{"id":9188,"date":"2022-06-30T19:33:15","date_gmt":"2022-06-30T17:33:15","guid":{"rendered":"https:\/\/u-labs.de\/portal\/?p=9188"},"modified":"2024-12-30T23:22:12","modified_gmt":"2024-12-30T21:22:12","slug":"usa-kippen-recht-auf-abtreibung-welche-gefahren-drohen-durch-apps-und-digitale-ueberwachung-wie-sicher-ist-europa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/u-labs.de\/portal\/usa-kippen-recht-auf-abtreibung-welche-gefahren-drohen-durch-apps-und-digitale-ueberwachung-wie-sicher-ist-europa\/","title":{"rendered":"USA kippen Recht auf Abtreibung: Welche Gefahren drohen durch Apps und digitale \u00dcberwachung? Wie sicher ist Europa?"},"content":{"rendered":"<p>Am 24.06.2022 hat <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2022\/massiver-angriff-auf-reproduktive-rechte\/\" title=\"der Oberster Gerichtshof der Vereinigten Staaten (Supreme Court of the United States) zwei Grundsatzurteile gekippt\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">der Oberster Gerichtshof der Vereinigten Staaten (Supreme Court of the United States) zwei Grundsatzurteile gekippt<\/a>: 50 Jahre hatten diese ein Recht auf Abtreibung garantiert. Dadurch kann jeder Bundesstaat selbst entscheiden, ob Abtreibungen dort legal oder illegal sind. In mindestens neun Staaten sind sie damit verboten. <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/abtreibungen-us-staaten-101.html\" title=\"Weitere k\u00fcndigten aber zumindest Einschr\u00e4nken an\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">Weitere k\u00fcndigten aber zumindest Einschr\u00e4nken an<\/a>.<\/p>\n<p>Doch dieses Verbot kommt in einer Zeit der Massen\u00fcberwachung: Vermeintlich harmlose Daten und Apps stehen im dringenden Verdacht, von Strafverfolgungsbeh\u00f6rden gegen ihre Nutzerinnen verwendet zu werden. Und auch in Europa sind wir davon gar nicht so weit weg, wie man es vielleicht erwarten w\u00fcrde. Welche Gefahren bestehen? Wie real bzw. gef\u00e4hrlich sind diese tats\u00e4chlich und wie kann man sich sch\u00fctzen?<\/p>\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wie kam es zur Entscheidung, das Recht auf Abtreibung zu kippen?<\/h2>\n<p>Anlass f\u00fcr diese Entscheidung war, dass einzelne Bundesstaaten bereits zuvor versuchten, das verfassungsm\u00e4\u00dfig garantierte Recht auf Abtreibungen einzuschr\u00e4nken. Und zwar massenhaft: Alleine <a href=\"https:\/\/www.guttmacher.org\/article\/2018\/01\/policy-trends-states-2017\" title=\"zwischen 2011 und 2017 kam es zu \u00fcber 400 Einschr\u00e4nkungen bei Abtreibungen in den gesamten USA\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">zwischen 2011 und 2017 kam es zu \u00fcber 400 Einschr\u00e4nkungen bei Abtreibungen in den gesamten USA<\/a>. Beispielsweise auf fr\u00fchere Schwangerschaftswochen, wie es der Bundesstaat Mississippi 2018 tat. Bis zum j\u00fcngsten Urteil war solch eine Beschr\u00e4nkung aufgrund der Jahrzehnte alten Pr\u00e4zedenzf\u00e4lle als illegal angesehen worden. Daher klagte ein Krankenhaus, welches Abtreibungen anbietet, gegen das Gesetz in Mississippi &#8211; in der Hoffnung, es zu kippen.<\/p>\n<p>Doch der Oberste Gerichtshof kippte stattdessen die alten Pr\u00e4zedenzf\u00e4lle Roe und Casey: Die Richter entschieden mehrheitlich, das Roe von 1973 &#8222;Von Anfang an ungeheuerlich falsch&#8220; gewesen sei. Ihrer Ansicht nach garantiere die Verfassung der USA kein Recht auf Abtreibung. Es sei daher falsch, sich \u00fcber die Entscheidungshoheit der Bundesstaaten hinweg zu setzen. <\/p>\n<p>Staaten die bereits Einschr\u00e4nkungen besitzen, k\u00f6nnen diese legal bestehen lassen. Weitere w\u00fcrden gerne Einschr\u00e4nkungen oder sogar Verbote erlassen, haben dies aufgrund der rechtlichen Situation bisher nicht getan. In einigen F\u00e4llen waren Gesetze zeitweise Verfassungswidrig &#8211; auch hier ist die Wahrscheinlichkeit gro\u00df, dass