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Verschiedene SIM-Karten (Bild: Tim Reckmann / pixelio.de)
Verschiedene SIM-Karten (Bild: Tim Reckmann / pixelio.de)

Welche SIM-Karten Formate gibt es?

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Die Zeiten, in denen es eine einzige SIM-Karte für alle Handys gab, sind vorbei: Mittlerweile existieren vier Formate, von denen aktuell drei Stück verbreitet sind und aktiv genutzt werden. Folgender Artikel soll einen Überblick über die verschiedenen Karten, deren Einsatz sowie Komptabilität zueinander.

Evolution der SIM-Karten

Um immer kompaktere Geräte zu realisieren, hat sich die Größe der SIM-Karten in den letzten gut 20 Jahren stark verändert wie folgende Grafik zeigt:

Übersicht der verschiedenen Kartengrößen (Bild: Cvdr/Wikimedia, CC-Lizenz)

Übersicht der verschiedenen Kartengrößen (Bild: Cvdr/Wikimedia, CC-Lizenz)

Standard-SIM

Ganz links ist eine sogenannte Standard-SIM zu sehen, die den früheren Telefonkarten für Telefonzellen stark ähnelt. Sie erschien im Jahr 1991 und hat die gleichen Abmessungen wie eine EC-Karte. Dementsprechend groß waren die Handys, in denen die Standard-SIM damals zum Einsatz kam wie etwa das Nokia 1011. Aufgrund der kompakten Nachfolger spielt diese Karte bereits seit einigen Jahren keine Rolle mehr.

Mini-SIM

Direkt daneben folgt die 1996 vorgestellte Mini-SIM. Sie ist deutlich kleiner und wurde etliche Jahre als Standard für Handys und auch moderne Smartphones wie beispielsweise das Samsung Galaxy S2 eingesetzt.

Micro-SIM

Unter der Bezeichnung Mini-UICC (Universal Integrated Circuit Card) entwickelte das Europäische Institut für Telekommunikationsnormen bereits in den frühen 1990er Jahren einen etwas kompakteren Nachfolger – oben auf der Grafik die 2. Karte von rechts. Der Durchbruch kam jedoch erst, als Apple diesen Standard 2010 unter der Bezeichnung Micro-SIM in seinem iPad zum Einsatz brachte. Viele andere Hersteller sind dem Trend gefolgt und nutzten dieses Format ebenfalls – Beispielsweise Samsung mit dem Galaxy S3 sowie S4.

Nano-SIM

Kleiner geht nicht: Die oben abgebildete erste Karte von rechts beinhaltet nur die Kontakte, es ist kein überstehendes Plastik mehr sichtbar. Dadurch ist die Nano-SIM nochmals um 40% kleiner als die ohnehin schon winzige Micro-SIM. Seit dem Jahr 2012 sind moderne Smartphones verschiedener Hersteller mit diesem Kartentyp ausgestattet, etwa das iPhone 5 von Apple.

Was tun, wenn die Karte nicht passt?

Da die letzten Standards erst wenige Jahre alt sind, stellt man als Kunde spätestens bei einem Gerätewechsel daher nicht selten fest: Die Karte passt nicht. In diesem Fall hat man folgende Möglichkeiten:

2-in-1 bzw. 3-in-1 Karten

Eine ausgestanzte Mini-SIM, die unten zerlegt wurde

Eine ausgestanzte Mini-SIM, unten zerlegt

Einen sehr kundenfreundlichen Weg gehen seit Neuestem einige Mobilfunkunternehmen wie etwa Debitel oder Simyo: Neukunden erhalten eine sogenannte 3-in-1-Karte. Das ist eine Mini-SIM, die entsprechende Ausstanzungen für Micro- und Nanokarten enthält. So kann man die Karte problemlos als Mini-SIM in älteren Handys nutzen und bei Bedarf die kleineren Formate einfach herausbrechen – Somit entfällt ein Kartenwechsel vollständig! Diese Karten sind allerdings noch recht neu und werden nicht von allen angeboten. Als Neukunde macht es jedoch Sinn darauf zu achten. Vor allem dann wenn ein baldiger Kartenwechsel absehbar ist, beispielsweise durch eine Neuanschaffung.

 

Neue Karte anfordern

Jeder Mobilfunkanbieter ist mit dem Problem konfrontiert und schickt den Kunden auf Wunsch seine Karte in einem anderen Format zu. Dies ist der bequemste Weg, allerdings meist auch der Teuerste: Viele Anbieter sehen dies nicht als Kundenservice an und stellen die neue Karte in Rechnung – Teilweise mit happigen Preisen in Höhe von 25€ und mehr. Wenn man diesen Weg gehen möchte empfiehlt es sich daher unbedingt vorher nach den Kosten zu fragen.

Karte zurechtschneiden

Da die SIM-Karten immer kleiner werden, ist die vorhandene beim Kauf eines Neugerätes meistens zu groß. Viele Mobilfunk-Shops haben daher Geräte zum Ausstanzen der Karten. Manche verlangen eine kleine Gebühr, andere erledigen dies kostenlos. Alternativ finden sich im Internet verschiedene Vorlagen, mit deren Hilfe die Karte selbst zurecht geschnitten werden kann. Die Mobilfunkanbieter raten von dieser Methode zwar oft ab weil ihnen dadurch Einnahmen für den kostenpflichtigen Kartentausch entgehen. Natürlich geht man damit das Risiko ein, dass die Karte im schlimmsten Fall völlig unbrauchbar wird und ausgetauscht werden muss. Wenn man genau und vorsichtig arbeitet, ist dies jedoch ausgeschlossen und die zugeschnittene Karte passt in das jeweilige Gerät.

Über DMW007

2 Kommentare

  1. kannst du noch etwas ergänzen ?Nach dem Motto, wie sieht die zukunft aus ? und nochmal das Tehma verbaute SIM-karten aufgreifen ?

  2. Ich finde es ein bischen über flüssig das es 2 unterschiedliche SIM karten gibt 1 reicht auch entweder die mikro oder die normalen SIM karten

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