{"id":9157,"date":"2022-07-10T20:01:41","date_gmt":"2022-07-10T18:01:41","guid":{"rendered":"https:\/\/u-labs.de\/portal\/?p=9157"},"modified":"2022-12-12T14:38:57","modified_gmt":"2022-12-12T12:38:57","slug":"manjaro-auf-dem-raspberry-pi-4-vorstellung-test-performance-und-einstieg-in-gnu-arch-linux-sowie-rolling-releases","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/u-labs.de\/portal\/manjaro-auf-dem-raspberry-pi-4-vorstellung-test-performance-und-einstieg-in-gnu-arch-linux-sowie-rolling-releases\/","title":{"rendered":"Manjaro auf dem Raspberry Pi 4: Vorstellung, Test, Performance und Einstieg in GNU\/Arch Linux sowie Rolling Releases"},"content":{"rendered":"<p>Manjaro ist eine seit 2011 existierende Linux-Distribution, die auf Arch Linux aufbaut. Das Manjaro ARM Team unterst\u00fctzt mittlerweile auch den Raspberry Pi. In diesem Beitrag erf\u00e4hrst du, wie man Manjaro auf einem Raspberry Pi 4 installiert. Au\u00dferdem werden wir die minimale Installation ohne grafische Oberfl\u00e4che anschauen und einen Vergleich mit anderen g\u00e4ngigen Betriebssystemen wie dem Raspberry Pi OS ziehen.<\/p>\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was ist Manjaro f\u00fcr eine GNU\/Linux Distribution?<\/h2>\n<p>Manjaro stammt aus dem deutschsprachigen Raum, der Hauptsitz befindet sich in M\u00fcnchen. Schon das ist eine Besonderheit:<a href=\"https:\/\/distrowatch.com\/search.php?origin=Germany\" title=\" Die Liste der GNU\/Linux Distributionen aus Deutschland\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\"> Die Liste der GNU\/Linux Distributionen aus Deutschland<\/a> ist \u00fcberschaubar. Wirklich verbreitet sind von diesen (derzeit) 21 nur OpenSUSE und eben Manjaro. Als Basis dient Arch Linux. 2001 gegr\u00fcndet, setzt Arch Linux auf <strong>Rolling Releases<\/strong>: Es gibt keine festen neuen Betriebssystemversionen, wie bei Debian. Stattdessen werden alle Pakete einzeln und kontinuierlich aktualisiert. Gr\u00f6\u00dfere Upgrades oder Neuinstallation entfallen dadurch. <\/p>\n<p>Au\u00dferdem setzt Arch auf das <strong>KISS <\/strong>(<em>Keep it simple, stupid<\/em> = Einfach) Prinzip. Wobei mit <em>Einfachheit<\/em> nicht ein leichter Einstieg gemeint ist, sondern <em>unn\u00f6tige<\/em> Erg\u00e4nzungen oder Ver\u00e4nderungen im Bezug auf die Software: Man m\u00f6chte die von Entwicklern ver\u00f6ffentlichten Programme so wenig wie m\u00f6glich ver\u00e4ndern, damit sie unter Arch Linux funktionieren. Das hei\u00dft beispielsweise keine eigenen Patche.<\/p>\n<p>Die Distribution gilt daher als nicht \u00fcberm\u00e4\u00dfig stabil. Es ist durchaus nicht ungew\u00f6hnlich, dass nach Aktualisierungen von Paketen Probleme auftreten. Arch Linux richtet sich an fortgeschrittene Anwender, die sich tief genug mit dem System auskennen, um m\u00f6gliche Probleme zu l\u00f6sen &#8211; und bestenfalls vor Aktualisierungen die \u00c4nderungen lesen, um dem vorzubeugen. Einen grafischen Installationsassistenten gibt es nicht.<\/p>\n<p>Manjaro setzt den Fokus auf ein freies, benutzerfreundliches System, welches sowohl f\u00fcr Anf\u00e4nger als auch Fortgeschrittene geeignet ist. Um das zu erreichen, spiegelt Manjaro die Paketquellen von Arch Linux: Aktualisierungen werden gr\u00fcndlicher getestet und erscheinen einige Wochen sp\u00e4ter, sind daf\u00fcr aber stabiler.<\/p>\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Warum Manjaro auf dem Raspberry Pi?<\/h2>\n<p>Dadurch bietet Manjaro wesentlich aktuellere Pakete, als man sie unter Debian und dem Raspberry Pi OS findet. Denn dort erscheint alle zwei Jahre eine Hauptversion. Die Pakete in einer Hauptversion erhalten keine gr\u00f6\u00dferen Aktualisierungen, sondern nur Sicherheitsupdates und Fehlerkorrekturen. Wer etwa neue Funktionen m\u00f6chte, muss daher auf das n\u00e4chste Release (z.B. Rasberry Pi OS 11\/12) warten &#8211; oder alternativen einsetzen. Etwa Docker-Container oder auf eigene Gefahr Paketquellen von Drittanbietern.<\/p>\n<p>Drittanbieter-Paketquellen sind f\u00fcr Manjaro nur selten n\u00f6tig, da es von der Basis Arch daf\u00fcr eine Plattform gibt: Das <a href=\"https:\/\/aur.archlinux.org\/packages\" title=\"AUR (Arch User Repository)\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">AUR (Arch User Repository)<\/a>. Es enth\u00e4lt PKGBUILD-Dateien, mit denen eine Software heruntergeladen, kompiliert und \u00fcber den Paketmanager Pacman installiert wird. Durch die Gemeinschaft stehen derzeit rund 84.000 Pakete zur Verf\u00fcgung. Viele davon werden aktiv gepflegt, sodass man neue Versionen recht schnell erh\u00e4lt. Da diese von normalen Nutzern gepflegt werden, ist aus Sicherheitsgr\u00fcnden eine Pr\u00fcfung der PKGBUILD-Dateien zu empfehlen.