pi OS standardm\u00e4\u00dfig installiert. Als Parameter \u00fcbergeben wir das Laufwerk. NICHT die Partition, welche durch Nummern gekennzeichnet sind! Statt <strong>\/dev\/sda1<\/strong> soll also <strong>\/dev\/sda<\/strong> \u00fcbergeben werden. Der Name ist entsprechend dem was ihr zuvor mit lsblk ausgelesen habt anzupassen, hier ist es sda.<\/p>\n<pre class=\"wp-block-prismatic-blocks\"><code class=\"language-bash\" data-line=\"\">sudo parted \/dev\/sda<\/code><\/pre>\n<p>Um auf Nummer sicher zu gehen, gebe ich zu Beginn einmal <strong>print<\/strong> ein. Dies zeigt die Laufwerksinformationen inklusive der darauf vorhandenen Partitionen<\/p>\n<pre class=\"wp-block-prismatic-blocks\"><code class=\"language-bash\" data-line=\"\">GNU Parted 3.2\nUsing \/dev\/sda\nWelcome to GNU Parted! Type &#039;help&#039; to view a list of commands.\n(parted) print\nModel: HGST HTE 725050A7E630 (scsi)\nDisk \/dev\/sda: 500GB\nSector size (logical\/physical): 512B\/512B\nPartition Table: msdos\nDisk Flags:\n\nNumber  Start   End    Size   Type     File system  Flags\n 1      1049kB  500GB  500GB  primary  ntfs         boot<\/code><\/pre>\n<p>Hier ist es die richtige HGST-Festplatte. Da sie bereits eine NTFS-Partition enth\u00e4lt, l\u00f6schen wir diese zun\u00e4chst. Sollte keine Partition vorhanden sein, ist dieser Schritt nicht notwendig.<\/p>\n<p><strong>ACHTUNG: Ab hier wird es destruktiv! Ihr solltet die folgenden Schritte nur ausf\u00fchren, wenn sich auf der jeweiligen Festplatte <em>keine <\/em>wichtigen Daten befinden. Andernfalls legt <em>unbedingt <\/em>vorher eine Sicherung auf ein anderes Medium an!<\/strong><\/p>\n<p>Zum Entfernen geben wir <strong>rm<\/strong> gefolgt von der Nummer der Partition, die wir mit <strong>print<\/strong> ermittelt haben, ein:<\/p>\n<pre class=\"wp-block-prismatic-blocks\"><code class=\"language-bash\" data-line=\"\">rm 1<\/code><\/pre>\n<p>Erscheint danach keine Ausgabe, k\u00f6nnen wir fortfahren. Sollten in der Liste von <strong>print<\/strong> weitere Partitionen (z.B. mit der Nummer 2, 3 etc) aufgelistet sein, muss dieser Schritt f\u00fcr alle wiederholt werden &#8211; also beispielsweise <strong>rm 2<\/strong>.<\/p>\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Partition anlegen<\/h3>\n<p>Auf unserer leeren Festplatte sollten wir nun eine neue Partitionstabelle anlegen. Gerade weil die Festplatte von Windows stammt, nutzt sie noch eine MS-DOS Partitionstabelle. Die Aufforderung mit y f\u00fcr Yes best\u00e4tigen:<\/p>\n<pre class=\"wp-block-prismatic-blocks\"><code class=\"language-bash\" data-line=\"\">(parted) mklabel gpt\nWarning: The existing disk label on \/dev\/sda will be destroyed and all data on this disk will be lost. Do you want to continue?\nYes\/No? y<\/code><\/pre>\n<p>Auf unserer leeren Festplatte k\u00f6nnen wir nun eine neue Partition anlegen:<\/p>\n<pre class=\"wp-block-prismatic-blocks\"><code class=\"language-bash\" data-line=\"\">mkpart primary ext4 1MB 500GB<\/code><\/pre>\n<p>Was passiert hier? Es wird eine prim\u00e4re Partition mit dem Dateisystem ext4 angelegt. Dies ist beim Raspberry Pi das Standard-Dateisystem. Gibt es keinen speziellen Grund ein anderes zu w\u00e4hlen, w\u00fcrde ich dies empfehlen. Danach folgt die Startposition, mit 1MB f\u00fcgen wir die Partition an den Anfang an, lassen aus technischen Gr\u00fcnden zu Beginn aber noch ein klein wenig Speicher frei. Zu guter letzt das Ende, womit sich die Gr\u00f6\u00dfe bestimmen l\u00e4sst. Hier haben wir also eine 500 GB gro\u00dfe Partition erstellt, die sich \u00fcber die gesamte Gr\u00f6\u00dfe erstreckt. Je nach Vorhaben kann man auch mehrere Partitionen anlegen. Gerade f\u00fcr Anf\u00e4nger d\u00fcrfte eine einzige Partition einfacher in der Handhabung sein.