{"id":8160,"date":"2021-12-25T02:50:05","date_gmt":"2021-12-25T00:50:05","guid":{"rendered":"https:\/\/u-labs.de\/portal\/?p=8160"},"modified":"2022-12-12T18:22:40","modified_gmt":"2022-12-12T16:22:40","slug":"toshiba-l200-25-zoll-festplatte-mit-2-tb-speicherplatz-im-test-am-raspberry-pi-4-leistung-stromverbrauch-eignung-fuer-den-pi","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/u-labs.de\/portal\/toshiba-l200-25-zoll-festplatte-mit-2-tb-speicherplatz-im-test-am-raspberry-pi-4-leistung-stromverbrauch-eignung-fuer-den-pi\/","title":{"rendered":"Toshiba L200: 2,5 Zoll Festplatte mit 2 TB Speicherplatz im Test am Raspberry Pi 4 &#8211; Leistung, Stromverbrauch &#038; Eignung f\u00fcr den Pi"},"content":{"rendered":"<p>Im heutigen Beitrag teste ich euch die <a href=\"https:\/\/amzn.to\/32xKZ2e\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">Toshiba L200 Festplatte<\/a>. Sp\u00e4testens wenn man seinen Raspberry Pi als private Cloud, Dateiserver oder \u00e4hnliche Zwecke einsetzen m\u00f6chte, wird man mit der Speicherkarte schnell an die Grenzen sto\u00dfen. Sie ist nicht nur zu klein, sondern auch langsam und zudem nicht f\u00fcr das regelm\u00e4\u00dfige Schreiben gr\u00f6\u00dferer Datenmengen ausgelegt. Als preiswerte und stromsparende L\u00f6sungen bieten sich externe USB-Festplatten an. Mit 2 Terrabyte Speicher kann die Toshiba L200 auch als kleines NAS oder kleine Cloud gen\u00fcgend Speicherplatz bereitstellen.<\/p>\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Geh\u00e4use: Auf die Bauh\u00f6he achten!<\/h2>\n<p>Da der Raspberry Pi im Gegensatz zu klassischen PCs keine SATA-Schnittstellen besitzt, k\u00f6nnen wir die Festplatte nicht direkt anschlie\u00dfen. Wir ben\u00f6tigen einen USB zu SATA-Adapter. Oder noch besser: Ein Geh\u00e4use, worin sich die Platte sicher verstauen l\u00e4sst. <a href=\"https:\/\/amzn.to\/3J9kiBU\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">Ich nutze hierf\u00fcr ein Geh\u00e4use von ORICO, welches auch die dickeren 2,5&#8243; Festplatten mit 2,5mm Bauh\u00f6he unterst\u00fctzt<\/a>. Wahlweise gibt es <a href=\"https:\/\/amzn.to\/3svvZNr\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">hier auch eine zweite Variante, die ein paar Euro g\u00fcnstiger ist<\/a>.<\/p>\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><a href=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/grafik-37.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"716\" height=\"642\" src=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/grafik-37.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-8163\" srcset=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/grafik-37.png 716w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/grafik-37-300x269.png 300w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/grafik-37-70x63.png 70w\" sizes=\"auto, (max-width: 716px) 100vw, 716px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n<p>Beide haben den Vorteil, dass man die Festplatte ohne Werkzeug verbauen kann. Einbau und Austausch sind daher schnell und einfach m\u00f6glich. Beim Anschluss darauf zu achten, dass man einen der blauen USB 3.0 Ports am Raspberry Pi w\u00e4hlt. Dies bietet euch unter dem Raspberry Pi 4 einen deutlichen Geschwindigkeitsvorteil.<\/p>\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><a href=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/grafik-35.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"463\" height=\"328\" src=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/grafik-35.