<\/p>\n<p>In den offiziellen Paketquellen befinden sich derzeit rund 11.600 Pakete &#8211; zum Vergleich: Beim Raspberry Pi OS etwa 60.000.<\/p>\n<pre class=\"wp-block-prismatic-blocks\"><code class=\"language-bash\" data-line=\"\">$ pacman -Sl | wc -l\n11565\n\n# Zum Vergleich das Raspberry Pi OS 11\n$ apt-cache pkgnames | wc -l\n59377<\/code><\/pre>\n<p>Zusammen mit dem AUR hat man theoretisch Zugriff auf rund <strong>95.500<\/strong> Pakete. Die unterst\u00fctzten Architekturen variieren jedoch je nach Paket, sodass nicht alle auf ARM-Ger\u00e4ten wie dem Raspberry Pi lauff\u00e4hig sind. Speziell f\u00fcr ARM werden bisher wenige Pakete entwickelt. Im Zweifel muss man daher testen, ob diese funktionieren bzw. ggf. Anpassungen vornehmen.<\/p>\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Installation von Manjaro auf dem Raspberry Pi 4<\/h2>\n<p>Im Downloadbereich scrollt ihr zu <strong>Manjaro ARM Team<\/strong> und w\u00e4hlt in der umfangreichen Liste von unterst\u00fctzten Ger\u00e4ten den Raspberry Pi 4 aus. Darunter \u00f6ffnen sich die verf\u00fcgbaren Editionen, die sich in der Desktopumgebung unterscheiden. Diese werde ich in einem eigenen Beitrag noch n\u00e4her anschauen, an dieser Stelle liegt der Schwerpunkt auf der <strong>Minimal<\/strong> Edition f\u00fcr Server. Der linke Downloadknopf (Wolke) f\u00fchrt zum Download per Torrent, mithilfe der CD daneben wird der HTTP-Download im Browser gestartet.<\/p>\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/grafik-33.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"999\" src=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/grafik-33-1024x999.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-9161\" srcset=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/grafik-33-1024x999.png 1024w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/grafik-33-300x293.png 300w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/grafik-33-768x750.png 768w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/grafik-33-70x68.png 70w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/grafik-33.png 1246w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure>\n<p>Die .img.xz Datei l\u00e4sst sich per <strong>Balena Etcher<\/strong> auf die Karte \u00fcberspielen. Oder alternativ im <strong>Raspberry Imager<\/strong> \u00fcber den letzten Eintrag &#8222;Eigenes Image&#8220;. Bei Nutzung des Imagers solltet ihr die Erweiterten Optionen zur Anpassung (Zahnrad) deaktivieren &#8211; sie sind nur f\u00fcr das Raspberry Pi OS ausgelegt. Unter anderen Distributionen funktionieren die Optionen in den meisten F\u00e4llen nicht bzw. k\u00f6nnen teilweise sogar Probleme verursachen. Sowohl der Imager als auch Etcher entpacken das XZ-Archiv automatisch.<\/p>\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><a href=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/grafik-34.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"339\" src=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/grafik-34.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-9162\" srcset=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/grafik-34.png 800w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/grafik-34-300x127.png 300w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/grafik-34-768x325.png 768w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/grafik-34-70x30.png 70w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n<p>F\u00fcr den ersten Start schlie\u00dft einen Bildschirm mit Tastatur an den Pi an, um die Einrichtung vornehmen zu k\u00f6nnen. Der erste Schritt fragt nach dem Tastaturlayout, in Deutschland w\u00e4re das <strong>de<\/strong>. Tipp: Wenn ihr auf die &#8222;<strong>d<\/strong>&#8220; Taste tippt, springt die Liste automatisch zum ersten Eintrag &#8211; dies spart langwieriges Scrollen mit den Pfeiltasten. Zur Best\u00e4tigung<strong> [Enter]<\/strong> Dr\u00fccken oder mit der <strong>[Tab]<\/strong> Taste zu <strong>[Ok]<\/strong> wechseln, wobei letzteres nicht zwingend notwendig ist, nachdem eine Auswahl getroffen wurde.<\/p>\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><a href=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/grafik-35.