diese wieder greifen k\u00f6nnen. Setzen sie diese Pl\u00e4ne in die Tat um, werden Abtreibungen zuk\u00fcnftig in etwa der H\u00e4lfte aller Bundesstaaten verboten oder zumindest eingeschr\u00e4nkt sein. <\/p>\n<p>Etwa <strong>40 Millionen Frauen<\/strong> im reproduktionsf\u00e4higen Alter <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/abtreibung-usa-supremecourt-101.html\" title=\"werden nach derzeitigem Stand voraussichtlich betroffen sein\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">werden nach derzeitigem Stand voraussichtlich betroffen sein<\/a>. Das Verbot betrifft in einigen Staaten nicht nur freiwillige Schwangerschaften, sondern auch Vergewaltigungen oder Inzest. Sp\u00e4testens hier stellt sich die Frage, ob das ein Fortschritt ist. Die einzige M\u00f6glichkeit zu einer Abtreibung wird damit die Reise in einen anderen Bundesstaat, in dem diese (noch) nicht verboten ist. Strafbar machen sich die Frauen damit aber trotzdem.<\/p>\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Gefahren durch die Massen\u00fcberwachung<\/h2>\n<p>Das Thema Abtreibung <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/amerika\/reaktionen-roe-wade-supreme-court-entscheidung-abtreibung-usa-103.html\" title=\"spaltet das Land,\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">spaltet das Land,<\/a> die Lage ist angespannt. <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/hintergrund\/Wie-Abtreibungsgegner-vor-Kliniken-Daten-zur-Strafverfolgung-sammeln-7127751.html\" title=\"Bereits seit Jahrzehnten demonstrieren Abtreibungsgegner vor Kliniken, sammeln Nummernsschilder von Patienten\/\u00c4rzten und bel\u00e4stigen diese teils soga\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">Bereits seit Jahrzehnten demonstrieren Abtreibungsgegner vor Kliniken, sammeln Nummernsschilder von Patienten\/\u00c4rzten und bel\u00e4stigen diese teils soga<\/a><a href=\"https:\/\/www.heise.de\/hintergrund\/Wie-Abtreibungsgegner-vor-Kliniken-Daten-zur-Strafverfolgung-sammeln-7127751.html\" title=\"r\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">r<\/a>. Auch Filmaufnahmen werden bei den Kliniken angefertigt. Ein Teil der Frauen die nach Abtreibungskliniken suchen, sehen <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Schwangerschaftsabbruch-Google-schickt-Frauen-teilweise-zu-Abtreibungsgegnern-7145102.html\" title=\"bei der Suchmaschine Google die Treffer von Abtreibungsgegnern.\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">bei der Suchmaschine Google die Treffer von Abtreibungsgegnern.<\/a><\/p>\n<p>Im Gegensatz zur Zeit vor 1973 als Abtreibungen illegal waren, leben wir allerdings 2022 in einer Zeit beispielloser Datensammlung und <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/US-Aufsicht-CIA-betreibt-eigenes-Programm-zur-Massenueberwachung-6453778.html\" title=\"Massen\u00fcberwachung\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">Massen\u00fcberwachung<\/a>. Unternehmen <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/NSA-Befugnis-zur-Massenueberwachung-US-Senat-segnet-Verlaengerung-ab-3946489.html\" title=\"aber auch Regierungen\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">aber auch Regierungen<\/a> sammeln Unmangen an pers\u00f6nlichen Daten. F\u00fcr Betroffene kann dies eine ernste Gefahr darstellen: Vermeintlich harmlose Informationen \u00fcber den Wunsch einer Abtreibung oder sogar nur die Tatsache einer Schwangerschaft die ungewollt sein k\u00f6nnte, werden damit schnell zu Beweisen einer Straftat bzw. der Vorbereitung einer Straftat. <a href=\"https:\/\/www.eff.org\/deeplinks\/2022\/05\/what-companies-can-do-now-protect-digital-rights-post-roe-world\" title=\"Dies gilt selbst f\u00fcr Dienste, die \u00fcber M\u00f6glichkeiten zur Abtreibung aufkl\u00e4ren\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">Dies gilt selbst f\u00fcr Dienste, die \u00fcber M\u00f6glichkeiten zur Abtreibung aufkl\u00e4ren<\/a> &#8211; etwa Informationsseiten, Diskussionsforen oder Beitr\u00e4ge aus Sozialen Netzwerken.