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Wer bezahlt den Preis für deine Schnäppchen?

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Wohlstand basiert auf Ausbeutung. Weil Bauern kostenlos für den König arbeiteten, kam der König zu Reichtum. Später holte man sich Sklaven in Afrika, die ihrem Herren Reichtum brachten, da sie fast kostenlos auf Farmen arbeiteten. Dieses Prinzip hat sich bis heute nicht geändert. Der Wohlstand in der 1. Welt basiert auf Ausbeutung der 3. Welt. Damit Mensch in den westlichen Ländern günstige Kleider kaufen können, werden in den ärmeren Regionen der Welt Pestiziede auf Felder aus gebracht – diese sind bei uns verboten. Geerntet wird mit Kinderarbeit. Genäht werden die Textilien von Sklavinnen, verramscht wird in den Konsumländern.

Moderne Sklaverei sichert unseren Wohlstand

Dort werden Sklaven benötigt, die in der ersten Welt Dienstleistungen erbringen. Diese Dinge kann man nicht im Ausland produzieren und importieren. Folglich müssen Sklaven, billige Arbeiter in die 1. Welt gebracht werden. Angezogen durch den Wohlstand in der 1. Welt nutzen Menschen den Augenblick als die Grenzen geöffnet waren um in die 1. Welt zu gelangen. Angetrieben von der Hoffnung, selbst zu Wohlstand durch Arbeit zu kommen, werden diese Menschen Niedriglohn-Jobs annehmen.

Beispielsweise in der Altenpflege herrscht Fachkräftemangel. Gleichzeitig wächst die Zahl der alten Menschen. Folglich werden ausländische Menschen angeworben, um in der 1. Welt ihr Glück durch Arbeit zu versuchen. Beschäftigung finden sie unterbezahlt in der Altenpflege. Den Menschen im Westen bringt es Wohlstand, wenn sie ihre Eltern billig in einem Pflegeheim unterbringen können.

Weil Fleisch billig von Sklaven, Wanderarbeitern in Deutschland zerlegt werden kann, ist es möglich dass Menschen in der 1. Welt ihren Wohlstand mehren und billiges Fleisch kaufen können. Würden Menschen der 1. Welt beschäftigt werden um Fleisch zu zerlegen, wäre Fleisch so teuer, dass es sich wenige leisten könnten.

Ausbeutung hat Konjunktur

Sklaverei ist ein wachsender Geschäftszweig. Ohne das manche Dienstleistungen in der 1. Welt unerschwinglich teuer werden würden. Vermutlich sind Arbeitssklaven der Preis der Globalisierung. Quelle. Niemand muss sich nun Sorgen machen, dass er einmal einen Sklaven trifft und sich für sein Konsumverhalten vor ihm rechtfertigen muss, weil er so Geizig ist. Denn diese Arbeitssklaven wir der Konsument nie treffen.

Sie arbeiten immer im Hintergrund. Beispielsweise in einer großen Halle eines US Versandhändlers, bei einem Logistik Dienstleister, als Lkw Fahrer einer Osteuropäischen Spedition, in der Altenpflege, im Krankenhaus, im Fleischzerlegebetrieb oder als Erntehelfer holen sie die Früchte je nach Saison vom Feld. Diese Menschen sollen hier Sozialversicherungspflichtig arbeiten, also auch in die Rentenkasse einbezahlen. Gleichzeitig sollen diese Arbeitssklaven in ihrem Rentenalter dann in ihre Herkunftsländer zurückgehen, ohne in der 1. Welt Rente beantragt zu haben.

Keine Besserung in Sicht

Zukünftig wird sich daran wohl kaum etwas ändern, im Gegenteil: Alleine bei Lebensmitteln sind die Ausgaben aktuell auf nur noch 9,5 Prozent des Haushaltseinkommens gesunken. 1950 waren es noch 50 Prozent. Die „Geiz ist Geil“ Mentalität trifft also den Nerv der Zeit. Doch das hat Folgen: Den Preis, den wir nicht bereit sind auszugeben, müssen dafür andere bezahlen. Und das betrifft nicht nur Lebensmittel, sondern alle Dienstleister.

Über Fritz

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