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"483\" height=\"324\" src=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/grafik-35.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-9163\" srcset=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/grafik-35.png 483w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/grafik-35-300x201.png 300w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/grafik-35-70x47.png 70w\" sizes=\"auto, (max-width: 483px) 100vw, 483px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n<p>Es folgt der Benutzername f\u00fcr die SSH-Anmeldung. Ein Standard-Konto wird nicht angelegt, ihr k\u00f6nnt diesen frei benennen. Optional l\u00e4sst sich dieses Konto in zus\u00e4tzlichen Gruppen aufnehmen. In den meisten F\u00e4llen wird dies wohl nicht ben\u00f6tigt, dann l\u00e4sst man das Feld einfach leer und best\u00e4tigt mit <strong>[Enter]<\/strong>.<\/p>\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><a href=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/grafik-36.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"726\" height=\"164\" src=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/grafik-36.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-9164\" srcset=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/grafik-36.png 726w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/grafik-36-300x68.png 300w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/grafik-36-70x16.png 70w\" sizes=\"auto, (max-width: 726px) 100vw, 726px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><a href=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/grafik-37.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"720\" height=\"163\" src=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/grafik-37.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-9165\" srcset=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/grafik-37.png 720w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/grafik-37-300x68.png 300w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/grafik-37-70x16.png 70w\" sizes=\"auto, (max-width: 720px) 100vw, 720px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n<p>Unter Linux gibt es neben dem Benutzername zur Anmeldung auch einen Anzeigename. Das kann euer Benutzername mit korrekter Gro\u00dfbeschreibung sein oder der volle Name. Ist eher ein optisches Thema, welches ohne grafische Oberfl\u00e4che keine Relevanz hat. Allerdings im Assistent von Manjaro ein Pflichtfeld.<\/p>\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><a href=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/grafik-38.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"488\" height=\"134\" src=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/grafik-38.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-9166\" srcset=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/grafik-38.png 488w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/grafik-38-300x82.png 300w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/grafik-38-70x19.png 70w\" sizes=\"auto, (max-width: 488px) 100vw, 488px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n<p>Aus Sicherheitsgr\u00fcnden wird dieses neue Konto mit einem Passwort gesch\u00fctzt. Die Zeichen sind (anders als unter GNU\/Linux meist \u00fcblich) nicht unsichtbar, sondern mit Sternen maskiert. Im n\u00e4chsten Schritt muss dieses Passwort erneut eingegeben werden, um Tippfehler auszuschlie\u00dfen, die euch vom System aussperren w\u00fcrden.<\/p>\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><a href=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/grafik-39.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"482\" height=\"130\" src=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/grafik-39.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-9167\" srcset=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/grafik-39.png 482w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/grafik-39-300x81.png 300w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/grafik-39-70x19.png 70w\" sizes=\"auto, (max-width: 482px) 100vw, 482px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n<p>Danach fragt der Assistent nach einem zweiten Kennwort, dem <strong>Root Password<\/strong>. Es ist f\u00fcr das gleichnamige Konto gedacht, welches unter GNU\/Linux standardm\u00e4\u00dfig als Administratorkonto mit vollwertigen, uneingeschr\u00e4nkten Rechten erstellt wird. Auch dies muss zweimal eingegeben werden.