{"id":9439,"date":"2022-09-08T21:18:26","date_gmt":"2022-09-08T19:18:26","guid":{"rendered":"https:\/\/u-labs.de\/portal\/?p=9439"},"modified":"2022-12-12T18:57:22","modified_gmt":"2022-12-12T16:57:22","slug":"raspberry-pi-os-september-2022-aktualisierung-suche-picamera2-network-manager-hotspot-vpn-mikrofon-einstellungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/u-labs.de\/portal\/raspberry-pi-os-september-2022-aktualisierung-suche-picamera2-network-manager-hotspot-vpn-mikrofon-einstellungen\/","title":{"rendered":"Raspberry Pi OS September 2022 Aktualisierung: Neue Suche, Picamera2, Network Manager mit Hotspot\/VPN, neue Mikrofon-Einstellungen"},"content":{"rendered":"<p>Nach 5 Monaten ist es wieder soweit: Das Raspberry Pi OS Image <a href=\"https:\/\/www.raspberrypi.com\/news\/the-latest-update-to-raspberry-pi-os\/\" title=\"wurde aktualisiert\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">wurde aktualisiert<\/a>. Es handelt sich hierbei um keine neue Version des Raspberry Pi OS &#8211; nach wie vor ist Version 11 Bullseye aktuell. Zus\u00e4tzlich wird im Rahmen des <a href=\"https:\/\/u-labs.de\/forum\/raspberry-pi-266\/das-neue-alte-raspberry-pi-os-legacy-vorgestellt-40711\" title=\"seit Ende 2021 neu eingef\u00fchrten Raspberry Pi OS Legacy\">seit Ende 2021 neu eingef\u00fchrten <strong>Raspberry Pi OS Legacy<\/strong><\/a> noch die Vorversion unterst\u00fctzt, d.H. aktuell Buster (10). <\/p>\n<p>In diesem Update vom 07.09.2022 stecken haupts\u00e4chlich alle Aktualisierungen seit April 2022. Neue Pis sind dadurch schneller installiert, da die Updates der letzten Monate nicht mehr nachinstalliert werden m\u00fcssen. Dar\u00fcber hinaus gibt es ein paar \u00c4nderungen und Verbesserungen, die f\u00fcr den einen oder anderen interessant sein k\u00f6nnten. Auf diese werfen wir im Folgenden einen genaueren Blick.<\/p>\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Suchen im Anwendungsmen\u00fc<\/h2>\n<p>Im Anwendungsmen\u00fc mit dem Raspberry Pi Logo hat nun endlich eine Suche Platz gefunden. Wer genau wei\u00df welches Programm er starten m\u00f6chte, der tippt einfach den Name ein &#8211; statt sich durch die Kategorien klicken zu m\u00fcssen. Solch eine Funktion ist seit etlichen Jahren in nahezu jeder GNU\/Linux Desktop-Umgebung Standard. Selbst Microsoft hat sie 2009 mit Windows 7 eingef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Einen Nachteil gibt es jedoch bei der Umsetzung im Raspberry Pi OS: Im Gegensatz zu anderen Desktops ist das Suchfeld hier n\u00e4mlich nicht immer eingeblendet. Erst wenn man das Men\u00fc \u00f6ffnet und drauf los Tippt, erscheint es. Das finde ich wenig benutzerfreundlich. Gerade unerfahrene d\u00fcrften nicht damit rechnen, dass ohne sichtbares Feld \u00fcberhaupt eine M\u00f6glichkeit zur Suche besteht. Bisher war das auf dem Raspberry Pi OS ja auch nicht der Fall.<\/p>\n<p>Abgesehen davon eine n\u00fctzliche und in meinen Augen \u00fcberf\u00e4llige Funktion. Ebenfalls praktisch: Man muss nicht zwingend die Maus benutzen. In den Suchergebnissen l\u00e4sst sich auch per Pfeiltasten navigieren und mit [Enter] das ausgew\u00e4hlte Programm starten.<\/p>\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Neues Symbol f\u00fcr Mikrofone &amp; Tastenk\u00fcrzel<\/h2>\n<p>Bisher gab es in der gleichen Leiste allerdings am rechten statt linken Ende nur ein Lautsprechersymbol, mit dem sowohl Ausgang als auch Eingang geregelt werden konnten. Dies wurde aufgetrennt: Ist ein Mikrofon angeschlossen oder verbunden, erscheint zus\u00e4tzlich ein kleines Mikrofon. Das ist eine Detail\u00e4nderung, aber aus Benutzersicht geht es in die intuitive Bedienung, die ich beim Anwendungsmen\u00fc eben kritisiert habe: Der Nutzer muss nicht wissen, dass er unter dem Lautsprecher nicht nur die Ausgabelautst\u00e4rke regelt. Durch das Mikrofon wird sofort klar, wo er den Eingangspegel ver\u00e4ndern kann. <\/p>\n<p>Mit einem Rechtsklick l\u00e4sst sich ein Kontextmen\u00fc \u00f6ffnen. \u00c4hnlich wie man es von anderen Desktop-Umgebungen her kennt, kann man dort etwa das Ger\u00e4t \u00e4ndern (falls mehrere vorhanden sind) oder auch sein Mikrofon stumm schalten.