{"id":8758,"date":"2022-04-11T21:53:20","date_gmt":"2022-04-11T19:53:20","guid":{"rendered":"https:\/\/u-labs.de\/portal\/?p=8758"},"modified":"2022-12-12T16:45:36","modified_gmt":"2022-12-12T14:45:36","slug":"bmax-b1-mini-pc-im-test","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/u-labs.de\/portal\/bmax-b1-mini-pc-im-test\/","title":{"rendered":"BMAX B1 Mini-PC im Test: Preisg\u00fcnstige X86 Alternative zum Raspberry Pi?"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/amzn.to\/3DYzAXT\" title=\"Der BMAX B1 ist ein Mini-PC f\u00fcr nur 149,99\u20ac - derzeit sogar auf 127,49 \u20ac reduziert\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">Der BMAX B1 ist ein Mini-PC f\u00fcr nur 149,99\u20ac &#8211; derzeit sogar auf 127,49 \u20ac reduziert<\/a>. Wir schauen uns heute an, wie gut der B1 sich in der Praxis schl\u00e4gt. Unter anderen beim Arbeiten mit grafischer Oberfl\u00e4che, aber auch als Mini-Server. Wie schon beim Lenovo Tiny Test werde ich ebenfalls einen Blick auf den Stromverbrauch werfen. Und da es sich &#8211; sowohl \u00e4u\u00dferlich als auch innerlich &#8211; anbietet, ziehen wir einen Vergleich zum Raspberry Pi 4.<\/p>\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Lieferumfang, \u00c4u\u00dferes und Anschl\u00fcsse<\/h2>\n<p>Der B1 kommt in einer Box, die kleiner als ein Schuhkarton ist. Neben dem Mini-PC befindet sich bis auf das Netzteil, einem HDMI-Kabel und einer Metallhalterung kein weiteres Zubeh\u00f6r darin.<\/p>\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><a href=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/DSC02618_720p.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1080\" height=\"720\" src=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/DSC02618_720p.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-8780\"\/><\/a><\/figure>\n<p>Neben einem Netzwerkanschluss (RJ-45) sind insgesamt vier USB-Ports vorhanden, je zwei sind 2.0 und die anderen beiden 3.0. F\u00fcr Kopfh\u00f6rer und Mikrofon gibt es keine getrennten Anschl\u00fcsse. Wer diese nutzen m\u00f6chte, braucht ggf. einen extra Adapter. WLAN 2.4 und 5 GHz sowie Bluetooth 4.2 sind eingebaut. <\/p>\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Desktop-Nutzung mit Windows 10<\/h2>\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Einrichtung und erster Start\/Eindruck<\/h3>\n<p>Auf dem kleinen PC ist Windows 10 vorinstalliert, allerdings nur in der Home-Version. Die wurde in j\u00fcngster Zeit immer st\u00e4rke von Microsoft kastriert. Unter anderen mit Kontozwang, Beta-Tests f\u00fcr neue Aktualisierungen, und dem Sammeln von noch mehr Telemetrie-\u00dcberwachungsdaten. Auch RDP ben\u00f6tigt mindestens die Pro-Version. Wer Windows nutzen m\u00f6chte oder muss, dem w\u00fcrde ich ein Upgrade zu einer h\u00f6heren Edition empfehlen.<\/p>\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/100_prozent_cpu.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/100_prozent_cpu-1024x576.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-8760\" srcset=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/100_prozent_cpu-1024x576.png 1024w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/100_prozent_cpu-300x169.png 300w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/100_prozent_cpu-768x432.png 768w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/100_prozent_cpu-1536x864.png 1536w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/100_prozent_cpu-70x39.png 70w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/100_prozent_cpu.png 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure>\n<p>Die erste Einrichtung von Windows dauert recht lange. Bei den Systemstarts muss man Geduld mitbringen. Auch nachdem der Desktop geladen ist, wird der Prozessor vollst\u00e4ndig auf beiden Kernen mit 100% ausgelastet. Dies liegt an der Installation von umfangreichen Windows-Updates. Nach dem Neustart wird dies fortgesetzt, sodass die Vollauslastung insgesamt mehrere Stunden anh\u00e4lt. Der L\u00fcfter ist dabei mehr als deutlich h\u00f6rbar und wird danach jedoch nicht leiser. Er scheint nicht Temperaturgesteuert zu sein. Die Lautst\u00e4rke empfinde ich selbst einen Meter entfernt noch als st\u00f6rend. Vergleichbar wie ein \u00e4lterer Laptop, der Videoschnitt oder andere anspruchsvolle Anwendungen durchf\u00fchrt.<\/p>\n<p>Eine 64 GB gro\u00dfe SSD ist verbaut. Da Windows selbst bereits fast 13 GB belegt, bleibt nicht all zu viel f\u00fcr eigene Programme und Daten \u00fcbrig. Hier m\u00fcsste man ggf. per Speicherkarte, M2 SSD oder externen USB-Laufwerken erweitern.<\/p>\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><a href=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/grafik-2.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"364\" height=\"501\" src=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/grafik-2.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-8763\" srcset=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/grafik-2.png 364w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/grafik-2-218x300.png 218w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/grafik-2-51x70.png 51w\" sizes=\"auto, (max-width: 364px) 100vw, 364px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ausstattung und Bedienung<\/h3>\n<p>F\u00fcr Windows-Verh\u00e4ltnisse enth\u00e4lt der B1 vergleichsweise wenig Blotware: Neben Google Chrome ist &#8222;nur&#8220; die unter Windows mittlerweile \u00fcbliche Software dabei, also z.B. die Office-Demo, Skype und Konsorten. Das Surfen ist etwas tr\u00e4ge, mit einer gewissen Geduld dennoch grunds\u00e4tzlich m\u00f6glich. Bei Videos kommt der Mini-PC aber an seine Grenzen. <\/p>\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Stromverbrauch &amp; Leistung<\/h2>\n<p>Als Server oder auch schlichtweg aufgrund von zunehmend steigenden Energiekosten ist auch der Stromverbrauch ein wichtiges Kriterium. Im Leerlauf ben\u00f6tigt der Bmax B1 etwa 7,7 Watt, der niedrigste gemessene Wert waren 7,3 Watt. Mit voller Prozessorauslastung ist nur ein geringer Anstieg auf 9,2 Watt zu beobachten. Unter Linux mit 6,9 W im Leerlauf etwas weniger.