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-8161\" srcset=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/grafik-35.png 463w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/grafik-35-300x213.png 300w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/grafik-35-70x50.png 70w\" sizes=\"auto, (max-width: 463px) 100vw, 463px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Stromversorgung<\/h2>\n<p>2,5&#8243; Festplatten besitzen \u00fcblicherweise keine externe Stromversorgung. Sie werden komplett \u00fcber den Computer, an den sie angeschlossen werden, mit Strom versorgt &#8211; hier also unser Raspberry Pi. Das ist einerseits praktisch und effizient, da wir kein zweites Netzteil im (Dauer-) Betrieb haben. Allerdings gibt es einen Haken: Bei manchen Festplatten ist der Startstrom h\u00f6her, als er vom Pi geliefert werden kann. In diesem Fall startet die Festplatte beim Starten des Pis nicht.<\/p>\n<p>Bei anderen Festplatten funktioniert es dagegen problemlos &#8211; zumindest dann, wenn euer Netzteil ausreichend dimensioniert ist. Zu empfehlen ist ein Netzteil mit mindestens 3A, so wie das offizielle Raspberry Pi 4 Netzteil.<\/p>\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><a href=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/grafik-36.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"506\" height=\"217\" src=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/grafik-36.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-8162\" srcset=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/grafik-36.png 506w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/grafik-36-300x129.png 300w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/grafik-36-70x30.png 70w\" sizes=\"auto, (max-width: 506px) 100vw, 506px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n<p>Mit diesem Netzteil habe ich die <a href=\"https:\/\/amzn.to\/32xKZ2e\" title=\"https:\/\/amzn.to\/32xKZ2e\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">Toshiba L200 in der 2TB-Ausf\u00fchrung<\/a> an einem Raspberry Pi 4 (4 GB) und dem offiziellen 3A Netzger\u00e4t betrieben. In mehreren Versuchen startete die Festplatte im ORICO-Geh\u00e4use zusammen mit dem Pi problemlos.<\/p>\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Stromverbrauch<\/h2>\n<p>Wenn sowohl der Raspberry Pi als auch die per USB angeschlossene Toshiba-Festplatte im Leerlauf sind (d.H. Schreib-Lesekopf geparkt, SMART-Wert 193  Load_Cycle_Count), werden nur noch <strong>4 Watt<\/strong> verbraucht.<\/p>\n<p>Beim Schreiben verbrauchen Pi und Platte zusammen etwa <strong>7 Watt.<\/strong> Auf den Pi alleine fallen im Leerlauf etwa <strong>1,9 Watt<\/strong>, die Differenz stammt somit von der Platte.<\/p>\n<p>Sie l\u00e4sst sich mit <strong>hdparm -y \/dev\/sda<\/strong> in den Schlafmodus (-Y f\u00fcr Standby) versetzen. Dann sinkt die Leistungsaufnahme des Gesamtsystems auf ca. <strong>3 Watt<\/strong>. Die Festplatte ist hier recht strikt konfiguriert und f\u00e4llt nach etwa einer Minute automatisch in den Schlafmodus.<\/p>\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Leistung<\/h2>\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Schreibgeschwindigkeit<\/h3>\n<p>Die Schreibgeschwindigkeit wurde mit dem Linux-Standardwerkzeug <strong>dd<\/strong> gemessen:<\/p>\n<div class=\"wp-block-syntaxhighlighter-code \">\n<pre class=\"brush: bash; title: ; notranslate\" title=\"\">\ndd if=\/dev\/zero of=\/toshiba_2tb\/file1 bs=1G count=1 oflag=direct\n<\/pre>\n<\/div>\n<p>Getestet wurde auf einem frisch installierten Vanilla Raspberry Pi 4, ohne weitere Software. Dennoch habe ich drei Messungen durchgef\u00fchrt, um sicher zu stellen, dass die Werte repr\u00e4sentativ sind. Durchschnittswert: 114 MB\/s.