<\/p>\n<p>Ebenfalls neu: Mit <strong>[STRG]  + [ALT] + [B]<\/strong> kann man das Einstellungsmen\u00fc f\u00fcr Bluetooth \u00f6ffnen. Die Tastenkombination <strong>[STRG] + [ALT] + [W]<\/strong> erlaubt die Konfiguration des WLANs, ohne die Maus verwenden zu m\u00fcssen.<\/p>\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Neue Schnittstelle f\u00fcr Kameras: Picamera2<\/h2>\n<p>Der Raspberry Pi besitzt einen eigenen Anschluss f\u00fcr Kameras und wird daher auch gerne zusammen damit eingesetzt. Sei es um Tiere zu beobachten, als \u00dcberwachungskamera oder als spannende M\u00f6glichkeit zur automatisierten Erkennung von Objekten. Hier kommt oft Picamera zum Einsatz. <\/p>\n<p>Am Stack f\u00fcr Kameras <a href=\"https:\/\/www.raspberrypi.com\/news\/an-open-source-camera-stack-for-raspberry-pi-using-libcamera\/\" title=\"wurde ja bereits in der Vergangenheit gearbeitet.\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">wurde ja bereits in der Vergangenheit gearbeitet.<\/a> Raspberry Pi OS Bullseye <a href=\"https:\/\/www.raspberrypi.com\/news\/bullseye-camera-system\/\" title=\"ersetzte den Treiber zum Zugriff auf Kameras durch libcamera\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">ersetzte den Treiber zum Zugriff auf Kameras durch <strong>libcamera<\/strong><\/a>. Dabei geht es haupts\u00e4chlich darum, mehr Standard Open Source Komponenten zu nutzen. Propriet\u00e4re Treiber werden reduziert.<\/p>\n<p>Picamera ist die Bibliothek f\u00fcr den Zugriff auf die Kamera durch Python. Oder besser gesagt war: Seit Raspberry Pi OS 11 Bullseye ist es als veraltete markiert und soll in zuk\u00fcnftigen Versionen entfernt werden. Der Nachfolger Picamera2 befindet sich derzeit als Beta-Version in der Entwicklung. Sie wird von der Raspberry Pi Organisation selbst entwickelt. Beim Vorg\u00e4nger Picamera handelte es sich um Drittanbieter-Code. <\/p>\n<p>Es macht daher Sinn, f\u00fcr neue Projekte bereits Version 2 auszuprobieren. Bisher war Picamera2 allerdings noch nicht im Raspberry Pi OS enthalten. Man musste <a href=\"https:\/\/www.raspberrypi.com\/news\/using-the-picamera2-library-with-tensorflow-lite\/\" title=\"von Hand die Abh\u00e4nigkeiten installieren und es selbst kompilieren\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">von Hand die Abh\u00e4nigkeiten installieren und es selbst kompilieren<\/a>. Seit August 2022 gibt es Alternativ dazu das APT-Paket <strong>python3-picamera2<\/strong>, welches deutlich einfacher mit folgendem Befehl installiert werden kann:<\/p>\n<div class=\"wp-block-syntaxhighlighter-code \">\n<pre class=\"brush: bash; title: ; notranslate\" title=\"\">\nsudo apt install python3-picamera2\n<\/pre>\n<\/div>\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Unterst\u00fctzung f\u00fcr NetworkManager<\/h2>\n<p>F\u00fcr s\u00e4mtliche Netzwerkfunktionen kam bisher <a href=\"https:\/\/roy.marples.name\/projects\/dhcpcd\/features\/\" title=\"dhcpcd\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">dhcpcd<\/a> zum Einsatz. Die Meisten von euch haben es wahrscheinlich nicht direkt genutzt. Aber indirekt, beispielsweise durch das Verbinden mit WLAN-Netzwerken. Beim Anschluss eines Netzwerkkabels k\u00fcmmert es sich um alles notwendige, dass die Netzwerkverbindung &#8222;einfach funktioniert&#8220;.<\/p>\n<p>Jede Distribution ben\u00f6tigt eine Software f\u00fcr solche Standardaufgaben. Andere haben sich f\u00fcr NetworkManager entschieden. Das Projekt startete 2004 von Red Hat und wird mittlerweile von vielen GNU\/Linux Distributionen eingesetzt, vor allem auf dem Desktop. Ein bekanntes Beispiel ist Ubuntu. Lediglich unter Ubuntu Core wird auf Netplan und dem von Systemd stammenden Networkd gesetzt.<\/p>\n<p>Der Wechsel zu NetworkManager hat zwei Vorteile: Zum einen eine Vereinfachung f\u00fcr all jene, die ihn z.B. am PC\/Laptop schon einsetzen und nun auf dem Pi die gleiche Software nutzen. Dar\u00fcber hinaus bietet er einige zus\u00e4tzliche Funktionen. Beispielsweise kann man sich vergleichsweise einfach mit einem VPN-Server verbinden, wenn das VPN-Plugin installiert wird. Dies d\u00fcrfte vor allem die Nutzer von Fritz! Boxen freuen, da AVM den NetworkManager unter Linux als Client unterst\u00fctzt. <\/p>\n<p>Ebenfalls praktisch: Mit wenigen Mausklicks l\u00e4sst sich ein WLAN-Hotspot erstellen, wenn der Pi zus\u00e4tzlich per Kabel angebunden ist.