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Ein verbreiteter analoger Stromzähler, der bald gegen einen intelligenten ausgetauscht werden soll (Bild: Cisco Ripac / pixelio.de)
Ein verbreiteter analoger Stromzähler, der bald gegen einen intelligenten ausgetauscht werden soll (Bild: Cisco Ripac / pixelio.de)

Zwang zu intelligenten Stromzählern soll ab 2017 kommen

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Zwang zu intelligenten Stromzählern beginnt 2017

Intelligente Stromzähler sollen Pflicht werden: Ein Gesetzesentwurf sieht vor, die stark umstrittenen Zähler ab 2017 Schrittweise für Stromkunden verpflichtend einzuführen. Neben mangelndem Nutzen durch ebenso intelligente Stromtarife sowie dafür nötige Standards wird häufig auch der Datenschutz kritisiert: Die Zähler sind darauf ausgelegt, teils sehr detaillierte Informationen über das Nutzungsverhalten des Kunden an den Anbieter zu übermitteln.

Wir informieren über das geplante Gesetz und seine Auswirkungen. Darüber hinaus findet ihr auf der zweiten Seite dieses Artikels weitreichendere Hintergrundinformationen zu den Vorteilen und Risiken der neuen Technologie.

Wie kam es zur Pflicht für intelligente Stromzähler?

Schon im November 2015 wurde der Entwurf zur „Digitalisierung der Energiewende“ beschlossen: Er sieht eine Verpflichtung für intelligente Stromzähler – oft auch „Smart Meter“ genannt – vor, die Schrittweise eingeführt werden soll. Demnach müssen ab 2017 alle Großverbraucher auf diese neuen Zähler umrüsten, die mehr als 10.000 Kilowattstunden im Jahr verbrauchen.

Drei Jahr Später wird die Grenze auf jährlich 6.000 kWh reduziert, sodass fortan auch Privathaushalte betroffen sind. Ein derartiger Verbrauch ist ab ca. 3-4 Personen zu erwarten, die zusammen in einem Haus leben. Dies hängt u.a. davon ab, ob das Wasser elektrisch aufbereitet wird oder nicht. Zum Vergleich: Ein 1-Personen-Haushalt verbraucht mit elektrischer Wasseraufbereutung rund 2900 kWh pro Jahr, ohne sind es etwa 1700. Für kleinere Haushalte bedeutet dies aber keinesfalls Entwarnung: Hier entscheidet der Stromanbieter, ob neue Stromzähler zum Einsatz kommen.

Warum gerade jetzt? 

Bereits im Jahre 2011 wurde mittels EU-Richtlinie ein ambitioniertes Ziel gesetzt: Bis 2020 sollen 80 Prozent der Haushalte mit intelligenten Stromzählern ausgestattet sein. Bisher jedoch nur mit sehr mäßigem Erfolg. Da nicht mal mehr 4 Jahre verbleiben, möchte man wohl nun damit beginnen, Nägel mit Köpfen zu machen. Planmäßig ist die komplette Umrüstung im Jahr 2032 abgeschlossen: Spätestens dann soll jede Wohnung einen modernen Zähler besitzen – entweder durch die gesetzlich vorgeschriebenen Pflichteinbauten oder den turnusmäßigen Wechsel seitens des Stromanbieters

Mit welchen Kosten müssen Verbraucher rechnen? 

Verglichen mit analogen Zählern sind die Anschaffungskosten deutlich höher: Bis zu 150 Euro muss der Verbraucher für die Geräte zahlen. Allerdings sieht der Gesetzesentwurf eine Beschränkung von maximal 40 Euro vor, die der Stromkunde selbst zahlen muss. Mieter müssen mit einer Mieterhöhung rechnen, da der Vermieter die Kosten als energetische Sanierungsmaßnahme auf den Mieter abwälzen kann. Langfristig würden dem Verbraucher dabei wohl keine Mehrkosten entstehen, allerdings spart er auch kein Geld.

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Zwang zu intelligenten Stromzählern beginnt 2017

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Ein Kommentar

  1. Also wenn es wirklich beim Stromsparen hilft, sollte man als Verbraucher vielleicht dankbar sein. Vom Staat zum Geldsparen gezwungen? Ich könnte mir schlimmeres vorstellen…

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