<\/p>\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Daten aus Perioden-Kalender werden verkauft<\/h3>\n<p>Wie real diese Gefahr ist, <a href=\"https:\/\/www.vice.com\/en\/article\/v7d9zd\/data-marketplace-selling-clue-period-tracking-data\" title=\"zeigen Recherchen von Motherboard\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">zeigen Recherchen von Motherboard<\/a>: Sie kauften f\u00fcr 100 Dollar Daten von Nutzern, die Apps zum Verfolgen der Periode verwenden. In diesem Beispiel ist es <strong>Clue<\/strong>: Dort wird die Monatsblutung eintragen, die App analysiert diese Daten und wertet sie aus &#8211; etwa um die n\u00e4chste Menstruation zu berechnen. Periode sowie Eisprung werden in einem Kalender angezeigt. Dazu gibt es weitere Analysen, die etwa Abweichungen in den Zyklen anzeigen. Alleine<a href=\"https:\/\/play.google.com\/store\/apps\/details?id=com.clue.android\" title=\" im Google Play Store\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\"> im Google Play Store<\/a> wurde die App \u00fcber 10 Millionen mal heruntergeladen und mehr als 1,1 Millionen mal bewertet.<\/p>\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/grafik-47.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"516\" src=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/grafik-47-1024x516.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-9189\" srcset=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/grafik-47-1024x516.png 1024w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/grafik-47-300x151.png 300w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/grafik-47-768x387.png 768w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/grafik-47-1536x774.png 1536w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/grafik-47-70x35.png 70w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/grafik-47.png 1882w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure>\n<p>Auf dem ersten Bildschirmfoto wirbt der Hersteller, &#8222;f\u00fcr Datenschutz&#8220; zu stehen. <a href=\"https:\/\/reports.exodus-privacy.eu.org\/de\/reports\/com.clue.android\/latest\/\" title=\"In der aktuellsten Version sind jedoch satte 9 Tracker eingebaut. \" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">In der aktuellsten Version sind jedoch satte 9 bekannte Tracker eingebaut. <\/a>Oder anders ausgedr\u00fcckt: Mindestens neun weitere Unternehmen schauen den Frauen \u00fcber die Schulter und erhalten Daten \u00fcber sie. Viele der Firmen haben sich sogar auf die Sammlung von Informationen spezialisiert.<\/p>\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/grafik-48.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"920\" src=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/grafik-48-1024x920.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-9190\" srcset=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/grafik-48-1024x920.png 1024w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/grafik-48-300x270.png 300w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/grafik-48-768x690.png 768w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/grafik-48-70x63.png 70w, https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/grafik-48.png 1048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure>\n<p>Die verkauften Daten enthalten zwar keine Informationen zu den eingetragenen Informationen aus der App. Und sie wurden auch nicht von Clue selbst verkauft. Gerade auf Smartphones sind Nutzer jedoch leicht zu identifizieren sind (z.B. \u00fcber die eindeutige Werbe-ID oder Google-Konten) &#8211; all zu viel fehlt dazu also nicht. Dass diese Informationen \u00fcber Dritte verkauft werden, zeigt zudem: Clue hat offensichtlich zumindest teilweise bereits die Kontrolle \u00fcber Nutzerdaten verloren. Und das ist kein Einzelfall, dazu sp\u00e4ter mehr.