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  1. #1
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    Standard Wann kommt der Raspberry Pi 5? Offizielle Infos zum Raspberry Pi 4 Nachfolger

    Bereits seit einigen Monaten wird diskutiert und spekuliert, ob 2023 der Raspberry Pi 5 erscheint bzw. wann dies der Fall sein wird. Bisher gab es dazu keine offiziellen Informationen, sodass dies lediglich Vermutungen waren. Doch nun hat sich der Raspberry Pi Gründer erstmals offiziell dazu geäußert: In diesem Beitrag erfährst du alles, was bislang aus offiziellen Quellen bekannt ist. Dies betrifft neben dem Zeitplan auch erste Entscheidungen über die Hardware des Raspberry Pi 4 Nachfolgers.





  2. #2
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    Standard AW: Wann kommt der Raspberry Pi 5? Offizielle Infos zum Raspberry Pi 4 Nachfolger

    Sehr seltsame Aussagen. Man setzt als OpenSource Projekt weiter auf einen proprietären Prozessor und man kann nicht "neben" der Betreuung des v4 Modells eine neue Version entwickeln. Das klingt alles nach einer kommerziellen Ausrichtung. Es ist wohl nur eine Frage der Zeit, dass der "geschaffene Platz" für einen oder mehrere Mitbewerber auch genutzt wird.

    Kommentar von YT.

  3. #3
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    Standard AW: Wann kommt der Raspberry Pi 5? Offizielle Infos zum Raspberry Pi 4 Nachfolger

    Es geht seit der Pandemie ja nicht nur um die Betreuung nach Schema F, sondern um eine ungeplant hohe Nachfrage bei bestenfalls gleich gebliebenen und oft sogar gesunkenen Produktionskapazitäten. Die sind bis heute noch nicht wiederhergestellt. Ich habe das in folgenden beiden Beiträgen schon mal genauer ausgeführt:
    https://u-labs.de/forum/raspberry-pi...l=1#post447968
    https://u-labs.de/forum/raspberry-pi...l=1#post447875

    Was den Prozessor angeht, stimme ich dir in so weit zu, dass es im Sinne des Projektes sinnvoll wäre, in dem Bereich mehr zu investieren. Das Thema wird wohl eher sein, dass man es sich mit ARM einfacher machen kann. RISC-V ist ja kein fertiger Prozessor, sondern nur die Grundlage, um selbst einen entwerfen zu können. Generell scheint die Architektur in der Praxis nicht so richtig voran zu kommen. Es gibt kaum (verfügbare) Hardware, die Leistungsaufnahme scheint teils nicht mit X86/ARM konkurrenzfähig. Für 2023 ist von ein Board von Intel angekündigt, allerdings im Micro-ATX Formatfaktor, also größer. Bei ARM kauft man die Lizenz und hat ein fertiges Design. Damit spart man sich die Entwicklungsarbeit, aber ist damit ein Stück weit auch Teil des Problems: Wenn keiner in RISC-V investiert, wird das nie besser werden. Eher im Gegenteil, bei ARMs neuen Lizenzforderungen zeigen sich die Nachteile. Ich bin gespannt, ob das noch mal überdacht wird.

    Dass dagegen ein Mitbewerber auf absehbare Zeit nennenswert Marktanteile gewinnt, sehe ich derzeit nicht. Alternativen gibt es seit Jahren. Teils sind diese sogar weitgehend kompatibel (z.B. identischer GPIO-Header), manche bieten Vorteile im Detail. Zum Beispiel hatte der Banana Pi Gigabit-Ethernet lange vor dem RPI. Wirklich durchgesetzt hat sich bisher keiner davon, weil es nicht nur um die Hardware geht, sondern um das Gesamtpaket. Die Software-Unterstützung ist in der Regel deutlich geringer. Und bei dem was da ist, schläft die Entwicklung teilweise ein. Gerade bei ARM ist das wegen der fehlenden Standardtreiber der Todesstoß. Da kann ich halt nicht wie unter X86 auf z.B. EndeavourOS oder Manjaro wechseln, wenn Antergos eingestellt wird. Wenn dann noch die Hardware proprietär ist (was wir in der Praxis ja oft zumindest in Teilen haben), ist es für die OS-Gemeinschaft sehr schwierig bis teils unmöglich, das weiter zu pflegen. Ist die Verbreitung nicht gegeben, wird das wahrscheinlich gar nicht erst angefangen. Ein ähnliches Thema haben wir mit Custom-ROMs für Android: Für das 2011 erschienen Samsung Galaxy S2 beispielsweise pflegen heute noch Entwickler inoffizielle Ports von z.B. LineageOS, weil das Smartphone hohe Verbreitung erreichte. Für Geräte die sich schlecht verkaufen, findet man selbst weit vor dem Lebensende teils gar nichts.