<\/p>\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><a href=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/grafik-40.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"483\" height=\"131\" src=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/grafik-40.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-9168\" srcset=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/grafik-40.png 483w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/grafik-40-300x81.png 300w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/grafik-40-70x19.png 70w\" sizes=\"auto, (max-width: 483px) 100vw, 483px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n<p>Weiter geht es mit der Lokalisierung, zun\u00e4chst die Zeitzone. Mit &#8222;<strong>E<\/strong>&#8220; m\u00fcsst ihr nur wenige Eintr\u00e4ge per Pfeiltaste nach unten scrollen, um zu <strong>Europe\/Berlin<\/strong> zu gelangen.<\/p>\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><a href=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/grafik-41.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"490\" height=\"326\" src=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/grafik-41.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-9169\" srcset=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/grafik-41.png 490w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/grafik-41-300x200.png 300w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/grafik-41-70x47.png 70w\" sizes=\"auto, (max-width: 490px) 100vw, 490px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n<p>Bei Sprache und Zeichensatz navigiert ihr zu &#8222;d&#8220; f\u00fcr <strong>de_DE.UTF-8<\/strong>:<\/p>\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><a href=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/grafik-42.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"481\" height=\"326\" src=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/grafik-42.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-9170\" srcset=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/grafik-42.png 481w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/grafik-42-300x203.png 300w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/grafik-42-70x47.png 70w\" sizes=\"auto, (max-width: 481px) 100vw, 481px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n<p>Schlussendlich folgt noch der Hostname. Dar\u00fcber ist euer Pi per SSH mit den meisten Routern erreichbar, da deren DHCP-Server automatisch einen DNS-Eintrag anlegt. Es ist daher sinnvoll, diesen abzufragen. Ich benenne meinen beispielhaft <strong>manjaropi<\/strong>:<\/p>\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><a href=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/grafik-43.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"482\" height=\"131\" src=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/grafik-43.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-9171\" srcset=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/grafik-43.png 482w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/grafik-43-300x82.png 300w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/grafik-43-70x19.png 70w\" sizes=\"auto, (max-width: 482px) 100vw, 482px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n<p>Nun werden alle Angaben noch einmal aufgelistet. Sollte etwas nicht passen, k\u00f6nnt ihr mit der <strong>[Tab]<\/strong> Taste auf <strong>No<\/strong> und dann <strong>[Enter] <\/strong>gehen, um Korrekturen vorzunehmen. <\/p>\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><a href=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/grafik-44.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"484\" height=\"321\" src=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/grafik-44.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-9172\" srcset=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/grafik-44.png 484w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/grafik-44-300x199.png 300w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/grafik-44-70x46.png 70w\" sizes=\"auto, (max-width: 484px) 100vw, 484px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n<p>Nach dem Best\u00e4tigen mit <strong>Yes<\/strong> setzt der Assistent diese Einstellungen auf eurem Pi. Schlussendlich vergr\u00f6\u00dfert er noch die Wurzel-Partition auf die Gr\u00f6\u00dfe eurer Speicherkarte bzw. SSD, damit der gesamte Platz nutzbar ist. Dies dauert einige Minuten.