<\/p>\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Wie realistisch ist es, dass der Staat auf derart sensible Daten zugreift?<\/h3>\n<p><a href=\"https:\/\/edition.cnn.com\/2019\/10\/29\/us\/missouri-planned-parenthood-abortion-clinic\/index.html\" title=\"Im Bundesstaat Missouri sammelte der Direktor des Gesundheitsamtes bereits 2019 Daten zur Menstruation in einer Tabelle\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">Im Bundesstaat Missouri sammelte der Direktor des Gesundheitsamtes bereits 2019 Daten zur Menstruation in einer Tabelle<\/a>. Die Aufforderung kam vom Hauptinspektor des Bundesstaates. Mit der Tabelle wollte man Patientinnen identifizieren, bei denen eine Abtreibung fehlgeschlagen war. Sp\u00e4ter <a href=\"https:\/\/edition.cnn.com\/2019\/10\/31\/us\/missouri-health-director-planned-parenthood\/\" title=\"wurde dies mit der Sorge des Ministeriums begr\u00fcndet\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">wurde dies mit der Sorge des Ministeriums begr\u00fcndet<\/a>, nicht \u00fcber alle Komplikationen informiert zu werden. Per Gesetz sind die \u00c4rzte dazu eigentlich verpflichtet.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem seien nicht alle Patienteninformationen an den Direktor \u00fcbergeben worden: Man habe 2018 aus den insgesamt 3.000 durchgef\u00fchrten Abtreibungen nur 67 analysiert. Schlussendlich fanden sie einen einzigen Fall, in dem eine fehlgeschlagene Abtreibung nicht korrekt an die Beh\u00f6rde \u00fcbermittelt wurde.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/edition.cnn.com\/2019\/10\/27\/politics\/abortion-laws-states-roundup\/index.html\" title=\"Doch der Bundesstaat ist keineswegs ein Bef\u00fcrworter von Abtreibungen\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">Doch der Bundesstaat ist keineswegs ein Bef\u00fcrworter von Abtreibungen<\/a>: Nur noch eine Klinik bot dies an, der im Jahr 2019 die Schlie\u00dfung drohte. Im gleichen Jahr unterzeichnete der Gouverneur ein Gesetz zur Einschr\u00e4nkung von Abtreibungen. Ausnahmen f\u00fcr z.B. Vergewaltigungen gibt es keine &#8211; nur wenn der Frau schwere Sch\u00e4den oder der Tod drohen, darf ausnahmsweise abgetrieben werden. F\u00fcr Verst\u00f6\u00dfe sind Gef\u00e4ngnisstrafen von bis zu 15 Jahren vorgesehen.<\/p>\n<p>Missouri war zudem der erste Staat, der die Abtreibung verbat &#8211; gerade einmal zwei Stunden nach  dem j\u00fcngsten Urteil des obersten Gerichtshof. Hier kann man mit einer gewissen Skepsis hinterfragen, ob man der dortigen Politik keine Verfolgung von nun illegalen Abtreibungen mit allen Mitteln zutraut, wenn man von einem Verbot derart besessen ist.<\/p>\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Wie realistisch ist es, dass solche Daten auch genutzt werden?<\/h3>\n<p>Hinsichtlich anderer Daten <a href=\"https:\/\/www.fastcompany.com\/90468030\/how-an-online-search-for-abortion-pills-landed-this-woman-in-jail\" title=\"Das passierte in den USA schon mehrfach\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">passierte dies in den USA schon mehrfach<\/a>: 2015 etwa wurde eine Frau zu 30 Jahren Gef\u00e4ngnis verurteilt, weil sie ihr Kind get\u00f6tet haben soll. Ermittler durchsuchten ihr Handy und fanden Textnachrichten mit einer Freundin. Darin sagte die Verurteilte, dass sie Schwanger war und im Internet nach Abtreibung gesucht hatte. Es kam zu einer Fehlgeburt. Die Staatsanwaltschaft verurteilte sie jedoch auf Grundlage der Chatnachrichten. Die Frau ging in Revision und wurde von einem anderen Richter freigesprochen.<\/p>\n<p>In anderen F\u00e4llen wurden sogar Suchverl\u00e4ufe zu z.B. Abtreibung als Beweismittel gegen die Beschuldigten genutzt. Eine Kriminalisierung findet also bereits statt &#8211; und es werden alle verf\u00fcgbaren Daten genutzt.