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Dank USB-Sticks sind keine optischen Medien mehr zur Installation des Betriebssystems nötig (Bild: Harald Wanetschka / pixelio.de)
Dank USB-Sticks sind keine optischen Medien mehr zur Installation des Betriebssystems nötig (Bild: Harald Wanetschka / pixelio.de)

Windows und Linux Multiboot USB-Stick mit Easy2Boot

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Einführung

USB-Sticks werden zur Installation von Betriebssystemen immer beliebter und lösen optische Medien wie CDs und DVDs zunehmend ab. Wie sich ein bootbarer USB-Stick einfach und schnell mit dem Tool YUMI erzeugen lässt, haben wir bereits vor einigen Tagen in einem Artikel erklärt. Grundsätzlich lässt sich damit auch ein Multiboot-Stick erstellen, aber leider wird von YUMI maximal eine Windows-Version unterstützt. Wer beispielsweise Windows 8 und Windows 10 einbinden möchte, schaut in die Röhre. Doch die Windows-Nutzer brauchen sich keineswegs mit einem Sammelsurium von optischen Medien herumschlagen: Wir zeigen, wie sich mit dem Tool Easy2Boot ein Multiboot-Stick mit verschiedenen Windows-Versionen erstellen lässt.

Warum Easy2Boot?

Um verschiedene Windows-Installationsdatenträger auf einem USB-Stick unterzubringen, benötigen wir einen geeigneten Bootmanager. Grub4dos ist für diesen Anwendungszweck optimal: Er unterstützt sowohl Linux als auch MS-DOS basierte Betriebssysteme wie eben Microsoft Windows. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass Grub4dos direkt von CD- bzw DVD-Abbildern (ISO-Images) booten kann. Somit ist kein zusätzliches aufbereiten wie beispielsweise Entpacken der Daten notwendig.

Allerdings bringt dies auch Nachteile mit sich: Die Einrichtung ist nicht trivial, insbesondere wenn man noch nie mit Grub gearbeitet hat. Hier kommt Easy2Boot ins Spiel: Das Tool basier auf Grub4dos und erzeugt eine bootbare Grub4dos-Instanz mit unseren ISO-Abbildern. Änderungen an Konfigurationsdateien sind für die Grundfunktionalitäten nicht nötig, sondern dienen lediglich der Personalisierung. Damit nimmt uns Easy2Boot nahezu die gesamte Arbeit ab und ist auch für weniger versierte Nutzer geeignet.

Erwähnenswert ist jedoch noch, dass Grub4dos in der Regel nicht auf Anhieb mit UEFI-Systemen läuft. Auch hierfür gibt es aber eine recht simple Lösung: UEFI lässt sich im Kompatibilitätsmodus starten und bootet dadurch eben so problemlos von einem USB-Stick mit Grub4dos wie ein klassisches BIOS. Somit spricht nichts gegen den Einsatz des Bootmanagers.

Was benötigt wird

Hardware

Das wichtigste ist natürlich ein USB-Stick. Wie groß dieser sein sollte hängt davon ab, wie viele und welche Betriebssysteme auf ihm Platz finden sollen. Windows 7 Home Premium ist inklusive Service Pack 1 etwa 2,3 GB groß, der Nachfolger Windows 8.1 bringt es bereits auf knapp 4 GB. Wer das kürzlich erschienene Windows 10 auf den USB-Stick bringen möchte, muss je nach Version etwa 3 bis knapp 6 GB einplanen. Mindestens 8 GB sollte der Stick daher schon groß sein.

Wer keinen ausreichend großen Stick besitzt, dem kann ich den Kingston DTSE9H empfehlen. Der Stick ist klein und robust, wodurch er sich optimal zur Befestigung am Schlüsselbund eignet. Die 32 GB Version ist derzeit für rund 11 € erhältlich. Wer mehr Speicherplatz benötigt kann für weniger als das Doppelte zur 64 GB Variante greifen.

Software

Wie bereits oben erwähnt, muss Easy2Boot heruntergeladen und entpackt werden. Ladet euch E2B ohne Zusätze (2. Link) herunter. Der erste Link beinhaltet DPMS, ein Treiber-Paket zur Installation von Windows XP auf SATA-Laufwerken sowie RAID-Arrays und SCSI-Festplatten. Dies wird nur benötigt, wenn man Windows XP auf moderneren PCs installieren möchte. Dies dürfte jedoch heutzutage auf kaum einen mehr zutreffen – hat Windows XP sein Lebensende bereits Anfang 2014 erreicht und sollte seit diesem Datum höchstens nur noch offline betrieben werden.

Darüber hinaus benötigt ihr ISO-Abbilder der gewünschten Installationsmedien. Wie ihr diese auf legalem Wege bekommt, wurde bereits in einem anderen Artikel erklärt: Legal an Windows Installationsmedium gelangen

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