<\/p>\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><a href=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/grafik-45.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"339\" height=\"274\" src=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/grafik-45.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-9174\" srcset=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/grafik-45.png 339w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/grafik-45-300x242.png 300w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/grafik-45-70x57.png 70w\" sizes=\"auto, (max-width: 339px) 100vw, 339px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n<p>Anschlie\u00dfend startet euer Pi selbstst\u00e4ndig neu und bootet in das frisch installierte Manjaro:<\/p>\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><a href=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/grafik-46.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"384\" height=\"79\" src=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/grafik-46.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-9175\" srcset=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/grafik-46.png 384w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/grafik-46-300x62.png 300w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/grafik-46-70x14.png 70w\" sizes=\"auto, (max-width: 384px) 100vw, 384px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n<p>Da der OpenSSH-Server automatisch vorinstalliert ist, k\u00f6nnt ihr nun \u00fcber den Hostname (oder die IP) euch auf den Pi verbinden. Alternativ ist nat\u00fcrlich auch eine Anmeldung direkt an Ger\u00e4t m\u00f6glich. In beiden F\u00e4llen erfolgt der Login \u00fcber den soeben erstellten Benutzer.<\/p>\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Leistung und Ressourcen<\/h2>\n<p>Frisch installiert mit eingespielten Aktualisierungen belegt die minimale Edition von Manjaro <strong>1,5 GB<\/strong> Speicherplatz &#8211; etwas mehr als die ca. 1,2 GB des Raspberry Pi OS. Schlank kann man die Distribution damit keineswegs bezeichnen: DietPi belegt beispielsweise nur 0,7 GB. Alpine Linux ist mit 0,1 GB die bisher mit gro\u00dfem Abstand kleinste GNU\/Linux-Distribution f\u00fcr den Raspberry Pi, die U-Labs getestet haben.<\/p>\n<pre class=\"wp-block-prismatic-blocks\"><code class=\"language-bash\" data-line=\"\">$ df -h\nDateisystem    Gr\u00f6\u00dfe Benutzt Verf. Verw% Eingeh\u00e4ngt auf\ndev             1,7G       0  1,7G    0% \/dev\nrun             1,9G    8,9M  1,9G    1% \/run\n\/dev\/mmcblk0p2   29G    1,5G   27G    6% \/\ntmpfs           1,9G       0  1,9G    0% \/dev\/shm\ntmpfs           1,9G       0  1,9G    0% \/tmp\n\/dev\/mmcblk0p1  458M     56M  403M   13% \/boot\ntmpfs           380M       0  380M    0% \/run\/user\/1000<\/code><\/pre>\n<p>Dieser Eindruck best\u00e4tigt sich auch beim Arbeitsspeicherverbrauch: Mit ca. 105 MB ist dieser fast doppelt so hoch wie beim Raspberry Pi OS. DietPi begn\u00fcgt sich sogar nur mit etwa 1\/3. Mit gen\u00fcgend Arbeitsspeicher macht sich das jedoch in der Bedienung auf einem Raspberry Pi 4 mit 4 GB RAM nicht bemerkbar.<\/p>\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Unterschiede zum Raspberry Pi OS<\/h2>\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Paketmanager<\/h3>\n<p>W\u00e4hrend Arch Linux auf Pacman als Paketmanager setzt, hat Manjaro <a href=\"https:\/\/wiki.manjaro.org\/index.php?title=Pamac\" title=\"Pamac \" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">Pamac <\/a>entwickelt. Pamac ist sowohl auf der Konsole als auch grafisch nutzbar und baut auf Pacman auf. Ziel ist es, die Handhabung zu Vereinfachen. Ein <a href=\"https:\/\/wiki.archlinux.org\/title\/Pacman\/Rosetta\" title=\"Vergleich von Pacman mit anderen Paketmanagern wie APT\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">Vergleich von Pacman mit anderen Paketmanagern wie APT<\/a> (GNU Debian\/Raspberry Pi OS) zeigt, dass Pacman durchaus etwas kryptischer wirkt. Daf\u00fcr k\u00f6nnen verschiedene Befehle kombiniert werden: <strong>pacman -Syu<\/strong> beispielsweise aktualisiert die Paketquellen (<strong>apt update<\/strong>) und anschlie\u00dfend die auf unserem System veralteten Pakete (<strong>apt upgrade<\/strong>). Mit <strong>pacman -S &lt;name&gt;<\/strong> wird ein neues Paket installiert &#8211; wobei man aufgrund des <em>Rolling Release<\/em> Ansatzes unbedingt vorher alle Aktualisierungen mit <strong>-Syu<\/strong> einspielen sollte!