<\/p>\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die USA sind weit weg, wie ist die Lage in Europa und Deutschland?<\/h3>\n<p>In Europa sind wir zwar tendenziell noch liberaler und besser aufgestellt, aber die Richtung \u00e4ndert sich: In Polen wurden Abtreibungen erst 2020 stark eingeschr\u00e4nkt, nur bei Vergewaltigungen oder gesundheitlicher Gefahr f\u00fcr die Frau sind sie gesetzlich erlaubt. Zwei Jahre sp\u00e4ter <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/politik\/polen-abtreibung-verbot-abtreibungsverbot-schwangerschaft-registriert-91604479.html\" title=\"plant die Regierung, ein Schwangerschaftsregister einzuf\u00fchren\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">plant die Regierung, ein Schwangerschaftsregister einzuf\u00fchren<\/a>. In einer zentralen Datenbank sollen mehr Informationen gespeichert werden, darunter auch Daten zu Schwangerschaften. Damit k\u00f6nnte die Polizei die f\u00fcr Behandlungszwecke gespeicherten Daten zur Strafverfolgung zweckentfremden.<\/p>\n<p>Eine solche Zweckentfremdung von Gesundheitsdaten ist auch in Deutschland nicht neu: Dutzende F\u00e4lle sind bekannt,<a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2022\/mainz-polizei-nutzte-luca-daten-von-kneipenbesuchern-ohne-rechtsgrundlage\/\" title=\" in denen die Polizei Daten von &quot;Luca&quot; zur Strafverfolgung nutzten\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\"> in denen die Polizei Daten von &#8222;Luca&#8220; zur Strafverfolgung missbrauchte<\/a>. Dies war illegal, da die Erhebung ausdr\u00fccklich mit dem alleinigen Ziel zur Kontaktverfolgung bei Corona-Infektionen verbunden ist. Nur ein Jahr sp\u00e4ter setzte sich <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2022\/zweckentfremdung-brandenburgs-justizministerin-will-luca-daten-fuer-ermittlungen-nutzen\/\" title=\"die Justizministerin von Brandenburg (CDU) unverbl\u00fcmt daf\u00fcr ein, die bislang illegale Nutzung von Pandemie-Daten f\u00fcr die Strafverfolgung schlichtweg zu legalisieren\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">die Justizministerin von Brandenburg (CDU) unverbl\u00fcmt daf\u00fcr ein, die bislang illegale Nutzung von Pandemie-Daten f\u00fcr die Strafverfolgung schlichtweg zu legalisieren<\/a>.<\/p>\n<p>In dem Zusammenhang ist es erw\u00e4hnenswert, <a href=\"https:\/\/de.nachrichten.yahoo.com\/bundestag-beschlie%C3%9Ft-ende-abtreibungs-werbeverbots-084555454.html\" title=\"dass &quot;Werbung&quot; f\u00fcr Abtreibung erst vor wenigen Tagen in Deutschland legalisiert wurde\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">dass &#8222;Werbung&#8220; f\u00fcr Abtreibung erst vor wenigen Tagen in Deutschland legalisiert wurde<\/a>. Und &#8222;Werbung&#8220; wurde weit gefasst: So weit, dass etwa<a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/2017\/11\/24\/werbung-zur-abtreibung-arztin-von-gericht-zu-geldstrafe-verurteilt\" title=\" 2017 eine \u00c4rztin zu 6.000\u20ac Strafe verurteilt wurde\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\"> 2017 eine Deutsche \u00c4rztin zu 6.000\u20ac Strafe verurteilt wurde<\/a>. Sie informierte auf ihrer Internetseite dar\u00fcber, das man in ihrer Praxis Schwangerschaftsabbr\u00fcche vornimmt. Bislang war der Abbruch einer Schwangerschaft zwar bereits erlaubt &#8211; jedoch durften Mediziner nur hinter vorgehaltener Hand dar\u00fcber aufkl\u00e4ren.