<\/p>\n<p>Zum Abschluss geben wir <strong>quit<\/strong> ein und best\u00e4tigen mit <strong>&lt;Enter&gt;<\/strong>, um gparted zu verlassen. <\/p>\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Dateisystem erzeugen<\/h3>\n<p>Nach dem Eintrag in der Partitionstabelle m\u00fcssen wir noch das gew\u00fcnschte Dateisystem erzeugen. Dies geschieht mit dem Befehl mkfs.ext4, wobei ext4 der Name des gew\u00fcnschten Dateisystems ist.<\/p>\n<pre class=\"wp-block-prismatic-blocks\"><code class=\"language-bash\" data-line=\"\">$ sudo mkfs.ext4 \/dev\/sda1<\/code><\/pre>\n<p>Die Warnmeldung zum alten NTFS-Dateisystem mit y best\u00e4tigen. <\/p>\n<p><strong>Hinweis: <\/strong>Nach dem Anlegen eines Ext4-Dateisystemes m\u00fcssten die Inode-Tabellen erzeugt werden. Dies l\u00e4uft standardm\u00e4\u00dfig im Hintergrund und kann &#8211; je nach Kapazit\u00e4t &#8211; <strong>f\u00fcr einige Zeit eine Auslastung verursachen<\/strong>. \r\n<a href=\"https:\/\/u-labs.de\/forum\/raspberry-pi-266\/usb-festplatte-led-zeigt-schreiben-am-raspberry-pi-obwohl-sie-nichts-zu-schreiben-hat-40684?p=445621&amp;viewfull=1#post445621\"><strong>Weitere Informationen und wie du dies umgehen kannst, findest du in diesem Beitrag.<\/strong><\/a> <\/p>\n<p>Bei der <strong>Creating journal <\/strong>Angabe kann der Standardwert mit <strong>&lt;Enter&gt;<\/strong> \u00fcbernommen werden.<\/p>\n<pre class=\"wp-block-prismatic-blocks\"><code class=\"language-bash\" data-line=\"\">mke2fs 1.44.5 (15-Dec-2018)\n\/dev\/sda1 contains a ntfs file system\nProceed anyway? (y,N) y\nCreating filesystem with 122096384 4k blocks and 30531584 inodes\nFilesystem UUID: -a-b-c-d\nSuperblock backups stored on blocks:\n        32768, 98304, 163840, 229376, 294912, 819200, 884736, 1605632, 2654208,\n        4096000, 7962624, 11239424, 20480000, 23887872, 71663616, 78675968,\n        102400000\n\nAllocating group tables: done\nWriting inode tables: done\nCreating journal (262144 blocks):\ndone\nWriting superblocks and filesystem accounting information: done\n<\/code><\/pre>\n<p>Damit ist unsere Festplatte mit einer frischen Partition best\u00fcckt, wie sich z.B. mit <strong>lsblk<\/strong> verifizieren l\u00e4sst &#8211; hier sehen wir nun eine Ext4 statt NTFS-Partition:<\/p>\n<pre class=\"wp-block-prismatic-blocks\"><code class=\"language-bash\" data-line=\"\">sudo lsblk -e 1,7 -o NAME,FSTYPE,FSUSED,ROTA,SIZE,VENDOR,MODEL\nNAME        FSTYPE FSUSED ROTA   SIZE VENDOR   MODEL\nsda                          1 465.8G HGST HTE 725050A7E630\n\u2514\u2500sda1      ext4             1 465.8G\n...<\/code><\/pre>\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Automatisches einh\u00e4ngen der Partition \u00fcber \/etc\/fstab<\/h2>\n<p>Erst einmal \u00fcberlegen wir uns, wo die Festplatte gemountet werden soll. F\u00fcr einen speziellen Anwendungszweck macht es ggf. Sinn, die Platte in einem bestimmten Pfad zu mounten &#8211; wo andere Anwendungen ihre Daten abspeichern. Ein Beispiel: Wer viel mit Docker arbeitet und eine SSD anschlie\u00dft, k\u00f6nnte diese unter <strong>\/var\/lib\/docker<\/strong> mounten. Dadurch legt Docker s\u00e4mtliche