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    Standard AW: Mehr Flüchtlinge in Deutschland

    Was sind die Ursachen?

    Wenn man das Flüchtlingsthema mal genauer betrachtet stellt man aber fest, dass wir ständig nur über die Auswirkungen diskutieren, aber kaum über die Ursachen. Und gerade diese Frage sollte meiner Meinung nach doch als erstes auf der Hand liegen wenn wir feststellen, dass die Flüchtlingszahlen explodieren. Und das eigentlich nicht erst seit diesem oder letztem Jahr. Starke Anstiege sind seit 2008 zu verzeichnen, da hatten wir rund 28.000 Asylanträge. 2012 waren es mit über 77.000 schon mehr als doppelt so viele. 2013 war mit über 127.000 sowie 2014 mit über 202.000 erneut jeweils ein sehr deutlicher Zuwachs festzustellen.

    Wirft man mal einen Blick auf die Quellenländer der Flüchtlinge fällt auf, dass alleine aus Syrien ein beachtlicher Teil stammt. Man könnte dazu wohl mehr als nur eine Doktorarbeit schreiben, aber um es kurz zu fassen und auf den Punkt zu bringen: Der Westen, insbesondere die USA, haben eine nicht unerhebliche Mitschuld an der derzeitigen Lage. Das fängt mit dem Irakkrieg an, der zu Massen von irakischen Flüchtlingen geführt hat, die sich wiederum negativ auf die soziale Situation in Syrien auswirkten. Weiter geht es mit Waffenlieferungen, die nicht selten an beide Parteien erfolgen. Insbesondere in dem Punkt darf man nicht nur auf die USA zeigen, denn als immerhin weltweit drittgrößter Waffenexporteur können wir unsere Hände auch nicht in Unschuld waschen. Wirtschaftlich profitieren wir in diesem Bereich sogar von dem ganzen Gemetzel.

    Nicht zu verachten ist auch die Terrorgruppe IS, die den Krieg bis heute aus eigenem Interesse anheizen - nicht zuletzt dank der Unterstützung durch die USA. Ja richtig, die Vereinigten Staaten wussten schon vor Jahren über den IS und seine Gefahren beschied, als die verglichen mit heute noch kleine Windelpupser waren. Wie immer geht es aber nicht darum tatsächlich den großen Friedenskämpfer zu spielen, sondern um Geld und Macht. Man wollte das syrische System destabilisieren und da kam der IS einem natürlich gerade recht - denn man musste sich selbst die Finger nicht schmutzig machen. Also ließ man den IS nicht nur gewähren, sondern unterstützte ihn sogar noch. Und nein, keine wilde Verschwörungstheorie wie das viele uninformierte so gerne abwertend bezeichnen, sondern eher eine Verschwörung und damit nackte Tatsache.

    Gegenmaßnahmen

    Die Flüchtlingsmassen lassen sich nur eindämmen, wenn die barbarischen Zustände in ihren Heimatländern ein Ende finden. Wenn die Leute zuhause nicht fürchten müssen dass IS-Terroristen vor ihrer Haustüre anfangen rumzuballern oder auch versehen von US-Soldaten als "collateral damage" versehentlich mit irgendwelchen angeblich so hochpräzisen Drohnen über den Haufen geschossen zu werden, möchten diese Leute nämlich gar nicht mehr auswandern, sondern finden Frieden in Ihrem Heimatland.

    Ich fordere daher, dass
    - damit aufgehört wird die Welt mit Waffen zu überschwemmen, Deutschland sollte da mit gutem Beispiel voran gehen anstatt auf die USA zu zeigen und sich hinter denen zu verstecken weil die noch schlimmer sind als wir
    - die heuchlerische und nebenbei gesagt auch noch hochgradig illegalen Politik der USA, Terroristen gewähren zu lassen geschweige denn sogar zu unterstützen, endlich ein Ende findet! Ist ja nicht mal so, dass man diese Taktik im kalten Krieg schon mal angewendet hat und gnadenlos in die Hose ging... Wobei das natürlich auf den Standpunkt ankommt, das Ziel die Sowjetunion zu besiegen wurde damit ja sogar erreicht, aber offensichtlich hat keiner der Beteiligten auch nur eine Nasenspitze weiter gedacht, denn sonst hätte sich unweigerlich die Frage gestellt: Moment mal, was passiert eigentlich danach mit den ganzen dank uns gut ausgerüsteten Terroristen? Aber naja dumm kann man die USA wirklich nicht nennen, sie sind sogar sehr klug wenn es um ihre Interessen geht. Daher ist anzunehmen, dass dieses Szenario nicht aus mangelnder Intelligenz unbedacht blieb, sondern eher als "collateral damage" in Kauf genommen wurde, um sein Ziel zu erreichen...
    - stattdessen die betroffenen Länder WIRKLICH unterstützt werden, dort wieder halbwegs normale Zustände herzustellen

    Bis das alles umgesetzt ist sollten die Flüchtlinge auf verschiedene EU-Länder verteilt werden, je nachdem wie es Größe und Entwicklungsstand ermöglichen, dann wird auch nicht ein Land total überrannt. Langfristig werden weder wir noch andere Länder dann Flüchtlingsprobleme haben. Denn langfristig kann weder Deutschland noch ein anderes Land diese großen Mengen aufnehmen. Und so lange die Ursachen des Auswanderns nicht bekämpft werden ist ja kein Ende in Sicht, im Gegenteil.