<\/p>\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/grafik.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"455\" src=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/grafik-1024x455.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-8761\" srcset=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/grafik-1024x455.png 1024w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/grafik-300x133.png 300w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/grafik-768x341.png 768w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/grafik-1536x683.png 1536w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/grafik-2048x910.png 2048w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/grafik-70x31.png 70w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Zwischen (1) und (2) war der Prozessor im Leerlauf, ansonsten auf 100% Auslastung.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Zum Vergleich:<a href=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/mini-pc-test-lenovo-thinkcentre-m910q-tiny-vergleich-raspberrypi4-geschwindigkeit-stromverbrauch\/\" title=\" Der Lenovo M910 Tiny\"> Der Lenovo M910 Tiny<\/a> begn\u00fcgt sich mit rund 4 Watt im Leerlauf und 36 Watt unter Vollast. Wobei der dort verbaute i5 verf\u00fcgt \u00fcber doppelt so viele Kerne und generell deutlich mehr Leistung, daher der deutlich h\u00f6here Verbrauch unter Vollast. Die geringe Differenz zwischen Leerlauf und Vollast zeigt zudem, wie schwach der Celeron J3060 des B1 ist.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/raspberry-pi-4-stromverbrauch-gemessen-so-viel-stromkosten-verursacht-der-pi\/\" title=\"Ein Raspberry Pi 4 bewegt sich in einer \u00e4hnlichen Leistungsklasse wie der B1\">Ein Raspberry Pi 4 bewegt sich in einer \u00e4hnlichen Leistungsklasse wie der B1<\/a>, ist mit ca. 2 Watt im Leerlauf sowie 4 W mit 100% Prozessorauslastung jedoch deutlich sparsamer. Und besitzt zwei Kerne mehr. Dies liegt sicherlich auch daran, dass der Celeron aus dem Jahre 2016 stammt und damit mehrere Jahre \u00e4lter als der Broadcom des Pi ist.<\/p>\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><a href=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/grafik-1.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"836\" height=\"499\" src=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/grafik-1.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-8762\" srcset=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/grafik-1.png 836w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/grafik-1-300x179.png 300w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/grafik-1-768x458.png 768w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/grafik-1-70x42.png 70w\" sizes=\"auto, (max-width: 836px) 100vw, 836px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Prozessor-Benchmarks und technische Daten vom Celeron des B1 (links), dem Raspberry Pi 4 (Mitte) und meinem getesteten M910 Tiny (rechts)<\/figcaption><\/figure>\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Linux auf dem BMAX B1<\/h2>\n<p>Da es sich um X86 Hardware handelt, haben wir einen normalen PC im Mini-Format. Es l\u00e4sst sich daher nahezu jede Linux-Distribution installieren. Ein spezielles Image, dass die Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Hardware voraussetzt, ist im Gegensatz zum Raspberry Pi nicht n\u00f6tig. \u00dcber die [ENTF] Taste gelangt man ins Bios. Dort muss lediglich die Startreihenfolge ge\u00e4ndert werden, um von einem USB-Stick zu starten.<\/p>\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Fazit<\/h2>\n<p>Knapp 150 bzw. sogar nur 128\u20ac sind ein lukrativer Preis. F\u00fcr einen Raspberry Pi zahlt man mit Zubeh\u00f6r kaum weniger &#8211; zumal die Pis kaum verf\u00fcgbar sind. Der B1 dagegen ist dauerhaft ab Lager innerhalb von 1-2 Tagen lieferbar. Die x86 Architektur ist ein Pluspunkt, eben so wie die kompakte Bauweise. Aber leider gibt es auch einige Nachteile: Veraltete Technik, lauter L\u00fcfter, hoher Stromverbrauch und nur wenige Erweiterungsm\u00f6glichkeiten. Der Lenovo Tiny erlaubt nicht nur den Einbau einer M2 SSD. Man kann neben einer SATA-SSD oder Festplatte zudem auch den Arbeitsspeicher erweitern. Daf\u00fcr kostet der Tiny allerdings general\u00fcberholt auch ungef\u00e4hr das doppelte. <\/p>\n<p>Der Vollst\u00e4ndigkeit halber sei gesagt, dass Bmax weitere Modellreihen anbietet. Etwa den B2. Auch darin steckt ein recht alter Intel-Prozessor, immerhin jedoch ein deutlich potenteres Atom-Modell. Hier ist entsprechend ein Aufpreis f\u00e4llig.<\/p>\n<p>Mich pers\u00f6nlich hat der Lenovo im Gesamtkonzept weit mehr \u00fcberzeugt als der Bmax B1. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der BMAX B1 ist ein Mini-PC f\u00fcr nur 149,99\u20ac &#8211; derzeit sogar auf 127,49 \u20ac reduziert. Wir schauen uns heute an, wie gut der B1 sich in der Praxis schl\u00e4gt. Unter anderen beim Arbeiten mit grafischer Oberfl\u00e4che, aber auch als Mini-Server. 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