Daten automatisch auf die SSD ab, statt auf der Speicherkarte. Spielt dies keine Rolle, kann der Pfad frei gew\u00e4hlt werden. Im einfachsten Falle direkt im Wurzelverzeichnis \/ wie z.B. <strong>\/hdd<\/strong>. <\/p>\n<p>Unabh\u00e4ngig davon wie euer Einh\u00e4ngepfad aussieht, muss dieser existieren und daher erstellt werden:<\/p>\n<pre class=\"wp-block-prismatic-blocks\"><code class=\"language-bash\" data-line=\"\">sudo mkdir \/hdd<\/code><\/pre>\n<p>Wir k\u00f6nnten die Partition nun einfach mit <strong>sudo mount \/dev\/sda1 \/hdd<\/strong> einh\u00e4ngen. Allerdings ist sie damit nur bis zum n\u00e4chsten Neustart gemountet. Dies ist f\u00fcr Festplatten sinnvoll, die nur tempor\u00e4r ben\u00f6tigt werden, etwa f\u00fcr Datensicherungen. Soll sie jedoch permanent betrieben werden, etwa als Datenspeicher f\u00fcr installierte Anwendungen, bietet sich das automatische Einh\u00e4ngen \u00fcber die Datei <strong>\/etc\/fstab<\/strong> an.<\/p>\n<p>Darin k\u00f6nnen wir theoretisch mit den Standard-Ger\u00e4tepfaden zur Partition wie <strong>\/dev\/sda1<\/strong> arbeiten. Aus Erfahrung rate ich davon jedoch <strong>ab<\/strong>: Sie sind nicht an das jeweilige Ger\u00e4t gebunden! So lange du nur eine Festplatte\/SSD besitzt, ist dies unproblematisch &#8211; die wird immer in <strong>\/dev\/sda<\/strong> gemountet. Kommen jedoch weitere hinzu, kann es passieren, dass sich dies unter Umst\u00e4nden tauscht. Auch wenn dies eher selten ist, w\u00fcrde ich dem vorbeugen &#8211; denn es gibt Alternativen. <\/p>\n<p>Eine M\u00f6glichkeit ist die <strong>UUID <\/strong>des Dateisystems, sie ist einzigartig &#8211; allerdings absolut nicht sprechend. Besser finde ich <strong>\/dev\/disk\/by-id\/<\/strong> da hier verschiedene sprechende Parameter wie die Anschlussart (USB), Hersteller (HGST) und Modell genutzt werden:<\/p>\n<pre class=\"wp-block-prismatic-blocks\"><code class=\"language-bash\" data-line=\"\">$ ls -lh \/dev\/disk\/by-id\/ | grep sda1\nlrwxrwxrwx 1 root root 10 Aug  9 16:11 usb-HGST_HTE_725050A7E630_00A12345678D-0:0-part1 -&gt; ..\/..\/sda1\n<\/code><\/pre>\n<p>Diesen Link (hier f34e3621-c270-4b43-a405-ada4365734fd) kopieren wir uns und \u00f6ffnen die Datei \/etc\/fstab mit Root-Rechten im Texteditor deiner Wahl &#8211; ich nutze <strong>vim<\/strong>, alternativ kannst du auch den f\u00fcr Einsteiger einfacheren <strong>nano <\/strong>verwenden.<\/p>\n<pre class=\"wp-block-prismatic-blocks\"><code class=\"language-bash\" data-line=\"\">sudo vim \/etc\/fstab<\/code><\/pre>\n<p>Darin erzeugen wir eine neue Zeile:<\/p>\n<pre class=\"wp-block-prismatic-blocks\"><code class=\"language-bash\" data-line=\"\">\/dev\/disk\/by-id\/usb-HGST_HTE_725050A7E630_00A12345678D-0:0-part1 \/hdd ext4 defaults 0 2<\/code><\/pre>\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>\/dev\/disk\/by-id\/usb-HGST_HTE_725050A7E630_00A12345678D-0:0-part1<\/strong>\r\nDas erste Argument ist der Pfad zu unserer Partition. Wie bereits erw\u00e4hnt, k\u00f6nnten wir theoretisch hier auch \/dev\/sda1 benutzen &#8211; aus Sicherheitsgr\u00fcnden empfehle ich \/dev\/disk\/by-id, da wir mit der Kombination aus Anschluss, Hersteller, Modell und Seriennummer einen einzigartigen Bezeichner erhalten, der sich nicht \u00e4ndern wird.<\/li>\n<li><strong>\/hdd<\/strong>\r\nEs folgt der Einh\u00e4ngepunkt, an dem die Partition zur Verf\u00fcgung gestellt werden soll.