    Ich bin daher schon ein Stück weit geschockt, dass ständig nur über die kommenden Flüchtlingsströme diskutiert wird - Und zwar in einer Art als wären sie ein größer Tornado, gegen den kein Mensch der Welt etwas ausrichten kann. Natürlich sind die Flüchtlinge JETZT da und wir müssen eine Lösung dafür finden. Aber mindestens genau so wichtig ist doch die Frage, woher die Flüchtlinge kommen und was dagegen langfristig unternommen werden kann. Denn oben habe ich ja schon erklärt, wie massivst die Einwanderungen in den letzten Jahren zugenommen haben. Wenn das in dem Tempo so weitergeht, halte ich das Szenario, dass Deutschland irgendwann selbst am Boden ist wie @freulein es schilderte, für durchaus denkbar. Denn wir reden hier ja nicht von etwas einmaligem, sondern von jährlichen Einwanderern in einer hohen Anzahl. Daher finde ich seine Bedenken auch angessen, obwohl mir der von mir geschilderte Wesentliche Punkt mit den Ursachen auch in seinem Beitrag leider fehlt.


    Anmerkung der Administration:
    Dieser Thread wurde zur besseren Übersicht aus dem Thema Mehr Flüchtlinge in Deutschland extrahiert.

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  3. #2
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    Standard AW: Mehr Flüchtlinge in Deutschland

    Der Punkt der "Ursachen" fehlte in meinem Beitrag, aber zu den Ursachen habe ich eine völlig andere Meinung als Du. Zunächst einmal würde ich nicht sagen, daß ein beträchtlicher Teil der Flüchtlinge aus Syrien stammt. So meldet das Bundesministerium für Migration und Flüchtlinge, daß in der ersten Hälfte dieses Jahres 21,6% aller Asylbewerber aus Syrien kamen... das ist gerade mal ein wenig mehr als jeder Fünfte. Es kommen z.B. weit mehr Albaner als Syrer, aus dem Kosovo und Albanien insgesamt 30,3%, d.h. eineinhalb mal so viele Albaner wie Syrer. Weder im Kosovo noch in Albanien aber gibt es heute Krieg, und das Märchen von deutscher Schuld wegen Waffenlieferungen zieht hier also nicht, sorry. Mehr als ein Drittel der Flüchtlinge 2015 kommen aus Balkanländern, in denen beim besten Willen kein Krieg herrscht. Auch angebliche "Ausbeutungen" oder ähnliche Fantastereien kann man Deutschland in Bezug auf diese Länder nicht anlasten, im Gegenteil, Deutschland gibt beträchtliche Summen aus, um etwa im Kosovo das friedliche Miteinander der verschiedenen Ethnien zu unterstützen.

    Deine Erklärungen für die "Schuld" an der Syrienlage kann ich auch nicht teilen. Der Auslöser des Bürgerkriegs war ein friedlicher Protest im Zuge des Arabischen Frühlings Anfang 2011, der zum bewaffneten Konflikt eskaliert ist. Mit dem Irak hatte das wenig zu tun, es ging hier um Demokratisierung und allgemeine Unzifriedenheit mit Assad... das hatte eher etwas mit Ägypten und dem Sturz Mubaraks zu tun, der unzufriedene Syrer zu Protesten gegen ihren Diktator ermunterte. Ganz schnell spielten aber die innersyrischen Kräfte, die eine Demokratisierung wünschten, keine Rolle mehr, stattdessen traten mehr und mehr Akteure auf, die aus dem Ausland unterstützt wurden. Diese Unterstützer waren in erster Linie Saudi-Arabien, das alle Kräfte massiv finanzierte, die auf den Sturz Assads hinarbeiteten, inklusive radikaler Akteure wie al-Nusrah-Front, sowie Rußland, das Assad massiv unterstützt, da Syrien aus der Zeit des Kalten Krieges ein wichtiger Verbündeter in der Region war, den Rußland nicht verlieren will. Iran mischte sich über die Unterstützung der Hisbollah ein, die wiederum Assad unterstützen... um ein Gegengewicht zu Saudi-Arabien zu bilden. Die Golfstaaten sowie Katar finanzieren diverse Gruppierungen auf sunnitischer Seite ebenfalls massiv, ebenso wie die Türkei, die Assad ebenfalls beseitigen will, da von syrischem Territorium kurdische Widerstandsgruppen mit Einwilligung Assads operierten. In dieser Gemengelage der Interessen und Einflußnahmen unzähliger Nachbarn der Region dann aber die USA oder "den Westen" als Schuldigen oder Mitschuldigen an Gewalt und Krieg auszumachen halte ich für ziemlich daneben. Der Westen hielt sich lange Zeit aus dem Syrienkonflikt völlig heraus, bis dann nach einiger Zeit ein sehr reduziertes Unterstützungsprogramm für moderate Oppositionskräfte anlief. Welche Ausmaße das annahm, kann man schon daran erkennen, daß diese moderaten Oppositionskräfte heute kaum mehr eine wichtige Rolle spielen, da die Islamisten aufgrund der massive Unterstützungen aus den arabischen reichen Ölstaaten die Oberhand erlangten.