<\/p>\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>111 MB\/s<\/li>\n<li>117 MB\/s<\/li>\n<li>115 MB\/s<\/li>\n<\/ul>\n<p>Mit deaktiviertem Schreibcache (<strong>hdparm):<\/strong><\/p>\n<div class=\"wp-block-syntaxhighlighter-code \">\n<pre class=\"brush: bash; title: ; notranslate\" title=\"\">\nsudo hdparm -W 0 \/dev\/sda\n<\/pre>\n<\/div>\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>19,4 MB\/s<\/li>\n<li>19,4 MB\/s<\/li>\n<li>18,5 MB\/s<\/li>\n<\/ul>\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Reaktionsgeschwindigkeit bei kleinen Dateien<\/h3>\n<p>In diesem Test schreiben wir 1000 sehr kleine Dateien von jeweils nur 512 KB. <\/p>\n<div class=\"wp-block-syntaxhighlighter-code \">\n<pre class=\"brush: bash; title: ; notranslate\" title=\"\">\ndd if=\/dev\/zero of=\/toshiba_2tb\/file1 bs=512 count=1000 oflag=direct\n<\/pre>\n<\/div>\n<p>Mit Schreibcache erhalten wir bei derart kleinen Dateien traumhafte 0,00022 ms pro Datei. Wenn der Schreibcache deaktiviert ist (runtergerechnet pro Datei, Durchschnittlich 14,1 ms):<\/p>\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>15,4 ms<\/li>\n<li>14,9 ms<\/li>\n<li>12,0 ms<\/li>\n<\/ul>\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Lesegeschwindigkeit<\/h3>\n<p>Hierf\u00fcr kann man hdparm direkt verwenden. Durch die Schalter -tT wird jeweils ein Test mit und einer ohne Cache ausgef\u00fchrt. Wobei auch hier nur der Test ohne den Cache realistisch anzusehen ist.<\/p>\n<div class=\"wp-block-syntaxhighlighter-code \">\n<pre class=\"brush: bash; title: ; notranslate\" title=\"\">\n$ sudo hdparm -tT \/dev\/sda\n\n\/dev\/sda:\n Timing cached reads:   2042 MB in  2.00 seconds = 1022.42 MB\/sec\n Timing buffered disk reads: 356 MB in  3.01 seconds = 118.17 MB\/sec\n<\/pre>\n<\/div>\n<p>Die drei Durchl\u00e4ufe ergaben folgende Ergebnisse (ohne Cache):<\/p>\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>118,2 MB<\/li>\n<li>120,8 MB<\/li>\n<\/ul>\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Fazit<\/h2>\n<p>Am nativen SATA-Port erreicht sie beispielsweise bei einer 1GB Testdatei um die 140 MB\/s, w\u00e4hrend es am Pi bis zu 116 MB\/s sind. Allerdings darf man nicht vergessen: Wir reden von einem kleinen Einplatinen-Computer, f\u00fcr den sind diese Ergebnisse durchaus beachtlich. Und \u00fcberdies f\u00fcr viele Anwendungszwecke ausreichend. Zumal in diesen Dimensionen nicht mehr die Festplatte, sondern das Netzwerk zum Flaschenhals wird.<\/p>\n<p>2,5&#8243; Festplatten wie die Toshiba L200 sind damit eine g\u00fcnstige Alternative, um den Pi mit solidem Speicher auszustatten. Wer mehr Speicher braucht oder gerne einen RAID zur Ausfallsicherheit aufsetzen m\u00f6chte, kann sich die 3,5&#8243; Modelle anschauen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im heutigen Beitrag teste ich euch die Toshiba L200 Festplatte. Sp\u00e4testens wenn man seinen Raspberry Pi als private Cloud, Dateiserver oder \u00e4hnliche Zwecke einsetzen m\u00f6chte, wird man mit der Speicherkarte schnell an die Grenzen sto\u00dfen. Sie ist nicht nur zu klein, sondern auch langsam und zudem nicht f\u00fcr das regelm\u00e4\u00dfige Schreiben gr\u00f6\u00dferer Datenmengen ausgelegt. 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