<\/p>\n<p>Vor allem f\u00fcr Anf\u00e4nger ohne Erfahrung mit Pacman <a href=\"https:\/\/wiki.manjaro.org\/index.php\/CheatSheet\" title=\"w\u00fcrde ich zu Pamac raten\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">w\u00fcrde ich zu Pamac raten<\/a>. Er ist recht \u00e4hnlich zu APT. In der grafischen Edition ist Pamac vorinstalliert, bei der minimalen Version ist dies geplant und muss daher derzeit mit Pacman nachinstalliert werden:<\/p>\n<pre class=\"wp-block-prismatic-blocks\"><code class=\"language-bash\" data-line=\"\">sudo pacman -Syu pamac-cli<\/code><\/pre>\n<p>Wer ein Paket sucht, kann search verwenden. Regul\u00e4re Ausdr\u00fccke sind m\u00f6glich, z.B.<\/p>\n<pre class=\"wp-block-prismatic-blocks\"><code class=\"language-bash\" data-line=\"\">pamac search &quot;^nginx$&quot;\nnginx-mainline                                                                         1.21.6-1  community\n    Lightweight HTTP server and IMAP\/POP3 proxy server, mainline release\nnginx                                                                                  1.22.0-2  extra\n    Lightweight HTTP server and IMAP\/POP3 proxy server<\/code><\/pre>\n<p>Die Versionen sind recht aktuell: 1.22 ist zum Testzeitpunkt etwa einen Monat alt. Unter dem aktuellen Raspberry Pi OS 11 (GNU\/Debian) erhalten wir lediglich 1.18.0. Dadurch, dass Buster relativ aktuell ist, keine uralte Version. Dennoch immerhin schon gute 2 Jahre alt. Hier zeigt sich der Unterschied von klassischer Versionierung zu Rolling Releases: Debian 11 wurde auf Nginx 1.18.0 eingefroren und erh\u00e4lt nur Fehlerkorrekturen\/Sicherheitsaktualisierungen. Erst der (noch nicht final ver\u00f6ffentlichte) Nachfolger Debian 12 erh\u00e4lt eine aktuellere Hauptversion. Manjaro wird dagegen ohne Upgrade oder Neuinstallation bald auch die sehr aktuell erschienene Nginx 1.23.0 Version erhalten.<\/p>\n<p>Die Installation unterscheidet sich kaum von APT. Wer etwa den Webserver Nginx installieren m\u00f6chte, kann dank des gleichnamigen Pakets den identischen Befehl verwenden und \u00e4ndert lediglich <strong>apt<\/strong> in <strong>pamac<\/strong>:<\/p>\n<pre class=\"wp-block-prismatic-blocks\"><code class=\"language-bash\" data-line=\"\"> sudo pamac install nginx<\/code><\/pre>\n<p>Einen kleinen Fallstrick gibt es jedoch in der Deutschen \u00dcbersetzung. Wir werden aufgefordert, die Installation mit j f\u00fcr <strong>j<\/strong>a zu starten, oder N f\u00fcr <strong>N<\/strong>ein abzubrechen. Auch bei &#8222;j&#8220; findet ein Abbruch statt. Die L\u00f6sung: Pamac erwartet die englische Variante (y f\u00fcr <strong>y<\/strong>es).<\/p>\n<pre class=\"wp-block-prismatic-blocks\"><code class=\"language-bash\" data-line=\"\">Transaktion anwenden ? [j\/N] j\n\nVorgang abgebrochen.<\/code><\/pre>\n<p>Als Initsystem wird Systemd verwendet. Wer dies von GNU Debian\/Raspberry Pi OS bereits kennt, kann dies auch unter Manjaro anwenden. Automatisch starten installierte Dienste jedoch nicht. F\u00fcr unser Beispiel Nginx muss der gleichnamige Dienst daher erst aktiviert und gestartet (<strong>&#8211;now<\/strong>) werden:<\/p>\n<pre class=\"wp-block-prismatic-blocks\"><code class=\"language-bash\" data-line=\"\">sudo systemctl enable --now nginx<\/code><\/pre>\n<p>Eine vorinstallierte Firewall wie <a href=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/rocky-linux-8-auf-dem-raspberry-pi-updates-bis-2029-installation-vor-und-nachteile-vergleich-mit-dem-raspberry-pi-os\/\" title=\"Rocky Linux 8 auf dem Raspberry Pi: Updates bis 2029! Installation, Vor- und Nachteile, Vergleich mit dem Raspberry Pi OS\">unter Rocky Linux<\/a> gibt es \u00fcbrigens unter Manjaro nicht. Der Dienst ist daher sofort erreichbar, ohne eine Ausnahmeregel festzulegen. Wer <\/p>\n<p>Auch andere Software ist deutlich aktueller als unter GNU Debian\/Raspberry Pi OS: PHP ist etwa in Hauptversion 7 und 8 vorhanden. Version 8.1.7 ist die aktuellste, vor 2 Wochen erschienene. In Version 7.4.29 fehlt derzeit noch das aktuellste Patchlevel .30. Buster liefert Patchlevel 28, allerdings gibt es PHP 8 dort noch gar nicht in den offiziellen Paketquellen &#8211; 8.0 seit November 2020 stabil verf\u00fcgbar, also mehr als 1,5 Jahre. Auch diese Version wird voraussichtlich erst in RPIOS 12 enthalten sein.