<\/p>\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Warum viele Apps &#8222;kostenlos&#8220; sind: Das Gesch\u00e4ft mit den Daten<\/h3>\n<p>Clue ist kein Einzelfall: Auch Daten der Apps <a href=\"https:\/\/play.google.com\/store\/apps\/details?id=co.quanyong.pinkbird&amp;gl=US\" title=\"Period Tracker von Pinkbird (\u00fcber 5 Millionen Downloads)\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">Period Tracker von Pinkbird (\u00fcber 5 Millionen Downloads)<\/a> sowie <a href=\"https:\/\/play.google.com\/store\/apps\/details?id=com.ppfa.direct&amp;gl=US\" title=\"Planned Parenthood Direct (mehr als 100.000 mal heruntergeladen)\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">Planned Parenthood Direct (mehr als 100.000 mal heruntergeladen)<\/a> wurden auf der gleichen Seite angeboten. Letztere ist zur Familienplanung gedacht. Die Periode wird dort zwar nicht eingetragen, aber es ist z.B. m\u00f6glich, Verh\u00fctungsmittel zu bestellen. <\/p>\n<p>Zu Bedenken ist auch: Dies sind nur Beispiel eines einzelnen, \u00f6ffentlichen Marktplatzes. Weltweit wurden <a href=\"https:\/\/www.grandviewresearch.com\/industry-analysis\/data-monetization-market\" title=\"2019 sch\u00e4tzungsweise 1,3 Milliarden US-Dollar mit dem Handel von Daten verdient\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">2019 sch\u00e4tzungsweise 1,3 Milliarden US-Dollar mit dem Handel von Daten verdient<\/a>. Die Tendenz ist stark steigend, alleine in der EU wird mit einer Verdopplung des Marktes innerhalb weniger Jahre gerechnet. Noch gr\u00f6\u00dfer ist das Gesch\u00e4ft mit <strong>Big Data<\/strong>, also dem grunds\u00e4tzlichen sammeln von gro\u00dfen, komplexen Datenmengen und die anschlie\u00dfende Verarbeitung\/Analyse. Hier ging es 2020 um 208 Milliarden Dollar Weltweit mit einer hohen Wachstumsrate von 10% pro Jahr. Prognosen zufolge wird er sich bis 2026 auf 450 Milliarden US-Dollar mehr als verdoppeln.<\/p>\n<p>An dieser Stelle muss uns also bewusst werden, dass es hier nicht um Einzelf\u00e4lle geht. Der Handel mit Daten ist ein gro\u00dfes Gesch\u00e4ft, in dem sehr viel Geld verdient wird. Unternehmen wie Facebook, Google &amp; co. verlangen kein Geld zur Nutzung ihrer Apps und Dienste. Stattdessen sammeln sie Unmengen an Daten. <a href=\"https:\/\/taz.de\/Facebook-speichert-sogar-Geloeschtes\/!5110890\/\" title=\"Bereits 2011 verlangte ein Student von Facebook eine Kopie seiner Daten\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">Bereits 2011 verlangte ein Student von Facebook eine Kopie seiner Daten<\/a>. Er bekam 1.200 DIN A4-Seiten voller pers\u00f6nlicher Informationen &#8211; das entspricht fast einem halben Karton Kopierpapier. Trotz dieser Masse fehlten offensichtlich Daten, etwa \u00fcber die angeklickten &#8222;Gef\u00e4llt mir&#8220; Buttons auf Internetseiten.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem wurde dadurch bekannt, dass Daten bei Facebook nicht wirklich gel\u00f6scht, sondern nur ausgeblendet werden. Das Unternehmen speichert alles, weil sich damit sehr viel Geld verdienen l\u00e4sst. <a href=\"https:\/\/www.finanzen100.de\/top100\/die-grossten-borsennotierten-unternehmen-der-welt\/\" title=\"Facebook ist derzeit auf Platz 11 der gr\u00f6\u00dften Konzerne\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">Facebook ist derzeit auf Platz 11 der gr\u00f6\u00dften Konzerne<\/a> mit einem Umsatz von 111,7 Milliarden US-Dollar, aus denen 37,3 Milliarden Dollar Reingewinn entstehen. Wohlgemerkt, obwohl keiner der derzeit 1,9 Milliarden Nutzer weltweit (<a href=\"https:\/\/allfacebook.de\/toll\/state-of-facebook\" title=\"Stand 04\/2021\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">Stand 04\/2021<\/a>) auch nur einen Cent bezahlt. All diese Menschen bezahlen stattdessen mit ihren Daten und ihrer Privatsph\u00e4re. Wobei Facebook hier nur ein Beispiel von vielen ist. Das Grundprinzip trifft auf jeden Dienst eines Unternehmens zu, f\u00fcr den ihr selbst oder ein Dritter f\u00fcr euch nichts bezahlt.<\/p>\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Sch\u00fctzt also die Nutzung freier Software oder von Apps, die Geld kosten?