<\/p>\n<p>Vorerst \u00e4ndert sich f\u00fcr euch aber nichts: Dhcpcd bleibt der Standard. NetworkManager wird als Vorschauversion mit m\u00f6glichen Fehlern gesehen. Wer ihn nutzen m\u00f6chte, muss zuerst das dazugeh\u00f6rige Paket installieren:<\/p>\n<div class=\"wp-block-syntaxhighlighter-code \">\n<pre class=\"brush: bash; title: ; notranslate\" title=\"\">\nsudo apt install network-manager\n<\/pre>\n<\/div>\n<p>Anschlie\u00dfend in der raspi-config unter <strong>6 Advanced Options &gt; AA Network Config<\/strong> ausdr\u00fccklich aktivieren. Alle gespeicherten WLAN-Verbindungen gehen dadurch verloren, sodass ihr diese neu einspeichern m\u00fcsst. In einer zuk\u00fcnftigen Version wird Dhcpcd durch NetworkManager abgel\u00f6st werden.<\/p>\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wie bekomme ich das September-Update?<\/h2>\n<p>Wer einen neuen Pi installiert, der nutzt einfach das aktuellste Abbild vom September. Am einfachsten funktioniert das <a href=\"https:\/\/u-labs.de\/portal\/neuer-raspberry-pi-imager-1-7-behebt-nervige-fehler-und-verbessert-die-benutzbarkeit\/\" title=\"Neuer Raspberry Pi Imager 1.7 behebt nervige Fehler und verbessert die Benutzbarkeit\">\u00fcber den Raspberry Pi Imager<\/a>. Darin wird automatisch die neue Version verteilt. Wer seine Karten von Hand mit dd, balenaEtcher oder auf anderem Wege flasht, muss zuvor das aktuellste Image herunterladen.<\/p>\n<p>Hast du bereits eine laufende Raspberry Pi OS Installation, aktualisiere zun\u00e4chst die Paketquellen. Mit <strong>full-upgrade<\/strong> werden auch neue Pakete installiert bzw. vorhandene entfernt. Wer zun\u00e4chst sehen m\u00f6chte was passiert, kann <strong>apt &#8211;simulate full-upgrade<\/strong> nutzen. Im Gegensatz dazu bringt <strong>apt upgrade<\/strong> lediglich die aktuell installierten Pakete auf die neueste Version, was in Falle dieses Upgrades vollkommen ausreichend ist. Ein anschlie\u00dfender Neustart wird empfohlen.<\/p>\n<div class=\"wp-block-syntaxhighlighter-code \">\n<pre class=\"brush: bash; title: ; notranslate\" title=\"\">\nsudo apt update\nsudo apt upgrade\n# Hier nicht notwendig, evtl bei sp\u00e4teren Upgrades\nsudo apt full-upgrade\n<\/pre>\n<\/div>\n<p>Welche Version du installiert hast, ist anhand der Datei <strong>\/boot\/issue.txt <\/strong>und<strong> \/etc\/rpi-issue<\/strong> ersichtlich. Darin steht das Release-Datum. Bei der vorherigen Version wird 04.04.2022 (2022-04-04 im US-Format) ausgegeben. Beachte: Dies scheint sich nur auf die initial installierte Version zu beziehen! Wurde inzwischen ein Upgrade vorgenommen, steht hier ggf. eine \u00e4ltere Version.<\/p>\n<div class=\"wp-block-syntaxhighlighter-code \">\n<pre class=\"brush: bash; title: ; notranslate\" title=\"\">\n$ cat \/boot\/issue.txt \nRaspberry Pi reference 2022-04-04\n<\/pre>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach 5 Monaten ist es wieder soweit: Das Raspberry Pi OS Image wurde aktualisiert. Es handelt sich hierbei um keine neue Version des Raspberry Pi OS &#8211; nach wie vor ist Version 11 Bullseye aktuell. Zus\u00e4tzlich wird im Rahmen des seit Ende 2021 neu eingef\u00fchrten Raspberry Pi OS Legacy noch die Vorversion unterst\u00fctzt, d.H. aktuell &#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":9445,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[671],"tags":[990],"class_list":["post-9439","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-raspberry-pi","tag-raspberry-pi-os"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9439","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9439"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9439\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9861,"href":"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9439\/revisions\/9861"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-json\/wp\/v2\/media\/9445"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9439"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9439"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/u-labs.de\/portal\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9439"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}