    Festzuhalten ist, daß gerade die reichen Unterstützer insbesondere des sunnitischen Terrors der diversen islamistischen Gruppen, nämlich Saudi-Arabien und die Golfstaaten, selbstverständlich keine Flüchtlinge aufnehmen. Nicht "wenige", oder "zu wenige", sondern "keine". Vermutlich freut man sich aber sehr, daß Deutschland diese Muslime aufnimmt, denn das wird das Endziel, dem auch die Führungen dieser Länder natürlich entgegensteuern wollen, nämlich die Islamisierung Europas (und irgendwann der Welt) natürlich beschleunigen.

    Was die IS angeht, so ist diese Gruppierung erst relativ spät in Syrien auf der Bildfläche erschienen. Ohne Saudi-Arabien wäre es dazu nicht gekommen. Daß die USA eine große Verantwortung an der unbeabsichtigten Destabilisierung des Irak hat, weil sie Saddam Hussein beseitigten, stimmt, aber das Auflaufen der IS zu ihrer jetzigen Stärke wäre ohne Unterstützung Saudi-Arabiens nicht möglich gewesen. Eine Mitverantwortung Deutschlands kann ich nicht erkennen. Die Regierung Schröder war immer gegen diese Kriege im Irak und hat ihr Möglichstes getan, um sie zu vermeiden. Ständig verbündete man sich Deutschland etwa in der UN mit Rußland und China, die in dieser Frage auch keinen Krieg wünschten.

    Es greift zu kurz, die Ursachen der schlimmen Lagen übrigens nicht nur in Syrien, sondern auch in vielen anderen Ländern der arabischen Welt und Afrikas lediglich in irgendwelchen Regierungen oder Diktatoren oder Bürgerkriegsgruppierungen zu sehen. Die hauptsächliche Destabilisierung ist ganz einfach die horrende Überbevölkerung in diesen Ländern. Ich zitiere einmal aus folgendem Spiegel-Artikel dazu:

    Familienpolitik in Syrien: "Die meisten Frauen haben nur Kinderkriegen im Kopf" - SPIEGEL ONLINE

    "Knapp 40 Prozent der Syrer sind unter 14 Jahre alt. Doch der lahmende Arbeitsmarkt kann die Massen junger Leute schon heute nicht mehr aufnehmen."

    Es ist zwangsläufig, daß es unter diesen Bedingungen zu Verteilungskämpfen kommen muß. Der deutsche Soziologe Gunnar Heinsohn, ein Spezialist auf dem Gebiet der "Kriegsdemographie", thematisiert dies schon seit längerem, und erklärt in Büchern wie "Söhne und Weltmacht. Terror im Aufstieg und Fall der Nationen" sehr einleuchtend, wie Krieg und demographischer Druck zusammengehen. Der Nachteil dieser Bücher, von der Warte der die öffentliche Diskussion dominierenden deutschen Tugendhelden und Nationalmasochisten aus gesehen, ist natürlich, daß man die Schuld am Kinderreichtum in anderen Ländern Deutschland natürlich nicht in die Schuhe schieben kann. Was hätte Deutschland machen sollen... Zugespitzt gefragt: Deutsche nach Syrien schicken, damit sie da Kondome verteilen?