<\/li>\n<li><strong>ext4<\/strong>\r\nDas Dateisystem. Falls ihr nicht ext4 verwendet habt, muss dies entsprechend angepasst werden.<\/li>\n<li><strong>default<\/strong>\r\nSpezielle Optionen zum Mounten (Beim <strong>mount<\/strong> Befehl mit dem Schalter <strong>-o<\/strong> \u00fcbergeben) k\u00f6nnen hier angegeben werden, falls n\u00f6tig. Im Regelfall reicht es, hier <strong>default<\/strong> Einzutragen. Dies setzt die Flags <strong>rw,suid,dev,exec,auto,nouser,async<\/strong>. <\/li>\n<li><strong>0<\/strong>\r\nGibt an, ob die Partition in der Sicherung des Backup-Programmes <strong>dump<\/strong> mit eingeschlossen (1) ist oder nicht (0). Je nachdem wie ihr eure Daten sichert, ist dies zu \u00fcberlegen. Ich habe es deaktiviert, da ich statt dump ein anderes Programm zur Sicherung nutze.<\/li>\n<li><strong>2<\/strong>\r\nDer letzte Parameter ist f\u00fcr die regelm\u00e4\u00dfig und automatisch vom Betriebssystem durchgef\u00fchrte Dateisystempr\u00fcfung vorgesehen: 0 deaktiviert sie, was z.B. f\u00fcr Windows-Dateisysteme wie NTFS sinn macht. 1 pr\u00fcft die Partition w\u00e4hrend des Bootens, was ich nur f\u00fcr die Root-Partition aktivieren w\u00fcrde. 2 f\u00fchrt die \u00dcberpr\u00fcfung nach dem Start durch.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Damit die \u00c4nderungen wirksam werden, ist kein Neustart notwendig. Man kann die Datei mit <strong>sudo mount -a<\/strong> neu einlesen. Dies w\u00fcrde ich sogar bevorzugen, da eventuell vorhandene Fehler nicht den Bootprozess behindern. Nun sollte uns die externe Festplatte im Einh\u00e4ngepunkt <strong>\/hdd<\/strong> zur Verf\u00fcgung stehen:<\/p>\n<pre class=\"wp-block-prismatic-blocks\"><code class=\"language-bash\" data-line=\"\">$ df -h \/hdd\nFilesystem      Size  Used Avail Use% Mounted on\n\/dev\/sda1       458G   73M  435G   1% \/hdd\n<\/code><\/pre>\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Berechtigungen f\u00fcr Schreibzugriffe ohne root aktivieren<\/h2>\n<p>Der gesamte Ordner <strong>\/hdd<\/strong> geh\u00f6rt allerdings root. Versuchen wir mit einem nicht privilegierten Nutzer dort zu schreiben, erscheint dementsprechend eine Fehlermeldung:<\/p>\n<pre class=\"wp-block-prismatic-blocks\"><code class=\"language-bash\" data-line=\"\">$ touch \/hdd\/test\ntouch: cannot touch &#039;\/hdd\/test&#039;: Permission denied<\/code><\/pre>\n<p>Aus Sicherheitsgr\u00fcnden sollten wir den root-Benutzer nur sparsam dort verwenden, wo es zwingend n\u00f6tig ist &#8211; also eben nicht jedem Befehl oder gar Programm, dass auf diese Platte schreiben soll, mit sudo auszuf\u00fchren. Es macht daher Sinn, den Eigent\u00fcmer zu \u00e4ndern. <\/p>\n<pre class=\"wp-block-prismatic-blocks\"><code class=\"language-bash\" data-line=\"\">sudo chown pi:pi \/hdd -R<\/code><\/pre>\n<p>Benutzer und Gruppe <strong>pi<\/strong> (Standardbenutzer vom Raspberry Pi) sind damit Eigent\u00fcmer von <strong>\/hdd<\/strong> inklusive aller Unterordner. Abh\u00e4ngig davon was ihr mit dem Pi machen m\u00f6chtet, sollte dies ggf. angepasst werden &#8211; eventuell mit Berechtigung mehrerer Benutzer. Dies kann man bei Bedarf mit FACL (File Access Control List) umsetzen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie formatiere ich eine an den Raspberry Pi angeschlossene USB-Festplatte und h\u00e4nge sie automatisch ein, sodass sie zum Speichern von Daten zur Verf\u00fcgung steht? Dies erf\u00e4hrst du im folgenden Beitrag. 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