<\/p>\n<p>Praktisch: Docker und das Compose-Plugin sind in den offiziellen Paketquellen von Manjaro enthalten. Wer sie installieren m\u00f6chte, ben\u00f6tigt das Docker Installationsskript, welches unter GNU\/Debian die Paketquellen erweitert, nicht und kann einfach die Pakete <strong>docker<\/strong> und <strong>docker-compose<\/strong> installieren. <\/p>\n<p>Am Beispiel Docker l\u00e4sst sich etwas weiteres n\u00fctzliches demonstrieren: Optionale Abh\u00e4ngigkeiten. Bei einigen Paketen habt ihr die M\u00f6glichkeit, deren Funktion durch zus\u00e4tzliche Pakete zu erweitern. Beispielsweise gibt es ein Paket namens <strong>docker-scan<\/strong>, es installiert das Scan-Plugin, womit sich Docker-Images auf bekannte Sicherheitsl\u00fccken \u00fcberpr\u00fcfen lassen. Diese Erweiterung ist nicht zwingend f\u00fcr die Funktionalit\u00e4t von Docker n\u00f6tig, man kann sie an dieser Stelle aber gleich mit installieren.<\/p>\n<pre class=\"wp-block-prismatic-blocks\"><code class=\"language-bash\" data-line=\"\">$ sudo pamac install docker docker-compose\n...\nW\u00e4hle die optionalen Abh\u00e4ngigkeiten f\u00fcr docker:\n1:  pigz: parallel gzip compressor support\n2:  docker-scan: vulnerability scanner\n\nAuswahl eingeben (Standard=keine): 1,2<\/code><\/pre>\n<p>Es h\u00e4ngt vom jeweiligen Paket ab, ob und wie viele optionale Abh\u00e4ngigkeiten verf\u00fcgbar sind. Diese Liste zu pr\u00fcfen ist in meinen Augen sinnvoll.<\/p>\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Spezifische Pakete f\u00fcr den Raspberry Pi<\/h3>\n<p>Das Raspberry Pi OS enth\u00e4lt einige Pakete, die spezielle Werkzeuge f\u00fcr den Raspberry Pi mitbringen. Darunter beispielsweise <strong>rpi-eeprom-update<\/strong> zur Aktualisierung des Bootloaders. Fehlen diese Pakete, schr\u00e4nkt das den Pi ein bzw. erzeugt Mehraufwand, etwa durch manuelles Flashen im Falle einer neuen Bootloader-Installation. Im Gegensatz zu z.B. Rocky Linux bringt Manjaro hier grundlegende Werkzeuge \u00fcber entsprechende Pakete mit:<\/p>\n<pre class=\"wp-block-prismatic-blocks\"><code class=\"language-bash\" data-line=\"\">$ pamac list | grep raspberry\nfirmware-raspberrypi             7.1-1                       community  18,1\u00a0MB\nraspberrypi-bootloader           20220527-1                  core       15,5\u00a0MB\nraspberrypi-bootloader-x         20220527-1                  core       6,7\u00a0MB\nraspberrypi-userland-aarch64-git r833.c4fd1b8-1              community  36,0\u00a0MB<\/code><\/pre>\n<h3 class=\"wp-block-heading\">AUR (Arch User Repository)<\/h3>\n<p>Wie Anfangs bereits erw\u00e4hnt, bietet das zugrunde liegende Arch <a href=\"https:\/\/wiki.archlinux.org\/title\/Arch_User_Repository\" title=\"mit dem AUR ein extra Repository f\u00fcr inoffizielle Pakete\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">mit dem AUR ein extra Repository f\u00fcr inoffizielle Pakete<\/a>. Oft enthalten sie keine fertigen Binaries, sondern erzeugen diese auf dem Zielsystem. Daher wird die <strong>base-devel<\/strong> Gruppe ben\u00f6tigt. Sie enth\u00e4lt eine Sammlung von Compilern und anderen Programmen:<\/p>\n<pre class=\"wp-block-prismatic-blocks\"><code class=\"language-bash\" data-line=\"\">sudo pacman -S --needed --needed base-devel<\/code><\/pre>\n<p>Mit <strong>pamac search -a &lt;name&gt;<\/strong> l\u00e4sst sich das AUR bei der Suche einschlie\u00dfen und rechts neben dem Paketname wird <em>AUR <\/em>als Quelle angegeben. Da diese Pakete i.d.R. kompiliert werden, m\u00fcssen wir sie mit <strong>pamac build<\/strong> bauen.<\/p>\n<pre class=\"wp-block-prismatic-blocks\"><code class=\"language-bash\" data-line=\"\">$ sudo pamac build modsecurity\n...\n==&gt; FEHLER: modsecurity steht f\u00fcr die &#039;aarch64&#039;-Architektur nicht zur Verf\u00fcgung.<\/code><\/pre>\n<p>Wie man an diesem Beispiel sieht, unterst\u00fctzen viele Pakete jedoch nicht explizit die ARM (AARCH64) Architektur. Die <strong>arch <\/strong>Zeile im Kopf <a href=\"https:\/\/aur.archlinux.org\/cgit\/aur.git\/tree\/PKGBUILD?h=elasticsearch\" title=\"der PKGBUILD-Datei\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">der PKGBUILD-Datei<\/a> best\u00e4tigt, dass es nur f\u00fcr x86 Systeme (64 Bit) entwickelt und getestet wurde. Man kann nun versuchen, diese Pr\u00fcfung mit -A abzuschalten, nachdem man das zum Paket geh\u00f6rige Git-Repository geklont hat:<\/p>\n<pre class=\"wp-block-prismatic-blocks\"><code class=\"language-bash\" data-line=\"\">$ git clone https:\/\/aur.archlinux.org\/elasticsearch.git\n$ cd elasticsearch\n$ makepkg -A<\/code><\/pre>\n<p>Manche Pakete funktionieren unter ARM und wurden nur nicht getestet, weil der Paketersteller X86 verwendet. Bei vielen ist das nicht der Fall &#8211; hier muss man Anpassungen vornehmen, wenn die Software denn \u00fcberhaupt ARM unterst\u00fctzt. Falls nicht, wird man ausschlie\u00dflich bei Open Source und mit ggf. Aufwand eine Chance haben, das Programm zum Laufen zu bekommen. Das AUR ist daher eher f\u00fcr fortgeschrittene Anwender geeignet.