    Äußerst nachdenkesnwerte Beiträge Gunnar Heinsohns zu diesem und anderen Themen sind hier versammelt:

    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/author/gheinsohn

  4. #3
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    Standard AW: Flüchtlinge in Deutschland - Ursachen und mögliche Gegenmaßnahmen

    Beim Splitten wurde noch folgende Anmerkung von mir im alten Thread vergessen:

    Und im übrigen ist es so, das nur nebenbei bemerkt, daß ein großer Teil der in Deutschland produzierten Rüstungsgüter hochtechnisierte Waffensysteme, Militärfahrzeuge, Kampfpanzer, Kampfflugzeuge, U-Boote und Kriegsschiffe sind... die Simpelwaffen, die in solchen Bürgerkriegsländern wie Syrien zum Einsatz kommen, wie etwa Handwaffen, Maschinengewehre, einfache Artilleriegeschütze, werden überwiegend in anderen Ländern mit viel niedrigeren Lohnkosten hergestellt, etwa China. Die Waffen solcher Art, die Deutschland überhaupt herstellt, sind viel zu teuer. Wieso sollte die IS ein G36 kaufen, das auf den internationalen Schwarzmärkten ohnehin kaum in größeren Mengen angeboten wird, wenn man dort AK-47 in rauen Mengen für weniger als die Hälfte kaufen kann... und die treffen sogar noch viel besser! Daß die IS oder Assad Leopardpanzer oder Eurofighter einsetzen, ist jedenfalls noch nicht berichtet worden, und dies wird auch so schnell nicht geschehen. Dies sind aber die Waffen, mit denen die Hersteller in D ihr Geld machen. Die Kritik daran ist also voll daneben, wenn sie darauf abzielt, dieses Gewinnstreben für die Verhältnisse in Syrien, Libyen, oder afrikanischen Bürgerkriegsstaaten verantwortlich zu machen. Deutsche Waffen-Hochtechnologien kommen dort nicht zum Einsatz.

    Des weiteren sagt DNW007 im anderen Thread:

    "Aber zu behaupten, dass unsere Waffen überhaupt nichts mit den Flüchtlingen zutun haben, halte ich doch für recht weit hergeholt. Flüchtlinge entstehen ja nicht weil es in der Heimat so toll ist, sondern meist weil dort in irgend einer Form Krieg herrscht. Der wird in der Regel mit Waffen ausgetragen, nicht selten auch mit Deutschen, die mehr oder weniger legal exportiert werden. Es ist also durchaus eine Beziehung vorhanden."

    Dabei ist ein Link von der Wochenzeitung Die ZEIT angegeben, der folgendes aussagt:

    "Mexiko, Libyen, Georgien: Das G36-Gewehr des deutschen Herstellers Heckler & Koch kommt in Regionen zum Einsatz, in denen es gar nicht sein dürfte."

    Über die Zahl der Waffen wurde keine Aussage gemacht. Der Fall Libyen war mir bekannt, und ich erinnere mich noch, daß es sich um sehr wenige Waffen handelte, die auf illegalem Weg aus Ägypten nach Libyen geschmuggelt wurden. Bei der Suche nach Zahlen fand ich einen Artikel der Sueddeutschen Zeitung hier:

    G36-Gewehre in Libyen gefunden - Gaddafis Truppen schießen mit deutschen Waffen - Politik - Süddeutsche.de

    Zitat: "Bisher deute aber wenig darauf hin, dass viele deutsche Gewehre in Libyen zirkulierten, sagt Ashkenazi. Rund die Hälfte aller Gewehre dort seien Kalaschnikows, 40 Prozent die belgischen FN FAL. "Es kann sein, dass Gaddafi sich mal privat ein paar G36 zugelegt hat..."", und weiter:

    "Auch Pieter Wezeman vom Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri glaubt nicht, dass viele deutsche Waffen in Libyen sind. Die G36 seien zwar in Nepal, Georgien, Mexiko und Irak aufgetaucht, aber es habe sich dabei immer um Dutzende gehandelt, nicht um Tausende. [...] Ein Zwischenhändler namens John Knight vermittele weltweit illegale Heckler-&-Koch-Kopien aus iranischer Produktion."

    Man kann also folgendes sagen:

    - Von G36 Gewehren in Syrien wurde bisher nicht berichtet
    - Funde von G36 Gewehren wurden in Libyen, Nepal, Georgien, Mexiko und Irak berichtet, aber es handelte sich allenfalls um einige wenige Dutzend Waffen, also eine sehr kleine Anzahl
    - Deutsche Gewehre werden (vermutlich nicht nur) im Iran illegal nachgebaut, und weder Heckler & Koch noch deutsche Behörden haben Möglichkeiten, dies zu unterbinden... in solchen Fällen gibt es also auch keine deutsche Verantwortung

  5. #4
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    Standard AW: Mehr Flüchtlinge in Deutschland

    Zitat Zitat von freulein Beitrag anzeigen
    In dieser Gemengelage der Interessen und Einflußnahmen unzähliger Nachbarn der Region dann aber die USA oder "den Westen" als Schuldigen oder Mitschuldigen an Gewalt und Krieg auszumachen halte ich für ziemlich daneben. Der Westen hielt sich lange Zeit aus dem Syrienkonflikt völlig heraus, bis dann nach einiger Zeit ein sehr reduziertes Unterstützungsprogramm für moderate Oppositionskräfte anlief.
    Und das halte ich für Schönrederei. Denn genau das was du als Argument für die USA nennst, nämlich dass sie sich zurückgehalten haben, ist in Wirklichkeit gar keines. Das hat die Amerikaner nämlich nicht aus Barmherzigkeit getan, sondern weil sie selbst ein Interesse an der Stürzung Assads haben. Daher hat nicht nur die Türkei radikale Gruppen unterstützt, sondern eben auch die USA.

