StartseiteSoftwareWindowsVon wegen Ende: So könnt ihr auch nach dem 28.07.2016 noch kostenfrei auf Windows 10 upgraden
Entgegen Microsofts Behauptung ist das kostenfreie Upgrade auf Windows 10 auch nach dem Stichtag des 28.07.2016 noch problemlos möglich
Entgegen Microsofts Behauptung ist das kostenfreie Upgrade auf Windows 10 auch nach dem Stichtag des 28.07.2016 noch problemlos möglich

Von wegen Ende: So könnt ihr auch nach dem 28.07.2016 noch kostenfrei auf Windows 10 upgraden

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Das Upgrade auf Windows 10 sollte eigentlich nicht ewig kostenfrei sein, sondern nur für 1 Jahr. Diese Frist war am 28.07.2016 verstrichen – Nach diesem Datum müsse Windows 10 regulär gekaut werden, heißt es. Doch das ist keineswegs der Fall. Microsoft hat zwar mit aggressiven Methoden versucht, die Nutzer nicht nur zu drängen, sondern ihnen sogar Windows 10 mit perfiden Tricks unterzujubeln. Dennoch war das neue Windows bei weitem nicht so erfolgreich wie erhofft, und das Ziel von einer Milliarde Geräte scheint in weiter Ferne gerückt. Wohl aus diesem Grunde ist es nach wie vor problemlos möglich, Windows 7 oder 8 auf das neue Windows zu aktualisieren.

Methode #1: Eingabe des Windows 7/8 Schlüssels bei Neuinstallation

Spätestens wenn das System nicht mehr rund läuft bietet sich ein Upgrade an, um Windows komplett neu zu installieren. In diesem Falle braucht man nichts weiter tun, als sich das Media Creation Tool von der Microsoft-Seite herunterzuladen. Über einen USB-Stick oder alternativ DVDs falls der PC noch ein optisches Laufwerk besitzt, wird das Betriebssystem installiert. Bei dem zu Beginn erscheinenden Dialog zur Abfrage des Lizenzschlüssels gibt man einfach seinen alten Lizenzschlüssel von Windows 7 oder 8 ein. Bei Windows 7 klebt er oft noch auf dem Gehäuse. Ab Windows 8 ist dies leider nicht mehr der Fall. Hier werden zusätzliche Tools wie Product Key Viewer benötigt, um ihn anzuzeigen.

Entgegen den Behauptungen von Microsoft wurde die Update-Möglichkeit nämlich keineswegs deaktiviert. Man kann Windows 10 nach wie vor mit einem älteren Windows 7 oder 8 Lizenzschlüssel aktivieren. Wie schon zuvor besitzt man anschließend ein vollwertiges und legales Windows 10.

Methode #2: Upgrade für Hilfstechnologienutzer verwenden

Eine weitere Upgrade-Möglichkeit hat Microsoft selbst eröffnet. Wer Hilfstechnologien nutzt, kann auf der Info-Seite das Upgrade dauerhaft kostenfrei durchführen. Nachweise, für deren tatsächlichen Einsatz sind nicht nötig. Zumal nicht näher definiert ist, was unter einer Hilfstechnologie verstanden wird. Hierfür muss keine Behinderung vorliegen – wer etwa kurzsichtig ist und die Bildschirmlupe nutzt, der verwendet ebenfalls eine Hilfstechnologie von Windows.

Microsoft behauptet zwar, dass dies nicht für ein generelles Upgrade normaler Nutzer auf Windows 10 gedacht sei und versprach, die Lücke schnell zu schließen. Dies liegt allerdings nun schon über einen Monat zurück, bisher ist nichts passiert. Es sieht also nicht so aus, als hätte der Konzern es damit besonders eilig.

Fazit: Windows 10 wird einem immer noch hinterher geworfen 

Trotz sehr fragwürdiger Methoden mit denen die Anwender in Bedrängnis gebracht wurden hat es Microsoft nicht geschafft, das Ziel von 1 Milliarde Geräten auch nur annähernd zu erreichen. Die Aktion offiziell zu verlängern, kam wohl aus Prestigegründen nicht in Frage – man will den Leuten nicht unbedingt aufs Auge binden, dass Windows 10 verramscht wird. Daher geht Microsoft den inoffiziellen Weg, und duldet nach wie vor die Aktivierung über die Windows 10 Installation sowie den Weg über die Hilfstechnologien, ohne dies zu überprüfen.

Gerade aus diesem Grund ist allerdings unbekannt, wie lange dies fortgeführt wird. Aktuell ist dies jedoch problemlos möglich. Und das dürfte wahrscheinlich auch noch eine ganze Weile so bleiben: Microsofts Ziel von einer Milliarde Windows 10 Geräte streckt sich bis 2018. Bisher sind davon erst wenige hundert Millionen erreicht. So lange weder die Frist verstrichen noch das Ziel erreicht wurde, ist es sehr unwahrscheinlich, dass die hier genannten Schlupflöcher gestopft werden.

Denn eines ist klar: Wer das kostenfreie Windows 10 Upgrade nicht mal kostenlos will, wird wohl kaum bereit sein, dafür zu zahlen. Das Erhalten der kostenfreien Upgrade-Möglichkeit ist daher wohl der einzige Weg, die Anzahl der Windows 10 Geräte bei den Nutzer der Vorversionen noch zu steigern.

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