<\/h3>\n<p>Jein. Grunds\u00e4tzlich m\u00fcssen wir zwischen zwei Arten der Datenweitergabe und damit Gef\u00e4hrdung unterscheiden:<\/p>\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Durch Betreiber der Apps und Dienste selbst, in dem sie direkt oder indirekt Nutzerdaten weitergeben\/verkaufen<\/li>\n<li>Staatliche Einrichtungen wie Geheimdienste, die durch Hintert\u00fcren direkt bei den Apps die Daten der Nutzer abgreifen<\/li>\n<\/ol>\n<p>Bei der ersten Art geht es um den sogenannten <strong>\u00dcberwachungskapitalismus<\/strong>: Unternehmen sammeln dabei Daten aus kapitalistischen Motiven. Es geht ihnen nicht prim\u00e4r um die \u00dcberwachung an sich. Sie ist Mittel zum Zweck, weil man damit z.B. ein Produkt zielgerichteter vermarkten oder direkt mit den Daten Geld verdienen kann, etwa \u00fcber den Verkauf von personalisierten Werbeanzeigen. Dem kann man durch offene, transparente Software und teilweise auch durch bezahlte Apps\/Dienste entgehen.<\/p>\n<p>Die Analysemethoden waren bereits 2012 so weit, dass &#8222;Target&#8220; (das achtgr\u00f6\u00dfte Einzelhandelsunternehmen in den USA mit \u00fcber 400.000 Mitarbeitern) <a href=\"https:\/\/www.forbes.com\/sites\/kashmirhill\/2012\/02\/16\/how-target-figured-out-a-teen-girl-was-pregnant-before-her-father-did\/\" title=\"mit personalisierter Werbung den Vater \u00fcber die Schwangerschaft der eigenen Tochter informiert\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">mit personalisierter Werbung den Vater noch vor der Tochter \u00fcber die Schwangerschaft informiert<\/a>. M\u00f6glich machte es der digitale Fu\u00dfabdruck: Alle Daten die der Kunde hinterl\u00e4sst wie Kreditkartennummer, Name oder E-Mail werden analysiert und \u00fcber Datenh\u00e4ndler mit Informationen aus anderen Quellen verkn\u00fcpft. <\/p>\n<p>Und dieser Fall ereignete sich bereits vor 10 Jahren &#8211; heutzutage stehen mehr Daten sowie komplexere Analysewerkzeuge zur Verf\u00fcgung. Bereits 2015 arbeitete man beispielsweise daran, <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/digital\/datenschutz\/2015-07\/tastatur-verhalten-analyse-profiling-behaviosec\" title=\"Nutzer anhand ihrer Tastatureingaben zu identifizieren\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">Nutzer anhand ihrer Tastatureingaben zu identifizieren<\/a>. <\/p>\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Schwangere in den USA werden vom Staat verfolgt, welche Schutzm\u00f6glichkeiten gibt es dagegen?<\/h3>\n<p>Schwieriger wird es beim Staat: Die Justiz (v.a. der USA) hat bereits mehrfach gezeigt, dass sie auf alle Daten die es gibt zugreifen m\u00f6chte, um Gesetze durchzusetzen. Ein bekanntes Beispiel ist Lavabit: <a href=\"https:\/\/www.gamestar.de\/artikel\/nsa_ueberwachungsskandal,3028586.html\" title=\"Damals forderte das FBI einen Generalschl\u00fcssel, um auf die Daten s\u00e4mtlicher Nutzer zu jeder Zeit zugreifen zu k\u00f6nnen\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">Damals forderte das FBI einen Generalschl\u00fcssel und eine Art Hintert\u00fcr, um auf die Daten s\u00e4mtlicher Nutzer zu jeder Zeit zugreifen zu k\u00f6nnen<\/a> &#8211; in Echtzeit, wegen eines einzigen Verdachtsfalles. Die Gesetzeslage in den USA r\u00e4umt den Geheimdiensten sehr umfangreiche Rechte ein. Der Inhaber hatte daher keine Chance, seine Kundendaten zu sch\u00fctzen.<\/p>\n<p>US-Beh\u00f6rden k\u00f6nnen z.B. <strong>National Security Letter<\/strong> versenden. Es \u00e4hnelt einer Vorladung, kann aber nicht vor Gericht angefochten werden. Au\u00dferdem erhalten NSL in der Regel eine Verschwiegenheitsklausel. Wer auch nur dar\u00fcber spricht einen NSL erhalten zu haben, macht sich bereits strafbar. Auch ohne National Security Letter versuchte das FBI, illegal mehr Informationen zu sammeln, als der Gerichtsbeschluss (der den Lavabit-Gr\u00fcnder zur Zusammenarbeit bewegte) erlaubte. Dies wurde aber dementiert.<\/p>\n<p>Ein Strafverteidigers in der digitalen Forensik geht daher davon aus, dass der Staat zuk\u00fcnftig noch umfassender Arbeiten und beispielsweise verschiedene Daten verkn\u00fcpfen wird, um Verd\u00e4chtige von Abtreibungen zu identifizieren.