    Das Pentagon wusste bereits vor Jahren über den IS, und dass er dabei ist sich auszubreiten. Man hat ihn daher gewähren lassen weil man ihn als nützliches Mittel empfand, um das dortige Regierungssystem zu destabilisieren. Eine eskalation wurde bewusst in Kauf genommen, um die eigenen Interessen durchzusetzen. Leider eine US-Typische Strategie.

    Und bevor ich direkt als Verschwörungstheoretiker abgewertet werde, weil ich der gesellschaftlichen Konformität die USA als Gutmenschen in den Himmel zu loben nicht genüge: Nein, das ist keine Theorie. Bis vor ein paar Monaten konnte man das ganze noch als Spinnerei abtun, weil es keine direkten Beweise dafür gab. Lediglich die offizielle Erklärung, dass "moderate" Rebellengruppen von der US-Regierung im Syrienkrieg unterstützt wurden, die zwar den begründeten Verdacht, aber noch keinen Beweis für diese Anschuldigung darstellten.

    Dank eines nun veröffentlichten Pentagon-Bericht ist jedoch bewiesen, dass dies keinefalls wilde Theorien von bekloppente mit Alu-Hut waren sondern tatsächlich Realität: https://medium.com/insurge-intellige...t-b99ad7a29092

    Ich bin zwar an der Konversation nicht beteiligt, aber an der Stelle musste ich doch einschreiten. Es kann ja nicht sein, dass solche Verbrechen nicht nur totgeschwiegen, sondern auch noch verdreht werden. Das ist ein Skandal der angeprangert werden muss, ohne Partei zu ergreifen - denn ob das von den USA, Russland oder wegen mir auch Deutschland ausgeht ist völlig egal. Es ist falsch und hat wie DotNet bereits sagte nicht unerheblich dazu beigetragen, dass der IS heutzutage so mächtig ist wie er ist und damit ein großes Problem darstellt, weil der IS natürlich ebenfalls imperialistisch denkt.

    Völlig absurd wird dadurch die offizielle Haltung der USA, dass es ja so viele böse Terroristen gäbe und daher jedes Mittel recht wäre, diese zur Strecke zu bringen. Was die USA da getan haben widerspricht dem nicht nur völlig, sondern ist nach dortigem Recht auch noch verboten.

  6. #5
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    Standard AW: Flüchtlinge in Deutschland - Ursachen und mögliche Gegenmaßnahmen

    @Gameboy9,

    die Sache ist nur so eindeutig, wie Du und andere es behaupten, wenn man den USA unbedingt etwas am Zeug flicken will, aus welchen Gründen auch immer.

    Der Bericht des Armee-Geheimdienstes der USA, um den es hier geht, spricht die Möglichkeit einer Entstehung eines salafistischen staatenähnlichen Gebildes in Ost-Syrien an. Dies ist eindeutig und beweisbar NICHT gleichbedeutend damit, daß der IS so vorausgesehen wurde, wie er sich dann manifestierte... als Region, in der eine brutale massenmörderische Bande von Irren im Namen des Islam blutig herrscht, die all jene massenhaft abschlachten, von denen sie meinen, daß sie ihnen im Wege stehen. Die folgende Passage des Berichts gibt eindeutig und unmißverständlich die Interessen des Westens wieder, die überhaupt nicht kritikabel sind, sondern im Gegenteil sich an den Interessen der notleidenden Bevölkerung orientieren:

    "Opposition forces are trying to control the eastern areas [...] Western countries, the gulf states and turkey are supporting these efforts [...] which will help prepare safe havens under international sheltering, similar to what transpired in Libya when Benghazi was chosen as the command center of the temporary government."

    Frei übersetzt: Die syrische Bevölkerung leidet unter dem Beschuss der Regierungstruppen aller Gebiete, in denen sie Oppositionskräfte vermuten. Die Schaffung eines ostsyrischen staatenähnlichen Gebildes bietet die Chance, daß die unter dem Beschuß der Regierungstruppen leidende Bevölkerung dort Zuflucht ("safe haven") suchen kann, und die internationale Gemeinschaft dort mit humanitärer Hilfe dann unterstützen kann, was in einigermaßen stabilen und befriedeten Regionen weit besser möglich ist als mitten im Kampfgetümmel. Deshalb unterstützte der Westen die Bildung eines solchen stabilen Zentrums, selbst wenn dies unter salafistischer Kontrolle steht. Die besondere Bruttalität, das Massenmördertum der IS ist ja nicht ein zwangsweises Merkmal islamistischer Gruppen... die islamistische Muslimbruderschaft etwa gibt sich große Mühe in den verschiedensten Ländern dieser Welt, besonders sozial und menschenfreundlich daherzukommen. Was man den USA (bzw. den Verfassern des Berichts) also allenfalls vorwerfen kann, ist, den IS in all seiner Blutigkeit, in der er sich dann tatsächlich manifestierte, NICHT vorhergesehen zu haben... das Gegenteil von dem, was Du ihnen vorwirfst.

