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Digitale Musiksammlung aufräumen: So findest du doppelte MP3s mit MediaPurge

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Digitale Musiksammlungen sind praktisch: Sie verbrauchen kaum physischen Platz, lassen sich schneller und einfacher durchsuchen und problemlos in der Hosentasche mitnehmen. Leider neigen sie mit der Zeit aber auch dazu, chaotisch zu werden. Wusste man bei CDs oder Kassetten recht genau welche Alben im heimischen Regal standen, ist das bei MP3s & co. meist eher weniger der Fall. Als Konsequenz hat man Titel doppelt und dreifach – das verschwendet Speicherplatz und verschlechtert die Übersicht! Besonders bei größeren Musiksammlungen macht es daher Sinn erst mal aufzuräumen, bevor neue Festplatten oder andere Speichermedien gekauft werden. U-Labs zeigt, wie sich das mit einem kostenfreien Freeware-Tool ganz einfach erledigen lässt.

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Ordnung schaffen: Verzeichnisse nach doppelten Musikdateien durchsuchen

Zum Einsatz komm die Freeware MediaPurge. Um sich keine Adware einzufangen wie immer bei Chip nicht auf den blauen Download-Button klicken, sondern darunter auf den Text Manuelle installation. Anschließend starten wir das Tool und sehen den Funktions-Assistenten:

Die Oberfläche wirkt etwas altbacken und reagiert an einer Stelle etwas eigenwillig, aber das soll uns nicht stören. Seinen Zweck erfüllt das Programm nämlich trotzdem. Wie man an der Funktionsauswahl sieht, bietet das Programm eine Reihe von weiteren Funktionen. Beispielsweise lassen sich Musiksammlungen aus verschiedenen Quellen zusammenführen (z.B. Um Musik eines Freundes mit der eigenen abgleichen) oder die Dateinamen sämtlicher MP3-Dateien anhand ihrer Tags vereinheitlichen, etwa nach dem Schema Interpret – Titel. In diesem Artikel wollen wir aber auf die Erkennung mehrfach vorhandener Dateien eingehen und wählen daher die erste Funktion Doppelte Dateien finden mit einem Mausklick aus.

Das Fenster erweitert sich um den rechten Bereich, in dem festgelegt wird wie das Programm doppelte Dateien finden soll. Die letzte Option Kopien gleicher Dateien wird vermutlich am wenigsten erfolgreich sein, da sie lediglich 1:1 Kopien findet. Also jene, die beispielsweise mit einem Rechtsklick auf Kopieren erstellt wurden. Meistens hat man aber eher gleiche Lieder aus verschiedenen Quellen, die sich minimal unterscheiden. Beispielsweise ist das eine Lied ein paar Sekunden länger als das andere. Solche Duplikate lassen sich nur per Audiovergleich oder über ähnliche Dateiinformationen finden.

Um möglichst alle doppelten Lieder zu finden macht es Sinn, alle drei Varianten durchlaufen zu lassen. Denn durch das unterschiedliche Funktionsprinzip werden bei jeder Variante Dateien gefunden, die von der anderen unentdeckt bleiben. Selbst bei größeren Musiksammlungen dauert dies nur wenige Minuten – Allerdings mit Ausnahme des Audiovergleiches: Hier vergehen bei 100 GB Musik schnell etliche Stunden. Gerade hierbei macht es daher Sinn, den Scan z.B. Über Nacht laufen zu lassen.

In diesem Beispiel werden wir nach ähnlichen Dateiinformationen suchen. Mit anderen Verfahren läuft es kaum anders, da das Prinzip immer gleich ist: Doppelte Dateien werden gesucht, aufgelistet und anschließend kannst du entscheiden, was mit den gefundenen Dubletten geschehen soll.