<\/p>\n<p>Generell ist zu empfehlen, vor allem auf die <strong>PKGBUILD <\/strong>und <strong>*.install<\/strong> Dateien einen Blick zu werfen. Sie k\u00f6nnen beliebigen Bash-Code ausf\u00fchren. Schadsoftware im AUR ist zwar selten, dennoch ist man mit einer Pr\u00fcfung auf der sichereren Seite.<\/p>\n<p>Vorsicht ist auch bei Paketen geboten, die auf eine Vorversion oder den aktuellen Entwicklungsstand schlie\u00dfen lassen. Darauf weisen Bezeichnungen wie <strong>dev<\/strong>, <strong>devel, svn, cvs, git<\/strong> und vergleichbare hin. Wer bewusst nach den neuesten Versionen sucht, erh\u00e4lt dadurch z.B. neueste Fehlerkorrekturen oder Funktionen. Allerdings sind diese tendenziell noch recht frisch und damit instabil. F\u00fcr die allt\u00e4gliche, produktive Nutzung w\u00fcrde ich sie eher meiden.<\/p>\n<p>An dieser Stelle sei auch noch Docker erw\u00e4hnt. Vor allem mit fertigen Images kann man relativ leicht Software ausf\u00fchren, die unter Manjaro oder anderen Distributionen nicht oder nur im AUR verf\u00fcgbar ist. <\/p>\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Fazit<\/h2>\n<p>Manjaro vereinfacht Arch Linux ein gutes St\u00fcck und macht es damit selbst f\u00fcr weniger erfahrene Nutzer attraktiv. Auf dem Pi punktet die Distribution mit aktuellen Paketen &#8211; daf\u00fcr aber nur etwa 1\/5 so viele, wie beim Raspberry Pi OS. Das AUR ist eher eine Nische, da vergleichsweise wenige Pakete ohne Anpassungen unter ARM laufen. Auf X86 Systemen sieht das ganze viel besser aus, ich nutze Manjaro mit XFCE auf dem Desktop und habe das AUR dort schon mehrfach genutzt.<\/p>\n<p>Schlechte Erfahrungen bei der Stabilit\u00e4t habe ich dort noch nicht gemacht, obwohl die Pakete recht aktuell sind. Theoretisch kann es die nat\u00fcrlich beim n\u00e4chsten Upgrade noch geben &#8211; Rolling Relases haben ihre Vor- und Nachteile. Ein gro\u00dfer Vorteil ist, dass man sich nicht mit gro\u00dfen Betriebssystemupgrades oder gar Neuinstallationen (wie beim Raspberry Pi OS offiziell empfohlen) besch\u00e4ftigen muss. Stattdessen h\u00e4lt man das System immer aktuell, wodurch es theoretisch unbegrenzt lange nutzbar ist. Tats\u00e4chlich gibt es in den Arch Linux Foren Nutzer, die ihre Installation seit mehr als 10 Jahren am St\u00fcck betreiben.<\/p>\n<p>Wer aktuelle Software m\u00f6chte die in den offiziellen Paketquellen enthalten ist oder sich mit eigenen Anpassungen im AUR anfreunden kann, f\u00fcr den ist Manjaro eine gute Alternative zum Raspberry Pi OS.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Manjaro ist eine seit 2011 existierende Linux-Distribution, die auf Arch Linux aufbaut. Das Manjaro ARM Team unterst\u00fctzt mittlerweile auch den Raspberry Pi. In diesem Beitrag erf\u00e4hrst du, wie man Manjaro auf einem Raspberry Pi 4 installiert. Au\u00dferdem werden wir die minimale Installation ohne grafische Oberfl\u00e4che anschauen und einen Vergleich mit anderen g\u00e4ngigen Betriebssystemen wie dem &#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":9217,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1053],"tags":[641],"class_list":["post-9157","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-raspberry-pi-betriebssysteme","tag-arch-linux"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9157","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9157"}],"version-history":[{"count":14,"href":"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9157\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9734,"href":"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9157\/revisions\/9734"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-json\/wp\/v2\/media\/9217"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9157"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9157"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9157"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}