    Und noch etwas ist zu erwähnen... es gibt keinerlei Beweise, daß die rein ideelle Unterstützung der Idee einer stabilisierten Region in Ostsyrien durch die USA jemals dazu geführt hat, daß die USA islamistischen Kräften Waffen oder anderes Kriegsmaterial lieferte. Kriegsmaterial ging, wenn überhaupt (die Lieferungen waren nicht sehr umfangreich), ausschließlich an sekuläre, moderate Gruppierungen innerhalb der Opposition... die aber natürlich genauso wie die islamistischen Strömungen innerhalb der Opposition für eine "Befreiung" Ostsyriens von Assads Truppen kämpften.

    Warum Du die USA so hasst, daß Du jeden Strohalm ergreifen willst, um ihr am Zeug zu flicken, weiß ich nicht. Was hinter der Veröffentlichung des betreffenden Pentagonpapiers durch eine konservative Organisation stand, ist hingegen klar: Man wollte mal wieder dem demokratischen Präsidenten Obama eins reinwürgen, indem man den Eindruck erweckte, Obama würde die Feinde Amerikas unterstützen wollen. Die Verschwörungstheorien, die aus konservativen Lagern um den Präsidenten gerankt werden, sind ja zahlreich und die meisten sogar einen Lacher wert. Und manche, wie diese, finden sogar den Weg nach Deutschland.
    Geändert von freulein (28.08.2015 um 11:59 Uhr)

  7. #6
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    Standard AW: Flüchtlinge in Deutschland - Ursachen und mögliche Gegenmaßnahmen

    Ihr wagt euch aber an ein schwieriges Thema. In den Nachrichten war eben zu hören, dass ein Versammlungsverbot in Heidenau ausgeprochen wurde, da nicht genug Polizeikräfte zur Verfügung stehen würden.
    Es ist wirklich traurig, wenn Menschen die größten Strapazen auf sich nehmen um dem Terror zu entkommen, und dann hier bei uns schon wieder Angst um ihr Leben haben müssen.

  8. #7
    Nachrichtendienst
    Avatar von Benzol
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    Standard AW: Flüchtlinge in Deutschland - Ursachen und mögliche Gegenmaßnahmen

    Die USA verfahren seit längerem nach dem Motto "Der Feind meines Feindes ist mein Freund". Was dieser "Freund" ist spielt ihnen dabei keine Rolle, so lange ihre Interessen durchgesetzt werden. Bereits im kalten Krieg tat man sich mit al-Qaida zusammen, um Kanonenfutter gegen die Sowjets zu haben. Natürlich sind nicht nur warme Worte geflossen sondern auch Taten, damit al-Qaida ihren Gegner schlagen konnte: Syrien: Die USA finanzieren (erneut) Al-Qaida | NEOPresse – Unabhängige Nachrichten Dabei von kleinen, unwichtigen Gruppierungen und fehlenden Beweisen für eine solche Tat zu sprechen halte ich für massive Herunterspielung!

    Man muss natürlich aufpassen, bei aller berechtigten Kritik an den Amerikanern nicht die anderen aus den Augen zu verlieren. Die USA sind als Imperium zwar etwas "besonderes" und gerade deswegen ist es doch überhaupt nicht verwunderlich, dass man seine Macht in dieser Position erhalten und stärken möchte. Im Gegenteil Ich kann es sogar verstehen, dass man als Imperialmacht im Bereich des Persischen Golfes Kriege führt. Dort liegen viele wichtige Ressourcen wie Öl und Gas, an die man vergleichsweise einfach herankommt - die restlichen größeren Vorkommen sind entweder schwer zu fördern (z.B. in großer Tiefe im Meer) oder ohne 3. Weltkrieg nicht zu bekommen. Man denke nur mal was los wäre, wenn die USA mit einer Atommacht wie Russland dasselbe abziehen würden wie etwa mit dem Irak. Da hätten wir sofort einen Atomkrieg biblischen Ausmaßes, vermutlich wären am Ende beide Länder zerstört, wenn nicht auch noch ein paar umliegende Kollateralschäden erleiden.