    Und der Raspberry Pi ist zum Synonym für Einplatinencomputer geworden, wie Windows als Betriebssystem auf dem Desktop. Daran zu rütteln wird schwierig, braucht Zeit und müsste die Masse überzeugen. Eine offene Architektur reicht da leider nicht, sonst wäre z.B. Microsofts Marktmacht auf dem Desktop längst von GNU/Linux abgelöst. Ich bin gespannt, wie es da in nächster Zeit weiter geht. Eine offene Prozessorarchitektur würde dem Markt generell gut tun. Muss ja nicht mal zwingend im Format eines Einplatinencomputers sein. Im Desktop- und Server-Bereich dominieren Intel sowie AMD. Bestenfalls kann man ARM noch als eine Art Dritten sehen, aber alles proprietäre Plattformen. Da sind wir wieder beim gleichen Thema wie zuvor: Wenn nicht damit angefangen wird in so eine Plattform zu investieren, bleibt das so. Selbst Apple hat das Problem erkannt und wechselt zum selbst entwickelten M1. Verglichen mit Intel/AMD durchaus nicht schlecht, sodass Apples Hardware auf gutem Wege ist, wieder echten Mehrwert zu bieten. Bringt nur leider der OS-Gemeinschaft wenig, da Apple alles proprietär hält. Aber es zeigt schön, dass man eine Alternative entwickeln kann, die nicht nur gleichwertig sondern teils sogar besser ist. Genau das Engagement brauchen wir für eine offene Architektur.


  4. #4
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    Standard AW: Wann kommt der Raspberry Pi 5? Offizielle Infos zum Raspberry Pi 4 Nachfolger

    Wenn der Raspberry Pi 5 also kein ARM mehr benutzt, heißt das wohl das ich nicht warten brauche, um darauf Windows 11 zu installieren, oder?

    Kommentar von LetMeDwight.

  5. #5
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    Standard AW: Wann kommt der Raspberry Pi 5? Offizielle Infos zum Raspberry Pi 4 Nachfolger

    Ein Wechsel von ARM zu einer anderen Architektur wird mit dem Raspberry Pi 5 ja eben gerade nicht passieren. Zumindest ist Eben Upton derzeit der Meinung, dass ARM besser ist. Wie das in Zukunft aussieht, wird man abwarten müssen. Bisher gibt es für den RPI 5 noch nicht mal einen Entwurf. Unabhängig davon sehe ich nicht, was das mit Windows 11 zu tun hat. Microsoft unterstützt RISC-V zum jetzigen Stand überhaupt nicht und es gibt keine Pläne dafür. ARM unterstützen sie ein bisschen, zumindest da wo es ihnen Geld einbringt. Am Raspberry Pi hat Microsoft wenig bis gar kein Interesse, der RPI 4 wird seit Jahren von der IOT-Edition nicht mal offiziell unterstützt. Die Desktop-Edition überhaupt nicht, da gibt es nur Bastelprojekte mit Beta-Versionen. Für den produktiven Einsatz eignet sich das mMn nicht, zumal Windows viel zu viele Ressourcen braucht, um auf derart sparsamer Hardware zu laufen. Hatte ich mal in einem eigenen Beitrag genauer erklärt: https://u-labs.de/portal/windows-10-...ws-auf-dem-pi/


  6. #6
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    Standard AW: Wann kommt der Raspberry Pi 5? Offizielle Infos zum Raspberry Pi 4 Nachfolger

    Wie schaut es dann eigentlich mit denn ganzen bisherigen programmen Betriebssysteme und Spiele aus, die beim Raspberry Pi 4 noch zumindest funktioniert haben?
    Wie schwer ist es ARM bassierte Programme und Betriebssysteme auf Risc umzustellen?

