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Verkaufsfördernde Maßnahme: Dieselgate

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Die Messtationen in den Städten registrierten eine zunehmende Luftverschmutzung durch den Fahrzeugverkehr, obwohl die Abgasgrenzwerte für Fahrzeuge immer strenger wurden. In Deutschland konnte sich das Phänomen niemand erklären. Eine kleine Non-Profit Organisation aus den USA löste das Rätsel auf. Die Diesel-Fahrzeuge wurden mit steigender Abgasnorm nicht sauberer sondern lediglich die Fahrzeugsoftware meldete den Prüfgeräten die geforderten Messwerte. Richter weltweit werteten das Vortäuschen richtiger Abgaswerte als Betrug.

Strafe für Betrüger?

Im Ausland wurden die Fahrzeughersteller dazu verurteilt sehr hohe Strafen zu bezahlen, die manipulierten Fahrzeuge zurückzunehmen und den betrogenen Kunden den vollen Kaufpreis zu erstatten. In Deutschland dagegen, trafen sich Politik und Automobilhersteller zu zwei Diesel-Gipfeln um die weitere Vorgehensweise zu beraten.

Das Ergebnis des Dieselgipfel sollte die betrogenen Fahrzeugbesitzer ernüchtern: Altfahrzeuge wurden mit einer nutzlosen Software upgedatet und gleichzeitig boten die Fahrzeughersteller einen erhöhten Nachlass beim Neuwagenkauf mit Inzahlungnahme an. Diese für die Autohersteller und den Staat selbst bereichernde Maßnahme bekam den klangvollen Namen „Umweltprämie“.

Fake Umweltschutz

Bei der von der Politik und dem Staat beschlossenen Maßnahme der Umweltprämie ist nicht vorgesehen, dass die Umwelt verschmutzenden Fahrzeuge Fach- und Sachgerecht in Deutschland entsorgt werden sollen. Stattdessen werden die Fahrzeuge, die für die deutsche Luft und Menschen schädlich sind über Händler in das Ausland verkauft. Dabei hat niemand der Beteiligten ein schlechtes Gewissen, dass deutsche Autos die Luft, die Menschen und ihre Gesundheit im Ausland vergiften. Völlig ignoriert wird auch, dass die Abgase der aussortierten Fahrzeuge aus dem Ausland mit den Winden zurückkommen und in den Maßtationen landen.

Werden die Fahrzeuge, bevor sie verschlissen sind entsorgt, wirkt sich das negativ auf die Nachhaltigkeit aus. Bedenkt man, dass die Fahrzeughersteller die Fahrzeuge bewusst manipuliert und die Verkürzung der Fahrzeug Nutzungszeit in kauf genommen haben, nennt man das geplante Obsoleszenz.

Verkaufsschlager „Umweltprämie“

Die Politik und die Automobilindustrie einigten sich die Gelegenheit zur Umsatzsteigerung mit einem Rabatt „Umweltprämie“ zu nutzen, anstatt Altfahrzeuge nachzurüsten. Dem Staat bringen die Verkäufe höhere MwSt. Einnahmen und den Fahrzeugherstellern steigende Umsätze. Beides wird nun von dem Autokäufer bezahlt, der eigentlich eine Nachbesserung an seinem Fahrzeug und eine Entschädigung für den vorsätzlichen Betrug erhalten sollte.

Nachhaltigkeit der „Umweltprämie“

Die Fahrzeughersteller haben die Nachbesserung an den Fake Diesel Fahrzeugen ausgeschlossen und damit die Nachhaltigkeit völlig ignoriert. Mit der „Umweltprämie“ werden Fahrzeuge die nutzbar wären entsorgt. Dabei wird die Nachhaltigkeit beim Umweltschutz völlig ausser acht gelassen. Niemand interessiert, dass zum herstellen der Fake-Diesel, Energie und Rohstoffe aus der Umwelt verwendet wurden. Werden nun die Fahrzeuge vor ihrem Nutzungsende aus dem Verkehr gezogen, ist das die größte Umweltverschmutzung.

Über Fritz

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