    Die Golfregionen hingegen sind wesentlich leichter zu erobern und bieten ungeahnte Mengen von Erdöl und anderen wichtigen Ressourcen. So schlagen die USA 2 Fliegen mit einer Klappe: Ihr hoher Ölverbrauch ist dauerhaft sichergestellt und sie verhindern, dass potenzielle Konkurrenten dieser Jackpot in die Hände fällt. Denn auch als Imperialmacht hat die USA natürlich gewisse Konkurrenz, die ihnen diesen Titel langfristig streitig machen könnte. Eine der wohl größten Gefahren ist beispielsweise ein Bündnis zwischen Deutschland und Russland, das ja auch bereits seit längerem zu verhindern versucht wird. Aber auch das ist aus unparteiischer Sicht nicht unverständlich: Zusammen mit Russland und vor allem seinen Ressourcen wären wir eine potenziell ernstzunehmende Gefahr für die USA. Und welche Weltmacht wäre so dumm zuzusehen, wie neben ihnen "Konkurrenz" entsteht? Keine, natürlich versucht man die möglichst klein zu halten, damit die eigene Macht nicht in Gefahr ist.

    Nicht falsch verstehen, ich heiße das nicht gut, wie hier zur Durchsetzung eigener Interessen teils die ganze Welt belogen wird und dazu Massenweise unschuldige sterben. Aber unsere Welt ist eben krank und verrückt. Wenn man das akzeptiert und versteht, dass die kindliche "Friede freude Eierkuchen" Philosophie ein Wunschtraum ist der wenig mit der realität zutun hat, lebt es sich wesentlich entspannter. Daher lasse ich die Emotionen bei solchen Themen gerne möglichst aus dem Spiel. Sonst kommt man aus dem aufregen gar nicht mehr heraus und wird am Ende noch depressiv oder schlimmeres. Ist zudem auch sachlicher zu lesen wenn man nicht nach jedem 3. Wort fragt "Wie können die nur so etwas furchtbares tun". Das ist leider Stand der Dinge.

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    Chillpanse (26.10.2015)

  10. #8
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    Standard AW: Flüchtlinge in Deutschland - Ursachen und mögliche Gegenmaßnahmen

    @Benzol,

    beide Links, die Du brachtest, sind mehr als dubios. Das eine ist eindeutig eine russische (d.h. von Rußland finanzierte) Propagandaseite, das andere eine vermutlich von Rußland finanzierte Propagandaseite. NEOPresse behauptet zwar, sich aus Werbung zu finanzieren, aber sämtliche Beiträge sind von einem ausgeprägten Antiamerikanismus geprägt und ähneln den Inhalten ganz außerordentlich, die über die bekannten offiziellen Propagandaorgane Rußlands verbreitet werden, wie etwa Stimme Rußlands oder RT.

    Daß die USA sich "im Kalten Krieg mit Al-Qaida zusammengetan" hat, ist falsch. Im Kalten Krieg existierte Al-Qaida noch gar nicht. Als die Sowjetunion Afghanistan besetzt hatte, unterstützte die USA die Widerstandskämpfer in Afghanistan. Später, als Rußland schon längst aus Afghanistan vertrieben worden war und die US-Unterstützung schon längst eingestellt worden war, wurde Al-Qaida gegründet, wobei relativ viele der ehemaligen sog. Mujaheddin in diese terroristische Organisation wechselten bzw. sie aufbauten. Zu behaupten, die USA hätte sich mit al-Qaida zusammengetan, ist ungefähr so, wie zu behaupten, wer dem Schüler Adolf Hitler in der Schule mal Geld geschenkt hat, hätte einen Massenmörder finanziert.

    Die Behauptung des verlinkten NEOPresse-Artikels, der US-Kongress hätte eine Belieferung der al-Nusra-Front mit Waffen beschlossen, ist eine glatte Lüge. Warum "sämtliche Medien im NATO-Einflussgebiet diese Meldung konsequent ignoriert haben", ist klar... die behauptete Meldung von Reuters gab es nie. Dreimal darf man raten, warum es keinen Link gibt. Wer sich solchen Stuß zusammenlügt, der kann ja überhaupt keinen Link auf vertrauenswürdige Quellen haben. Nebenbei bemerkt, ist die Formulierung "Medien im NATO-Einflussgebiet" eine typische Floskel russischer Propagandatexte. Kein österreichischer, deutscher oder schweizer Journalist würde das so formulieren (mit Ausnahme vielleicht von Journalisten mit linksextremem Weltbild). Wie ich schon weiter oben andeutete, selbst die Wahl der Wörter verrät, wo dieser Stuß herkommt.