    Kommentar von LetMeDwight.

  7. #7
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    Standard AW: Wann kommt der Raspberry Pi 5? Offizielle Infos zum Raspberry Pi 4 Nachfolger

    Damit gibt es bisher außerhalb der Industrie nicht all zu viele Erfahrungen, weil es kaum Hardware gibt. Erst Ende 2022 kam mit dem StarFive VisionFive 2 etwas interessantes in Richtung Einplatinencomputer. Der hat aber noch seine Kinderkrankheiten und ist zudem nicht quelloffen. Vor allem an der Software-Unterstützung mangelt es noch sehr stark. Die Architektur hat bislang kaum Relevanz. Selbst Debian (was ja dafür bekannt ist, viele Architekturen zu unterstützen) tut dies bei RISC-V nur inoffiziell. Geschweige denn werden konkrete Einplatinencomputer wie der VisionFive 2 unterstützt. In der Praxis sehe ich daher bei RISC-V zur Zeit keine Vorteile, dafür einige Nachteile. Wenngleich die Architektur das Potenzial hat, zu einer Alternative auf dem von ARM und X86 dominierten Markt zu werden. Das wird jedoch noch einige Zeit dauern und es bleibt abzuwarten, in wie weit sie sich durchsetzen kann. Ganz neu ist sie ja nicht, die gibt es schon seit über 10 Jahren.


  8. #8
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    Standard AW: Wann kommt der Raspberry Pi 5? Offizielle Infos zum Raspberry Pi 4 Nachfolger

    ich möchte internes flash

    Kommentar von Thorsten Fricke.

  9. #9
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    Standard AW: Wann kommt der Raspberry Pi 5? Offizielle Infos zum Raspberry Pi 4 Nachfolger

    Dazu gibt es soweit mir bekannt sind keine Pläne. Dürfte eher unwahrscheinlich sein, weil dadurch der Preis steigen würde. Abseits der Grundsatzdiskussion finde ich festen Flashspeicher unflexibel. Auf den Einplatinencomputern ist sowieso schon sehr vieles mit dem SoC aufgelötet, was man bei X86 PCs modular austauschen kann. Wenn schon internen Speicher, dann wäre mein Favorit ein Slot für ein Standard-Format wie z.B. M2. Der Preisanstieg wäre dadurch vergleichsweise moderat und man hat wenigstens noch die Flexibilität, den Speicher tauschen/erweitern zu können. Ich denke allerdings zum jetzigen Zeitpunkt nicht, dass sich am Speicher des RPI 5 grundsätzlich viel verändern wird.


  10. #10
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    Standard AW: Wann kommt der Raspberry Pi 5? Offizielle Infos zum Raspberry Pi 4 Nachfolger

    Das Make Magazin hat ein Interview mit dem Raspberry Pi Gründer geführt und ihn unter anderem zum Raspberry Pi 5 befragt: Der Raspberry Pi 4 ist zwar schon einige Jahre alt. Doch durch die langen und seit kurzem gelösten Lieferprobleme fühle es sich teils so an, als ob er erst jetzt richtig Fuß fasst.

    Zudem verweist er auf das Upgrade von 2021: Der Takt ist von 1,5 GHz auf 1,8 GHz gestiegen. Die Bezeichnung blieb gleich, statt ihn 4+ zu nennen wurde es laufend integriert. Man erkennt es nur an der Revision 1.4 in z.B. /proc/cpuinfo:
    Code:
    $ grep 'Model' /proc/cpuinfo 
    Model        : Raspberry Pi 4 Model B Rev 1.1
    Ansonsten sagte Upton nur, dass die Krise nun vorüber ist und man sich als nächstes mit einem Raspberry Pi 5 oder auch Pico 2 als Nachfolger beschäftigen werde. Konkrete Termine gibt es nicht, voraussichtlich wird die nächste Generation frühestens 2024 erscheinen.

    Interview vom Make-Magazin (YouTube).


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