Nach der Auswahl müssen wir einen oder mehrere Ordner angeben, in dem sich die zu durchsuchende Musik befindet. Dazu einfach oben auf Verzeichnis hinzufügen klicken und zu einem Ordner navigieren, in dem sich deine Musik befindet. Beispielsweise in der Bibliothek Musik. Lobenswerterweise hat MediaPurge im Gegensatz zu anderen Programmen kein Problem mit Netzwerkpfaden oder Netzlaufwerken. Ihr könnt somit also problemlos auf einem NAS oder einer Netzwerkfestplatte arbeiten, die zentral Musik in eurem Netzwerk bereitstellt. In meinem Fall wähle ich das Netzlaufwerk M:\ aus.

Nun wird das ausgewählte Verzeichnis nach Musikdateien durchsucht, damit MediaPurge einen Überblick erhält. Je nachdem wie viel Musik sich dort befindet kann der Vorgang einige Sekunden dauern, bis der Pfad in den ausgewählten Verzeichnissen auftaucht:

Sollte sich eure Musik noch nicht in einem einzelnen Ordner befinden, könnt ihr über den Button Verzeichnis hinzufügen beliebig viele weitere Ordner auswählen. Das Programm wird automatisch alle durchsuchen und zeigt links unten an, wie viele Musikdateien es darin gefunden hat. Sind alle Ordner aufgelistet, rechts unten auf Weiter klicken.

Bevor die einzelnen Dateien miteinander abgeglichen werden, könnt ihr in diesem Schritt noch ein paar Einstellungen vornehmen. Das wichtigste findet sich links über den Knopf Einstellungen:

Die automatisch gesetzten Einstellungen sind recht vernünftig, sodass hier meist nichts verändert werden muss. Lediglich beim Audiovergleich wird die Übereinstimmungsquote vom Programm auf nur 85 Prozent gesetzt. Insbesondere bei größeren Musiksammlungen macht es Sinn, auch hier auf mindestens 90 Prozent zu erhöhen. Die Fehlerquote bewegt sich dabei in Richtung null, sodass man die zeitsparendere Automatische Funktion zur Löschung von doppelten Dateien nutzen kann – Dazu jedoch später mehr. In diesem Beispiel nutzen wir die ähnlichen Tag-Informationen, dafür sind 90 Prozent geeignet.

Auch in den Einschränkungen die über den darunterliegenden Button aufgerufen werden braucht in der Regel nichts verändert werden. Hier ignoriert MediaPurge Standardangaben wie z.B. den Wert „Unbekannt“ als Interpret. Beim Audiovergleich erübrigt sich das natürlich. Aber wenn Tags oder Dateinamen verglichen werden, sollten diese Ausnahmen bestehen bleiben. Denn nur weil zwei Lieder mit dem Interpret „Unbekannt“ versehen sind, muss es nicht zwingend vom selben Künstler stammen. Wandelt man beispielsweise eine Audio-CD mit dem Windows Media Player in MP3-Dateien um, werden sämtliche Tags wie Album oder Interpret automatisch immer auf „Unbekannt“ gesetzt, sofern diese Informationen nicht auf der CD gespeichert sind. Werden also zwei solcher CDs von Interpret X und Interpret Y gerippt, haben beide den gleichen Interpreten „Unbekannt“ – stammen aber dennoch von völlig verschiedenen Künstlern. Damit diese Dateien nicht fälschlicherweise als Duplikate erkannt werden, schließt MediaPurge sie automatisch aus.

Schlussendlich können wir also rechts unten auf Beginnen klicken. Im anschließend sich öffnenden Bestätigungsdialog noch auf Ja, dann beginnt MediaPurge mit dem Vergleichen der ausgewählten Ordner:

Abhängig davon wie viele Musikdateien vorhanden sind, welches Vergleichsverfahren zu Beginn gewählt wurde und wie schnell der Computer ist, kann dies etwas dauern. Danach öffnet sich das Ergebnisfenster:

Hier hat man nun die Wahl, selbst die jeweiligen Duplikate auszuwählen, oder die Arbeit dem Programm zu überlassen.

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Ordnung schaffen: Verzeichnisse nach doppelten Musikdateien durchsuchen

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Ein Kommentar

  1. Sauber! Genau sowas habe ich schon lange mal vor! 🙂

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