<\/p>\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Sind wir in Deutschland vor \u00dcberwachung gesch\u00fctzt?<\/h3>\n<p>Zwar sind wir in Deutschland &#8211; u.a. dank der DSGVO &#8211; noch deutlich besser aufgestellt, als beispielsweise die USA. Allerdings geht der Trend auch hierzulande zunehmend in Richtung mehr Daten und \u00dcberwachung. Derzeitiger H\u00f6hepunkt ist <a href=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/eu-chatkontrolle-bald-ueberall-bei-whatsapp-co-mitlesen-wie-gefaehrlich-ist-das-geplante-gesetz-zur-massenueberwachung\/\" title=\"EU \u201eChatkontrolle\u201c: Bald \u00fcberall bei WhatsApp &amp; co. mitlesen? Wie gef\u00e4hrlich ist das geplante Gesetz zur Massen\u00fcberwachung?\">der extreme Gesetzentwurf von der EU-Kommission, s\u00e4mtliche Kommunikationsdienste von Chatdiensten bis hin zu E-Mail in Echtzeit zu \u00fcberwachen (&#8222;Chatkontrolle&#8220;)<\/a>. Zwar soll es Kinder vor Missbrauch sch\u00fctzen &#8211; woran es gro\u00dfe Zweifel in der Eignung gibt. Ein gro\u00dfes Problem: Einmal eingef\u00fchrt, kann es leicht f\u00fcr andere Zwecke missbraucht werden. Statt nach Kinderpornografie zum Beispiel nach Frauen suchen, die sich \u00fcber Abtreibung austauschen.<\/p>\n<p>Selbst wenn zumindest schwangere Frauen derzeit in Deutschland vergleichsweise wenig zu bef\u00fcrchten haben: CDU\/CSU und AfD haben sich strikt gegen die Abschaffung des &#8222;Werbeverbot&#8220; f\u00fcr Schwangerschaftsabbr\u00fcche ausgesprochen. Falls diese Parteien in die Regierung kommen, sind \u00c4nderungen zu Ungunsten der Frauen nicht ausgeschlossen. Und dann kann es auch hierzulande passieren, dass vermeintlich harmlose Daten von heute pl\u00f6tzlich \u00fcbermorgen Belege f\u00fcr etwas illegales sind &#8211; wie derzeit in den USA. Dieses Szenario ist nicht nur auf Abtreibung beschr\u00e4nkt.<\/p>\n<h2 class=\"wp-block-heading\">L\u00f6sungsfindung: Was kann dagegen getan werden?<\/h2>\n<p>Da wir es mit zwei Arten von Problemen zu tun haben, gibt es auch zwei L\u00f6sungen: Gegen die Datensammelwut der kommerziellen Betreiber hilft es, nach freien Alternativen zu suchen. Sie werden oft ehrenamtlich gef\u00fchrt, finanzieren sich mit Spenden und sind ggf. gef\u00f6rdert. Diese sammeln zumindest deutlich weniger Informationen, oder im besten Falle gar keine. Ein Beispiel w\u00e4re bei diesem Thema <a href=\"https:\/\/bloodyhealth.gitlab.io\/\" title=\"drip, eine sichere, quelloffene und damit Transparente App.\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">drip, eine sichere, quelloffene und damit Transparente App.<\/a><\/p>\n<p>Wenn z.B. durch die Chatkontrolle die Betreiber oder gar Endger\u00e4te selbst mit einer Art Hintert\u00fcr versehen werden, hilft das jedoch nur bedingt. Dies l\u00e4sst sich nur politisch l\u00f6sen, in dem man sich gegen zunehmende Massen\u00fcberwachung ausspricht, entsprechende Organisationen unterst\u00fctzt usw. <\/p>\n<p>Ansonsten hilft grunds\u00e4tzlich die Minimierung von Daten &#8211; was nicht vorhanden ist, kann nicht missbraucht werden. Man sollte daher hinterfragen, welche Dienste man nutzt, welche davon wirklich notwendig sind und ob es nicht M\u00f6glichkeiten gibt, diese zumindest etwas sicherer zu Nutzen (z.B. ohne Konto). Vorhandene Daten sollten m\u00f6glichst verschl\u00fcsselt werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 24.06.2022 hat der Oberster Gerichtshof der Vereinigten Staaten (Supreme Court of the United States) zwei Grundsatzurteile gekippt: 50 Jahre hatten diese ein Recht auf Abtreibung garantiert. Dadurch kann jeder Bundesstaat selbst entscheiden, ob Abtreibungen dort legal oder illegal sind. In mindestens neun Staaten sind sie damit verboten. 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