    Der Rest deines Posts enthält keine Fakten, sondern nur Behauptungen, die so schwammig sind, daß es natürlich schwierig ist, die zu widerlegen, weswegen ich es mal sein lasse. Also, wenn dich das glücklich macht, kannst du ja weiter denken, was dir die russische Propaganda eintrichtert: die USA belügen die ganze Welt, töten massenweise Unschuldige, erobern das Öl, wollen alle anderen klein halten, und diesen ganzen Blödsinn.

    Mal ne Frage... hast Du zufällig vielleicht einen russischen Migrationshintergrund und früher als Kind immer regelmäßig die Prawda gelesen?
    Geändert von freulein (28.08.2015 um 21:20 Uhr)

  11. #9
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    Avatar von Silidor
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    Standard AW: Flüchtlinge in Deutschland - Ursachen und mögliche Gegenmaßnahmen

    @freulein

    aktuell wird wohl jede kritische Meinung gegenüber den USA als "antiamerikanismus" abgestempelt. Das die Eu tief im Rektum der USA stecken, sollte mittlerweile jedem halbwegs normalen Menschen bewusst sein. Das auch das meiste von den Medien in der westlichen Hemisphäre vertuscht wird, wird jedem der auch Nachrichten aus dem nahen Osten ließt schnell auffallen.

    das mit der Al-Quaida ist so ne Sache... Nach der Befreiung der Russischen Besatzung wollte man auch nicht mehr nach der Pfeife der Amerikaner tanzen. Da wird man ganz schnell der Böse und wenn dann auch ein Haufen an Unterdrückung und Co. folgt, muss mich sich ehrlich gesagt nicht wundern wenn es dann im Terrorismus endet.

    Dein eingeschränktes Weltbild ist zum lachen.

  12. The Following 4 Users Say Thank You to Silidor For This Useful Post:

    Axiom (29.08.2015), Essah (30.08.2015), Gameboy9 (31.08.2015), StarWarsFan (30.08.2015)

  13. #10
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    Standard AW: Flüchtlinge in Deutschland - Ursachen und mögliche Gegenmaßnahmen

    @Silidor,

    nein. Kritische Meinungen über die USA, die faktenbasiert sind und die Fakten nicht über alle Maßen verzerren oder aufblasen, sind kein Antiamerikanismus. Antiamerikanismus ist es, Fakten zu erfinden oder tatsächliche Fakten aufzublasen oder unzulässig zu verallgemeinern.

    Antiamerikanismus ist in vielen Gruppen in Deutschland verbreitet:

    - Rechtsextreme... die nehmen den Amerikanern immer noch die "Schande", die Niederlage von 45 übel...
    - Linksextreme... klar, die USA ist das Zentrum des Kapitalismus, und den will man ja durch Revolutionen abschaffen und durch einen Sozialismus und Kommunismus ersetzen
    - Migranten aus Rußland, die den Antiamerikanismus, die kommunistische antiamerikanische Propaganda in der Zeit des real existierenden Sozialismus in der Sowjetunion mit der Muttermilch aufgesogen haben
    - Migranten aus arabischen Ländern... dort ist bekanntlich Haß und Vernichtungswille gegen Juden bzw. Israel sehr verbreitet, und Israels Hauptverbündeter ist nunmal die USA... daher hassen auch viele Araber die USA... hinzu kommt auch ein ausgeprägter und verbreiteter Minderwertigkeitskomplex vieler Araber gegenüber Amerika, aber auch dem Westen gegenüber allgemein

    Ich habe keine Ahnung, zu welcher dieser Gruppen du gehörst, aber eine davon wird es schon sein. Was du damit meinst, daß die Mujaheddin nach Abzug der Russen nach der Pfeife der Amerikaner hätten tanzen sollen, weiß ich nicht. Ich weiß nur, was sie tatsächlich gemacht haben: Sie haben einen blutigen Bürgerkrieg angezettelt, der halb Afghanistan verwüstete. Das reicht in meinen Augen für das Attribut "Böse" aus, ohne daß die Amerikaner überhaupt etwas mit diesem Bürgerkrieg zu tun hatten. Aber wahrscheinlich verwechselst du die Mujaheddin mit den Taliban, die überhaupt erst 5 Jahre nach Abzug der Russen auftauchten. Das ist ja bekannt, was euch Antiamerikaner angeht, daß ihr zu allen Zeiten die Geschehnisse so deutet, daß die Amerikaner die Rolle des Bösen bekommen, aber ziemlich schnell klar wird, daß ihr über diese Geschehnisse nichts oder nur wenig wisst oder sie irgendwie mit anderen Geschehnissen zu ganz anderen Zeiten durcheinanderbringt...

    Ansonsten bringst du nur dummes Geschwafel, wie etwa "die EU steckt tief im Rektum der USA", melde dich mal wieder, wenn du Argumente hast. Große Hoffnung habe ich aber nicht, daß dir was Ernstzunehmendes einfällt.
    Geändert von freulein (29.08.2015 um 21:02 Uhr)

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