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Betriebssysteme und Programme gefahrlos in virtuellem Computer testen

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Was sind virtuelle Computer?

Ein neues Betriebssystem wie etwa Windows 10 oder Linux zu testen schreckt viele Anwender ab: Es kann einiges an Arbeit verursachen und man muss diverse Dinge beachten. Dazu stellt sich die Frage: Wie werde ich das System wieder los, sollte es mir nicht gefallen? Außerdem kann das auch ganz schön umständlich sein – Etwa wenn man in der zweiten Installation neue Software testen möchte. Jedes mal ist ein Neustart notwendig. Wesentlich einfacher und komfortabler geht es mit Virtuellen Computern, oft auch als VMs für Virtual Machines abgekürzt.

Was ist und bringt ein virtueller Computer?

Installiert man auf klassischem Wege mehrere Betriebssysteme nebeneinander auf einem Computer, funktionieren diese unabhängig voneinander. Mit VMs gibt es ein Host-Betriebssystem. In der Regel wird das verwendet, welches bereits installiert ist. Das kann Windows 7, 8, 10 oder sogar Linux/Mac OS sein. Die Virtualisierungssoftware erzeugt einen darin isolierten Bereich, in dem das virtuelle System (häufig Gast-System) läuft. Ressourcen wie Prozessorleistung oder Arbeitsspeicher werden vom Host-System abgezwackt. Aus Sicht des Nutzers läuft das Gast-System in einem Programmfenster seiner gewohnten Umgebung.

Das bringt verschiedene Vorteile mit sich: Der Nutzer muss sich beim Computerstart nicht für eines seiner Systeme entscheiden. Auch ist kein Neustart bei einem Wechsel notwendig. Da beide Systeme parallel laufen, lassen sich Daten relativ einfach durch Freigaben teilen. Beim ausprobieren neuer Dinge ist man flexibler: Der Stand des virtuellen Computers kann mit einem Mausklick gespeichert und wiederhergestellt werden. Sollte mal etwas schiefgehen, muss weder alles in mühevoller Handarbeit wiederhergestellt werden noch ist eine Neuinstallation notwendig.

Die Nachteile

So schön das ganze klingen mag, aber wie so oft sind auch VMs kein Allheilmittel. Durch die Virtualisierung leidet die Leistung etwas. Denn das Gast-System greift ja nicht direkt auf die Hardware zu. Es muss den Umweg über das Host-System gehen. Außerdem benötigt das Host-System selbst natürlich auch etwas Ressourcen, die dem Gast dann nicht zur Verfügung stehen. Für Anwendungen die sehr viel Leistung benötigen, ist dieser Weg daher nicht unbedingt geeignet. Ein Beispiel sind aktuelle Computerspiele – Die machen auf dem Host-System mehr Spaß. Wobei hier die Betonung auf aktuelle liegt. Ältere Titel lassen sich durchaus spielen. Besonders wenn sie auf aktuellen Betriebssystemen nicht mehr laufen, kann man sie etwa auf Windows XP oder 98 in einer VM wieder zum Leben erwecken.

Das Beispiel-Szenario

In diesem Artikel werden wir VirtualBox nutzen – Eine Open Source Virtualisierungssoftware, die auf allen wichtigen Plattformen läuft. Damit soll die beliebte Linux-Distribution Ubuntu als Gast-System auf einem Windows 10 Host eingerichtet werden.

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3 Kommentare

  1. „gefahrlos“ ist hierbei etwas irreführend, sollte man Schadsoftware untersuchen wollen, dass ist eine VM nicht immer die beste Wahl, da diese auch aus dem „virtuellen Zwinger“ ausbrechen kann… Wäre ein weiterer Nachteil.

    • Das stimmt nicht. VMs laufen isoliert vom Hostsystem. Je nach Hypervisor läuft sogar der Host in einer eigenen VM. Daraus auszubrechen ist nicht vorgesehen, wenn das möglich ist dann nur durch eine Sicherheitslücke.

      Deinen Beitrag finde ich in der Form daher Panikmache. Würde es stimmen dass man aus einer VM mal eben so ausbrechen kann, wären virtuelle Server ein Sicherheits-GAU genau wie Cloudserver und völlig unpraktikabel. Ich meine gut, die meisten Clouds sind tatsächlich ein GAU was Sicherheit angeht. Aber nicht der Virtualisierung wegen sondern weil sie im Ausland hosten, wo die Gesetze deutlich lascher sind, das dürfte weit gefährlicher sein als mal eine Sicherheitslücke wie sie in jeder Software vorkommt ^^

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